Stadt der schreckhaften Vögel
9 Feb 2007
Die Salto-Vögel in Ouagadougou brachten mich in Blödellaune, und entstanden ist dieses kleine Filmchen…
9 Feb 2007
Die Salto-Vögel in Ouagadougou brachten mich in Blödellaune, und entstanden ist dieses kleine Filmchen…
8 Feb 2007

Und tatsächlich – da ist ein Fotograf 500 km weit gefahren, nur um dieses eine Bild von mir und den Telekom-Tassen zu machen. Bin ja mal gespannt auf Sonntag, wenn es möglicherweise in der Bild-Zeitung erscheint.
Braver kleiner Blog, was ziehst du für Kreise…
8 Feb 2007
In einer Stunde kommt der Fotograf der Bild am Sonntag bei mir vorbei, und gerade eben umging dieses Mail meinen Spamfilter:
Wir bedanken Sie fur die Registrierung an unserer geschlossenen Seite “Suche den Sexpartner”. Unser Fotograf wird innerhald 24 Stunden aufkommen, um ein frechen Foto zu machen. 499 euro wurde abgebucht. Fur die Aktivierung oder das Loschen Ihrer Aufzeichnung und auch die Sichtung des Barschek installieren Sie ein Zertifikat in der Anlage.
Eine kleine Schrecksekunde lang hatte ich tatsächlich….
8 Feb 2007
Erinnert ihr euch an meinen Ärger über die Telekom, als mein Büro plötzlich offline war, und sich niemand daraum kümmern wollte? Die Erlebnisse hatte ich gebloggt, und ich war um so erstaunter, dass die Telekom zwar nicht auf meine Beschwerden, stattdessen aber auf meinen Blog reagiert hatte. Sehr freundlich, und mit kleinen Geschenken.
Die Geschenke waren Kaffee-Tassen, mehrere Pakete davon, und auf einer davon stand sogar “Wir kämpfen um jeden Kunden”.
Auch das hatte ich gebloggt, und die Sache dann vergessen.
Bis gestern. Da meldete sich Bild am Sonntag, frug mich zur Sache aus… und heute Nachmittag kommt ein Fotograf, um mich mit dieser einen Tasse in der Hand abzulichten, damit am kommenden Sonntag Millionen Leser darüber im Bilde sind.
Was für ein Wirbel, für so einen kleinen Blog…
Hier meine erwähnten Blog-Beiträge zum Thema.
1 Feb 2007
Am Wochenende waren wir mit unserem Allrad zwei Tage im Westen von Ouagadougou und haben das 250 km entfernte Projekt La Voute Nubienne in Boromo besucht. Die Hinfahrt verlief problemlos…
Der Gründer vom “nubischen Gewölbe” Thomas Granier hat kein geringeres Ziel, als den Hausbau des gesamten Sahel zu verändern: mit Häusern aus Erdziegel, die gemäß dreitausend Jahre alter ägyptischer Tradition zu einem selsttragenden Gewölbe (= la voute nubienne) angeordnet werden. Also Häuser, die aus nichts bestehen, als handgepresster Ziegel von lokaler Erde. Das steht im totalen Gegensatz zu den unterdessen “normalen” hiesigen Bauernhäusern, die aus maschinengepressten Ziegeln (müssen gekauft werden), Wellblech (teuer und heiß) und Beton (teuer, muss transportiert werden), Holz (ist selten geworden und wird von Termiten zerfressen) bestehen.
Seine Häuser sind um ein Vielfaches billiger herzustellen, und vor allem findet fast die gesamte Wertschöpfung genau dort statt, wo das Haus gebaut wird – also in der Regel in den armen Dörfern.
Das besonders Spannende ist, dass Thomas virales Marketing begriffen hat und in Afrika umzusetzen versucht: er selbst baut keine Häuser, sondern bildet Bauern zu Maurern ihrer eigenen Häuser aus, die ihr Wissen dann wiederum anderen Bauern weiterreichen können. Bislang wurden immerhin 250 solcher Häuser gebaut, und die Zahl nimmt rasant zu.
Wir konnten bei Thomas in seinem zweistöckigen Lehmhaus wohnen, haben seine dreischiffige nubische Kirche angeschaut und sind mit ihm in das entlegene Dorf Oury gefahren, von wo die meisten dieser Fotos stammen.
Auf dem Rückweg erlebten wir dann eine kleine Überraschung, als unbemerkt ein Kühlwasserschlauch platzte, sich der Motor überhitzte (was wir wegen des vielen Staubs auf den Anzeigen nicht sahen) und sich am Ende der Zylinderkopf samt Kolben auf zu neuen und irreparablen Formen machten…
Leider war vom ADAC gerade niemand erreichbar, darum griffen wir auf das System Afrika zurück. Will sagen, nach wenigen Minuten waren wir umringt von Helfenden.
Der erste Versuch des Abschleppens führte zu dauerdem Reißen des Seils, so dass wir einen Monsterlaster abpassten, der uns mit einer Monsterabschleppstange 200 km weit sicher nach Hause zog.

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