Lohngefälle von Taxi-Fahrern
Sonntag, 28. Oktober 2007Der Fahrer eines Mietwagen-Taxis in Konstanz verdient etwa 5,40 Euro pro Stunde. Sein Kollege in Wien erhält ganze 2,83 Euro.
Kennt ihr die Stundenlöhne in anderen Städten?
Der Fahrer eines Mietwagen-Taxis in Konstanz verdient etwa 5,40 Euro pro Stunde. Sein Kollege in Wien erhält ganze 2,83 Euro.
Kennt ihr die Stundenlöhne in anderen Städten?
Nicht nur Elvis, sondern auch Wolfgang Amadeus weilt noch mitten unter uns.

Interessanter Weise hat er sich sein Domizil in Konstanz nicht etwa im generischen Musikerviertel, sondern in der genialen Niederburg gewählt.
Herzlich willkommen, Herr Nachbar!
Nachdem ich mich schon beim ersten Anblick in die Sydney Harbour Bridge verliebt hatte, stand es für mich außer Frage, dass ich sie bald besteigen und sie mich zu ihrem höchsten Punkt führen würde.

Neben dem wirklich großartigen Erlebnis hat mich jedoch das touristische Drumherum fast noch mehr begeistert als die mächtige Brücke und die tolle Aussicht von ihrer 134 Meter hohen Spitze.
Der ehrgeizige und schon damals erfolgreiche Geschäftsmann Paul Cave hatte 1989 für eine Gruppe von Unternehmern im Rahmen einer Konfernez ein besonderes Incentive organisiert: flankiert von etlichen sichernden Bauarbeitern durften die Teilnehmer auf die Spitze des Brückenbogens “gehen”. Die Strecke dorthin führte schon damals über latent gesicherte Treppen bis nach ganz oben – was für die ständig nötigen Wartungsarbeiten bei fast jeder Brücke so ist.
Der Erfolg dieses Ausfluges ließ in Paul die Überzeugung reifen, dass das Erklettern der Brücke (sie ist in mancherlei Hinsicht die größte der Welt) eine touristische Attraktion ist, die unbedingt erschlossen werden müsste.
Paul hatte seinen Traum gefunden.

Er präsentierte daraufhin ein detailliert ausgearbeitetes Vorhaben dem Straßenbauamt der Stadt Sydney. Nach einigen Monaten bekam er die zehnseitige Antwort, in der 62 Gründe gelistet standen, weshalb ein BridgeClimb als touristische Attraktion völlig undenkbar sei.
An dieser Stelle beginnt die Geschichte spannend zu werden – und Paul auf Augenhöhe mit Thomas Edinson oder Walt Disney zu stellen.
Für jeden der 62 Punkte fand Paul eine Lösung, zum Teil erst nach aufwändigen Recherchen, Erfindungen und Gutachten von vielen Experten und Organisationen. Er präsentierte sein Ergebnis zwei Jahre später (so lange hatte er an der Antwort gearbeitet) der Stadt Sydney.
Natürlich bekam er Monate später erneut einen Brief von der Verwaltung, in dem neuerliche 20 Punkte gelistet standen, weshalb ein solches Vorhaben nicht möglich sei.

Doch Paul ließ nicht locker. Er organisierte, plante und erfand, kommunizierte mit Verwaltungen, Organisationen, Experten und Denkmalschützern, sprach mit Regierungsmitgliedern und Touristikern. Viele Jahre lang war Paul der einzige, der an die Realisierbarkeit seines Traumes glaubte.
Nur zwei Beispiele: Ein Einwand besagte, dass die Sicherheit des unter den Kletterern hindurchfahrenden Verkehrs gefährdet sei, wenn sie von Menschen im Gebälk der Brücke abgelenkt würden (darum müssen alle Teilnehmer nun graue Overalls tragen, welche genau die Farbe der Brücke haben).
Ein anderer Einwand schien mit diesem unversönlich. Die Kletterroute führt unmittelbar an der über die Brücke führenden Eisenbahnlinie vorbei. Ein nationales Gesetz in Australien schreibt vor, dass jeder, der sich der Schiene auf weniger als 5 Meter nähert, eine leuchtfarbene Warnweste tragen müsse. Zwar verläuft die Kletterstrecke rund um die Schiene komplett in einem Käfig, aber auch in Australien sind die Gesetzt nicht etwa für die Menschen geschaffen, sondern müssen sich (zumindest in den Köpfen von Bürokraten) die Menschen stets nach den Gesetze richten…

Neun Jahre und 16 Millionen Dollar später jedoch, nämlich am 1. Oktober 1998, waren dern Verhinderern die Argumente ausgegangen und Paul öffnete die Sydney Harbour Bridge für Touristen.
Unterdessen ist der BridgeWalk die bekannteste am häufigsten weiterempfohlene Attraktion von Sydney. Er macht eine riesige und besonders schöne Brücke erlebbar, die zwar seit 75 Jahren das Wahrzeichen der Stadt Sydney ist, aber erst durch den BridgeWalk die richtige touristische Aufmerksamkeit erhalten hat.
Paul Cave beschäftigt bei BridgeClimb über 150 Personen, es haben mittlerweile über 2 Millionen Gäste daran teilgenommen, Paul hat damit etwa 350 Millionen Euro umgesetzt und verdient an den täglich 800 – 1.700 Gästen jährlich einen knapp zweistelligen Millionenbetrag.

