Bitte eine Kugel Mozart!
Sonntag, 30. April 2006
In den letzten Jahren gab es offenbar eine Inflation unsinniger Geschmacksrichtungen. Ich weiß bis heute nicht, wie ein Tee nach “Kaminfeuer” schmecken kann. Oder eine Schokolade nach “Winterzauber”. Oder ein Fruchtsaft nach “Harmonie”.
Am Rot-Kreuz-Platz in München gibt es ein Eiscafé mit Eissorten im Angebot, die an Kreativität kaum noch zu überbieten sind. Neben Altbekanntem fand ich dort: Honig-Joghurt, Soja-Haselnuss, Caramel-Holunder, Rum-Krokant, Champagner, Torta-Limone, Azurro, Cafè-Crunch, Grüner Apfel, Käse-Sahne, Ricotta-Orange-Schokolade-Trüffel, Sesam-Crunch, Quark-Orange, Himbeer – Bio-Ziegenmilch, Ingwer, Rhabarber, Caipirina, Latte Macchiato, Campari-Orange… und… haltet euch fest… MOZART!
Ich hatte darauf zwar “Paganini” und “Stockhausen” bestellt, aber der Verkäufer meinte nur “das haben wir nicht”. Naja, was noch nicht ist, das kann ja noch werden.
Meine Lieblingssorte wird in ein paar Jahren bestimmt mal “Derrida” werden – ich stelle mir darunter ein besonders schnell schmelzendes Eis vor. Oder “Galilei” – gibt’s nicht als Kugel, sondern nur als Scheibe. Oder “Loos” – garantiert ohne Sahnehäubchen…
Habt ihr weitere Vorschläge? Her damit!

Hat der Mensch einen freien Willen?
Im Dezember 2003 hatte ich einen MDA2 von T-Mobile gekauft, um ihn mit meiner Vodefone-SIM-Karte zu benutzen. Die Konfiguration der GSM- und der GPRS-Verbindungen hatten entgegen der Anleitung nicht funktioniert, und auch vier verschiedene Hotline-Mitarbeiter von Vodafone konnten mir nicht helfen. Die Anleitung von Expert Medialand (wurde mir von der Hotline empfohlen und ist googlebar) scheint m.E. nur für den MDA (also den mit der kleinen Antenne), nicht aber für den MDA2 zu funktionieren, denn meine Menüführung ist etwas anders als die dort angegebene. Sie half mir auch nicht weiter. Durch etwas zielloses Herumprobieren habe ich dann jedoch beide Verbindungseinstellungen zum Laufen gebracht.
Ich wollte mich nicht damit abfinden, dass wir für jeden neuen Mitarbeiter einen eigenen Auftrag an die Druckerei geben, die uns dann erst etliche Tage später die "Mindestmenge" von 1000 Visitenkaren zu einem horrenden Preis liefert, von denen der Mitarbeiter nichtmal ein Drittel wirklich braucht. Darum habe ich Papiere gestestet und mit Druckereien verhandelt und eine nette Idee gestetet und für gut befunden. Eigentlich sollten sich örtliche Druckereien sofort darauf stürzen und mit dieser günstigen, schellen und flexiblen Art des Drucks alle Firmen davon überzeugen, Visitenkarten nur noch so zu produzieren. Rückmeldungen sind willkommen.
