Gottes unerhörtes Wort
30 Mai 2008
Heute lese ich über einen neu entdeckten, bislang von der modernen Welt isolierten Indianerstamm im brasilianisch-peruanischen Grenzgebiet.
Jetzt zähle ich mal die Tage, bis irgendwo wieder so eine kleine Meldung auftaucht, dass sich bereits ein Missionar auf den Weg zu ihnen gemacht habe…
Mein Vorschlag: Die sollten doch lieber Rasen mähen, oder Müll aufsammeln oder so. Sage ihnen das bitte mal jemand!

Mai 30, 2008 @ 14:25:10
So ein Mist, aber echt. Ich habe mir beim Lesen das gleiche gedacht. Die Tage des Stammes sind gezählt.
Mai 30, 2008 @ 16:58:09
…was ich mich schon den ganzen Tag frage: Folklore hin und Romantik der Unberührtheit her, ist es rechtens, diesen Urwaldleuten von der Existenz der Restmenschheit nichts zu sagen?
Haben die nicht auch ein (moralisches) Recht auf Bildung und Information? Vielleicht würden die ja ganz gerne wissen, dass es auf Erden Antibiotika/Telefon/Radwege am Bodensee (respektive das Fahrrad respektive das Rad)/umfallende Säcke Reis in China gibt?
Wenn Ihnen einzig ein Gottesmann einen vom Kreuz erzählen würde, wäre das natürlich doppelt tragisch.
Nachdenkliche Grüße aus Berlin von Julia
Mai 30, 2008 @ 17:39:16
Glücklicherweise will die brasilianische Regierung ja geheim halten, wo der Stamm gefunden wurde. Da kann man nur hoffen, dass die Koordinaten auch geheim bleiben.
Jun 09, 2008 @ 09:00:52
http://www.taz.de/1/politik/amerika/artikel/1/die-indianer-und-die-toedliche-autobahn/
nicht, wenn sie bald ihre eigene Autobahnausfahrt kriegen…
Okt 04, 2008 @ 12:17:12
Diese sind nicht überraschende meine mehr, aber Dank.