home

Beiträge vom Juli, 2008

Treffen mit Steve Coast, dem OSM-Gründer

Donnerstag, 31. Juli 2008

Heute war ich in Menlo Park, Kalifornien, gleich neben dem Headquarter von SUN-Micosystems.

Keine zwei Häuser weiter in (noch) leeren Fluren und Räumen sitzt die junge Firma Cloudmade, die Zugänge und Tools zur Openstreetmap entwickelt, und die seit ein paar Monaten mit dem Kapital von Sunstone arbeiten kann. Hier traf ich ihren Chef Steve Coast, den Gründer der Openstreetmap.

Wir besprachen Mittel und Wege, wie die Community von Bikemap dazu beitragen kann, alle Radwege Deutschlands, Europas und der Welt in der Openstreetmap zu kartografieren und von dort aus jedermann frei und gratis zugänglich zu machen. Am Ende dieses Weges stünde die erste echte und offene Routing-Funktion für Radfahrer (“wie komme ich per Rad von A nach B?”).

Zwar gibt es in Nordrheinwestfalen, München und beim ADFC Baden-Württemberg schon ein paar Versuche, die jedoch allesamt nur komplizierte Insellösungen und zum Teil sogar kostenpflichtig sind und deshalb keine größere Bedeutung erlangen werden.

Das Gespräch mit Steve war der erste Schritt eines längeren Weges, den wir mit Bikemap nun in Richtung OSM gehen werden. Begleiten werden uns übrigens unsere Freunde von GPSies aus Berlin, mit denen wir hinsichtlich OSM gemeinsame Sache machen.

Warum?

Aus zwei Gründen: Erstens haben wir alle ein lebhaftes Interesse am Erfolg der Openstreetmap, weil ihr Lizenzmodell eine dauerhaft kosten- und werbefreie Alternative zu den Maps von Google, Yahoo und Microsoft bleiben wird. Und zweitens, weil es m.E. höchstens noch zwei Jahre dauert, bis die Openstreetmap alle anderen Karten hinsichtlich Informationsgehalt und Detailreichtum in den Schatten stellt.

Eines der Probleme, an denen die Opentreetmap momentan hängt, sind die zunehmenden Serverkosten für Rendering und Übertragung der Kartendaten. Diese werden noch von der University College London getragen, doch nicht mehr lange.

In meiner Begeisterung für die OSM textete ich Steve mit meiner Überzeugung zu, dass es nur noch eine Frage von Sekunden sein könne, bis Google diese Kosten übernehmen würde.

Warum?

Weil Google zwei große Kostenstellen hat: die Lizenz der Karten von Teleatlas, Navtech usw, und die Serverkosten. Bei einer Kooperation mit OSM und der Übernahme der Serverkosten durch Google würden diese für Google konstant bleiben, doch die Lizenzkosten würden für Google wegfallen. Und für die OSM würden die Serverkosten wegfallen und etliche andere Vorteile entstehen – also eine klassische Win-Win-Situation, deren Eintreten nur eine Frage der Zeit sei.

Dachte ich.

Steve hingegen ist etwas desillusionierter. Selbst bei Google, meinte er, gebe es Bürokratie, Posten- und Budget-Neid. Und ein Schwenk hin zur OSM würde manchem Mitarbeiter bei Google die Privillegien und das Budget kürzen, und daran scheitere eine Kooperation bislang – nebst der momentan noch mangelhaften Datenfülle der OSM.

Mein Optimismus, dass sowas doch an höchster Stelle entschieden und als langfristige Investition betrachtet würde… nunja… er scheint sich in der Praxis leider nicht bewahrheitet zu haben. Noch nicht.

Drücken wir Steve und der OSM also die Daumen, dass die Erreichbarkeit von OSM langfristig nicht nur von der Burnrate von Couldmade abhängen wird, wenn sie die Aufgabe des University College übernommen haben werden.

Highway 1

Dienstag, 29. Juli 2008

War gar nicht so übel gestern, die Fahrt im Cabrio von Los Angeles nach San Francisco – trotz der tief hängenden Wolken.

