Zwangsmitgliedschaft in der IHK, Teil 2

Meine Abneigung von der multiplen Zwangsmitgliedschaft in der IHK habe ich bereits gebloggt.

Zur Erinnerung: Ich bekomme sechs Mitgliederzeitschriften von denen, für jede Firma eine, ich bezahle also 6 x 200 Euro im Jahr. Zwangsweise. Und ich lese diese Dinger nie.

Heute musste ich jedoch wieder daran denken, als ich dort eine alte Zwangsbeitragsrechnung anforderte und der Dame am Telefon meine Email-Adresse nanne.

Zuerst wollte sie wissen, wo jetzt dieses „www“ stünde, und dann frug sie mich, ob das nun in Groß- oder Kleinbuchstaben geschrieben werde und ob da Leerzeichen drin seien.

Ein wenig Wettbewerb täte der IHK sicher gut. Sie müsste dann genug Leistung bringen, damit Unternehmer freiwillig MItglieder werden. So wie es in einer Marktwirtschaft nunmal funktioniert.

Ausgerechnet der Verband selbst traut sich jedoch nicht dazu und lebt privilligert wie eine fette Katze von den Zwangsmitgliedschaftsbeiträgen, ohne seine Nützlichkeit unter Beweis stellen zu müssen.

Da kann man sich auch 2009 schon mal erlauben keine Ahnung von diesem komischen Internet zu haben…

Update 5 Minuten später: Immerhin kam der Scan der Rechnung keine 10 Minten nach dem Anruf per Mail. Immerhin.

About Peter Eich

Mathematiker und Philosoph eigentlich, Seriengründer und Investor tatsächlich. Gründer von Inselhüpfen, Radweg-Reisen, Bikemap, Toursprung, Tourbook, Bodensee-Verlag, und Cyclesummit. Außerdem Referent, Immobilien-Investor, Pilot, NLP-Coach und Barista. Und meistens unterwegs.

4 comments

  1. Und jetzt stell Dir vor, Du bist ein kleines Unternehmen, das Schulungen anbietet. Und die IHK bietet von Deinen Zwangsgelder ähnliche Schulungen an. Weit unter Marktpreis und in einer unterirdischen Qualität, aber mit einem Marketing-Aufwand, von dem Du nur träumen kannst. Tritt also voll zu Dir in Konkurenz! DA kommt Dir dann das große Kotzen erst richtig…

  2. Nun, als kleiner Schulungsdienstleister würd ich dann für gutes Geld die Mitarbeiter und schulungsgeber der IHK schulen ;)

    Ich IHK weiß ja, dass Topservice auch was kostet ;)

  3. Wobei die 200 EUR nur der Grundbeitrag sind. Dazu kann dann noch eine gewinnabhängige Umlage kommen, die bei einem Gewinn im Vorjahr auch gleich für das aktuelle Jahr in Rechnung gestellt wird (wie beim Finanzamt geht man davon aus, dass auch in wirtschaftlich schlechten Zeiten das Ergebnis mindestens so gut wie im Vorjahr ausfällt). NWir bekamen so in diesem Jahr eine Rechnung über 6.457,54 für eine Firma (der Informationsaustausch zwischen den Behörden und dem Abzockverein klappt also auch sehr gut). Das ist Deutschland.

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