Bin ich drin? Reboot hacked!
Donnerstag, 31. Mai 2007Da sieht man mal wieder, wie treu das Glück den Mutigen ist.
Da sieht man mal wieder, wie treu das Glück den Mutigen ist.
Soeinmistaberauch!
Morgen früh geht es los nach Kopenhagen zur Reboot 9.0, und eben merken Helge und ich, dass wir beide zwar Flüge und Hotel gebucht und uns auf der Webseite zur Reboot registriert haben, niemand von uns sich aber um die Tickets für die Teilnahme gekümmert hat.
Und jetzt auch noch das:

Schusseligkeit scheint sich also nicht zu kompensieren, sondern zu potenzieren. Ein Wunder, dass wir zwei damals in Afrika nicht verschollen sind. Naturgemäß (Darwin sei Dank) rühmen wir uns beide eines gewissen Improvisationstalents, aber das hier wird sicher eine harte Nuss.
Denn:

Was für eine Herausforderung, die Reise dennoch zu einem Erfolg werden zu lassen…!
Im Netz der U-Bahn von London wimmelt es von Tieren. Vor 17 Jahren entdeckte der Ubahntierforscher Forscher Paul Middlewick den ersten Elefanten, und seit dem wurden knapp 30 Tierarten gesichtet.
Bei animalsontheunderground.com gibt es eine schöne Übersicht.

Vor drei Wochen haben Helge und ich darum gewettet, wer von uns den Zeitpunkt besser schätzen könne, wann Bikemap erstmals mehr Radtouren-Kilometer haben würde als das ADFC-Tourenportal.
Am 1. Mai stand es 29.124 km (ADFC) zu 6.691 km (Bikemap).
Heute steht es schon 30.396 km (ADFC) zu 13.475 km (Bikemap).
Wir haben im bisherigen Schnitt also täglich 250 km aufgeholt und bräuchten bei konstanten “Geschwindigkeiten” noch 27 Tage und würden am 19. Juni erstmals vorne liegen.
Da unser System jedoch ganz auf exponentielles Wachstum ausgelegt (und damit skalierbar) ist, und der ADFC das Einpflegen nur von seinen Mitglieder (gegen eine kleine Bezahlung) erledigen lässt, sollten wir noch vor dem 19. Juni das Rennen gewonnen haben.
Helge hat den 31. Mai und ich den 16. Juni geraten. Vermutlich wird das Ergebnis irgendwo dazwischen liegen. Die Wette bleibt demnach spannend.
Als Reiseveranstalter schicken wir jedes Jahr viele Tausend Radler rund um den Bodensee. Und tragen ihnen ihre Koffer hinterher.
Für diesen Zweck haben wir eine Handvoll Transporter, die täglich um den See fahren, von Hotel zu Hotel, und die daher vor allem dauernd in den Fußgängerzonen aller Städte am Bodensee zu sehen sind.
Weil unsere eigenen Kunden nicht am Bodensee wohnen (sondern dort Urlaub machen), haben wir kein besonderes Interesse daran, auf unseren Bussen für uns selbst zu werben.
Aus diesem Grund haben wir das strahlende Weiß unserer Transorter an das Connlyand vermietet. In Kürze wird also das Connyland täglich auf den Straßen rund um den Bodensee zu sehen sein.

Letzten Sommer war ich übrigens mit Freunden und deren Kindern im Connyland, und ich war ganz angenehm überrascht und fand es besser als erwartet – natürlich ganz abgesehen von der Begeisterung der Kinder….

Hier sind meine Fotos von unserem Ausflug zum Connyland, von denen Nummer 19 übrigens auf wirren Wegen in das aktuelle Prospekt gelangt ist.
Eben war ich in einem “Bettenfachgeschäft” auf der Suche nach neuen Matratzen, und neben einer Kaufempfehlung für Binninger-Matratzen habe ich mir auch deren Produktkatalog mit nach Hause genommen.
Hoffentlich sind deren Produkte besser als ihre Texte. Im Katalog stehen nämlich Sätze wie:
Der Nebeneffekt des höheren Gesamtgewichtes ist ein unvermeidbarer Folgeeffekt.
Pfuibäh!
Das Naturschutzgebiet Wollmatinger Ried ist dieser Tage besonders sehenswert, denn durch den warmen April steht die Sibirische Schwertlilie schon in voller Blüte.

Führungen durch das Wollmatinger Ried veranstaltet der NABU zwei Mal pro Woche, hier die Termine der Führungen.

Der Bodensee hat auf www.bodensee.eu eine neue Webseite bekommen. Nach über einem halben Jahr Verspätung ist die Internationale Bodensee-Tourismus GmbH (IBT) endlich damit online gegangen.
Wobei sie Besucher, die per Firefox vorbeischauen, noch ganz unfreundlich empfängt, denn damit tut sich dort außer Fehlermeldungen noch gar nichts.
Aber für Benutzer des Internet-Explorer ist das im Vergleich zu der bisherigen alten Seite auf www.bodensee-tourismus.com schon mal ein Fortschritt.
Die Seite sieht nett und aufgeräumt auf, ist leicht zu navigieren und wird bestimmt bald auch dort mit Inhalt gefüllt, wo sie momentan nur auf gedruckte und bestellbare Prospekte verweist, statt deren Inhalte direkt zu präsentieren.
Wie auch immer, ich bin froh, dass der Bodensee langsam wieder eine Webseite zu bekommen scheint, die ungefähr das bietet, was man dort sucht – und dass das Logo vom Bodensee darauf (wenn man die weiße Fläche mitrechnet) immerhin knapp größer ist als das Logo der Brauerei, die diese Seite offenbar sponsort ;)
Mit einem Freund am anderen Ende der Welt skypen und derweil gemeinsam bei Flickrvision den hochgeladenen Bildern so lange zuschauen, bis einer von beiden den ersten Fotografen erkennt, dessen Blog-Feed er abonniert hat.

