home

Beiträge vom Juli, 2006

Bloggers Herzblut

Montag, 31. Juli 2006

Stellt euch vor, ihr liegt an einem Strand im Süden, genießt den Tag und ruft scherzend einem Freund zu: “Hey, haste den Hai auch gesehen?”. Der Freund lacht, nickt, und dann redet ihr wieder über etwas anderes.

Am nächsten Tag dann die Überraschung. Schon beim Frühstück, beim ersten Blick in die Zeitung, seht ihr, dass am Vortag der Strand wegen einer vermeintlichen Hai-Begegnung eines unbekannten Badegastes gesperrt wurde. Der Kaffee beim Frühstück hat heute einen besonders bitteren Beigeschmack. Und beim Gang über die Düne sehr ihr, dass die Polizei den Strand noch immer abgesperrt hält. Boote patroullieren im Gewässer und suchen den Hai, und euer Verdacht wird zur Gewissheit, dass ihr das alles versehentlich ausgelöst habt.

Eigentlich ja eine richtig coole Geschichte, über die ihr unter Freunden gut lachen könnt. Irgendwo zwischen Missgeschick-des-Jahres und once-in-a-lifetime.

Aber jetzt kommt der Haken:

Stellt euch vor, ihr seid Blogger, aber ihr könnt diese (oder eine ganz andere aber doch ähnliche) Geschichte nicht bloggen, weil man sonst eurem Missgeschick gewiss auf die Schliche kommen und es mit einer saftigen Einsatz-Rechnung beantworten würde.

Mensch, DAS juckt vielleicht in den Fingern!!!

Blöde Hitze!

Montag, 31. Juli 2006

trueffel.jpg

Der Untergang des Rheins

Montag, 31. Juli 2006

Hier seht ihr, wie der Rhein im Bodensee versinkt.

Der Rhein kommt aus den Alpen, heißt dort Alpenrhein und ist daher auch viel kälter als das Wasser im Bodensee. Daher fließt er nur wenige Meter in den See, bevor er darin versinkt. Durch die Sedimente hebt sich das Flusswasser klar vom Wasser im See ab.

Interessant finde ich die Stelle, wo der Strom des Flusses tatsächlich unter der Oberfläche des Sees verschwindet und in dessen Tiefen eintaucht. Vorgestern bin ich wieder einmal darüber geflogen und habe die Stelle erneut fotografiert.

seerhein570.jpg

Nur ein warmer Sommer

Freitag, 28. Juli 2006

Zugegeben, dieser Sommer taugt zum Schwitzen – aber der tägliche Blick in die Medien zeigt, dass er offenbar auch für Übertreibungen gut ist (Stichwort “Klimawandel”). Darum will ich in Erinnerung rufen:

  • August 1944 Hitzewelle, in Berlin 10 aufeinanderfolgende Tage mit über 30°C.
  • Sommer 1947 Wärmster Sommer des Jahrhunderts (Deutschlandmittel: 18,5°C).
  • Juli 1952 Hitzewelle in Mitteleuropa. 200 Tote in der damaligen Bundesrepublik Deutschland, Max.-Temperatur: 39,6°C.
  • Juli 1956 Große Dürre in Schleswig-Holstein.
  • 27.6.-Mitte Juli 1957 Extreme Hitzewelle fordert Hunderte von Toten, Wasserknappheit, großes Fischsterben in den Gewässern von Hamburg.
  • Sommer 1959 „Jahrhundertsommer“. Dürre und Hitze in Norddeutschland, Trinkwasserrationierung. Gesamter September ohne jeglichen Niederschlag.
  • 17.09.1963 Hochsommerliche Temperaturen in Hamburg, bereits geschlossene Freibäder werden wieder geöffnet.
  • August 1975 11-15 aufeinanderfolgende Sommertage im norddeutschen Tiefland, wärmster August seit 1851. Längere Waldbrände, besonders in der Lüneburger Heide.
  • Juni und Juli 1976 16 Tage hintereinander werden 30°C überschritten, gebietsweise fällt sechs Wochen lang kein Regen: Hitzeschäden an Autobahnen und Industrieanlagen, Dürreschäden in der Landwirtschaft. Niedrigwasserstand am Rhein.
  • Sommer 1982 Sehr warmer Sommer, 6 Wochen Trockenheit.
  • Sommer 1983 Langer trockener und heißer Sommer. Mit 40,2°C wird am 27.07.1983 in Gärmersdorf bei Amberg (Oberpfalz) die bislang (2001) höchste Temperatur in Deutschland gemessen.
  • Winter 1989/90 Teilweise der mildeste Winter des Jahrhunderts. 16.12.: 21,7°C.
  • Juli 1994 Heißester Juli des Jahrhunderts in Norddeutschland (Mittelwert um 23°C). In diesem Monat wird auch die höchste monatliche Sonnenscheindauer am Kap Arkona auf Rügen mit 403 Stunden gemessen.
  • 2000 Wärmstes Jahr im Mittel über ganz Deutschland (9,9°C). Höchste Jahresmitteltemperatur in Kehl und Freiburg (jeweils 12,8°C).

