Lesetipp: Lügen mit Zahlen

Als Mathematiker stehe ich jeder statistischen Aussage grundsätzlich skeptisch gegenüber und suche reflexartig nach möglichen Fehlern. Meine Bank- und Versicherungsberater wissen etliche Lieder davon zu singen, denn sie konnten mir noch nie etwas verkaufen.

Darum habe ich das Buch „Lügen mit Zahlen: Wie wir mit Statistiken manipuliert werden” von Herd Bosbach und Jürgen Korff auch in weiten Strecken sehr schnell gelesen.

Dennoch ist es mir einen besonderen Tipp wert, denn es hat mir mit den vielen Beispielen die Augen noch weiter dafür geöffnet, dass ich die vielen statistischen Aussagen, die mir täglich (vor allem in den Medien) begegnen, noch viel skeptischer hinterfragen muss.

Eines der schönsten Beispiele im Buch ist das Simpson Paradoxon. Es zeigt, wie scheinbar widersprüchliche Schlüsse aus statistischen Daten gezogen werden können, je nachdem, wie man die Ergebnisse gruppiert.

Ein bekanntes Beispiel dafür steht auf Wikipedia, und hier habe ich die scheinbare Paradoxie in mit einem Muster beschrieben:

Das Buch „Lügen mit Zahlen“ gibt es hier als Kindle eBook für Text-Leser und als Taschenbuch für Buch-Leser.

Wie man Kinder zu Unternehmern erziehen kann

Talente fallen nicht vom Himmel, sondern sie werden erworben. Durch Training, Vorbild und Erziehung.

Wer’s nicht glaubt, dem empfehle ich das hervorragende Buch „Outliers“ (dt: „Überflieger“) von Malcolm Gladwell (gibt’s bei Amazon als deutsches Taschenbuch und als deutsches Kindle eBook).

Der kanadische Seriengründer Cameron Herold hat klare Vorstellungen davon und viele gute Erfahrungen darin, wie man Kindern Lust auf unternehmerisches Denken machen kann.

Unser Schulsystem zielt zu sehr darauf ab, dass aus Kindern Arbeitnehner werden, und nicht darauf, dass sie Arbeitgeber werden. Unser Bildungssystem zielt zu sehr darauf ab, uns in unseren Schwächen wenigstens mittelmäßig werden zu lassen, statt in unseren Stärken brilliant.

Cameron Herold ist Enkel zweier Unternehmer. Und Kind eines Unternehmers. Und Bruder von zwei Unternehmern. Nachdem er selbst mehrere Unternehmen gegründet hat, unterrichtet er nun Unternehmertum am MIT.

Seine eigene Schulkarriere verlief schwach. Er könnte sich als Versager fühlen, wenn seine Eltern ihm nicht seine Stärken vor Augen geführt hätten – Stärken, die an Schulen als Schwächen gesehen werden.

Eine davon ist ADS. Manche sehen es als in Schulen immer häufiger diagnostizierte Krankheit. Cameron Herold hatte als Kind (und hat noch immer) 18 von 19 möglichen Symptomen von ADS.

Doch sieht er das als Stärke. Und nennt ADS die “Unternehmerkrankheit”. Und listet eine Menge von bekannten Unternehmern auf, die unter ADS litten. Oder besser gesagt: mit und wegen ADS erfolgreich sind.

Seine eigenen Kinder erzieht er nun ebenfalls zu potentiellen Unternehmern.