Starbucks und die wirren Typen

Donnerstag, 24. Juli 2008

In Europa meide ich Starbucks komplett, aber sobald ich in den USA bin, verheißt das grüne Logo ein Stück Heimat – schon wegen der guten ATT-WLAN-Verbindung, die man hier für 14 Tage und 19 USD pauschal nutzen kann.

Zwei oder drei Mal am Tag steuere ich momentan also in meine Online-Oase an und verbinde mich hier mit der Welt.

Anders als in Europa macht hier aber auch das Leuteschauen viel mehr Spaß. Auch hier und jetzt in Denver.

Mir gegenüber sitzt zum Beispiel gerade dieser wirre Typ, der seit exakt zwei Stunden ohne jeden Unterlass in seinem Buch blättert:

TV bleibt an!

Dienstag, 22. Juli 2008

Kaum bin ich in Philadelphia gelandet, schon bringt mich der televisionäre Overflow einer Bar am Gate in arge Versuchung.

Die Amis mögen ja vieles an vielen Orten – nur Spaß an Flughäfen, das geht gar nicht. Darum blieb mein TV-B-Gone diesmal in der Tasche…

Easy Travelling

Dienstag, 22. Juli 2008

Etwas Gutes hat der niedrige Dollarkurs: das Kofferpacken für die USA-Tour ist richtig leicht.

Einfach eine Jeans und zwei Polos in die viel zu große Tasche werfen, und der Rest wird nach Bedarf zum Spottpreis on the road nachgekauft.

Ich bin dann also mal weg: Philadelphia, Denver, Los Angeles, San Francisco, Toronto, Halifax und Boston.

Man liest sich!

Fooling Xing

Sonntag, 20. Juli 2008

Mein neuer Spaß, um die Besucherzahlen meines Xing-Profils hoch zu treiben:

Als Statusmeldung “hat VORNAME NACHNAME als neuen Kontakt” eingeben, wobei unbedingt Promi-Namen zu benutzen sind, um deren Bekanntschaft einen möglichst viele Kollegen beneiden.

Diese Meldung erscheint dann im News-Feed aller Kontakte, und das ausgegraute Wort “Statusmeldung” überlesen neidbedingt eh alle.

Funktioniert hervorragend (und ist AGB-konform).

(Idee von Uwe)

Digitale Bohème am Bodensee

Sonntag, 20. Juli 2008

Heureka, wir haben uns gefunden.

Die DiBoBo hatte heute ihr erstes, nicht aber ihr letztes Treffen. Ab sofort jeden 2. und 4. Sonntag im Monat (=even Sunday) ab 12 Uhr. Ort per Twitter #dibobo, oder oldschoolmäßig: Café Dom bis auf Widerruf.

Hier noch unser obligatorisches Gruppenbild aus dem Café Wessenberg:

Zwei weitere WLAN-Cafés in Radolfzell

Sonntag, 20. Juli 2008

Pssst, eben hat mir Gabriel während unseres ersten DiBoBo-Treffens mit zwei weitere WLAN-Cafés in Radolfzell verraten – jetzt sind es schon 36 WLAN-Cafés am Bodensee.

Internationalisierung mit Google

Samstag, 19. Juli 2008

Eben zufällig entdeckt: die Spreadsheets von Google bieten ein Gadget an, mit dem sich eine englische Sprachtabelle automatisch in 11 weitere Sprachen übersetzen lässt.

Für die schnelle Interationalisierung von Webprojekten ist das genial. Über die Qualität weiß ich nichts – könnte bestimmt witzig werden.

17.000 gratis-WLANs für das iPhone

Freitag, 18. Juli 2008

In den USA wird das iPhone mit und durch AT&T verkauft.

Und für deren Kunden sind über 17.000 Hotspots von AT&T ab nun gratis zu benutzen – darunter auch alle amerikanischen Starbucks-Filialen, deren Vertrag mit T-Mobile von AT&T kürzlich übernommen wurde.

Am Dienstag beginnt meine KreuzUndQuerDurchDieUSA-Reise. Schade, dass Vodafone-Kunden außen vor bleiben…