In the End the Price was too high

Das Videoportal LiveLeak hat den heftig diskutierten islam(ismus)kritischen Film “Fitna” von seinem Portal gelöscht – nachdem es um das Leben seiner Mitarbeiter fürchten musste.

Sie schreiben: “We stood for what we believe in, the ability to be heard, but in the end the price was too high.”

Der holländische Politiker Geert Wilders stellt in seinem Film Bilder von (islamistischen) Anschlägen Auszügen aus (islamischem) zur Gewalt aufrufenden Koran-Suren gegenüber. Eine brisante Mischung, eine provokante Meinung und eine nicht wirklich sachliche Rhetorik -  aber eine Meinungsäußerung, die sicher das Recht haben sollte, geäußert zu werden.

Warum dieser Film eine solche Aufmerksamkeit erfährt, ist mr nicht klar. Immerhin schreibe ich nun selbst etwas darüber.

Ein Großteil der Brisanz erhält der Film durch die ihm vorauseilende beschwichtigende Reaktion der holländischen Regierung – sie versuchte den Film zu stoppen, frug andere Staaten im Voraus um Unterstützung bei eventuellen Boykotten an, setzte Alarmstufen im Inland und in ihren Botschaften hoch und der Premier erinnerte in seiner (auch auf Englisch gehaltenen) Rede sofort daran, dass bei einigen Anschlägen auch Muslime getötet worden seien.

Ich bin sicher, wenn in Holland das Selbstverständnis nur groß genug gewesen wäre, mit dem ein solcher Film als eine zwar provokante und nicht sehr sachdienliche, aber in jedem Fall in einem freien Staat mögliche Meinungsäußerung akzeptiert worden wäre, so würden die Wellen nun nicht halb so hoch schlagen.

Etwas, das gegen gezielten Einschüchterungen wie die gegen Liveleak hilft, ist die massenhafte Verbreitung. Da haben Videos im Internet leichtere Karten als z.B. dänische Zeitungen.

Den Film gibt es nun bereits an 1000 weiteren Ecken des Internets, zum Beispiel bei YouTube: Teil 1 und Teil 2.

Hier die vollständige Meldung von Liveleak zur Entfernung des Films, in der interessanter Weise nicht nur die Bedroher beklagt werden, sondern insbesondere einige britische Medien:

Following threats to our staff of a very serious nature, and some ill informed reports from certain corners of the British media that could directly lead to the harm of some of our staff, Liveleak.com has been left with no other choice but to remove Fitna from our servers.

This is a sad day for freedom of speech on the net but we have to place the safety and well being of our staff above all else. We would like to thank the thousands of people, from all backgrounds and religions, who gave us their support. They realised LiveLeak.com is a vehicle for many opinions and not just for the support of one.

Perhaps there is still hope that this situation may produce a discussion that could benefit and educate all of us as to how we can accept one anothers culture.

We stood for what we believe in, the ability to be heard, but in the end the price was too high.

James Nachtwey im TED-Talk

Der wunderare Dokumentarfilm “War Photographer” begleitet den Fotografen James Nachtwey bei seiner Arbeit in den Krisengebieten rund um den Globus.

Besonders faszinierend war dabei die Filmtechnik: an der Spiegelreflex von Nachtwey war eine kleine Filmkamera befestigt, die das Entstehen von eingen (später weltberühmten) Fotos dokumentierte. Den Film gibt es bei Amazon als DVD.

In den TED-Talks (kennt ihr nicht? anschauen! jetzt! alle!) gibt es einen Film über die Rede von Nachtwey, dem Mann mit dem chronisch weißen Hemd…

Hier ist der direkte Link (via Sofastar)

Fliegen in Südafrika

Als Kay mir vor ein paar Tagen seine Bilder aus Südafrika gezeigt hatte, da wurde mir klar, dass ich etwas Großartiges verpasst habe:

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Unsere Flugschule in Konstanz hatte zwei Flieger verpackt und im Container nach Südafrika verschifft. Mit den in Deutschland zugelassenen C42 dürfen deutsche Piloten auch dort fliegen, und die Aussicht aus dem Cockpit auf den Sonnenaufgang am Kap war atemberaubend.

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Fotos von Kay Herick.

