Müll entsorgen statt reden!

Seit wir im neuen Büro sind, haben wir einen kostenpflichtigen Container für Altpapier von den Ensorgungsbetrieben Konstanz (EBK).

Genaugenommen bezahlen wir nicht nur für den Container, sondern auch für dessen regelmäßige Leerung, doch damit nehmen es die EBK scheinbar nicht so genau – zumindest nicht vergangenen Dienstag.

Darum riefen wir am Mittwoch dort an und bekamen eine nachträgliche Leerung noch am selben Tag versprochen. Am Donnerstag waren wir schon etwas klüger, riefen am Vormittag an, um das selbe Versprechen nochmal entgegen zu nehmen. Als am Nachmittag noch nichts geschehen war, riefen wir nochmals an, und wieder wurde uns noch für den selben Tag eine Leerung versprochen.

Am Freitag dann das gleiche Spiel, zwei Mal von meinem einen Kollegen, und gegen Nachmittag nochmals von einem anderen Kollegen. Letzterer drückte in höflichen Worten deutlich unsere Unzufriedenheit aus, worauf seitens der EBK einfach aufgelegt wurde.

Abends dann äußerte ich meine Bedenken ob der Fähigkeit meines Mitarbeiters, so etwas einfaches, wie eine Leerung der Mülltonne zu veranlassen.

Und heute merkte ich, wie unrecht ich ihm tat.

Morgens telefonierte ich selbst mit dem Herrn der EBK, frug ihn, was mich nun noch glauben machen könnte, dass seinen Versprechen Taten folgen würden, und tatsächlich – ich glaubte ihm.

Am Nachmittag dann das selbe Spiel erneut, denn der Container war noch immer nicht geleert worden.

Und als ich eben auf die Uhr schaute und erkannte, dass die Dienstleister der EBK um 16:10 bereits alle im Feierabend waren, da fuhr ich einfach rüber. Trat so lange gegen die Tür, bis jemand öffnete. „Herr XY hat Feierabend und ist in einer Besprechung“ – „Nein, nach der Besprechung hat er keine Zeit mehr für einen Rückruf, erst morgen wieder“ – „Nein, ich kann ihn in der Besprechung nicht stören“.

Dann habe ich* kurzerhand mit ein paar Kollegen sämtliche Kartonagen und Papiere in einen Sprinter geladen, die nicht mehr in den übervollen Container passten, und es den Entsorgungsbetrieben vor die gläserne Haupteingangstür geschmissen.

Mal sehen, wie sie morgen darauf reagieren werden. Ich bin jedenfalls bereit, das so lange täglich zu wiederholen, bis in unserem Container wieder Platz für unseren Abfall ist.

PS: Ja klar, für eine Kaffeetasse mit Logo der EBK vergesse ich das alles wieder ;)

(* = literarisches Ich eines fiktiven und juristisch nicht zu belangenden Erzählers, ähnlich wie bei O.J.)

About Peter Eich

Mathematiker und Philosoph eigentlich, Seriengründer und Investor tatsächlich. Gründer von Inselhüpfen, Radweg-Reisen, Bikemap, Toursprung, Tourbook, Bodensee-Verlag, und Cyclesummit. Außerdem Referent, Immobilien-Investor, Pilot, NLP-Coach und Barista. Und meistens unterwegs.

9 comments

  1. Das ist ja mal ne Frechheit, dazu habt ihr die passende Antwort geliefert.
    Bei uns muss das ganze Haus mehr bezahlen, weil der Müll nicht richtig getrennt ist, seitdem achten wir mehr darauf.

  2. darf ich dein sancho panza sein? :-)

  3. Krass! Und in dem Fall würde ich mich auch nicht mit einer Kaffeetasse bestechen lassen und die Überweisung der Müllgebühren auf ähnliche Weise praktizieren: Immer versprechen, dass „heute“ noch bezahlt wird.

  4. @Arik: Wer weiß, ob die Antwort wirklich richtig war…

    @Helge: Ritter ja, traurige Gestalt nein!

    @Illona: Darin bestht ja die Ungerechtigkeit – sie würden es nicht tolerieren.

  5. ich dachte eher an die windmühlen ;-)

  6. prima! das ist MEIN cousin!

    bin stolz auf dich.

    die lieblingscousine

  7. Hallo Peter

    ruf doch mal jenen Herrn Hartmut Appelt an bei den EBK. Der soll seinen Jungs mal in den Hintern treten. Frechheit ist das,,
    Mach sie platt !!!
    Gruss
    Kay

  8. Naja, wir werden sehen (bzw. lesen), was passiert…

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