Gruner + Jahr sucks!

impulse.jpgGestern rief jemand vom Vertrieb aus dem Hause Gruner + Jahr bei mir an. Wollte mir eine kostenlose Ausgabe des Unternehmermagazins IMPULSE zum Kennen lernen schicken.

Normalerweise würge ich die Gespräche mit solchen Verkäuferseelen ganz schnell ab, um meine und auch deren Zeit zu sparen. Doch gestern willigte ich ein.

Man versprach mir eine kostenlose Ausgabe zum Kennen lernen ohne jede Verbindlichkeit.

Am Ende des Gespräches bat mich die Mitarbeiterin von Gruner + Jahr noch, ob sie mir ein Fax schicken dürfe. Der einzige Zweck: falls mir IMPULSE nicht gefalle, dann würde sie sich sehr freuen, wenn sie zur Optimierung der Datenbank von mir einen Grund meines Missfallens erfahren würde.

Das ging mir zwar schon ein wenig zu weit, aber ich willigte ein.

Heute sehe ich das Fax, in dem „zur Vermeidung von Missverständnissen“ nochmals zusammengefasst steht, dass ich nun die Zeitschrift IMPULSE abonniert hätte.

Ich wusste gar nicht, dass Gruner + Jahr ein solch übler Drückerverein ist.

Wie würdet ihr nun an meiner Stelle reagieren?

About Peter Eich

Mathematiker und Philosoph eigentlich, Seriengründer und Investor tatsächlich. Gründer von Inselhüpfen, Radweg-Reisen, Bikemap, Toursprung, Tourbook, Bodensee-Verlag, und Cyclesummit. Außerdem Referent, Immobilien-Investor, Pilot, NLP-Coach und Barista. Und meistens unterwegs.

9 comments

  1. Es gibt fast keinen Verlag mehr, der ohne solche Methoden auskommt und dies an mehr oder wenige dubiose Firmen outgesourct hat! Die Unterschiede liegen in Nuancen der Wortverdrehung.
    Sende einen Link zu Deinem Blog an die GF von G & J und an die Chefredaktion von Impulse …
    Sende außerdem der Dame doch DEINE Zusammenfassung des Gesprächs, d. h. eine Bestätigung Ihrer Buchung einer Seychellen-Inselhüpfen-Tour mit 50% Anzahlung in den nächsten 10 Tagen!

  2. Es gibt nur eine Möglichkeit bei sowas: „Ich weise Sie darauf hin, dass ich das Gespräch ab sofort mitschneiden werde. Wenn Sie das nicht wollen, legen Sie bitte auf.“ Und weg sind die Bösen.

  3. Dieser Beitrag ist genau die richtige Reaktion. Werde sicherheitshalber meine ca. 5 Lesr darauf hinweisen.

  4. genauso toll ist die telekom.
    die haben auch irgend ein halbseidenes unternehmen mit solchen aktionen beauftragt. da ruft mich so ein typ an und erzählt mir, ich bekomme jetzt jeden monat 10 gesprächsminuten extra. peinlicherweise hab ich auch nicht gleich aufgelegt. und er halt ewig am blubbern, und ich glaub ihm halt nicht, dass es irgendwas für umme gibt. irgendwann meinte ich dann auch „ja guuut“. daraufhin er: ich lass jetzt das tonband mitlaufen, erkläre ihnen alles nochmal und weise sie auf ihr wiederrufsrecht hin…“

    §241a BGB sagt uns folgendes:

    (1) Durch die Lieferung unbestellter Sachen oder durch die Erbringung unbestellter sonstiger Leistungen durch einen Unternehmer an einen Verbraucher wird ein Anspruch gegen diesen nicht begründet.

    (2) Gesetzliche Ansprüche sind nicht ausgeschlossen, wenn die Leistung nicht für den Empfänger bestimmt war oder in der irrigen Vorstellung einer Bestellung erfolgte und der Empfänger dies erkannt hat oder bei Anwendung der im Verkehr erforderlichen Sorgfalt hätte erkennen können.

    da ich kein anwalt bin, interpretiere ich das jetzt nicht.

  5. Auch wenn man meint, da ist ja eh kein rechtsgültiger Vertrag zustande gekommen, würde ich mich auf diesen gesunden Menschenverstand nicht verlassen. Deshalb unbedingt Widerspruch einlegen. Und ansonsten allen anderen Ratschlägen hier folgen.

  6. Gute Antworten auf das Problem und brauchbare Tipps gibt es über Investigativaltmeister Günther Wallraff. Dessen krasse Berichtererstattung aus dem System der Callcenter und den damit verbundenen Gesetzeslücken und Drückermethoden, die selbst renommierte Konzerne inzwischen anwenden, lassen sich z.Zt. überall nachlesen. Ein interessanter Tipp von ihm: jedesmal die genaue Telefonnummer + den NAmen der dealenden Person erfragen – 90 Prozent der ungebeteten Anrufer legen dann auf. Ebenfalls interessant: In dem Moment, wo der Angerufene seine Kontonummer mitteilt, kommt ein mündlicher Vertrag zustande. In dem Moment der Angerufene irgendeine Gratiszeit für irgendeiin Produkt „geschenkt bekommt“, die 1 Monat geht, erlischt die Möglichkeit des Widerrufs. Hier ein weiterführender Link.

    http://www.guenter-wallraff.com/zeitmagazinleben.html

  7. Den verantwortlichen Uhrheber dieses Anrufes würde ich ausfindig machen, garantiert !
    Dann würde ich Ihn einer besonderen -NLP- Behandlung unterziehen.

  8. Bist Du Dir eigentlich sicher, dass es sich um G+J selbst handelt, die sowas machen? Meine Erfahrung dazu ist, dass es in der Regel Drittfirmen sind, die im Rahmen der Abo-Werbe-Aktionen der Verlage auf eigene Faust losziehen (ist übrigens bei den üblichen Preselection-Dingen der Telefonfirmen ähnlich). Ist für die Verlage übrigens ein herbes Imageproblem (gegen das sie sich aber auch nicht ausreichend wehren).
    Wallraff hat hier sicher zur richtigen Zeit die richtige Reportage geschrieben… besser wird’s davon allerdings nicht. Meine Strategie, wenn ich angerufen werde – „Kein Interesse – streichen Sie mich aus der Datenbank und rufen Sie mich nicht wieder an“.

  9. Kleiner Nachtrag… gerade das hier gefunden
    http://blog.kress.de/2007/07/30/zwei-euro-fur-ein-jahr/
    Da scheint’s einigen Printmedien richtig schlecht zu gehen… ;-)

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