Habe verloren…
Am Bodensee werden mindestens zwei Sprachen gesprochen – das zeigen ganz deutlich diese zwei Artikel des selben Autors in zwei Zeitungen, zwischen denen knapp 50km liegen…

Da isses wieder, das Reh an unserem Büro, unser Büreh, und schlägt sich den Bauch mit den hoffentlich bald blühenden Sibirischen Schwertlilien voll.
Kaum verschwindet es, kommt übrigens immer der Fette Fuchs auf seiner täglichen Patrollie, von dem ich leider noch kein Foto habe. Vielleicht schämt der sich sich ja auch wegen seines Ranzens und rennt deshalb immer so schnell weg…


Dieses Mashup der Google-Maps gefällt mir sehr. Man sieht die Züge der Schweizer Bahnen in Echtzeit durch die Karte fahren, und beim Klick auf einen Zug erscheint dessen Fahrplan.

Heute musste ich mich durch die Publikation eines politischen Organs kämpfen. Das war zwar kein Vergnügen, doch nutzte ich die Gelegenheit, um meinen Wortschatz in Beamtisch ein wenig zu trainieren. Die folgenden Phrasen haben es bis in mein Notizbuch Vokabelheft geschafft:
Handlungsfelder eruieren… Umsetzung von Maßnahmen… Aktivitäten ermitteln… Verfahren wählen… Durchführung einer Erhebung… Maßnahmenpakete bereitstellen… verkehrsmittelübergreifende Handlungskonzepte… Mobilitätsmanagementkonzept.
Es gibt Worte, hinter denen sich nichts versteckt. Und es gibt Worte, hinter denen sich Nichts versteckt.
Vor sechs Wochen hatte ich unseren ersten Entwurf des kleinen Inselhüpfen-Heftes online gestellt und um Kritik gebeten. Die kam reichlich, sehr offen und erstaunlich hilfreich.
Danke dafür, und vor allem an Bernd Röthlingshöfer, der uns beim Texten gut unter die Arme gegriffen hat.
Nun ist das Heft zu 99% fertig. Kleinkorrekturhinweise dennoch erbeten. Ende der Woche geht es in den Druck.
Hier ist die aktuelle Version:
Am 30.-31. Mai werde ich auf der Reboot 9.0 in Kopenhagen sein, und ich freue mich schon auf das anschließende Wochenende in diesem schönen Hotel.

Wenn das schönste Wort der deutschen Sprache (a) online und (b) in den letzten Jahren gesucht worden wäre, so könnte in der Kategorie “Adjektive” das dabei rausgekommen sein:
Habt ihr weitere Vorschlage?
Wir haben mehrere Transporter, die täglich rund um den Bodensee düsen und dabei die Koffer unserer radelnden Kunden von einem Hotel zum nächsten transportieren.
Die Erfahrung lehrte uns, dass solche Autos möglichst keine Hochdächer haben sollten, weil etliche Eingänge von Hotels ziemlich niedrig überdachte Eingänge haben.

Offenbar hat man beim DPD gestern dieselbe Erfahrung gemacht.
Bevor wir im Dezember unser neues Büro bezogen haben, hatte ich mir bei den Verhandlungen um den Mietvertrag einen letzten Verhandlungspunkt ausgedacht: wir ziehen nur ein, wenn man uns eine schöne Terrasse bauen würde.
Dieser Punkt ging glatt durch, und die Arbeiten an der Terrasse haben heute begonnen. Und zwar mit dem Abtragen des Kieses vom Hallendach, auf das unsere Freiluft-Lounge kommen wird.
Ich staunte nicht schlecht, als die Männer nicht mit Schaufel und Schubkarre, sondern mit einem 15-Tonner anrückten. Der ist sowas wie ein fahrender Staubsauger fürs Grobe, mit dessen langem Rüssel der Kies einfach vom Dach weggesaugt wird.

Besonders nett ist die Beschriftung des Wagens…

Das Inselhüpfen ist bewirbt sich in erster Linie durch Mund-zu-Mund-Propaganda zufriedener Kunden. Auf einen Beschwerdebrief bekommen wir rechnerisch etwa 15 unaufgeforderte Dankesschreiben, und das ist für einen Reiseveranstalter schon eine ungewöhnlich gute Quote.
So gesehen ist Kundenlob fast schon ein wenige zur Routine geworden für uns.
Dennoch haben wir uns heute im Büro riesig gefreut über das überschwängliche Schreiben einer Kundin, die ihren Brief mit dem wunderbaren Satz beendete:
Für mich heißt ihr jetzt Himmlischhüpfen statt Inselhüpfen.
Klingt viel besser als der Vorschlag eines betrunkenen Kunden, der einmal Inselhüpfen zu Pinselhüpfen, und die englische Übersetzung Isandhopping zu Islandpopping machen wollte…
Letzte Woche ist ein 30-seitiger Artikel im Hochglanz-Magazin Abenteuer und Reisen über das Inselhüpfen erschienen. Wir sind mächtig stolz darauf, denn der Artikel ist ungewöhnlich lang und perfekt bebildert. Doch wir hatten bis heute nur eine Handvoll Katalog-Anfragen, die sich darauf bezogen.
Nur mal so zum Vergleich:
In einem einem Gratis-Werbeblatt mit hoher Auflage ist gestern ein Rätsel veröffentlicht worden, bei dem es eine Inselhüpfen-Reise zu gewinnen gibt. Allein heute haben sich über 300 Katalog-Anfragen darauf bezogen.