Quelle: Deutscher Wetterdienst

Welcher Dienstag?

Donnerstag, 27. Juli 2006

parken.jpgDieses Schild (und mehrere seiner Brüder) zieren seit Anfang dieser Woche meine Straße, in der ich meistens parke. Am Montag dachte ich noch: “Ok, bis morgen kannst du hier parken.”

Doch nun ist Donnerstag, und die Schilder stehen noch immer da.

Ist hier nun ein Halteverbot oder nicht? Eigentlich doch erst wieder ab nächstem Dienstag 7 Uhr, oder?

Aber was, wenn die Schilder dann immer noch stehen bleiben. Ab wann kann ich mich wieder darauf berufen, dass sie erst ab der Folgewoche gelten? Dientag 8 Uhr, Dienstag 7:05 Uhr oder sogar schon ab Dienstag 7:00 Uhr und eine halbe Sekunde?

So gesehen kündigt das Schild doch immer nur an und gilt nie. Oder?

Sollte ein Stadtsheriff auftauchen und mit ein Knöllchen geben wollen, so kommt er entweder vor Dienstag 7 Uhr, und das Halteverbot gilt noch nicht. Oder er kommt nach Dienstag 7 Uhr, und es gilt noch lange nicht. Kommt er Punkt 7 Uhr, so muss er sich die Frage gefallen lassen, wie lange ich denn im Halteverbot gestanden habe. “Einen Augenblick” vielleicht…

Was meint ihr dazu?

Und: soll ich es einfach ausprobieren und davor parken? Aber wer bezahlt mir dann das Bußgeld?

Ich habe den Link auf diesen Artikel soeben an den Leiter des Bürgeramtes geschickt. Mal sehen, ob in den Kommentaren auch die Antwort der Stadtverwaltung auftaucht…

Feedback

Donnerstag, 27. Juli 2006

Es ist nicht von der Hand zu weisen: Büro-Englisch ist eine komplizierte Sache. Darum habe ich mich ins Zeug gelegt und diesen Crash-Kurs verfasst, ihm meine Hand und meine Füße gegeben und hoffe, dass dieser Typo (zumindest hausintern) nun nicht mehr vorkommt.

Also, Kinder, merkt’s euch bitte!

fb.jpg

Noch ein Luftfilmchen

Mittwoch, 26. Juli 2006

Hier mein zweiter Luftfilm. Kurz vor dem langen Endanflug auf die Piste 30 drehte ich noch einen Vollkreis, um das Panorama von Konstanz besser aufnehmen zu können. Hier sind zu sehen: Hafen von Kreuzlingen, Hafen von Konstanz, Stadtgarten, Inselhotel, Alte Rheinbrücke, Seestraße, Yachthafen, Schmugglerbucht, Hörnle.

Diesmal ohne Kommentare…

Stöckchenspiel

Mittwoch, 26. Juli 2006

Eben hat mir Bernd Röthlingshöfer ein Stöckchen zugeworfen. Zuerst wusste ich nicht, um was es sich dabei handelt – aber die Idee ist nett, und ich mache gerne mit:

Hier sind die Fragen und Antworten:

  • Warum bloggst du?
    Weil Helge Fahrnberger mir am 10. April 2006 geschrieben hat: magst du dir nicht mal weblog-software installieren? ich wäre dein erster RSS-subscriber! Vier Tage später ging ich mit WordPress online.
  • Seit wann bloggst du?
    Eigentlich seit 2001 (noch auf meiner alten Seite), jedoch erst seit April 2006 als Weblog.
  • Warum lesen deine Leser deinen Blog?
    Was sollen sie denn sonst damit machen?
  • Welche war die letzte Suchanfrage, über die jemand auf deine Seite kam?
    Ach ne, das überrascht mich jetzt selbst. Es ist “Zidane Köpfer“.
  • WM-Songs Auflistung 2006
    Mir scheint, ich verstehe die Frage nicht. Ich kenne keine WM-Songs. Oder doch, vielleicht ist dieses “Stuttgart ist viel schöner als Berlin” ja sowas wie ein WM-Song. Fand ich klasse, weil es diese wiedergefundene Leichtigkeit der Deutschen auf den Punkt brachte.
  • Welcher deiner Blogeinträge bekam zu Unrecht zu wenig Aufmerksamkeit?
    Der Artikel über das Mozart-Eis hätte doch mehr anerkennende Kommentare verdient.
  • Dein aktueller Lieblings-Blog?
    Momentan schaue ich täglich bei Ehrensenf vorbei, manchmal gefällt mir auch MC Winkel richtig gut, und wann immer Guy Kawasaki etwas schreibt, lese ich es gerne. Aber der Blog von Mar-tina ist für mich natürlich nicht nur tägliche Pflicht, sondern immer auch liebste Kür ;)
  • Welchen Blog hast du zuletzt gelesen?
    Den Beitrag von Guy Kawasaky über The Art of Firing.
  • Wie viele Feeds hast du gerade im Moment abonniert?
    Nur 38, jedoch Tendenz stark steigend, da ich mich an Netvibes gewöhne.
  • An welche vier Blogs wirfst du das Stöckchen weiter und warum?
    Natürlich an Mar-Tina, weil ich auf ihre Antworten gespannt bin. Dann an Helge, damit er endlich seinen Blog wiederbelebt. Ein Stöckchen geht in den Norden an MC-Winkel, wenn ich so weit werfen kann. Und eines an den Zappelfillip, weil ich ihm noch immer einen Einblick in mein Insider-Wissen für München schulde.

