Nichraucherschutz in Konstanz?

Im Landesnichtraucherschutzgesetz von Baden-Württemberg (NRSchG) ist klar geregelt, unter welchen Umständen in Gaststätten geraucht werden darf:

§ 7 Rauchfreiheit in Gaststätten

(1) In Gaststätten ist das Rauchen untersagt. […] Satz 1 gilt nicht für Bier-, Wein- und Festzelte sowie die Außengastronomie und die im Reisegewerbe betriebenen Gaststätten.

(2) Abweichend von Absatz 1 ist das Rauchen in vollständig abgetrennten Nebenräumen zulässig, wenn und so weit diese Räume in deutlich erkennbarer Weise als Raucherräume gekennzeichnet sind und die Belange des Nichtraucherschutzes dadurch nicht beeinträchtigt werden. Satz 1 gilt nicht für Diskotheken. […]

Offenbar hat das Wirtschaftsministerium auf das Gejammere der DeHoGa gehört und ist dem Sozialministerium auf die Füße getreten. Dieses wiederum hat nun allen Ordnungsämtern des Landes einen (in meinem Augen skandalösen) Brief geschrieben und darum gebeten, dass Ordnungswidrigkeiten bezüglich des NRSchG nicht länger verfolgt würden.

Faktisch kommt das einer Aussetzung des NRSchG gleich, zumindest sehen das die Wirte in Konstanz so.

Seit einer Woche höre ich nun fast jeden Tag von einer weiteren Kneipe, in der nun das Rauchen (gesetzeswidrig) wieder gestattet wird. Wie mir scheint, ist nun ein Domino-Effekt eingetreten, und ich befürchte, dass in Kürze wieder überall geraucht wird. Wie schade!

Wieso kann ein Ministerium ein Gesetz faktisch abschaffen? Wieso müssen sich Ordnungsämter an Briefe und nicht an Gesetze halten? Welche Verbindungen gibt es von der Tabbak-Lobby zum Wirtschaftsministerium? Bekanntlich kann man mit Suchtkranken über alles außer über ihre Sucht diskutieren. Sind neben 95% aller Wirte etwa auch unsere Minister Kettenraucher? Raucht der zuständige Abteilungsleiter des Bürgeramtes Klaus Holzer etwa auch? Oder stimmt er meiner Empörung zu? Ich habe viele Fragen. Wer kennt die Antworten?

Hier ist eine Übersichtskarte, an der ich mit ein paar Freunden erstellt habe, und die ich nun laufend erweitere (Stand 4.12.07). Da ich bei weitem nicht alle Kneipen in Konstanz kenne, freue ich mich um so mehr über Ergänzungen und Korrekturen, gerne einfach als Kommentar.

raucherkarte.jpg

Update 26.12.07:

Das Problem ist nun gelöst. Eine Kettenreaktion von Kneipen, die auf den Nichtraucherschutz pfeifen, ist nicht eingetreten. Stattdessen darf das Ordnungsamt wieder auf Einhaltung der Regeln bestehen.

Ich habe die Karte darum deaktiviert, weil in „fast“ keiner der darin als Raucherkneipen augführten Lokale mehr geraucht wird.

Update 28.4.08:

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About Peter Eich

Mathematiker und Philosoph eigentlich, Seriengründer und Investor tatsächlich.
Gründer von Inselhüpfen, Radweg-Reisen, Bikemap, Toursprung, Tourbook, Bodensee-Verlag, und Cyclesummit.
Außerdem Referent, Immobilien-Investor, Pilot, NLP-Coach und Barista. Und meistens unterwegs.

57 comments

  1. Hallo Peter, das mit der Karte bzgl. der Antinichtraucherkneipen finde ich mutig und gut (Hut ab!) – so etwas sollte es viel öfter und vor Allem öffentlicher geben.
    Gruß, Jürgen.

  2. Find ich gut, vor allem, da ich seit Samstag mit dem Rauchen aufgehört habe!

  3. Tach!

    Bin der Meinung, dass es den Wirten überlassen werden sollte eine rauch(freie)er Kneipe zu verwalten. Sie wissen wohl am besten mit welchen Konsumenten sie mehr verdienen.

    Allerdings ist das neue Gesetz bei manchen Kneipen unbedingt erforderlich (drohende erstickung, nenne jetzt keine Beispiele :P ).

    Kneipen mit abgetrennten Nebenräumen sehe ich als die beste Lösung!!!

  4. ne kleine Frage:

    Wieso bist du eigentlich so ,,extrem(!)“ gegen das rauchen?

    gruß

  5. @Benchamino:
    (1) „extrem“: Soll jeder rauchen, wo er will. Aber bitte nicht beim Essen und Trinken in meiner Nähe. Ist das extrem?
    (2) „dagegen“: Noch nicht bemerkt, dass Rauch stinkt? Noch nicht gehört, wie gesundheitsgefährend Rauch ist?

