Fon soll scheißen gehn

Bis heute war ich ein Freund von Fon, der weltweiten Gemeinschaft von „ich öffne dir mein WLAN und du öffnest mir deines“-Leuten.

Fon eine gute Lösung. Aber nicht die beste.

Die beste Lösung ist ein für alle offenes und kostenloses WLANs. So wie in der gesamten Stadt St. Gallen. Oder wie bei den 30 Kneipen vom Bodensee, die ich in meiner Liste führe.

Eine solche Liste mit 125 WLAN-Kneipen aus Wien führt auch Helge.

Und eben lese ich, dass Fon offenbar Helges Liste genutzt hat, um diese 125 Wirte anzuschreiben und sie zu verunsichern – mit dem Ziel, sie zu Foneros zu machen.

Um also die beste Lösung zur zweitbesten zu degradieren (und ihr WLAN für alle Nicht-Foneros kostenpflichtig zu machen).

Helge nimmt kein Blatt vor den Mund antwortet auf gut Wienerisch: Fon soll scheißn gehn. Wunderbar!

Also, liebe Wirte vom Bodensee: bitte lest den Beitrag und die vielen Kommentare bei Helge. Dann sehr ihr, warum es sich nicht lohnt, ein kostenloses WLAN in einen Fon-Spot umzuwandeln (genausowenig wie in einen T-Hotspot und dergleichen).

Warum? Weil es nur um Pfennigbeträge geht, aber sofort die Gäste wegbleiben. Und weil der mediale Gegenwind zu groß ist.

Letzteres übrigens auch für Fon, wenn sie nochmal so einen Blödsinn machen…

About Peter Eich

Mathematiker und Philosoph eigentlich, Seriengründer und Investor tatsächlich. Gründer von Inselhüpfen, Radweg-Reisen, Bikemap, Toursprung, Tourbook, Bodensee-Verlag, und Cyclesummit. Außerdem Referent, Immobilien-Investor, Pilot, NLP-Coach und Barista. Und meistens unterwegs.

8 comments

  1. offen, das ist gefährlich. kontrollierter und nachvollziebarer zugang schützt. die dt. rechtsprechung fordert das. das hier ist dummes geschrei

  2. Hallo Peter,

    diese Mail habe ich gerade an Helge geschickt – und ich möchte auch Dich dazu einladen, Dich mit mir auszutauschen! Wie ich sehe findest Du FON gut, aber noch nicht sehr gut! Das möchte ich ändern & würde mich freuen von Dir zu hören!

    Besten Gruß aus München,
    Florian

    —————————————————
    Hallo Helge,

    vielen Dank für Deine kritische Sicht zu FON! Leider habe ich mir nicht Deine Liste zu offenen WLANs ausgesucht (ich kannte Deine Seite bis eben nicht wirklich) noch finde ich Deinen Ton angebracht! Wo ich Dir Recht geben will ist, dass freies Internet die schönes und beste Art von Internet ist!

    Leider ist es so, dass es einige Urteile zu offenen WLANs gab, welche zu großer Verunsicherung geführt haben! Lies doch hier mal nach, es wird ja genug im Netz darüber geschrieben (Störerhaftung bei offenen WLAN)! Hier wollen wir aufklären!

    Melde Dich und wir können gerne uns zum Thema des Briefes austauschen!

    Viele -nette- Grüße aus München,
    Florian

  3. @Daphne: Angstmache. Nicht einen Fall gibt es, in dem ein WLAN-Besitzer irgendwelche Probleme bekommen hätte!

  4. @Florian: Knapp daneben: ich finde FON gut, aber nun nicht mehr sehr gut.

  5. Hmmm, ich würde mir tatsächlich mal Gedanken über den Sicherheitsaspekt machen. Die Tatsache, dass es bislang in D keinen Fall gab, der Dir bekannt ist, wo sowas Probleme gemacht hat, sagt noch nicht viel.
    Dass Florian und die anderen Foneros am liebsten alle zu Fon-Nutzern machen würden, ist legitim – geschenkt! Aber so ganz Unrecht haben sie auch nicht. Ich würde nicht jeden Depp in mein WLAN reinlassen und ich denke mal, Du wirst das auch nicht tun. Bei Fon hast Du zumindest Logfiles darüber, wer wann wo war (zumindest Fon hat die). Und sei es nur, dass sich jemand in eine Kneipe setzt, von dort aus surft und seine Nachbarn terrorisiert, Filme und Musik runterlädt – dann hast Du erstmal den Huddel. Ich möchte sowas der Polizei jedenfalls nicht erklären müssen…

  6. Ach ja – ich vergaß: Es gibt _zwei_ Leitungen, so dass es möglich ist, den eigenen Kram ordentlich abzusichern. Bei einem offenen WLAN geht das nur mit Mühe (und nicht wirklich sicher). Aber klar: Vielleicht kriegt man so mal raus, was der Wirt für sein Bier bezahlt ;-))

  7. Also ich muss für mein Bier nichts bezahlen, das machen die Gäste…

Kommentar verfassen