In die Luft gehen!

Mittwoch, 26. Juli 2006

Gestern sind in meinem Büro ein paar Fetzen geflogen. Ein paar Mitarbeiter und ein paar Grad zu viel ergaben ein paar Tränen am Ende.

Was macht man da als guter Chef? Ist doch klar, man geht in die Luft!

Ich habe mir also eine Azubine zum Tränentrocknen geschnappt und bin mit ihr über den Bodensee geflogen. Dabei ist mein erster Luftfilm entstanden. Unten die Version von Youtube, und hier das Pendant bei Google-Videos.

Hmm – wäre wohl besser geworden, wenn ich einfach nur Musik hinterlegt hätte… Gibt’s die irgendwo gratis, dann überspiele ich mein Gelaber gern nochmal…

Der beliebteste Radweg der Welt

Dienstag, 25. Juli 2006

Das Gute daran: Der Bodensee-Radweg verläuft durch drei Länder, zwei deutsche Bundesländer und etliche Gemeinden. Auf ihm radeln jährlich über 380.000 Touristen, davon umrunden ganze 220.000 den kompletten Bodensee. Er ist damit der beliebteste Radweg der Welt.

Das Schlechte daran: Der Bodensee-Radweg verläuft durch drei Länder, zwei deutsche Bundesländer und etliche Gemeinden. Das sind ziemlich viele Zuständigkeiten für die Beschilderung, und daher wird der Bodensee-Radweg (erstens) durch sieben verschiedene Schilder-Systeme (und zweitens) nur höchst unvollständig ausgeschildert.

radweg-gesamtkarte_.jpg

(weiterlesen…)

Bilder aus Prag

Montag, 24. Juli 2006

[mygal=prag]

Die Wahrheit über den Prager Fenstersturz

Montag, 24. Juli 2006

Der Nespressotest

Montag, 24. Juli 2006

Prostatafontäne

Montag, 17. Juli 2006

fontaine.jpg

Gesehen in Tabor (hier das Album der Reise), so benannt von Jan Jerabek.

Die Farbe vom Bodensee

Montag, 17. Juli 2006

tuerkis.jpg

Der Bodensee wechselt seine Farbe wie andere Leute ihre Meinungen. Heute ist er mal wieder total türkis.

Deutsche Amtssprache

Montag, 17. Juli 2006

Eben erreicht mich als Geschäftsführer meiner GmbH ein Beschluss eines Gerichts. Ich habe das Schreiben drei Mal gelesen und weiß noch immer nicht, was man mir damit sagen will. Okay, einen der genannten Namen kenne ich, und die Überschrift in der die Art des Beschlusses steht, die sagt mir auch, dass sich hier zwei um Geld streiten.

Dann versuche ich dem Schreiben zu entnehmen, was genau man von mir wissen oder haben will. Aber ich finde nix. Dann lese ich den ersten Satz noch ein viertes Mal und kapiere ihn noch immer nicht. Da ich ihn nicht lesen kann, beschließe ich ihn zu zählen. Ich bin Mathematiker, und zählen kann ich. Komme auf erstaunliche 96 Wörter. Im ersten Satz!

(weiterlesen…)

Mein See, mein Maserati, meine Güte!

Montag, 17. Juli 2006

Am Wochenende konnte ich den Bodensee mal wieder in seine ganzen Pracht genießen. Hier ein paar von dem Bäumen am Seeufer gepflückte Stilblüten:

[mygal=radtour]

Schild des Anstoßes

Samstag, 15. Juli 2006

Rekordfahrt mit dem Messerschmitt

Freitag, 14. Juli 2006

Hoppla, heute bin ich bis auf die Insel Reichenau gefahren mit dem Messerschmitt – so weit war ich noch nie von meiner Werkzeugkiste weg. Aber alles lief glatt. Und am Ende dieses perfekten Tages sind wir zwei (also das Auto und ich) dann auch noch für ein Familienfoto zu seinen Onkeln und Tanten auf den Flugplatz gefahren…

Messerschmitt Kabinenroller

Der Teilzeit-Hedonist vom Bodensee

Donnerstag, 13. Juli 2006