  6. hi, peterchen..heikles thema..gelle..wir wissen

  7. (1) wieso nicht?Deutschland ist doch ein ,,freies“ Land(?)

    Beim Essen und Trinken ist es verständlich
    (Obwohl Kaffe und Zigarette die perfekte Kombi ergibt *__* )

    Das Rauchverbot in Restaurants zu verbieten bzw Nebenräume anzubieten find ich gut.
    (Das obere Kommentar hat sich auf Kneipen spezialisiert)
    (2) stimmt, aber man gewöhnt sich dran xD

    Das weiss (fast) jeder und ich denke, dass es trotzdem jedem überlassen ist zu rauchen oder nicht. Ist schließlich sein Leben und außerdem gibt es schlimmeres im Leben.
    Verglichen mit den anderen Problemen der Welt ist dies doch ein kleiner Pups ^^

    Hast du jemals geraucht?

  8. @Benchamino: Nö, habe es auch nicht vor. Übrigens sterben in Deutschland jährlich 3000 Menschen am Passiverauchen. Das sind nur knapp weniger als im gesamten deutschen Straßenverkehr.

  9. somit kannste (frech gesagt) uns Raucher auch nicht verstehen ;-)
    mal ehrlich…gibt es nich genügend Menschen bzw zuviel?

  10. außerdem sterben wir eh irgendwann
    *das beste argument!*

  11. @ benchamino: wieso sollen nichtraucher die raucher verstehen, wenn sich die raucher rücksichtslos gegenüber den nichtrauchenden zeigen?

  12. ich kann auch nix dafür, dass der Qualm der Zigarette stinkt und das letzte was ich als Raucher möchte ist andere Leute damit zu nerven.

  13. Liebe Leute,

    es geht nicht um den Gestank – dann müssten wir auch (und zwar jeder ein anderes) Parfüm verbieten. Es geht um Gesundheit. Nicht wichtig ist, ob jemand während des Essens neben mir raucht – wichtig ist, ob überhaupt jemand neben mir raucht, wichtig ist, ob Angestellten „angeraucht werden“. „Die sollen sich selber entscheiden, ob sie in einem Raucherlokal arbeiten wollen!“ Dummes Argument! Muss ich dann eine Mitarbeiterin entlassen, wenn sie schwanger wird – oder muss in ihrem Vertrag stehen, dass sie in diesem Fall selbst kündigt? Völliger Blödsinn!
    Einzige Konsequenz: Generelles Rauchverbot. Und denkbar wäre nur eine einzige Ausnahme: Die Ein-Mann-Kneipe, in welcher ausschliesslich der Inhaber arbeitet.

  14. Statt jetzt mal lieber in eine rauchfreie Kneipe zu gehen, sitzt du daheim rum und machst so eine schwachsinnige Liste.

    Ja … gut … Macht auch die letzte richtige Kneipe fertig, damit ihr endlich eure Ruhe habt.
    Platz für die VIELEN durstigen Nichtraucher die aber leider trotzdem nicht kommen.

    Zeig mir bitte mal die Kneipe (Nein nicht das McDonalds/BurgerKing/Kentucky Restaurant)die Umsatzanstiege durch diesen Mist hat !
    (Am besten mit Link)

    Zeig uns mal die Leute für die sich dieses Gesetz lohnt ! ^

    Oh Mann, als hätte dieses Land nicht wirklich gravierende schlimmere Probleme !

  15. @Mario: Voglhaus, Aran, Wessenberg usw…!

  16. Dieses Thema ist müssig. Ihr werdet nicht auf einen gemeinsamen Nenner kommen.
    Ich kann aber folgendes sagen: ich war/bin froh über das Gesetz, obwohl ich Raucher war.
    Beispiel: Don Alfredo (ich glaube so heisst die Pizzeria), früher total verqualmt, da hat auch die Pizza und die leckere Vorspeise nicht geschmeckt.
    Jetzt ist es eine andere Welt!

    Folgendes: man konnte früher mit Kinder eigentlich nirgendwo essen gehen. Es sei zum Schotten oder Amerikaner, aber ansonsten war alles verqualmt.

    Dass Rauchen schädlich ist, darüber brauchen wir ja nicht zu diskutieren.

    Mein 5. Tag ohne Zigarette!

