Meine Zwangsmitgliedschaften in der IHK

Wer ein Unternehmen gründet, bekommt vom deutschen Staat eine Zwangsmitgliedschaft in der Industrie- und Handelskammer geschenkt und muss dafür jedes Jahr 200 Euro bezahlen.

Wer mehrere Unternehmen besitzt, bekommt mehrere Zwangsmitgliedschaften geschenkt und muss für jede 200 Euro pro Jahr bezahlen – ob man will oder nicht.

Ich bezahlen also einen vierstelligen Betrag jedes Jahr an die IHK Bodensee-Oberschwaben.

Dafür bekomme ich… nix.

Oder genau genommen ab und zu einen ganzen Stapel Mitgliederzeitschriften (für jede Firma eine), die ich sofort in den Müll werfe, weil sie mich nicht interessieren.

Ach ja, und dann bekam ich heute auch noch den Hinweis, dass die IHK nun einen touristischen Email-Newsletter versendet.

Vermutlich zum Beweis dafür, dass sich die IHK mit meinen Zwangsbeiträgen modernste Technik und modernstes Denken leistet, lag im postalischen Anschreiben auch gleich noch das Bestellformular für den Email-Newsletter. Als einzige (!) Möglichkeit den Email-Newsletter zu bestellen.

Wohl gemerkt war das ein Rückfax-Formular aus Papier.

About Peter Eich

Mathematiker und Philosoph eigentlich, Seriengründer und Investor tatsächlich. Gründer von Inselhüpfen, Radweg-Reisen, Bikemap, Toursprung, Tourbook, Bodensee-Verlag, und Cyclesummit. Außerdem Referent, Immobilien-Investor, Pilot, NLP-Coach und Barista. Und meistens unterwegs.

3 comments

  1. Du bekommst doch was:
    Neujahrsempfang im Konzil mit lecker Essen und Trinken.
    Da musst Du aber gut reinhauen, damit der Beitrag wieder rauskommt :-)

  2. Hallo Herr Eich,

    was Sie über die IHK-Zwangsmitgliedschaft schreiben, können sicherlich weit über 90 Prozent der betroffenen Unternehmer bestätigen!

    Nachdem ich die IHK 1996 in einem größeren Zeitungsbericht eine „per Gesetz legalisierte Mafia“ genannt hatte, bekam ich diese schon ab dem nächsten Tag tatsächlich auch als eine Art „Mafia“ am eigenen Leib zu spüren.

    Die derzeit beste Internet-Plattform speziell für’s Thema KammerZwang ist in meinen Augen http://www.kammerwatch.de .

    Mit einigen anderen Unternehmern gründete ich 2007 die AG Kammerboykott. Siehe: http://www.kammerboykott.com .

    Ich hoffe, dass sich möglichst viele Betroffene uns anschließen.

    Als „kostenverursachende Hemmschuhe und Arbeitsplatzbeschaffungsmaßnahmen für Funktionäre“, so beschrieben bekanntlich schon Günter und Peer Ederer die Zwangsmitgliedschaften zu Berufskammern sehr treffend! (Das Erbe der Egoisten, Seite 373)

    Mit besten Grüßen vom Niederrhein

    Heinrich Vetter / Meerbusch

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