Graf Hardenberg – die Zweite!

Kurze Zusammenfassung des ersten Teils:

Mein Audi A6 war bei Gohm & Graf Hardenberg in Konstanz zur Inspektion – zwei Dinge wurden dabei “erledigt”:

(1) das Licht neu eingestellt, und
(2) die Reifendrucksensoren ausgetauscht.

Zu (1): Das mit dem Licht hatte leider nicht geklappt, es war nämlich vor der Inspektion okay, leuchtete danach aber in den Himmel.

Bei meiner ersten Reklamation wurde nur festgestellt, dass alles korrekt leuchten würde. Danach ging ich zum TÜV und ließ mir die falsch eingestellten Scheinwerder attestieren. Der Mensch vom TÜV meinte auch noch “Graf Hardenberg? Da werden alle Lichter falsch justiert.”

Ein Scheinwerfer konnte beim TÜV justiert werden, der zweite jedoch ohne Spezialwerkzeug nicht.

Also brachte ich den A6 erneut zum Autohaus, sogar mit dem kleinen Gutachten vom TÜV.

Ich war von den Socken, als mich der Mechaniker tatsächlich anrief und von mir wissen wollte, welche Seite denn nun korrekt und welche falsch eingestellt sei. Kein gutes Zeichen…

Am Ende stellte sich heraus, dass seit mehreren Monaten mit einer falsch eingestellten Maschine dort vermutlich alle (!) Scheinwerfer falsch eingestellt worden sind.

Zu (2): Die Reifendrucksensoren wurden (übrigens nach 1,5 Jahren Ärger mit dem selben Autohaus, bis sie endlich einsahen, dass es ihr Fehler war) ausgetauscht.

Doch danach verlor mein linker hinterer Reifen etwa 1 Bar Druck pro 300 Kilometer.

Das entspricht genau 24 Nachfüllungen bei meiner Geschäftsreise der vergangenen Tagen – ich musste JEDE EINZELNE Autobahn-Tankstelle anfahren.

Entsprechend geladen tauchte ich heute im Autohaus Gohm & Graf Hardenberg auf. Ich verlangte bei der Fehlersuche dabei zu sein um selbst zu sehen, ob ich nur zufällig einen Nagel im Reifen hatte, oder ob es etwas mit den Arbeiten an den Ventilen zu tun hatte.

Und siehe da: zwei Reparaturen wurden bei der Inspektion erledigt, und in beiden Fällen mehr kaputt als heil gemacht:

Unterdessen haben mich die Geschäftsführung und der Qualitätsmanager des Autohauses mehrere Mal angerufen und getroffen und mir dabei ihr Bedauern ausgedrückt.

Von z.B. einer Gutschrift für die völlig misslungene und über 800 Euro teure Inspektion war keine Rede. Wohl aber davon, wie schade es sei, dass ich darüber bloggen würde.

Darum habe ich das Video auf der Facebook-Page von Audi gepostet und an einige Mitarbeiter der Audi AG via Xing gemailt.

Ich bin mal gespannt, ob ich eine Reaktion erhalte.