  17. @ mario,
    zeig mir mal ne kneipe, die nicht auch so schon über umsatzrückgänge zu klagen hat.
    aber pass auf: du musst dann wohl einsehen, dass die umsätze schon seit längerem zurückgehen und diese müssige diskussion die gastronomie in einen mittelpunkt rückt, aus dem sie für viele ehemalige gäste bereits verschwunden ist

  18. @ Bodenseepter: sehr schöner Blogeintrag, auch mit der Karte. Ich bin gespannt wie das weiter geht…

    @ Benchamino: Echt erstaunlich wie wenig Rücksicht manche Raucher nehmen, ja geradezu ignorant gegenüber Nichtrauchern auftreten… genau für solche braucht man ein Nichtraucherschutzgesetz, welches auch durchgesetzt wird!

    @ Mario:
    mit dieser Argumentation kann man auch fordern, dass in Deutschland Waffen an Jedermann verkauft werden sollen, denn auch das würde die Wirtschaft ankurbeln (und eine Menge anderer Blödsinn übrigens auch…)…

    Dabei ist die Gesundheit ein sehr hohes Gut, und der tolle Umsatz hilft den Gastwirten und -wichtiger- den Angestellten bei Krankheit auch nichts…
    Manche Menschen glauben auch, dass man Geld essen kann.

  19. Und vor allem geht es doch darum, meine Gesundheit selbst (!) bestimmt (!) schützen (!) zu können.

    Selbst nicht zu rauchen ist nur ein erster (und selbstverständlicher) Teilschritt dazu.

  20. gerade eben lief ich leicht irritiert am eiscafé im seerheincenter vorbei, weil sich die nichtraucher in einem räumchen mit wenigen tischen verschanzen mussten, während im hauptraum aschenbecher verwendung fanden.
    seltsam, nicht?!

  21. was august heinrich hoffmann von fallersleben dazu sagen würde, ist mir bekannt.

  22. Man kann gar nicht genug gegen das Rauchen sein. Schon diese Diskussion hier zeigt mir einmal mehr wie dringend weitaus schärfere Gesetze als die derzeit gültigen geschaffen werden müssten. Mal abgesehen von überall herum liegenden Kippen (wo man die manchmal sieht treibt einem das Heulen in die Augen!), dem Gestank und der Gesundheitsgefährdung aller, ist es doch vor allem die Ignoranz, die mich regelmäßig erstaunt.
    T.

  23. Bei allen Beiträgen könnte man meinen:
    Raucher leben in ihrer eigenen Welt, Nichtraucher in einer anderen. Scheinbar gibt es auch Menschen, die es in der Schnittmenge beider Welten aushalten.
    Unumstritten verändern solche Gesetze die Marktregeln maßgeblich. Es sei dahingestellt, ob nun der Staat schon derartig in das Leben der Bürger einzugreifen hat, um bestimmte Gruppen zu schützen oder ob er mit Medienkampagnen auf die Zustände einschlagen soll. Es mag wie eine Bevormundung aussehen, Gesetze zur erlassen, die bestimmte Handlungen der Bürger verbieten.
    Das Verbieten kennt ja bekanntermaßen keine Grenzen: ohne Abstand jemanden drauffahren, Aufblenden, Drängeln, Falschparken, Helmpflicht, Gurtpflicht, Steuerhinterziehung, Totschlagen, Totsaufen, Schnüffeln, Hasch rauchen, Wirtschaftsbetrug, Schmuggeln und nun noch das Rauchen in öffentlich zugänglichen Gebäuden! Jetzt langets doch mal, oder! Können wir denn nicht mal tun und lassen was wir wolln? Sind wir Bürger denn so gefährlich, dass wir es uns gefallen lassen müssen, so gegängelt zu werden? – Lasst euch provozieren Jungs und Mädels…

  24. „Sind wir Bürger denn so gefährlich, dass wir es uns gefallen lassen müssen“ – gefährlihc vielleicht nicht, aber dumm. Rauchen ist nachweislich schädlich. Schade dass die Raucher zu dumm sind das zu begreifen und dass deswegen nun ein Gesetz zum Schutz der Raucher verabschiedet werden musste.

  25. @ Klaus: ein fast schon trolliger Kommentar.

  26. Vielen Dank für die Landkarte. Sie ist eine gute Hilfe endlich wieder Raucherkneipen zu finden. Ich bin auf der Suche nach einem Lokal, in dem wir die Weihnachtsfeier abhalten können und dabei nicht alle Heck aufstehen müssen um rauszulaufen.

    Nichtraucherschutz in allen Ehren. Er ist mit Sicherheit wichtig aber es sollte dem Wirt überlassen werden, welche Art von Gastwirtschaft er betreibt. Er ist immerhin freier Unternehmer und sollte sich seine Kundschaft aussuchen dürfen. Diese Gängelung hat dazu geführt, dass mein Stammlokal seit dem Inkrfttreten des Gesetzes einen Umsatzverlust allein durch mich von mindestens 800 Euro in diesem Jahr verzeichnen wird, da ich nur noch seltenst hingehe und die Weihnachtsfeier auch woanders stattfinden wird, und sei es in der Schweiz.

