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Beiträge vom September, 2007

Republikanisch, akademisch oder monarchistisch – wie sehen Airlines ihre Kunden?

Sonntag, 30. September 2007

Es ist sehr aufschlussreich zu vergleichen, wie verschiedene europäische Fluglinien die Daten ihrer Kunden aufnehmen.

Fangen wir mit der Lufthansa an. Wer sich von der größten deutschen Airline am Flughafen ausrufen lassen möchte, der kann seinen Namen und bei explizitem Wunsch auch seinen akademischen Titel im Laufsprecher hören.

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Ganz bundesrepublikanisch mordern und korrekt zerfallen Lufthansa-Kunden also in Frauen und Herren, die gegebenenfalls verschiedene akademischer Grade zur Schau tragen können.

Da unsere eidgenössischen Nachbarn kürzlich von uns erworben wurden (naja, zumindest ihre wichtigste Airline von der unsrigen, aber gefühlt muss das wohl dasselbe gewesen sein), hat auch Swiss dieselbe Anredeformen wie Lufthansa.

Die zweitgrößte deutsche Fluglinie Air Berlin hat kürzlich Anteile an der österreichischen Fly Niki erworben. Und mit ihr zugleich die österreichische Eigenart, den akademischen Titel zur unbedingten und etwas komplizierteren Anrede zu machen:

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Unsere republikanischen Nachbarn im Westen sind an dieser Stelle ganz postrevolutionär- konsequent geblieben, denn in Frankreich sind alle Herren gleich, und alle Frauen auch: die Air France möchte eventuelle Titel ganz ausdrücklich erst gar nicht wissen:

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Und spätestens an dieser Stelle drängt sich die Frage auf, wie es unsere monarchistischen Freunde von der Insel mit dieser Frage halten.

Das Formular von British Airways gibt darauf eine klare Antwort. Hier hier zählen die durch Sprache, Geburt, Konfession,  Jungfräulichkeit, Regierungs- und Militärgrad verdienten Titel noch was – oder ist dieses Eingabefeld etwa das Angebot eines Fluges in die europäische Vergangenheit?

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Idee: Alex Bainbridge.

Was soll ich in Sydney tun?

Freitag, 28. September 2007

Am 18. Oktober werde ich auf der 2007 Australasian Cycle Tourism Conference in Sydney einen Vortrag über den Fahrradtourismus am Bodensee halten (Link funzt leider nur im IE richtig).

Dort unten ist man sehr daran interessiert, möglichst viel von der erfolgreichen Vermarktung des beliebtesten Radwegs Europas zu lernen.

Um als Speaker nicht völlig übermüdet auf der Bühne zu stehen, werde ich ein paar Tage früher anreisen. Falls jemand von euch ein paar Tipps hat, was ich dort anschauen muss oder mit wem ich in Sydney unbedingt einen Kaffee trinken sollte – nur her damit, ich bin noch ganz unverplant und freue mich über Vorschläge.

Des weiteren muss ich mich noch entscheiden, in welcher Klasse ich den Flug buchen soll…

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Helmpflicht für Strichmännchen

Donnerstag, 27. September 2007
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In Boston trägt das Straßenstrich-Männchen Straßen-Strichmännchen stets einen Helm. Oder ist es bei genauerem Hinsehen etwa ein chinesischer Immigrant mit Strohhut?

Ganz anders jedenfalls bei uns, wo Strichmännchen keine Vorbilder sind…

Wucher-Preise bei Vodafone

Donnerstag, 27. September 2007

Wir haben etwa 20 Firmenhandys und ein paar UMTS-Karten, und gestern habe ich mir einige der Rechnungen zur Kontrolle geben lassen. Dabei sprang eine Rechnung völlig aus dem Rahmen:

Ein Kollege war Ende Mai acht Tage in Österreich unterwegs und hatte von dort aus abends im Hotel je zwei bis vier Stunden lang mit Notebook und UMTS-Karte an unserem CMS gearbeitet.