Osterrätsel

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Mal ein kleines Rätsel, das einen zweiten Blick und keine voreilige Antwort verdient: Wo bin ich?

Bodenseeblog ist online

Heute hat unser erster Gast seinen Radurlaub am Bodensee begonnen. Wir drücken dem Kanadier die Daumen, dass morgen früh bei seiner ersten Radetappe weniger Schnee liegt als heute… Ostern ist aber auch sowas von früh dieses Jahr!

Und heute ging auch unser Bodenseeblog online. Er ist ein Kommunikationsmedium von Tourstikern und für Touristiker am Bodensee. Geschrieben wird also nicht für den Gast, sondern für die Kollegen am See.

Bodenseeblog

Alle Touristiker sind eingeladen, ihre News im Bodenseeblog selbst online zu stellen.

Sound of Konstanz

Gute Idee: auf konstanz.de gibt es nun eine Liste aller Konstanzer Bands – ein Querschnitt duch die hiesige Musikszene, inklusive Hörproben.

Inlinemap ist da

So langsam wird Toursprung eine Familie. Gestern haben unsere Kinder Bikemap und Runmap noch ein Geschwister bekommen: Inlinemap.

inlinemap

Es ist natürlich wieder eine kartenbasierte Sammlung von Routen – und zwar diesmal für Inline-Skater.

bikemap_sprachen.jpgAußerdem haben wir mit der Hilfe unserer User alle Seiten von drei auf sechs Sprachen erweitert. Danke für die Übersetzungen!

Neben etlichen kleinen Bugs, die bereinigt wurden, benutzen wir nun das Re-Captcha für Spam-Schutz bei den Kommentaren (für nicht eingeloggte User) .

Das Re-Captcha zeigt vordergründig zwei unscharfe Wörter an, die abgetippt werden müssen. Hintergründig steckt aber noch viel mehr dahinter, denn bei nur einem der beiden Wörter ist bekannt, was es bedeutet. Das andere hingegen wird dem User rpäsentiert, damit er helfen kann, diesen unscharfen Scan zu entziffern. Sobald an mehreren Stellen im Web dieselbe Lösung für diesen unscharfen Scan geliefert wurde, ist wieder ein Wort aus einem schlecht gescannten Buch digitalisiert worden.

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Somit hilft man nebenbei beim Digitalisieren von Büchern – genaugenommen entspricht die Verbreitung von Re-Captcha dem Einsatz von 8.000 (!) Arbeitskräften. Darum auch das Motto “Stop Spam -Read Books”.

Wer kommt mit zu Olli Hauenstein?

Warum kommen eigentlich die besten Clowns immer aus der Schweiz? Weil es dort so lustig zugeht, oder weil man da nix zu lachen hat?

Wie auch immer – Olli Hauenstein ist Improvisationsweltmeister, genial komisch auf hirnstrapazierend hohem Niveau, der einzige Clown, der sieben Sprachen gleichzeitig spricht – und natürlich Schweizer.

Sein neues Stück DAMPF wird am 10. April in Kreuzlingen uraufgeführt. Im Seemuseum, also nur 4 Minuten zu Fuß hinter dem Lago.

Ich werde mir die Premiere anschauen. Alle meine Mitarbeiter habe ich eingeladen. Und alle meine Blogleser fordere ich auf, auch zu kommen.

Warum? Weil es bestimmt wieder genial komisch wird.

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Donnerstag, 10. April, 20 Uhr, Seemuseum Kreuzlingen, 21 / 14 Euro.

PS: Und als Vorankündigung sei gesagt, dass am 20.4. und am 2.5. zweimalig das weltbekannte Stück “Illi&Olli” aufgeführt wird. Eine absolute Rarität, ein Klassiker, den es nur noch selten zu sehen gibt. Darf man nicht verpassen!

Mit gesammelten offenen Karten

Hier gibt es alle Sendungen “Mit offenen Karten” auf einem Blog schön sortiert.

Croatia.com zu verkaufen…

Eben habe ich mal wieder in der Korrespondenz meiner nicht zustande gekommenen Domain-Käufe geblättert. Im Jahr 2002 waren mir doch tatsächlich 1.900 Euro für croatia.com zu viel gewesen… Tsss!