In diesem fantastischen Vortrag beschreibt er unter anderem, warum Taschengeld für Kinder Gift ist und was er seinen Kindern statt dessen gibt:


Link zum Film auf TED.com

Frühjahrsputz im Domainportfolio

Schnäppchenjäger aufgepasst, ich habe mein Domain-Portfolio aufgeräumt und 133 Domains gekündigt. Sie können also auf ganz normalem Weg reserviert werden – kein Verkauf, sondern ein Ostergeschenk…

  • ostseeprospekte.com
  • ostseeprospekte.de
  • perdehof-weltin.de
  • puffkarte.de
  • radreise-kataloge.de
  • sattelbaer.com
  • sattelbaer.de
  • sattelhund.com
  • sattelhund.de
  • sattelziege.com
  • sattelziege.de
  • seeschwein.de
  • seeschweinchen.de
  • sewage-sludge-treatment.com
  • sewagesludgetreatment.com
  • skate-the-lake.info
  • skate-touren.de
  • skatethelake.de
  • skatetouren.de
  • velotaxi-bodensee.com
  • velotaxi-bodensee.de
  • velotaxi-bregenz.at
  • velotaxi-bregenz.com
  • velotaxi-fn.de
  • velotaxi-friedrichshafen.de
  • velotaxi-konstanz.com
  • velotaxi-lindau.de
  • velotaxibodensee.com
  • velotaxibodensee.de
  • velotaxikonstanz.com
  • velotours.info
  • wickelfisch.com
  • wickelfisch.de
  • wikibodensee.de
  • wikitourist.de
  • wlanhotels.de
  • geniesserführer.de
  • geniesserführer.de
  • klärschlamm-vererdung.de
  • amazingadventure.de
  • bodensee-filme.com
  • bodensee-has.com
  • bodensee-has.eu
  • bodensee-hase.de
  • bodensee-incentive.com
  • bodensee-karte.com
  • bodensee-karte.eu
  • bodensee-park.com
  • bodensee-tips.com
  • bodenseebewertung.de
  • bodenseebewertungen.de
  • bodenseehas.com
  • bodenseehas.eu
  • bodenseehund.de
  • bodenseekarte.com
  • bodenseekarte.eu
  • bodenseeradtouristik.com
  • bodenseeschwein.de
  • bodenseetips.com
  • bodenseewiki.de
  • bodenseschweinchen.de
  • die-bodenseehotels.de
  • diebodenseehotels.de
  • donau-prospekte.at
  • donau-prospekte.de
  • donauprospekte.com
  • espresso-mobil.com
  • espressomobil.com
  • fahrrad-trankstelle.de
  • fahrradtrankstelle.de
  • geniesser-fuehrer.de
  • geniesserfuehrer.de
  • hotspotkarte.eu
  • inelinemap.com
  • inline-camp.info
  • inline-tours.de
  • inlinecamp.de
  • inlinetours.com
  • inlinetours.info
  • klaerschlamm-vererdung.com
  • klaerschlamm-vererdung.info
  • klaerschlammvererdung.com
  • amazingadventure.ch
  • bodensee-bewertungen.de
  • bodensee-filme.de
  • bodensee-has.de
  • bodensee-hase.com
  • bodensee-hase.eu
  • bodensee-incentive.de
  • bodensee-karte.de
  • bodensee-kiosk.de
  • bodensee-tipps.com
  • bodenseebewertung.com
  • bodenseebewertungen.com
  • bodenseefilme.de
  • bodenseehas.de
  • bodenseehund.com
  • bodenseehund.eu
  • bodenseekarte.de
  • bodenseekarte.info
  • bodenseeradtouristik.de
  • bodenseetipps.com
  • bodenseewiki.com
  • bodensegler.eu
  • campingbewertungen.de
  • die-bodenseehotels.eu
  • diebodenseehotels.eu
  • donau-prospekte.com
  • donauprospekte.at
  • donauprospekte.de
  • espresso-mobil.de
  • eurocycle.info
  • fahrrad-trankstelle.com
  • fahrradtrankstelle.com
  • geniesser-fuehrer.com
  • geniesserfuehrer.com
  • handy-museum.com
  • hotspotmap.eu
  • inline-camp.de
  • inline-tours.com
  • inline-tours.info
  • inlinecamp.info
  • inlinetours.de
  • islandhoppingnz.com
  • klaerschlamm-vererdung.eu
  • klaerschlamm.info
  • manali-leh.com
  • manalileh.com
  • ostsee-prospekte.com
  • manali-leh.de
  • manalileh.de
  • ostsee-prospekte.de

Diverse Schreibweisen von fahrrad-taxi, fahrrad-tankstelle und velobus stehen übrgiens zum Verkauf.