Die Abrechnung unseres Tarifes erfolgt über die Zeit, dh wir bekommen zum Beispiel für 2 Stunden 35 Euro in Rechnung gestellt, oder für 4,5 Stunden 83 Euro. Das ist zwar bereits viel zu viel, aber nicht der Grund dieses Blog-Posts.

Was wir nicht wussten, ist, dass diese Tarifoption nur gilt, wenn man sich im Netz von A1 befindet, dem österreichischen Vodafone-Partner. An einem der acht Tage jedoch war mein Kollege im Salzkammergut, und dort hatte er nur das Netz von One oder 3 (Hudchison) zur Verfügung (es ist nicht ganz klar, welches Netz es war).

Sobald man als Vodafone-Kunde mit unserem Tarif im UMTS-Netz von 3 surft, fallen atemberaubende 15,35 Euro pro MB an. Das Versenden eines normalen Ditalfotos kostet also locker 30 Euro, und ein Download von einem Gigabyte schlägt mit über 15.000 Euro (!) zu Buche.

In unserem Fall waren für 264 MB (oder für knapp 3 Stunden Arbeit) genau 3.211 Euro fällig. Meine Kollegen sind diesem Betrag sofort nachgegangen (der im Detail nämlich nicht schlüssig ist). Als Firmenkunde hat man einen Firmenkundenberater von Vodafone. Doch der hat sich seit Juni auf drei schriftliche Anfragen bis heute noch nicht bei uns gemeldet.

Ich finde es unglaublich, dass mir mein Tarif es ermöglicht, am östlichen Ende des Bodensees bereits durch einen Download von 1 GB den Gegenwert eines Autos zu verlieren. Als Bewohner einer Grenzregion passiert es einem doch ständig, dass sich das Handy oder die UMTS-Karte das eine oder andere Mal unbemerkt automatisch in das ausländische Netz einwählt, zB wenn man nach einer Auslandsreise vergessen hat die automatische Netzwahl zu deaktivieren.

Und es überrascht mich leider gar nicht, dass man bei Vodafone in einem solchen Fall selbst nach 4 Monaten noch keine Antwort des zugewiesenen Betreuers bekommen kann.

Hallo T-Mobile, wollt ihr uns als Kunden gewinnen? Dann meldet euch schnell bei mir, denn bessere Chancen für einen Wechsel habt ihr schon lange nicht mehr gehabt.

Holtzbrinck-Elab kauft Jogmap

Montag, 24. September 2007

Man munkelte es schon etliche Wochen, und nun lese ich zum ersten Mal Schwarz auf Weiß: Die Holtzbrinck-Tochter eLab ist bei Jogmap eingestiegen.

Hinter dem Portal von Laufstrecken steckt Werner Bogula aus Hamburg, der damit im Sommer 2006 online ging.

Im August 2006 hatte ich es für mich entdeckt und darüber gebloggt:

Insgesamt eine ziemlich gute Umsetzung einer tollen Idee. Drei Monate Programmierung, ein halbes Jahr begleiten und dann sechsstellig an Nike verkaufen…!

Mit dem Käufer lag ich also weit daneben, über den Preis weiß ich leider nichts, aber den Zeitpunkt hatte ich ganz gut geschätzt :)

In der Pressemitteilung von Jogmap ist die Rede von 15.000 aktiven Usern. Tatsächlich finden sich dort jedoch nur knapp 17.000 registrierte User. Daher vermute ich, dass die Zahl der aktiven Usern (also zB solche, die in den letzten 30 Tagen mindestens einmal online waren) deutlich niedriger sein dürfte.

Successful cracking

Samstag, 22. September 2007

Ein iPhone zu cracken klingt viel einfacher als es ist – zumindest war es das in meinem Fall. Nach etlichen Versuchen hatte ich gestern aufgegeben, als mein Gastgeber, seines Zeichens Techie in Boston, sich heute eines Freundes erinnerte, der prompte Hilfe versprach.

So heute geschehen. Ein anfäglich kurz gedachtes Treffen im Diesel-Café dauerte dann doch gute vier Stunden, aber am iEnde konnte ich die lang erstehnte iSMS nach iWien senden.

Jetzt habe ich also ein iPhone. Jetzt bin ich also cool.

iphone

Danke an David und Noah für die geduldige Hilfe!