Update: wow, da hatte ich damals doch tatächlich übersehen, dass die angebotene Domain coatia.com war, und nicht croatia.com. Irgendwie Glück gehabt…

Fördergelder im Fahrrad-Tourismus

Von der ITB habe ich heuer wieder einen kompletten Abgriff aller radtouristischen Prospekte mitgebracht.

Allein für Deutschland sind das 152 Prospekte. Sie wiegen 8,4 kg, und davon waren dieses Jahr 4,7 kg fördergeldfrei.

Das ergibt 3,7 kg Wettbewerbsverzerrung durch die EU und diverse Ministerien.

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Hausfrauenmodus

Wer wissen will, wer er ist, dem empfehle ich kein Philosophie-Studium. Habe es ausprobiert, hilft nix.

Wer wissen will, wo er ist, dem empfehle ich kein Tomtom-Navigationsgerät. Habe es ausprobiert, hilft nix.

Warum? Weil das Teil nur den (von mir so genannten) Hausfrauemodus kennt. Genordete Ansicht? Fehlanzeige. Also statt “Norden oben” ist immer “vorne oben”.

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Hilft nur um von A nach B zu kommen, nicht aber um zu erfahren, wo zwischen A und B man sich befindet. Ideal für kartographische Analphabeten, aber nix für mich.

Oft höre ich:

(1) Von A nach B zu gelangen reicht mir, und
(2)”Hausfrauenmodus” diskriminiert Frauen.

Und heute lese ich im Spiegel:

Eine Hausfrau hat statt “Puttgarden” versehentlich “Putgarten” eingegeben und sich statt nach Fehmarn bis nach Rügen navigieren lassen. Also 360 Kilometer übers Ziel hinausgeschossen und es erst dort bemerkt.

Bingo!

Google-Büro in Zürich

Obacht, wer die Fotos vom Google-Büro in Zürich anschaut, fühlt sich beruflich plötzlich ganz monochrom.

User-Feedback zu Bikemap

Bikemap ist unser jüngstes Start-Up, und die Arbeit daran macht aus vielen Gründen Spaß:

Das tolle Team dahinter überrascht mich ständig mit “besser als erwarteten” Lösungen, die Userzahlen liegen immer wieder über den bereits nach oben korrigierten Erwartungen, die Idee scheint nicht nur gut, sondern auch der Zeitpunkt ihrer Umsetzung richtig (gewesen) zu sein, usw.

Eine Sache aber freut mich ganz besonders, und zwar das hin und wieder in irgendwelchen Winkelt des Webs versteckte Feedback von Usern für Bikemap.

Heute kam ein Mail von Brady aus den USA:

I just wanted to drop you an email to say that I love your bikemap.de site. It’s by far the best one out there right now for mapping bike routes.

Doch Brady ist ein kritischer User. Neben ein paar Verbesserungsvorschlägen versäumt er nicht uns auf die Folgen der Trunksucht hinzuweisen:

For “Inclination” female riders might find “Flat as Kate Moss” either hilarious or offensive.

Was ist damit gemeint?

Beim Anlegen einer neuen Route muss man die Steigung der Strecke auswählen. Als wir Bikemap in unsere erste fremde Sprache übersetzten, war das Englisch. Wir saßen in Wien in einem WLAN-Café und wurden immer alberner.

“Flach wie Holland” hatten wir schließlich mit “Flat as Kate Moss” übersetzt – und später nie mehr daran gedacht, diesen Scherz wieder zu löschen.

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Was meint ihr: ist unser Wording hilarious oder offensive?

Ein anderes Funstück erreichte uns gestern. In einem Forum des Tour-Magazins schreibt User “Roter Libanese” doch tatsächlich:

Geile Seite!!!
Danke für den Tipp!
Dachte schon ich hätte so langsam alle Strecken durch, aber jetzt hat mein Leben wieder einen Sinn.

Wunderbar – so machen selbst anstrengende Messebesuche Spaß!

Fahrrad-Initiative in NY

In New York City gibt es die Bicycle Safety Coalition, die mit solchen gewürzten Bildern darauf aufmerksam macht, dass in NYC jährlich 3000 Radler verunglücken.

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