    Eine vernünftige Belüftung (nicht wie im italienischen Gesetz vorgeschrieben) würde die Feinstaubkonzentration mit Sicherheit auch auf ein vertretbares Maß reduzieren. Im Übrigen ist diese Tage eine Studie erschienen, in der die Holzbefeuerungen und Kamine als Schädling Nr. 1 bezüglich des Feinstaubs entlarvt wurden. Bleibt abzuwarten, wann Blähungen verboten werden, da das darin enthaltene Methan bekanntlich die Ozonschicht schädigt.

  27. Toll, dass hier keine Zensur stattfindet.

  28. Wolfgang, Blähungen sind ein gutes Stichwort. Wer in einer Kneipe Blähungen hat und nur eine Spur von Rücksicht auf andere nimmt, der geht zum Entlüften vor die Tür. Das tun Racher leider nie…

  29. Dies war ein Beispiel für idiotische Einengung und nicht für gutes Benehmen.

  30. @ Wolfgang: Ich verstehe nicht so recht, warum ein Dritter nämlich der Wirt über meine Gesundheit verfügen können sollte. Und sooooo hilflos sind die Wirte ja nicht, da ihnen ja freisteht einen Raucherraum einzurichten und dann hat der Kunde wieder das Wahlrecht, ob er sich dort aufhalten mag, oder nicht.

    Ich finde es nur recht und billig, dass der Staat endlich seiner Schutzpflicht nachkommt, denn nicht alles was Profit bringt ist auch sinnvoll.
    Oder, lieber Wolfgang, warum solle dann nicht in Deiner Liebligskneipe eine kleine Fixerecke eingerichtet werden? Die Legalisierung aller möglicher Drogen würde den Umsatz der Wirte auch ganz schön ankurbeln!
    Das allerdings fordert richtigerweise niemand.

    Und Feinstaub ist doch nicht das Problem… wir reden hier über karzinogene Stoffe!

  31. Ich gebe unumwunden zu, dass eine stinkende Zigarre selbst mir als Raucher alles vermiesen kann. Ich habe aber die Wahl den Standort zu wechseln oder den Gestank auszuhalten. Ich würde nie auf die Idee kommen, dem Zigarrenraucher seinen „Genuss“ zu verbieten. Das verstehe ich unter Toleranz: jeder nach seiner Facon.

    1. Der Wirt entscheidet nicht über deine Gesundheit, sondern du selbst. Du hast einen freien Willen und kannst jederzeit das Lokal (nach Bezahlung der Rechnung) verlassen.
    Solltest du gezwungen werden, ein Lokal zu betreten, erfüllt das den Tatbestand der Nötigung. Da hat der Staat durchaus seiner „Schutzpflicht“ (die er übrigens laut GG in dieser Form nicht hat) nachzukommen.

    2. Ich trete seit über 30 Jahren für die Entkriminalisierung der sogenannten weichen Drogen ein. Holland ist nach über 20 Jahren immer noch nicht zur Suchtklinik umgebaut. Dieses ist jedoch ein anderes Thema, das nicht hierher gehört.

    3. FEINSTAUB IST DER KAZINOGENE STOFF!!!! Der Rest der da noch rumfliegt ist weiger gefährlich als ein Spaziergang an der Reichenaustrasse zur Rushhour, wo es auch hauptsächlich die Feinstäube sind, die den Krebs erzeugen können.

    Ich finde, der Bodensee sollte so weit abgelassen werden, dass die Gefahr des Ertrinkens gebannt wird und Freibäder müssen ausschließlich mit Nichtschwimmerbecken, mit einer Wassertiefe unter 8 cm umgerüstet werden. Es kann sonst passieren, dass ein Nichtschwimmer im tiefen Becken den Tod findet (kleine Retourkutsche auf deine Polemik)

  32. @Green
    Erstaunlich: Helmut Schmidt Altbundeskanzler, Frank-Walter Steinmeier Aussenminister, Franz Müntefering Ex-Vizekanzler, Gerhard Schröder Altbundeskanzler, Willy Brandt Altbundeskanzler, Ludwig Erhardt Altbundeskanzler, Guido Westerwelle FDP-Chef u.v.m

    Wir werden offensichtlich seit Jahrzehnten von „Dummen“ regiert. Erstaunlich wie viele Leute, die allgemein zur Elite dieses Landes zählen rauchen.

