Klaus Kauker analysiert Lenas Song “Taken By A Stranger”

Nachdem Klaus Kauker letztes Jahr Lenas “Satellite” zerlegte, hat er sich heute Lenas neues Lied “Taken By A Stranger” vorgenommen, mit dem Lena ihren Titel verteidigen will.

Sein Video macht mal wieder richtig Lust auf die Musik hinter dem Lautsprecher… wie überhaupt alle seine Videos und seine Webseite. Anschautipp der Woche!

Und weil’s so viel Spaß macht, hier auch noch seine konzentrierte Analyse von Lenas “Maybe”:

Festplatte richtig löschen

Es ist ein wichtiger Unterschied, ob man Daten auf einer Festplatte nur zum Überschreiben frei gibt, oder ob man sie richtig löscht.

Ersteres lässt nämlich die Daten genau dort, wo sie sind, und löscht sie nur aus dem Verzeichnis. Verglichen mit einer Bibliothek würde das bedeuten, ein Buch im Regal stehen zu lassen, es aber aus dem Verzeichnis aller Bücher zu streichen. Wer sich die Mühe macht und alle Regale absucht, wird es früher oder später finden.

Der Vergleich zwischen Festplatte und Bibliothek hinkt vor allem darin, dass es auf einer Festplatte viel schneller geht, derart “gelöschte” Daten wieder zu finden.

Zweiteres hingegen, nämlich das finale Löschen von Daten, ist ein wenig aufwändiger. Eigentlich müsste man jede Stelle der Festplatte neu überschreiben, doch selbst das hilft nicht immer. Mit einige Mühe kann man dennoch erkennen, was dort einmal gestanden ist. Ein Vielfaches Überschreiben würde funktionieren – doch Haptiker (wie ich es nicht bin) bevorzugen gerne mal eine andere und viel anschaulichere Art des Löschens: die mit purer Gewalt.

Vier Varianten fallen mir ein:

1) Die Festplatten öffnen (dazu braucht man entweder viel Gewalt oder aber einen Sechskantschraubendreher) und mit einem Dorn durchstecken.

2) Einen schweren Hammer nehmen und das Ding total verbeulen.

3) Die Platten mit einer Zange verbiegen.

Am sichersten ist eine Kombination von 1) bis 3).

Oder aber Methode 4), die weniger schicklich, aber mindestens genau so effektiv ist: eine Fährfahrt über den Bodensee, bei der man über einer tiefen Stelle seine Platte im ewigen Dunkel versenkt.

LunaTik – iPod am Handgelenk

Seit meinem Philosophie-Studium weiß ich, dass ich einen freien Willen habe. Warum? Weil ich so frei war, es abzubrechen.

Doch der freie Wille hat Lücken, Aussetzer und blinde Flecken. Sie treten immer auf, wenn His Steveness „One-More-Thing“ sagt und damit ein neues Apple-Produkt ankündigt. Oder wenn sich ein cooles Start-Up in Kalifornien ein cooles neues Produkt ausdenkt.

In solchen Fällen wird der freie Wille (also zumindest meiner) durch einen Reflex ersetzt, den Possesivreflex, auch One-Click-Buy-Reflex genannt. Erst wenn meine Apple-Sammlung wieder vollständig ist, kann ich ruhig und mit freiem Willen schlafen. Zuminndest so lange, bis zur nächsten Keynote in Kalifornien…

Heute war es wieder so weit. Mein freier Wille kehrte zurück, und zwar in Form eines kleinen Päckchens, das mir der DHL-Freund überreichte. Darin enthalten war das LuniTik, ein Armband, mit dem sich der iPod Nano ans Handgelenk schnüren und überall dabei haben lässt. Im zeitlosen Braun-Chick, das ich zuletzt als Student getragen hatte.

Das LunaTik lässt sich mittlerweile ganz normal online bestellen.

Ich hatte es jedoch vor Monaten auf Kickstarter entdeckt, wo die Gründer es als Idee vorgestellt hatten. Mit der Idee verbunden war eine Mindestzahl von verbindlichen Vorbestellungen, bei deren Erreichen die Produktion beginnen würde. Sie wurde natürlich binnen Tagen um ein Vielfacher überschritten, und LunaTik konnte entsehen.

Auf meine Erstausgabe bin ich natürlich solz.