Verlag und Vertrieb am Bodensee

Wer von einer Schwarzwald-Reise seinen Daheimgebliebenen etwas mitbringen möchte, kann eine Kukucksuhr oder eine Schwarzwälder-Kirschtorte kaufen.

Aus Wien reist man in der Regel mit einer Sachertorte im Gepäck nach Hause.

Und vom Bodensee bringt man seinen Lieben zuhause einen… eine… ein…???

Eben!

Es gibt kein typisches Souvenir vom Bodensee.

Selbst auf Geschäftsreisen bringe ich meinen Partnern in Ignoranz des Grenzverlaufs meist eine Schweizer Schokolade mit, weil mir nichts besseres einfällt.

Bei der Suche nach der ultimativen Idee (die ich bis jetzt noch nicht habe) ist mir etwas anderes aufgefallen: der Markt für jede Art von Souvenirs am Bodensee ist extrem schlecht organisiert.

Da gibt es einen Hersteller von Regenschirmen mit Bodensee-Motiven, der jedes Jahr einmal einen Vertriebler um den See schickt, um sein Jahressortiment an Schirmen zu vertickern.

Und eine Konditorei, die Bodensee-Schokolade herstellt, die man fast nirgends kaufen kann.

Oder den Verlag für Kinderreiseführer, der mit nur einem Bodensee-Band wegen zu hoher Vertriebskosten nirgens anders präsent sein kann als in den wenigen deutschen Buchhandlungen.

Kurzum – wo immer ich hinschaute, machte der singuläre Vertrieb einzelner Produkte es viel zu teuer, um dort präsent zu sein, wo die Gäste tatsächlich sind: in Strandbädern, auf Schiffen, in den Shops der Attraktionen, in den Tourist-Informationen, auf Campingplätzen, in Hotels und so weiter.

Nur wer eine kritische Masse an diversen Produkten im Portfolio hat, kann sich einen richtigen Vertrieb leisten. Oder wer genau diesen Vertrieb als Produkt verkauft.

Und da wir zwischen Ostern und Oktober täglich etliche Busse rund um den See schicken, um die Koffer der Radler zu transportieren oder alle touristischen Prospekte der Region zu verteilen, lag es für mich auf der Hand, in genau diese Lücke zu springen.

Und zu diesem Sprung haben wir heute angesetzt – mit den ersten drei Bänden unserer Reihe von Bodensee-Reiseführern.

buecher

Wir werden nun sukzessive unser Portfolio an Büchern und Produkten ausbauen und versuchen damit und mit den Produkten unserer Kollegen an nahezu 1.000 Verkaufsstellen rund um den See zu gelangen.

Ich freue mich auf diese neue und spannende Herausforderung.

About Peter Eich

Mathematiker und Philosoph eigentlich, Seriengründer und Investor tatsächlich. Gründer von Inselhüpfen, Radweg-Reisen, Bikemap, Toursprung, Tourbook, Bodensee-Verlag, und Cyclesummit. Außerdem Referent, Immobilien-Investor, Pilot, NLP-Coach und Barista. Und meistens unterwegs.

6 comments

  1. Sehr fein! Muss mir die Dinger mal anschauen. Gibts die auch „ganz normal“ im Buchhandel? Und wenn ihr mal Schreiber dafür braucht, sag Bescheid.

  2. Schau mal in Confisserien, z.B. Bohe bei Dir schräg gegenüber – die haben Bodenseekiesel. Das ist zumindest ein süsses Mitbringsel.

  3. Super Idee. Mit eurer Vertriebspower müsste es eigentlich auch klappen.
    Wo kamm man die Bücher beziehen? Die 1000 Tipps würden mich interessieren.
    @Christoph: Bodenseekiesel sind identisch mit den Ostsee-, Nordsee-, Niederrhein- und anderen -kieseln. Nicht so furchtbar originell.

  4. Da quasselt immer über die Vorzüge von Openstreetmap und setzt dann bei dieser besagten Bodensee Webseite wieder auf Google Map Karten.

  5. Ich bringe immer Bodenseeäpfel mit. Je nach Wegstrecke entweder eine Kiste mit 20KG oder einen Beutel mit 2KG. Vielleicht mal getrocknete Äpfel schön verpacken?

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