Ein 3D-Drucker, der sich selbst druckt

Lebewesen sind in der Lage sich selbst zu reproduzieren und damit zu vermehren.

RepRap ist ein 3D-Drucker – also ein Drucker, der feine Schichten von geschmolzenem Kunststoff (Polymilchsäure) übereinander auftragen kann, und so dreidimensionale Teile druckt. Er ist so konstruiert, dass er aus möglichst vielen Teilen besteht, die er selbst drucken kann. Eine Idee, die unter anderem auf den Mathematiker John von Neumann zurück geht.

Die Konstruktionspläne von RepRap und seine Software stehen unter der GNU-GPL-Lizenz, also nicht unter einem Copyright, sondern unter einem Copyleft. Jeder darf sie frei verwenden, wenn das, was damit entsteht, ebenfalls unter dieser Lizenz steht. Gewissermaßen eine Lizenz für sich selbst vermehrendes Allgemeingut.

In der ersten Version („Darwin“) von 2006 konnte RepRap einige Plastikteile drucken, die sofort dafür verwendet wurden, seine eigenen (mit einem kommerziellen Drucker hergestellten) Plastikteile zu ersetzen.

Seit dem wird die Qualität der Drucke und der Anteil der reproduzierbaren Teile in der Konstruktion von RepRap stets erhöht.

Die aktuelle Version heißt „Mendel“ und kostet nur noch etwa 400 Euro.

Das Ziel dieser herrlichen Idee ist ein Drucker, der sich selbst komplett reproduzieren kann.

Er wird die Welt verändern.

RepRap from Adrian Bowyer on Vimeo.

About Peter Eich

Mathematiker und Philosoph eigentlich, Seriengründer und Investor tatsächlich. Gründer von Inselhüpfen, Radweg-Reisen, Bikemap, Toursprung, Tourbook, Bodensee-Verlag, und Cyclesummit. Außerdem Referent, Immobilien-Investor, Pilot, NLP-Coach und Barista. Und meistens unterwegs.