Inselhüpfen auf stern.de

Der Artikel über das Inselhüpfen ist nun auch online auf stern.de zu lesen.

Wir sind in der Firma selten so uneins gewesen wie bei der Beurteilung dieses Artikels. Was meint ihr, ist er (aus Sicht des Reiseveranstalters) gelungen? Macht er Lust aufs Inselhüpfen?

Ich bin gespannt auf eure Antworten!

About Peter Eich

Mathematiker und Philosoph eigentlich, Seriengründer und Investor tatsächlich. Gründer von Inselhüpfen, Radweg-Reisen, Bikemap, Toursprung, Tourbook, Bodensee-Verlag, und Cyclesummit. Außerdem Referent, Immobilien-Investor, Pilot, NLP-Coach und Barista. Und meistens unterwegs.

7 comments

  1. Ja, er macht Lust, weil er authentisch geschrieben ist. Beim Lesen kann man sich sehr wohl in die Reise hineinversetzen. Das nicht immer alles perfekt ist und es „eine Welt jenseits der Katalogbilder“ gibt, dass es Mücken hat – „am Bodensee gibt es ja auch keine“ ;-) – und auch ‚mal Gewitter losbrechen wissen wir alle. Und genau das macht eine gelungene Reise mit einem bunten Korb voller Eindrücke aus.

    Ich weiß wovon ich rede und habe in meinem Redakteursleben schon zu viele rosarote Texte geschrieben, als dass ich einen solchen echten nun nicht zu schätzen wüßte.

    Wenn er rosarot sein soll, dann muss er gegenkorrigiert und frei gegeben werden. Dann ist es aber kein Reisejournalismus mehr, sondern ein Advertorial. Und das ist in diesem Umfang im Stern unbezahlbar.

    T.

  2. Und hier kommt die Gegenmeinung. Mir macht er nicht gerade Lust aufs Inselhüppen. Denn: ich zwänge mich zwischen Fahrräder und Gepäck auf einen Kahn, der dem Wetter ausgesetzt ist, von einem halb blinden Kapitän gelenkt wird, werde nachts von Moskitos in eine Himmelskarte verwandelt und werde unsanft von Industrielärm geweckt. Wenn ich die ersten beiden Teile (den Zwischenüberschriften nach) gelesen hab, hab ich eigentlich schon genug. Erst nach der Zwischenüberschrift „Alle genießen die Landschaft“ wirds angenehm: Da kann man radeln, schwimmen, Entdecker sein, sieht Landschaften, die vielleicht nicht jeder sieht. Aber ich fürchte, nicht jeder kommt so weit, denn mit meiner bescheidenen Journalistenerfahrung sage ich: Dieser Text ist ganz fürchterlich geschrieben, normalerweise würde ich bei so einem Text schon beim ersten Absatz aussteigen.

  3. Nachdem hier die Meinungen so aufeinanderprallen, habe ich den Artikel noch einmal gelesen. Und bin in meiner ersten Meinung bestärkt: Ich finde ihn gut – auch aus der Sicht des Veranstalters. Wobei ich Matze an einem Punkt Recht gebe: Der Stil … na ja! Der erste Absatz legt schon nahe, dass der Autor entweder zu sehr ins Ouzoglas geschaut hat oder sein Altgriechischtrauma aus der Gymnasialzeit verarbeiten wollte. Auf jeden Fall nicht gerade leserfreundlich. In der Printausgabe wird das von den schönen Bildern zugedeckt, online fällt es tatsächlich auf. Ansonsten stimme ich Thomas zu mit einer Anmerkung: Kontrollfreaks werden nach diesem Artikel wohl nicht mehr bei euch buchen – aber das ist ja vielleicht auch besser so.
    Ach ja, ganz persönlich bin ich von dem Artikel schon allein deshalb begeistert, weil Spetses (hieß das nicht früher mal Spetsae) erwähnt wird. Da saß ich mal mit 18 Lenzen am Strand …

  4. ich wollte mit meinem posting weder ausdrücken, dass ich ein kontrollfreak bin, noch, dass ich kein interesse am inselhopsen hab. (und natürlich bin ich der meinung, dass man auf so einer fahrt auch mal ein ouzoglas von innen gesehen haben sollte.)

  5. Apropos Ouzoglas und/oder Altgriechischtrauma: Solcher Art Ergüsse versüßen (auch mir) des Redakteurs Leben. Umso schöner dann, wenn man auch noch Medien findet (hat) die das nächtlich Erträumte auch noch abdrucken. Mich freut’s so etwas zu lesen, weil es sich irgendwo zwischen angenehm erheiternd und überbreit grinsend von der sonst eher teigigen Masse abhebt.

  6. Klaus Hofmeister

    Der Stern-Artikel lässt den Leser etwas ratlos. Der Autor zeigt Überdruss und ansatzweise Begeisterung gleichzeitig, er spricht positiv über überraschende Entdeckungen auf der „Rückseite“ der Ansichtskarte und ist enttäuscht, dass das Wetter eine andere Route erzwingt, was ich verstehe. Er ist genervt von der Gruppe und feiert dann doch begeistert mit der Gruppe ein Fest. Es ist alles etwas beziehungslos erzählt, spiegelt so wohl ein Stück von der Persönlichkeit des Autors. Ich habe aber auch den Eindruck, er möchte nicht eine der üblichen Hymnen auf Reiseveranstalter abliefern, nur weil die ihn umsonst haben mitreisen lassen. Andererseits nimmt er mir beim Lesen auch nicht gerade die Lust zu einer solchen Reise, weil die Faszination, die von Meer, Insel, Fahrradfreiheit ja auch transportiert. Ich würde als Bodenseepeter eigentlich zufriedensein, so breit in diesem Medium vorzukommen, denn die Sache, das heißt die gute Idee des Inselhüpfens spricht nach wie vor für sich. Und dass nicht alles Postkarte ist im Leben, noch nicht mal im Hochglanz-Reisegeschädt, weiß man ohnehin, besonders der latente Individualist und Postmaterialist, der sich vom Inselhüpfen bevorzugt angesprochen fühlen dürfte. Also: untem Strich durchaus positiv die Sache, Inselhüpfer sind ohnehin vermutlich eher weniger die Vollkaskotouristen. Wenn die sich vo dem Artikel abschrecken lassen, ist das ja auch ein positiver Effekt :-) Beste Grüße

  7. @Klaus: Danke für deine Einschätzung. Korrigieren muss ich dich jedoch in einem Punkt: bislang haben alle Medienvertreter sich einladen lassen -mit zwei Ausnahmen: Bild und Stern. Sie bestanden trotz Einladung darauf, alles selbst zu bezahlen.

Kommentar verfassen