Der Bodensee will gemappt werden

Als OSM-affiner Bodensee-Touristiker treffe ich ab und zu Mapper von anderswo, die an den Bodensee reisen und ihren Aufenthalt damit verbinden, die eine oder andere Ecke des Bodensee besser gemappt zu hinterlassen, als sie ihn vorgefunden hatten.

Die Zielgenauigkeit, mit der einige dieser Mapper ganz bewusst in noch ungemappten Gegenden des Bodensees Urlaub machen, beweist, dass es sogar einen echten Mapping-Tourismus gibt.

Diese Bereitschaft möchte ich gezielt unterstützen und nutzen, um der touristischen Region Bodensee zu einer besseren Kartografierung in der OSM zu verhelfen.

Einerseits organisiere ich das Barcamp Bodensee (5.-6. Juni 2010 in Konstanz). Andererseits bin tourismuspolitisch am Bodensee gut bekannt und vernetzt.

Diese beiden Fakten möchte ich kombinieren und eine MOVING MAPPING PARTY organisieren.

In der Woche direkt nach dem Barcamp (also Montag 7. Juni und die darauf folgenden Tage) soll der Bodensee gemappt werden. Von lauter freiwilligen Openstreetmappern, die dafür an den See reisen. Und die vom Bodensee in der einen oder anderen Weise willkommen geheißen werden.

Ich stelle mir vor, dass z.B. die Übernachtungen (inkl. WLAN) von den jeweiligen Tourismusverbänden bezahlt werden, dass es abends gemeinsames Essen gibt, bei der sich die Orte für die geleistete Arbeit bedanken können (durch das Abendessen oder durch das eine oder andere Bier), dass vielleicht abends gemeinsam in Konferenzräumen irgendwelcher Hotels die tagsüber erhobenen Daten hochgeladen werden.

Ich selbst würde für eine Woche kostenlose Leihfahrräder spendieren.

Im Idealfall werden zwei oder gar drei Gruppen gebildet, die gegenläuig jeden Tag einen Ort weiter um den See ziehen, so dass man sich nach einer Woche am anderen Ende trifft – und alle Uferbereiche des Bodensee am Ende vorzeigbar – und für alle Touristiker fortan kostenlos nutzbar – in der Openstreetmap sind.

Das Musterhafte an dieser Aktion wäre, dass eine tourisitsche Region explizit dazu aufruft, durch Freiwillige gemappt zu werden. Eine Arbeit, die niemand bezahlen könnte. Die aber durch ein kleines Sponsoring zur einer spaßigen Aktion würde und so stattfinden könnte.

Starten kann diese MOVING MAPPING PARTY beim Barcamp am Sonntag – mit einer Session über das Mappen für all jene, die damit noch nicht vertraut sind.

Diese „Map-Me!“-Idee ist noch ganz frisch und braucht Feinschliff. Darum freue ich mich auf eure Kommentare, Ideen und Verlinkungen!

Ich freue mich auch insbesondere über innovative touristische Leistungsträger und Verbände vom Bodensee, die hier ihre Bereitschaft erklären, diese Aktion zu unterstützen und damit stattfinden zu lassen. Darum: Hallo IBT, TU, Vorarlberg-Bodensee, Thugau-Tourismus, Ostschweiz usw … Hallo Konstanz, Lindau, Friedrichshafen und alle anderen Orte… Hallo BSB, Mainau, Affenberg, Pfahlbauten, Festspiele und alle anderen Attraktionen… Hallo Südkurier und Schwäbische Zeitung, wer von euch beiden hat das Web kapiert und meldet sich zuerst… Hallo IHKs, Wirtschaftsförderungen und Tourist-Informationen… Ich weiß, dass die meisten von euch meinen Blog lesen. Jetzt könnt ihr alle euren Worten Taten folgen lassen. Ich bin gespannt auf euer Feedback gleich hier unter dem Artikel…!

PS: Sorry für den offenen Verteiler in meinem Mail an die hiesigen Tourisiker….!

