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Beiträge vom Oktober, 2009

Zwangsmitgliedschaft in der IHK, Teil 2

Dienstag, 27. Oktober 2009

Meine Abneigung von der multiplen Zwangsmitgliedschaft in der IHK habe ich bereits gebloggt.

Zur Erinnerung: Ich bekomme sechs Mitgliederzeitschriften von denen, für jede Firma eine, ich bezahle also 6 x 200 Euro im Jahr. Zwangsweise. Und ich lese diese Dinger nie.

Heute musste ich jedoch wieder daran denken, als ich dort eine alte Zwangsbeitragsrechnung anforderte und der Dame am Telefon meine Email-Adresse nanne.

Zuerst wollte sie wissen, wo jetzt dieses “www” stünde, und dann frug sie mich, ob das nun in Groß- oder Kleinbuchstaben geschrieben werde und ob da Leerzeichen drin seien.

Ein wenig Wettbewerb täte der IHK sicher gut. Sie müsste dann genug Leistung bringen, damit Unternehmer freiwillig MItglieder werden. So wie es in einer Marktwirtschaft nunmal funktioniert.

Ausgerechnet der Verband selbst traut sich jedoch nicht dazu und lebt privilligert wie eine fette Katze von den Zwangsmitgliedschaftsbeiträgen, ohne seine Nützlichkeit unter Beweis stellen zu müssen.

Da kann man sich auch 2009 schon mal erlauben keine Ahnung von diesem komischen Internet zu haben…

Update 5 Minuten später: Immerhin kam der Scan der Rechnung keine 10 Minten nach dem Anruf per Mail. Immerhin.

12 Cycle Superhighways in London

Montag, 19. Oktober 2009

London investiert heuer 111 Millionen Pfund in die Infrastruktur des Radwegnetzes. Die Stadt setzt dabei insbesondere auf zwölf neue Cycle Superhighways. Sie führen von zwölf verschiedenen Richtungen in die Innenstadt.

Bei uns heißt sowas schlicht Fahrradstraße oder Radweg, und es wird bei uns auch als Selbstverständlichkeit erwartet, statt mit einem so zurück-in-die-zukunft-mäßigen Film angekündigt.

Dennoch: die Euophorie des Film ist nett. London scheint es kapiert zu haben.

Government 2.0: Australien gibt Geo-Daten frei

Sonntag, 18. Oktober 2009

Die Regierung von Australien stellt seit September sukzessive eine immer größere Menge von Geo-Daten online, und sie hat mit einem Wettbewerb dazu aufgerufen, diese Daten in Mash-Ups zu verwenden um “something new and exciting” zu erschaffen.

Das Credo lautet:

Help uns show why open access to Austrlian government information is good for our economy and society.

Australien hat es also verstanden, während hierzulande (nicht nur) die Topografischen Landesämter auf ihren Daten sitzen und diese nur gegen Bezahlung nutzen lassen.

government-20-taskforce1

Dort nennt man das Programm Government 2.0 und den Wettbewerb Mashup Australia. Teilnahmeschluss ist der 13. November 2009, und Preisgelder bis 10.000 AUD winken.