Festplatte richtig löschen

Es ist ein wichtiger Unterschied, ob man Daten auf einer Festplatte nur zum Überschreiben frei gibt, oder ob man sie richtig löscht.

Ersteres lässt nämlich die Daten genau dort, wo sie sind, und löscht sie nur aus dem Verzeichnis. Verglichen mit einer Bibliothek würde das bedeuten, ein Buch im Regal stehen zu lassen, es aber aus dem Verzeichnis aller Bücher zu streichen. Wer sich die Mühe macht und alle Regale absucht, wird es früher oder später finden.

Der Vergleich zwischen Festplatte und Bibliothek hinkt vor allem darin, dass es auf einer Festplatte viel schneller geht, derart „gelöschte“ Daten wieder zu finden.

Zweiteres hingegen, nämlich das finale Löschen von Daten, ist ein wenig aufwändiger. Eigentlich müsste man jede Stelle der Festplatte neu überschreiben, doch selbst das hilft nicht immer. Mit einige Mühe kann man dennoch erkennen, was dort einmal gestanden ist. Ein Vielfaches Überschreiben würde funktionieren – doch Haptiker (wie ich es nicht bin) bevorzugen gerne mal eine andere und viel anschaulichere Art des Löschens: die mit purer Gewalt.

Vier Varianten fallen mir ein:

1) Die Festplatten öffnen (dazu braucht man entweder viel Gewalt oder aber einen Sechskantschraubendreher) und mit einem Dorn durchstecken.

2) Einen schweren Hammer nehmen und das Ding total verbeulen.

3) Die Platten mit einer Zange verbiegen.

Am sichersten ist eine Kombination von 1) bis 3).

Oder aber Methode 4), die weniger schicklich, aber mindestens genau so effektiv ist: eine Fährfahrt über den Bodensee, bei der man über einer tiefen Stelle seine Platte im ewigen Dunkel versenkt.

About Peter Eich

Mathematiker und Philosoph eigentlich, Seriengründer und Investor tatsächlich. Gründer von Inselhüpfen, Radweg-Reisen, Bikemap, Toursprung, Tourbook, Bodensee-Verlag, und Cyclesummit. Außerdem Referent, Immobilien-Investor, Pilot, NLP-Coach und Barista. Und meistens unterwegs.

10 comments

  1. Genau. Aber nicht vergessen, die Magneten auszubauen. Die sind wirklich stark und können für gelegentliche Bastelarbeiten sehr nützlich sein :-)

  2. Das erscheint mir alles zu unsicher, ich empfehle Folgendes ;)
    http://eecue.com/c/driveslag

  3. Gibt es Photos von der Fährfahrt?

  4. Christoph, die waren leider auf der versenkten Platte gespeichert.

  5. wie hoch steigt der Pegel des Bodensees, wenn das alle am Bodensse 1 x p. a. machen?
    Und: Lohnt es sich nicht für das Finanzamt Taucher einzustellen?

    • Selbst wenn alle 7 Milliarden Menschen samt ihrer Platten reinspringen, wird der Seespiegel nur um einen Meter steigen. Da die meisten ihren Platten aber NICHT hinterer hüpfen (Fährpersonal, Finanzamt etc müssen ja oben bleiben), wird es also nicht so schlimm.

      Und so lange sie den Flightrecorder der Air France im Atlantik nicht finden, mache ich mir keine Sorge. Der untere Seegrund ist außerdem wunderbar verschlickt…

  6. Es gibt eine viel einfachere, sicherere und zeitsparendere Lösung. Kostet zwar etwas (ca. 5 € pro Platte, man sollte mindestens ca. 20 Stück haben, sonst kostet es einen Mindermengenaufschlag) aber eine Fährfahrt kostet auch Geld ;-)
    Es gibt Shredder (die haben so 5-20 kW Leistung), in die man die Platten stecken kann. Die hacken die in 1000 Stücke. Danach werden sie eingeschmolzen. Einfach mal googeln :)

  7. Loesung nummer 4 ist natuerlich fuer archaeologische Zwecke in ferner Zukunft auch toll.

  8. entschuldigung, aber das ist doch blödsinn; platte komplett genau 1X(!) mit nullen überschreiben-fertich. alles andere ist paranoia-mythos…
    BTW: wieso ist in dem unsäglichem „warum-ich-keine-angst-vor-ATOMblabla“ die kommentarfunktion nicht aktiv? keine astroturfer mehr am start? oder wirds dir langsam peinlich?

  9. @brainonaut: Danke für den Hinweis, hatte mich schon gewundert warum so wenig Kommentare kamen trotz der enorm hohen Zugriffszahlen. War versehentlich deaktiviert.

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