Und rein vorsorglich: nein, ich beantworte keine Fragen danach, wozu ich die eine oder andere Domain eigentlich damals…!

Das Buch ist tot! – Und mit ihm seine Preisbindung

Heute hat Amazon Deutschland endlich seinen Ebook-Store eröffnet und bietet die digitalen Inhalte von 650.000 Büchern zum Verkauf an.

Was genau kann man dort eigentlich kaufen? Ist es der Scan eines gedruckten Buches? Oder ist es die digitale Vorstufe des Buches? Oder die Idee des Buches? Oder sein purer Inhalt?

Heißen die Dinger nun Bücher, Ebooks, iBooks oder Kindle-Inhalte?

Heute ist also endlich auch in Deutschland der große Damm gebrochen, hinter dem sich preisgebundene Verlagsprodukte auf toten Bäumen vor der größten Erfindung seit dem Buchdruck sicher glaubten – dem Internet. Wie spannend!

Ein Kindle-Besitzer kauft über 3 Mal so viele… äh… “Bücher” bei Amazon wie er es ohne Kindle tat. Der Durchschnittspreis eines Ebooks liegt bei über 10 Euro, und aus meiner eigenen Erfahrung kann ich bestätigen, dass ich viel mehr lese, seit iPad, Kindle und Co.

Lesen ist einfacher geworden, und damit auch wieder häufiger.

Das Buch ist tot!

Der Markt des Bücherschreibens wird sich massiv verändern (vermutlich verbessern), und der Markt des klassischen Bücherverlegens, -druckens, -finanzierens und -verkaufens wird wohl massiv einbrechen. Sei’s drum!

Bislang waren mein Lesefutter vor allem Web-Inhalte (also Texte im Internet) und englische Ebooks. Seit heute lassen sich  die Mehrzahl der Neuerscheinungen auch legal auf das Lesegerät bekommen, und ich bin mir sicher: meine (stattliche) Bücherwand wird nicht weiter wachsen. Sie ist so tot, wie alle dafür gefällten Bäume.

Die vordergründige Gemütlichkeit meines breiten Alphabetikerregals und seine hintergründige Ego-Funktion (“oh, so viele Bücher hast du”) sind nun ebenfalls ein Teil der Vergangenheit.

Bücher besitzt man nicht mehr, sondern man hat sie gelesen und eventuell auch verstanden. Man kann Bücher nun nicht mehr greifen, sondern nur noch begreifen. Man hat sie im Kopf und im Kindle (etc.), aber niemand sieht mehr die Bücher, die ich lese und gelesen habe. Sondern nur noch das, was ich eventuell daraus mache.

Und noch was: In Deutschland gibt es eine Buchpreisbindung. Sie wird fallen!

Das Buch hat seine (äußere) Form verloren!

Denn digital gibt es nicht länger die begriffliche Abgrenzung des Wortes “Buch”. Es gibt Texte im Web. Es gibt Texte, an die man über das Web gelangt. Manche davon sind gratis (wie dieser Blogpost), andere hingegen kosten Geld (wie zB der Artikel in der FAZ von heute über den neuen Kindle-Store).

Andere Texte sind digitale Versionen gedruckter (und preisgebundener) Bücher, und dann gibt es noch (zunehmend viele) digitale “Bücher”, die Geld kosten und niemals auf Papier gedruckt werden. Doch zwischen diesen digitalen Büchern und einem langen Artikel in der FAZ gibt es keine klare Grenze mehr, denn das Buch hat seine äußere Form verloren!

Und damit ist auch die Bezugsgrenze der Buchpreisbindung verloren gegangen. Es ist also völlig belanglos, ob der Börsenverein des Buchhandels (wie vor 2008) zum Schluss kommt, dass digitale Bücher der Buchpreisbindung nicht unterworden sind. Oder ob derselbe Verein (seit 2008 und aus Angst vor Veränderung) plötzlich die gegenteilige Meinung vertritt.