    Das Gesetz soll nicht die Raucher vor sich selbst sondern die Nichtraucher schützen *grins*
    Ich bin auch für ein Gesetz zum Schutz der aussterbenden Spezies Raucher.

    Prinzipell bin ich für das Nichtrauchen in öffentlichen Gebäuden bzw überall dort, wo sich Raucher und Nichtraucher gemeinsam aufhalten MÜSSEN.

  33. Großartige Karte: Jetzt weiß ich als Raucher endlich, wo ich noch hingehen kann. Besonders die Liebe zum Detail sagt mir zu: Da weiß ich genau wie die Bedingungen sind und kann mir die beste Raucherkeipe raussuchen.
    Recht herzlichen Dank! (Auch wenn das sicherlich nicht Deine Absicht war)

  34. @Sven: Kein Problem, passt schon!

  35. Hier im Ruhrgebiet wird dieses Gesetz zum 01.01.08 aktuell, ein Pilotprojekt hat das Louisiana im grössten Einkaufstempel Deutschlands (www.centro.de) gestartet und an zwei Tagen ein absolutes Rauchverbot im Restaurant verhängt.
    Die Folge an diesen beiden Tagen? Es war mächtig Platz im Restaurant und wer das Centro kennt kann sich vostellen, wie es im Adiamo, König, etc. ausgesehen hat.

    Nichts gegen den Nichtraucherschutz, bin selber Nichtraucher, aber es dürfen aber auch keine Existenzen bedroht werden durch irgendwelche Gesetze.

    Die Tabaksteuer war viele Jahre die zweitgrösste Steuerquelle des Landes, wenn zig Leute aufgrund dieser Gesetze aufhören zu rauchen, muss der Staat das Geld woanders reinholen, aber dann wird das Gebrüll wieder groß sein.
    Meine Meinung: Die Gaststättenbesitzer selber entscheiden lassen, die Nichtraucher müssen diese Lokalitäten ja nicht betreten.

  36. Genau das meine ich, Stefan. Wenn nicht alle Restaurants gleichermaßen die Nichtraucher schützen, dann funktioniert das gesamte System nicht. Darum bin ich so entschieden gegen die Ausnahmen in Konstanz.

  37. @ Wolfgang:
    Und wie stellst Du Dir das in der Praxis vor? Angenommen ich komme in eine Kneipe und bestelle ein Bierchen zu einem Zeitpunkt in dem kein Raucher im Lokal ist. Mein Bier wird geliefert, in dem Moment treten die ersten Raucher auf den Plan. Soll ich jetzt allen ernstes mein Bier stehen lassen, bezahlen und gehen?

    zu 1.: Das stimmt erfreulicherweise nicht. Der Staat hat die von mir genannte Schutzpflicht und diese ergibt sich sehr wohl aus dem GG und zwar aus Art. 2 Abs. 1 i.V.m. Art 1 Abs. 1 GG. Das wirst Du zwar wörtlich so nicht im GG finden, ist aber jahrzehntelange Rechtsprechung des BVerfG. In wie weit das für den einzelnen Bürger einklagbar ist, ist wiederum ein Folgeproblem, aber ich möchte jetzt auch nicht weiterdozieren…
    bei weiterem Aufklärungsbedarf empfehle ich Dir mal eine Lektüre eines GG-Kommentars.

    Mit Deiner Argumentation könnte man auch alle alle präventivpolizeilichen Gewerbevorschriften abschaffen: Brandschutzvorschriften, Notausgänge usw., denn der Verbraucher hat es ja in der Hand, ob er in so einen Laden gehen will oder nicht?
    Entschuldige, wenn ich Dir wieder zu polemisch bin.
    Das entscheidende ist doch, wenn keine Kneipe den Nichtraucherschutz von sich aus praktiziert habe ich eben nicht das von dir propagierte Wahlrecht.

    Zum anderen: was ist mit den Angestellten? Die können sich erst recht nicht aussuchen, ob sie unter derartigen Bedingungen arbeiten wollen oder nicht!

    2. Schön, dass wir da im Wesentlichen einer Auffassung sind, auch wenn das richtigerweise nun ausufernd wäre.

    3. Ich gebe zu, von der Definition her, muss ich Dir recht geben, wenngleich mir der Begriff „Feinstaub“ wie ein Euphemismus in diesem Zusammenhang vorkommt… aber das ist wohl „Geschmackssache“.

    Ich habe fast den Eindruck, als ginge es um die Frage, ob das Rauchen an sich verboten werden sollte. Dem ist jedoch nicht so. Jeder soll doch soviel qualmen wie er es für richtig hält.