About Peter Eich

Mathematiker und Philosoph eigentlich, Seriengründer und Investor tatsächlich. Gründer von Inselhüpfen, Radweg-Reisen, Bikemap, Toursprung, Tourbook, Bodensee-Verlag, und Cyclesummit. Außerdem Referent, Immobilien-Investor, Pilot, NLP-Coach und Barista. Und meistens unterwegs.

13 comments

  1. Super Idee – auf gehts!

  2. Gute Idee! Bin gespannt, ob ihr das organisieren und die richtigen Leute überzeugen könnt.

    Es gibt unzählige Möglichkeiten, was man dann mit diesen Daten machen kann. Z.B. einheitliche Wander- und Radkarten zum Download für bestimmte Geräte und zum Ausdrucken, sowie eine speziell gerenderte Online-Karte und schließlich noch aufgestellte Karten direkt an den Wegen.
    Die Mapper kann man natürlich mit T-Shirts, Flyern usw. ausstatten und vorher auch einmal bei den Gemeinden anfragen, ob man vllt. zusätzlich die ein oder andere Datenspende oder Luftbilder erhält.

    Der Aufwand und der Einsatz für die Organisation ist bestimmt nicht unerheblich, aber die resultierenden Möglichkeiten sind nahezu endlos :-)

  3. Ich mach Werbung dafür in Vorarlberg. Habe am Mittwoch großes Meeting mit der Vorarlberg Tourismus GmbH und Deine Idee ist mit auf meiner Tagesordnung. Ausserdem werde ich die Liechtensteiner Kollegen animieren. Denn wer hat denn schon die Möglichkeit auszurufen „Map a whole country!“ Du hörst dazu also von mir. Danke für das Treffen heute in KN und Grüße übern See…

  4. wow, super idee. herzlichen glückwunsch dazu.
    da rückt bei mir der (weihnachts-)wunsch auf ein gps-tool wieder etwas mehr in den mittelpunkt, denn hier – mitten in berlin – sind die für mich zentralen punkte bereits verortet.
    da kann ich mir, wenn alles gut geht, die überlegungen zum kommenden sommerurlaub sparen.

  5. Super Idee, ich werde gerne kommen. Ich habe bisher nur vereinzelt gemappt. Am Bodensee und bei einer Mapping-Party — da freu ich mich schon drauf.

  6. Moin Peter
    Sehr gute Idee. Wir werden gerne kommen und das Projekt unterstuetzen. Ich kann noch einen weiteren GPS Tracker mit verleihen. Freue mich auf die Aktion.
    Gruss Ansgar

  7. Ich mag die Idee sehr und werde nach dem Barcamp gern einige Tage bleiben um den Bodensee zu erkunden und zu mappen.

  8. Exzellente Idee. Ggf. sollte man für die ’noch nicht Mapper‘ mal nach GPSgeräten sehen. Das wäre ja auch für einen Hersteller ne schöne Aktion.

    OB als Vorbereitung 1 S4ession reicht, müsste man auch sehen. ggf. könnte man auch einenb ‚Workshoptrack‘ machen, auf dem die Mapper sich vorbereiten. Das ist ja schon ne größere Aktion. (Planung, Unterbringung etc.)

  9. Geniale Idee.
    Vorallem die Session zu OSM wird bei mir als fest gebucht markiert; will ich doch die Gegend hier im nördlichen Schwarzwald auch noch ein bisserl aufnehmen und bin eh meist mit meinem ForeRunner unterwegs.

  10. Es gibt unzählige Möglichkeiten, was man dann mit diesen Daten machen kann. Z.B. einheitliche Wander- und Radkarten zum Download für bestimmte Geräte und zum Ausdrucken, sowie eine speziell gerenderte Online-Karte und schließlich noch aufgestellte Karten direkt an den Wegen.

    ###################################

    LOL Die sind ja nicht einmal fähig, den Bodenseeradweg einheitlich und unmissverständlich klar auszuschildern. Gnaz zu schweigen von der Ignoranz der meisten Gemeinden gegenüber Openstreetmap.

Kommentar verfassen