Kollegenschelte ist nicht nett…
13 Feb 2009
…aber manchmal einfach viel zu schön, als dass man sie vermeiden könnte.
Diesmal richte ich meine Haarspalterei an einen Wettbewerber aus Linz. Die Kollegen arbeiten dort fleißig und erfolgreich und haben daher nicht ganz so viel Zeit zum Korrekturlesen. Was mitunter erheiternd ist.
Die Verwendung von Konsonanten, insbesondere die des “P”, war dort Chefsache, und als Marktführer in Österreich hieß es seit 2005 immer wieder “nicht kleckern, klotzen!”. Und ob der Bindestrich darauf hindeuten sollte, dass hier eine lokale Variante der “ernsten Musik” gemeint sei, blieb uns im Jahr 2005 noch verschlossen.

Ab 2007 dann wurde zumindest einer der beiden überflüssigen Konsonanten gestrichen und dafür der musikalische Deutungsversuch ad absurdum geführt. Offenbar war das “klassisch” nur ein neuerdings versehentlich groß geschriebenes Adjektiv zum geliebten See, und der von Deppenleerzeichen umrahmte Bindestrich ein misslungener Gedankenstrich.

Nun sind wieder zwei Jahre verstrichen, und mein ganzes Team (das diesen begrüßenswerten Konsonantenschwund vor mir entdeckte) wartete darauf, heuer endlich bei der korrekten Schreibweise zu landen.
Zwar wurde der falsche Strich gestrichen, aber der Rest blieb so falsch wie zuvor.

Wir sind gespannt auf den nächsten Versuch im Jahr 2011 und fragen uns, ob der Bodensee es dann wieder in den Top-Ten geschafft haben wird…