    Des Weiteren wird der wirtschaftliche Aspekt von den Rauchern nur vorgeschoben. Diesen sind die Wirte doch egal.
    Worum geht es dann?
    Es geht doch eigentlich um die Handlungsfreiheit der Raucher.
    Und da muss ich sagen, die dürfen -wie bereits festgestellt- Rauchen und zwar in den dafür ausgewiesenen Räumen, draußen, zuhause usw.

    Ich bin dennoch immer wieder über die mangelnde Einsicht erstaunt, dass Deine Handlungsfreiheit da aufhört, wo meine Rechte und meine Handlungsfreiheit anfangen (ich denke da an meine Gesundheit, aber auch an oben genannten Fall, dort werde ich auch untechnisch „genötigt“ und in meiner Handlungsfreiheit beeinträchtigt). Mit Toleranz hat das nichts zu tun, sondern mit Vernunft. Und wenn letztere versagt, muss der Schwächere -und das ist in diesem Zusammenhang offensichtlich der Nichtraucher- geschützt werden.

  38. Die Aufregung um das Nichtraucherschutz(!)gesetz ist typisch deutsch. In anderen Ländern geht man gelassen damit um, und es klappt wunderbar. Die Umsätze steigen tendenziell, selbst die Raucher stört es nicht.

    Und wenn Kneipen – während das Rauchverbot gilt – es nicht umsetzen (also das rauchen erlauben), und dann rumheulen das wg des Rauchverbotes (!) keine Gäste mehr kommen, dann ist dass das irsinnig. Klar kommen dann keine Gäste mehr weil die NR wissen das es dort nicht eingehalten wird und bleiben aus. Klar komm ich als Gast nicht in ein Lokal von dem ich weiß dass die Rauchregeln dort mal so, mal so gehandhabt werden.

    So treiben sich die Raucherwirte selbst in den Ruin, anstatt ihren rauchenden Stammgästen Toleranz beizubringen.

    Und nochmal:
    RAUCHEN IST NICHT VERBOTEN, lediglich der Schadstoffausstoß in öffentlich zugänglichen Orten (Kneipen) und Arbeitsplätzen (Kneipen) ist untersagt, jeder hat also weiterhin die Freiheit zu rauchen, lediglich die Freiheit über die Lungen anderer zu entscheiden entfällt.

  39. @ Wolfgang – „Wir werden offensichtlich seit Jahrzehnten von “Dummen” regiert.“ – toll dass Du das bemerkst. Für die ist meist das was sie sagen wie eine Zigarette. Schnell ge/verraucht aber es stinkt noch lange nach.

  40. Hallo Peterchen,

    hei du bist ja ein ganz korrekter. Im Kreuzzug gegen die Raucher und die bösen Wirte die sich nicht an das RschG halten.
    Mal im ernst-kommst du dir nicht selbst wie ein Mädchen vor ? Um Himmels willen – lass die Menschen doch selbst entscheiden ob sie in eine Lokalität gehen in der geraucht wird oder nicht. Das kann doch nicht wahr sein, dass das der Staat für mich entscheidet. Was zum Henker geht dich das an. Wens dir nicht passt dann geh halt woanders hin.
    Ich finds schwer in Ordnung das Rauchen am Bahnhof, in öffentlichen Gebäuden usw. zu verbieten aber nicht in Gaststätten.
    Diese Aktion mit der Karte ist nützlich für mich als Raucher und peinlich für dich als Typ – genauso wie deine Fernsehausschaltaktion — Oh Gott, du läufst rum und schaltest heimlich Fernseher aus und freust dich wie ein kleiner Bub in Schuluniform. Hahaahaaha. OOOOHHhhhh und Strom haben wir auch noch gespart.
    Du bist ein echter Weltverbesserer und bestimmt auch ein Frauenversteher. Und bestimmt auch dafür, dass Benzin 5€ kosten sollte und Emanzipierter als Alice Schwarzer…
    Kasper.

  41. @Hägar: Ich gehe sogar noch weiter als du vorschlägst, denn ich lasse die Leute auch selbst entscheiden, ob sie meinem Blog lesen oder nicht. Niemand zwingt dich…

  42. Na, hier gehts ja mal rund.

    Rauchen war wohl schon immer ein sehr emotionales Thema.
    Als Nichtraucher finde ich verrauchte Restaurants sehr übel, denn das verdirbt den Geschmack von Produkt/Essen.
    So gesehen wäre McDonalds das perfekte Raucherrestaurant da es da nichts zu verderben gibt.

    Das Problem mit der Wahlfreiheit für Raucher und Nichtraucher sich FÜR eine Nichtraucherkneipe zu entscheiden ist ja, dass es diese freiwillig nicht gibt. Zumindest sind mir keine Kneipen bekannt, die sich als Nichtrauchen-dürfen-Kneipen geoutet haben.