My new iPhone and me

Samstag, 22. September 2007

iphone Am Ende meiner Reise durch die USA konnte ich nicht länger widerstehen. Wiedermal hatte mein freier Wille diesen Apple-Aussetzer*, der mich schnurstracks in den größten Apple-Store zog, wo ich ein iPhone kaufte. Und noch eines. Und noch eines.

Danach dann die große Enttäuschung: anfangs noch glaubte ich ihm, dass das Cracken kinderleicht wäre. Doch als ich das Abendessen bei Clare und David in Boston verpasst hatte und selbst die Chocolate-Cookies hatte sausen lassen, da dämmerte es mir: ich schaffe das nicht.

Zuerst war meine alte iTunes-Version zu alt, dann war die neue zu neu. Jedenfalls tut mein iPhone noch keinen Mucks (außer Notruf), nichtmal als iPod lässt es sich nutzen, ohne meinen (nicht vorhandenen) Vertrag bei AT+T genannt zu haben.

Also mache ich jetzt lieber einen auf Social Live und vertage meine Vorfreude auf das iPhone bis nach meiner Rückkehr nach Hause.

* In der Zeit zwischen Verkündung und Kauf eines jeden (!) neuen Apple-Produktes scheine ich reflexartig und von S.J. ferngesteuert zu funktionieren.

HRS versus Holidaycheck

Montag, 17. September 2007

Anfang August hatte ich gebloggt, dass HRS in nur einem Monat (“seit 1. Juli”) mehr Hotelbewertungen gesammelt hben würde, als der ehemalige MArktführer Holidaycheck seit seiner Gründung im Jahr 2000.

Heute stelle ich fest, dass HRS seine Aussage von “seit 1. Juli” ein wenig präzisiert hat. Seit kurzem steht dort “seit 1. Juli 2006″.

Also brauchte HRS nicht einen, sondern 13 Monate, um Holidaycheck zu überholen.

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Strandläufer

Sonntag, 16. September 2007

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Neben Autofahren ist Strandlaufen momentan meine häufigste Beschäftigung. Und zwar täglich an einem anderen Abschnitt der gut 2000 km langen Küste zwischen Miami und Boston.

Sonny’s altes Boot

Montag, 10. September 2007

Nachdem Sonny und Rico ihr Boot nicht mehr brauchen, hat es sich ein findiger Unternehmer zu einem überaus flotten Mehrsitzer umgebaut und bietet nun damit ”
erweiterte Hafenrundfahrten” in Miami an:

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PS: Bin nun übrigens mit einem Garmin unterwegs…!

Support von TomTom eine Katastrophe

Donnerstag, 6. September 2007

tomtom2.jpgVor knapp über einem Jahr habe ich ein TomTom Go 910 gekauft (die Gewährleistung ist also seit 22 Tagen abgelaufen). Morgen reise ich in die USA, und ich stellte erfreut fest, dass im Lieferumfang auch die Karten von Nordamerika enthalten sind.

Ein Blick ins Gerät offenbarte jedoch, dass genau diese Karte von TomTom nicht aufgespielt worden war.

Im Lieferumfang enthalten sind Product-Keys für Karten-Updates von Europa und Nordamerika. Diese helfen jedoch nicht, wenn fehlende Karten aufgespielt werden müssen.

Der Anruf beim Support von TomTom war eine Grenzerfahrung. Die Dame am Telefon erklärte mir in einem agressiven Wortschwall, es würden jeden Tag (!!!) Kunden mit diesem Problem bei TomTom anrufen. Ich sei doch – genau wie diese anderen Kunden – selber Schuld, wenn ich online bei Ebay oder Amazon ein Gerät von TomTom kaufen würde, denn “TomTom könne doch wohl nicht dafür geradestehen, wenn Amazon defekte Geräte verkaufe”. Ich solle stattdessen lieber bei MediaMarkt einkaufen.

Ich frug sie, ob der Fehler wirklich von Amazon oder nicht vielleicht eher von TomTom verursacht sei, weil Amazon mir doch nur ein verpacktes und eingeschweißtes Paket verkauft hätte, genau so, wie es auch der MediaMarkt tun würde. Darauf erbat sie sich eine Denkpause (mit Musik in der Leitung), um anschließend zu antworten “Da könnten sie Recht haben”.

