Festplatte richtig löschen

Es ist ein wichtiger Unterschied, ob man Daten auf einer Festplatte nur zum Überschreiben frei gibt, oder ob man sie richtig löscht.

Ersteres lässt nämlich die Daten genau dort, wo sie sind, und löscht sie nur aus dem Verzeichnis. Verglichen mit einer Bibliothek würde das bedeuten, ein Buch im Regal stehen zu lassen, es aber aus dem Verzeichnis aller Bücher zu streichen. Wer sich die Mühe macht und alle Regale absucht, wird es früher oder später finden.

Der Vergleich zwischen Festplatte und Bibliothek hinkt vor allem darin, dass es auf einer Festplatte viel schneller geht, derart “gelöschte” Daten wieder zu finden.

Zweiteres hingegen, nämlich das finale Löschen von Daten, ist ein wenig aufwändiger. Eigentlich müsste man jede Stelle der Festplatte neu überschreiben, doch selbst das hilft nicht immer. Mit einige Mühe kann man dennoch erkennen, was dort einmal gestanden ist. Ein Vielfaches Überschreiben würde funktionieren – doch Haptiker (wie ich es nicht bin) bevorzugen gerne mal eine andere und viel anschaulichere Art des Löschens: die mit purer Gewalt.

Vier Varianten fallen mir ein:

1) Die Festplatten öffnen (dazu braucht man entweder viel Gewalt oder aber einen Sechskantschraubendreher) und mit einem Dorn durchstecken.

2) Einen schweren Hammer nehmen und das Ding total verbeulen.

3) Die Platten mit einer Zange verbiegen.

Am sichersten ist eine Kombination von 1) bis 3).

Oder aber Methode 4), die weniger schicklich, aber mindestens genau so effektiv ist: eine Fährfahrt über den Bodensee, bei der man über einer tiefen Stelle seine Platte im ewigen Dunkel versenkt.