    Ich halte die Argumente mit denen das Gesetz erlassen wurde (Schutz der Angestellten etc.) für Quatsch, ebenso das Argument, dass Rauchen tötet. Das ist schliesslich jedem seine eigene Sache (auf den Themenkomplex, gesonderte Krankenversicherung, Wasserverschmutzung durch Kippen, etc. möchte ich jetzt nicht eingehen).

    Tatsächlich würde ich viel davon halten, dem Rauchen wieder den Stellenwert zu geben, den es mal hatte: Raucherclubs, in denen bewusst geraucht wird und nicht eine Zigarette nach der anderen durchgezogen wird (wieso auch immer man das macht).
    Wieso gibt es sie denn nicht mehr, die Raucherclubs? Wieso ist Rauchen zu etwas verkommen wie SMSen, aufs Klo gehen und (für manche) das Atmen?
    Genuss vor Sucht- dann kann man auch ganz bequem in einer Kneipe oder Restaurant nicht rauchen.

    Oder?

  43. den klimperkasten besuch ich nicht mehr. schade, denn der laden hatte das potential, auch ohne den rauchern in den arsch zu kriechen, zu funktionieren. aber dann eben nicht. es gibt noch genug andere läden und ich werde ab sofort die belohnen, die sich sauber verhalten.

  44. @peter:

    wenn sie zahlen nennen, dann erwuensche ich eine serioese quelle.
    es ist ihnen dann naemlich unmoeglich auch nur einen toten auf das kontodes passivrauchens zu buchen.
    nachweislich, wie viele studien belegen, entspricht die menge der durch passivrauchen eingeatmeten gifte bei einem menschen der 6 tage die woche in einer rauchergastronomie arbeitet und selber nichtraucher ist, gerademal 22 zigarretten im jahr.

    also,lieber peter, keine luegen verbreiten, das macht sie unserioes…
    ich selbst bin nichtraucher!

  45. @freiheit
    Die Quelle würde mich auch interessieren über das Passivrauchen. Ehrlich gesagt kann ich mir nicht vorstellen das es nur 22 Zigaretten sind. Sind das die seriösen Studien von Phillip Morris?

    bin raucher, aber eher auf niedrigkonsum

  46. @Stephan

    Deinen Kommentar fand ich von allen den besten. Geniessen statt dauern den Nikotinpegel oben halten zu müssen.

  47. @freiheit: wie kann man sich über eine unseriöse Quelle aufregen, und selbst keine Quelle (nicht mal eine unseriöse!) nennen.
    ts ts ts.

  48. edit: *Quelle ist witzigerweise die WHO

    reicht das???

  49. @freiheit
    Im „Neuen Report zum Gesundheitsrisiko durch Passivrauchen für Beschäftigte in der Gastronomie“ ist nichts von Deinen Aussagen zu finden. Welche Stelle und auf welcher Seite soll das stehen? Frage mich wie Du auf die Zahl kommst. Dort steht eher etwas ganz anderes.
    Information: WHO-Kollaborationszentrum für Tabakkontrolle, http://www.tabakkontrolle.de/

  50. Die Argumentation der Wirte ist für mich kein gültiges Argument. Hinter Umsatzrückgang und Umsatzzuwachs stecken viele Gründe. Das kann z.B. das Wetter sein, ob es gerade eine Fußball-WM im Fernsehen zu sehen gibt, oder wie die Preisgestaltung des jeweiligen Lokals ist.

    Ich kann für mich (Nichtraucher) sagen, dass die Lokale, die vorher voll waren, jetzt immer noch voll sind. Das liegt dann vielleicht auch daran, dass das Lokal gut eingerichtet ist, gute Qualität liefert, angesagt ist…

    Ich glaube eigentlich, dass wie im Ausland auch, eher ein Umsatzanstieg festzustellen sein müsste, da die Nichtraucher, die früher wegen des Qualms die Kneipen nicht aufgesucht haben, nun wieder eher hingehen, während ich nicht glaube, dass die Raucher nicht mehr kommen.

    Ich hätte es besser gefunden, überhaupt keine Ausnahmen, zuzulassen, nicht etwa, um den Rauchern jede Chance auf das Rauchen in der Gastronomie zu nehmen, sondern weil dadurch die großen Lokale gegenüber den kleinen bevorteilt werden.

    In jedem Fall hoffe ich inständig, dass das Gesetz nicht aufgeweicht wird. Auf meine rauchenden Freunde sind darüber, dass man heute in der Mittagspause mal auswärts essen gehen kann, ohne gleich die komplette Garderobe in die Wäsche zu tun, begeistert.

