Vergleich: Apple iPod HiFi oder Bose SoundDock

iVergleich1.jpgHat der Mensch einen freien Willen?
Ja.

Habe ich einen freien Willen?
Naja.

Warum diese Einschränkung? Ganz einfach: ich habe einen freien Willen, aber nur so lange, wie Apple keinen neuen iPod auf den Markt bringt. Tun sie es doch, so wird mein Sein von einem Possesivreflex überrollt, der erst nachlässt, wenn ich den neuen iPod mein eigen nennen kann. Erst danach ist mein Wille wieder frei.

So kommt es, dass ich unterdessen eine stattliche Sammlung von iPods samt mehr oder weniger praktischem Zubehör rumstehen habe. Als Kunde bin ich für Apple somit absolut uninteressant, weil höchstgradig abhängig.

Aber als Multiplikator dafür um so wichtiger, denn ich kann vergleichen! Und das will ich heute mal wieder öffentlich tun. Und zwar die zwei Kompakt-Anlagen, an die ich meine iPods anschließe.

Seit über einem Jahr schon trällern im Büro mehrere Bose SoundDocks meine Playlisten rauf und runter, und seit Anfang des Jahres bekamen sie Gesellschaft vom Apple iPod HiFi. Hier nun meine Erfahrungen mit den Teilen: iVergleich_bose.jpg

Der Bose SoundDock ist mit 379 Euro (z.B. online im Apple-Store) geringfügig teurer als der Apple, er ist kleiner (braucht z.B. deutlich weniger Platz auf dem Regal) und leichter (lässt sich z.B. für ein Vergleichsfoto leichter auf einer Hand balancieren), hat eine kleine Fernbedienung, benötigt leider ein externes Netzteil, kann nicht ganz so laut wie der Apple, aber er liefert dabei immer den eindeutig besseren Klang.

Der Apple iPod HiFi hingegen ist mit 359 Euro (z.B. online im Apple-Store) etwas günstiger, ist größer und viel schwerer, hat aber recht praktische Tragegriffe, verfügt über ein Batteriefach (brauch ich nie), hat eine kleine und enorm schicke Ferbedienung, und er hat… leider, leider, den eindeutig schlechteren Klang, auch wenn er insgesamt etwas lauter kann als der Bose.

Auf meinem Regal im Büro stehen sie beide nebeneinander, und zu 80% nutze ich Bose, zu 20% Apple. Mit dem Bose klingt die Musik westentlich klarer, feiner und differenzierter. Der Apple hingegen hat wohl ein paar Watt mehr in den Bässen, und nur wenn ich wirklich ganz alleine im Büro bin und Red Bull schon nicht mehr wirkt, dann stecke ich abends ab und zu auf den Apple um und drehe ihn (fast) ganz auf. Allerdings ist die Lautstärke vom Bose für mich meist völlig ausreichend und für seine Winzigkeit absolut erstaunlich.

Müsste ich mich entscheiden, ich würde nur den Bose SoundDock kaufen.