…dann wären diese sieben Punkte abgehakt (und das Ding hieße iLift):
Für die Zeit nach meiner Pensionierung hatte ich eigentlich vor, mit einem kleinen dreirädrigen Vespa Ape durch die Gegend zu düsen und guten Espresso auszuschenken.
Heute bin ich über eine Variante dieses Jobs gestolpert, die eine Spur weniger mobil, aber immer noch ziemlich transportabel ist:



Heute früh um 7 Uhr war ich verabredet. Zum gemeinsamen Radeln auf der Sydney Spring Cycle Tour. Immerhin mit dem Tourismusminister und noch ein paar wichtigen Touristikern, die mich kennen lernen wollten und sollten.
Darum hatte ich mir gestern am Abend noch ein Leihrad ins Hotel bringen lassen.
Und heute, kurz bevor ich das Hotel zur Verabredung verlassen wollte, da schaute ich nochmals die Unterlagen zum Spring Cycle an. Stand da doch tatsächlich, dass die Polizei all jene von der Straße holen würde, die ohne Helm teilzunehmen versuchen.
Helm? Den hatte ich ganz vergessen. Ein paar eilige Telefonate am Sonntag früh um 6.30 Uhr bestätigten meine zwei Befürchtungen. (1) Eine Teilnahme ohne Helm ist ausgeschlossen, und (2) um diese Uhrzeit lässt sich kein Helm mehr organisieren.
Also rufe ich meine Gastgeber an (die mich immerin haben einfliegen lassen) und erzähle ihnen zerknirscht von meinem Pech.
Und eben, als ich das unbenutzte Rad zurück bringen wollte, da entdeckte ich doch tatsächlich…
Am Sonntag werde ich (hoffentlich) einer von über 10.000 Teilnehmer des Sydney Spring Cycle sein, einer der größten Fahrradveranstaltungen Australiens:
Also eines weiß ich schon jetzt sicher: in Sydey zu sein ist viel schöner als dahin zu reisen. Von meinem ersten Spaziergang habe ich dieses Foto der Harbour Bridge mitgebracht.

Von wo aus ich das Bild aufgenommen habe, sieht man zwei Artikel weiter unten.
Wikipedia weiß mehr über die spannende Geschichte der Brücke. Hoffentlich finde ich in den kommenden Tagen Zeit, um an einem Bridge Climb teilzunehmen.
PS: Na Helge, ist es nun Schattenwurf, Übertrahlung, HDR, nur eine selektive Helligkeitskorrektur, oder eine Mischung aus allem?
Update 20.10.07: Habe das Foto nochmal gemacht, jedoch diesmal ohne ISO-Fehler.
Auf meiner USA-Reise habe ich mein iPhone ein paar Tage lang in den USA nutzen können. Zwar hat das iPhone keinen GPS-Empfänger, aber dafür läuft darauf die Software Navizon.
Die Idee von Navizon ist faszinierend.
GPS funktionert, indem sich der Empänger zwischen einigen Satelliten ortet und so trigonometrisch seine Position auf wenige Meter genau berechnet.
Prinzipiell kann man das auch mit den Funkzellen der Handy-Netze machen, doch diese Alternative ist nur auf mehrere Hundert Meter genau.
Navizon hingegen kombiniert die Sendestärken von Funkzellen mit den Sendestärken aller vorhandenen WLANs und kommt so ebenfalls auf eine sehr präzise (und GPS-unabhängige) Ortung.
Die Datengrundlage entseht user-generated, d.h. Navizon funktioniert nur, weil einige User ihre tatsächliche Position inklsusive der dort empfangenen Netze an Navizon mitteilen. Beim iPhone geht das ganz einfach. So wird die Datengrundlage langsam immer besser. Wegen der nötigen WLAN-Dichte funktioniert es jedoch nur in Städten wirklich gut genau.
Nachdem die Veranstalter der Konferenz in Syndey, zu der ich als Redner eingeladen wurde, sich sowohl mit Flug als auch mit dem (Novotel-) Hotel während der drei Veranstaltungstage eher haben lumpen lassen, konnte ich für die restlichen vier Tage in Sydney eine Unerkunft finden, die das alles kompensiert:

Oder etwa nicht?