  51. Hier finden diejenigen, die seriöse Quellen fordern, drei Links zum Thema „gesundheitliche Folgen des Passivrauchens“.

    http://www.tabakkontrolle.de/pdf/Passivrauchen_Band_5_2Auflage.pdf

    http://www.tabakkontrolle.de/pdf/AdWfP_Passivrauchen.pdf

    http://www.krebsinformationsdienst.de/themen/risiken/rauchen-und-passivrauchen.php

    Aber leider wird jemand, der nicht einmal die Gefährlichkeit des Aktivrauchens anerkennt oder dem diese egal ist (was selbstverständlich sein gutes Recht ist) dazu neigen, auch diese Quellen nicht anzuerkennen und sowohl den Krebsinformationsdienst wie auch das Deutsche Krebsforschungszentrum in Heidelberg für in dieser Angelegenheit inkompetent halten.
    I.Ü. soll Rauchen nicht verboten werden und es gibt auch keinen Kreuzzug gegen Raucher, da müsste ich gegen gute Freunde einen Kreuzzug führen. Aber auch die genießen es, wenn die Klamotten und Haare nach einem Kneipenbesuch nicht mehr ekelhaft stinken. Jeder soll also frei entscheiden können, welche Risiken er für sich in Kauf nimmt, wenn er nur sich dabei schädigt, auch dies ist sein gutes Recht. Deshalb wird ja auch nicht ernsthaft über ein entsprechendes Alkoholverbot für Erwachsene diskutiert. Es sollen auch Leute auf abgesperrten Rennstrecken rasen und gegebenenfalls ihr Leben beenden dürfen, wenn sie dabei nicht das Leben anderer Menschen gefährden. Auch das sinnlose Rasen wird nur im öffentlichen Straßenverkehr verboten.
    Übrigens ist es glücklicherweise üblich, dass im Zusammenhang mit dem Gesundheitsschutz in die so genannte Gewerbefreiheit, welche der DEHOGA ständig anführt, eingegriffen wird. Nur ein Beispiel ist die Asbestproduktion, welche von der Asbestlobby lange mit dem Anzweifeln seriöser Studien, der Angst vor Arbeitsplatzverlust und unter Inkaufnahme vieler zu vermeidender Sterbefälle bis zu einem Verbot weiter geführt wurde!

  52. Danke Eck für die Links. Die sind dieses ja auch wirklich.

    Gruss
    Ans

  53. lieber peter,

    ich möchte dich darauf hinweisen, dass es sich bestimmt um ein missverständniss handeln muss unser lokal, das theater cafe, als raucherlokal zu präsentieren.
    wir haben bisher keinen gast erlaubt in unseren lokal zu rauchen, haben nie aschenbecher aufgestellt. im gegenteil, vor ein paar wochen haben wir herrn holzer und frau strauch von der stadt konstanz eingeladen, um den nebenraum als raucherzimmer zu bestätigen, was auch passiert ist.
    wir sind kein raucherlokal, und wir bitten dich das theater cafe aus deiner seite als raucherlokal zu entfernen, und zwar sofort.
    wenn das nicht passiert, so sehen wir uns gezwungen dich wegen verleumdung anzuzeigen. ausserdem bitten wir dich um stellungnahme, für uns ist es ein rätsel wer und wie jemand auf so eine idee kommt unser lokal als solches zu präsentieren. das ist eine frechheit, das lassen wir nicht so stehen.

    wir wünschen dir alles gute,

    mit freundlichen grüssen

    dein theater cafe team

    ilias karagiannis

  54. @Ilias:

    Du hast gleich doppelt recht: erstens wird im Theatercafé nicht mehr geraucht (siehe mein Update von heute). Zweitens wurde dort auch die meiste Zeit nicht geraucht.

    Drittens aber wurde wenigestens am Tag, als ich dort war und anschließend diese Karte erstellt hatte, im Hauptraum geraucht.

    Sei’s drum, das ist ja nun fast schon „letztes Jahr“, ich habe die Karte eh deaktiviert, und um deiner Bitte nachzukommen habe ich aus dem verbleibenden Screenshot der Karte das Theatercafé auch noch entfernt.

    Übrigens freue ich mich über die frische Luft bei euch, denn ich esse fast jede Woche ein bis zwei Mal zu Mittag bei euch.

  55. im 107 wird nach wie vor geraucht, aschenbecher gibt’s auch und die wirte kümmert es einen scheiss..

  56. @Stefan: Das überrascht mich beim 107 nicht. Da ich nun aber keine Kettenreaktion mehr befürchte(n muss), ist mir das 107 egal. Ich gehe einfach nicht hin.