Ist was faul im Fitness-Studio?

Jetzt frage ich mal die Leser meines Blogs um Rat:

Seit drei Jahren gehe ich in ein Fitness-Studio, mit dem ich sehr zufrieden bin. Meine Vertrag läuft über je 12 Monate, kostet 1.050 Euro und ich bezahle stets im Voraus den ganzen Betrag.

Nun bekam ich (wie viele andere Mitglieder auch) das Angebot, einmalig 2.500 Euro zu bezahlen und dafür lebenslang Mitglied zu werden. Die kurze Restlaufzeit meines Vertrags wird sogar noch angerechnet, etwaige Unternehmensnachfolger müssen meine Mitgliedschaft übernehmen, und die Zahl dieser Premium-Mitgliedschaften ist laut Eigenauskunft auf 30 Stück begrenzt. Das Studio hat mehrere Filialen, u.a. in Konstanz, Friedrichshafen, München, besteht seit 3-4 Jahren und ist meines Wissens das schönste und teuerste der Stadt.

Ich bin in Konstanz beruflich fest verwurzelt und werde in den nächsten 5 Jahren weder wegziehen, noch mit dem Fitness-Training aufhören. Die 2.500 Euro kann ich ohne Probleme aufbringen.

Einerseits hätte sich dieser Deal nach weniger als 2,5 Jahren für mich gelohnt.

Andererseits macht mich das Angebot äußerst misstrauisch, und meine spontane Reaktion war: nach Ablauf meiner Restlaufzeit im November den Vertrag auf monatliche Bezahlung umstellen (was ihn teurer macht), um mein Risiko für den Fall der Insolvenz des Studios zu verkleinern.

Was soll ich tun? Ratschläge bitte als Kommentar posten!

Nachsatz: Eine gute Sache haben diese Überlegungen bereits zutage gebracht, nämlich hat mir das Studio mit 1.050 Euro (statt 820) zu hohe Rechnungen gestellt, und die Differenz bekomme ich nun zurück…

About Peter Eich

Mathematiker und Philosoph eigentlich, Seriengründer und Investor tatsächlich. Gründer von Inselhüpfen, Radweg-Reisen, Bikemap, Toursprung, Tourbook, Bodensee-Verlag, und Cyclesummit. Außerdem Referent, Immobilien-Investor, Pilot, NLP-Coach und Barista. Und meistens unterwegs.

7 comments

  1. du könntest eine bonitätsauskunft einholen. grundsätzlich kann ich mir aber vorstellen, dass sich so ein angebot durchaus rechnet, und zwar nicht nur als liquiditätsbrücke. denn es würde mich nicht wundern, wenn die durchschnittliche nutzungsdauer aller „lebenslangen“ unter 2,5 jahren liegt, denn es kommt einem ja immer „was dazwischen“ (faulheit, krankheit, kinder, umzug..).

  2. Eine Zusatzvereinbarung verlangen, dass du, sollte das Studio vor Ablauf von 2,5 Jahren seine Dienste in Konstanz nicht mehr anbieten (warum auch immer), den Restbetrag zurückerstattet bekommst.

    Nützt dir aber auch nicht viel, wenn sie in Insolvenz gehen… da bleibt meist nix über.

    Hm. Schwierig, aber mich würde das auch locken.

  3. tja, peter – schwierig, schwierig….. :)
    eine deiner praemissen allerdings will ich mal optimistisch anzweifeln: dass du dich in 5 jahren immer noch ins ficknessstudio quaelst. hoechstens schon wieder, aber dazwischen liegen erstmal erfuellte jahre des gluecks. *tschirp*tschirp*

  4. viele fitnessclubs machen sowas wenn sie geld brauchen.

    aber der normale monatsbeitrag von ca.100euro ist recht hoch!

    also augen auf beim eierkauf!

  5. Also die Vorgängergesellschaft meines aktuellen Studios hatte sowas auch angeboten, ein halbes Jahr später: INSOLVENZ. Der Rechtsnachfolger wollte die Lebenslänglichen nicht anerkennen, was daraus rechtlich letztendlich geworden ist, entzieht sich meiner Kenntnis. In jedem Fall ist sowas dann immer sehr aufreibend, auch wenn man am Ende Recht bekommen sollte. Ich persönlich würde mir so etwas nicht antun, mir ist inzwischen stressfreie Lebenszeit wichtiger als Geld

  6. @Helge: Gesellschafter der GmbH ist eine andere GmbH, dh es wird schwierig, ein klares Bild zu bekommen. Vielleicht „rechnet“ sich das tatsächlich, du könntest Recht haben.

    @Ilona: Das würde nix bringen, da dann ja die juristische Person möglicherweise gar nicht mehr existieren könnte, die mir das verspricht.

    @Axel: Da schweifst du jetzt aber ab.

    @Matthias: Eben, ich bin auch der Meinung, dass es auf einenLiquiditätsengpass hindeutet. Da die Einnahmen von Studios aber kaum saisonalen Schwankungen unterliegen (oder doch?), scheint das dann imA gleich ein grundsätzliches Problem und damit eine drohende Insovenz zu sein.

    @Hecksee: Genau das befürchte ich bei meinem Studio auch. Die garantierte Garantie der Übernahme von Lebenslänglichen ist ja nur ein weiterer Vertrag mit der alten GmbH, und ich bin nicht sicher, dass ich daraus Ansprüche gegen die neue ableiten kann.

  7. Danke für das viele Feedback. Habe mich nun für einen Dreijahresvertrag zu ermäßigten monatlichen Zahlungen entschieden und bin dem Insolvenzrisiko damit also voll ausgewichen.

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