Ihr nächster Satz war: “Aber Herr Eich, aber wenn Sie beim Kauf des Gerätes den Fehler gemacht haben, die Software nicht auf Vollständikeit zu überprüfen, dann können Sie doch jetzt nicht kommen, und uns die Schuld dafür geben.”

Auf meine Frage, ob ich das bloggen und bei Amazon in der Kritik angeben dürfe, meinte sie doch tatsächlich, dass sie das Gespräch mit mir jetzt beenden wolle, da sie sich sonst zu sehr über mich ärgern müsse. Dann legte sie grußlos auf.

Auf der Webseite von TomTom steht:

Wir möchten Ihnen nicht nur die besten Navigationsprodukte bieten, sondern darüber hinaus auch umfangreiche Supportressourcen zur Verfügung stellen.

Die Wirklichkeit hingegen ist:

(a) TomTom besitzt die Dreistigkeit, mir die Schuld dafür geben, dass ich ein unvollständiges Produkt gekauft habe.

(b) TomTom will mich dazu bewegen, dass ich offline bei MediaMarkt einkaufe.

(c) TomTom hat mich für immer als Kunden verloren.

(d) Ich warne von nun an alle davor, ein TomTom-Gerät zu kaufen.

Übrigens verrät ein Blick in die Kritken bei Amazon, dass es nicht nur mir so geht. Der Support von TomTom ist wohl nicht nur momentan, sondern dauerhaft eine Katastrophe.

Also: Hände weg von TomTom!

Doppelbelastung

Dienstag, 4. September 2007

Diese arme Dame muss ihren Lebensunterhalt offenbar durch mehrere Jobs bestreiten.

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Gesehen bei sedo.de und bei cobra.de.

Update 5.9.07:

Michael weist darauf hin, dass sie nebenbei auch noch ab und zu bei Aldon ans Telefon geht…

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Gruner + Jahr sucks!

Dienstag, 4. September 2007

impulse.jpgGestern rief jemand vom Vertrieb aus dem Hause Gruner + Jahr bei mir an. Wollte mir eine kostenlose Ausgabe des Unternehmermagazins IMPULSE zum Kennen lernen schicken.

Normalerweise würge ich die Gespräche mit solchen Verkäuferseelen ganz schnell ab, um meine und auch deren Zeit zu sparen. Doch gestern willigte ich ein.

Man versprach mir eine kostenlose Ausgabe zum Kennen lernen ohne jede Verbindlichkeit.

Am Ende des Gespräches bat mich die Mitarbeiterin von Gruner + Jahr noch, ob sie mir ein Fax schicken dürfe. Der einzige Zweck: falls mir IMPULSE nicht gefalle, dann würde sie sich sehr freuen, wenn sie zur Optimierung der Datenbank von mir einen Grund meines Missfallens erfahren würde.

Das ging mir zwar schon ein wenig zu weit, aber ich willigte ein.

Heute sehe ich das Fax, in dem “zur Vermeidung von Missverständnissen” nochmals zusammengefasst steht, dass ich nun die Zeitschrift IMPULSE abonniert hätte.

Ich wusste gar nicht, dass Gruner + Jahr ein solch übler Drückerverein ist.

Wie würdet ihr nun an meiner Stelle reagieren?

Mit dem Rad von Manali nach Leh

Samstag, 1. September 2007

Im Herbst 1996 radelte ich mit Anré Blaschette per Bike im Norden Indiens durch das Himalaja, und zwar von Manali nach Leh. Hier sind meine gescannten Dias von der Reise.

Um die Slide-Show zu starten, auf ein beliebiges Thumbnail klicken. Funktioniert aber leider erst, nachdem alle 100 Tumbnails geladen sind.

Hier sind die selben Fotos bei Flickr mit Geotags, also auf einer Landkarte lokalisiert, und bei Bikemap habe ich die Tour in einer Karte eingezeichnet.
[mygal=manali-leh]