Denn der Börsenverein hätte sicher auch die Erfindung des Buchdrucks als Bedrohung (z.B. der Buchschreibekunst) gesehen und sein Verbot gefordert.

Das Buch ist tot! – Es lebe der Text!

Wenn die Form des Buches sich auflöst, dann bleibt der pure Text. Und um einen (guten) Text vom Schreiber zum Leser zu bringen, braucht es keine Zwischenschritte mehr.

Vor 20 Jahren hätte ich einen eigenen Verlag finanzieren und betreiben müssen, um diesen Blogpost in die Welt zu posaunen. Es wäre mir damals nicht möglich gewesen – und heute geht es mit einen Federstrich.

Und genau so leicht ist es heute für einen Autor seine Leser zu erreichen. Eine der vielen neuen Möglichkeiten ist Amazons Kindle Direct Publishing (KDP). Ich schreibe einen Text, lade ihn hoch, bestimme den Preis, gebe meine Kontonummer ein, und danach steht das “Buch” online zum Verkauf. Dafür behält Amazon 30% des Verkaufspreises, und 70% gehen an mich.

Bislang musste ich zuerst einen Verlag finden. Der hat meinem Buch seine Form gegeben, hat es finanziert (zB 5.000 Exemplare gedruckt und gelagert), hat es vertrieben (also an einen Großhandel in Kommission gegeben), der es an einen Buchladen vertrieben hat, und der wiederum stellte Verkaufsfläche zur Verfügung in der Hoffnung, dass das Buch von einem daher gelaufenen Leser gesehen und gekauft wurde.

Was für ein Aufwand! Viel zu umständlich. Viel zu teuer. Viel zu langsam. Viel zu indirekt, denn:

  1. Der Kunde des Autors war nicht der Leser, sondern der Verlag.
  2. Der Kunde des Verlags war nicht der Leser, sondern der Großhändler.
  3. Der Kunde des Großhändlers war nicht der Leser, sondern der Buchhandel.
  4. -> Aber jeder hat daran verdient!

Bislang musste der Autor 90% des Buchpreises an die vielen Zwischenhändler abgeben. Nun sind es nur noch 30%. Der Erlös des Autors hat sich also versiebenfacht. Das alleine ist Grund genug für die Tatsache, dass sich diese Veränderung nie wieder umkehren lässt.

Interessant ist ein kritischer Blick in das Gesetzt zur Buchpreisbindung.

Im einleitenden Paragrafen zu seinem Zweck heißt es:

Das Gesetz dient dem Schutz des Kulturgutes Buch. Die Festsetzung verbindlicher Preise beim Verkauf an Letztabnehmer sichert den Erhalt eines breiten Buchangebots. Das Gesetz gewährleistet zugleich, dass dieses Angebot für eine breite Öffentlichkeit zugänglich ist, indem es die Existenz einer großen Zahl von Verkaufsstellen fördert.

Drei Dinge lese ich darin:

1) Geschützt werden soll also das Buch. Ist damit die (Verkaufs-) Form des längeren Textes gemeint, oder der Text selbst?

2) Ziel des Gesetzes ist ein breites Buchangebot. Also sollte sich der Gesetzgeber darüber freuen, dass Autoren nun 7 Mal so viel verdienen können wie bisher. Es wird nämlich sehr viel mehr Autoren geben als früher. Und weil die Einstiegshürde “Verlag” wegfällt, wird es auch sehr viel mehr verschiedene Ebooks geben.

3) Die Zugänglichkeit des Buchangebots soll gewährleistet werden. Früher dachte man dabei an die Zahl der Buchhandlungen. Ein jedes Kindle hat aber eine eingeaute Buchhandlung. In nur 10 Sekunden ist jedes verfügbare Buch darauf geladen. Von überall. Weltweit. Gratis.

Früher musste man zum Buch(händler) gehen, um es zu erwerben. Heute kommt das Buch zu einem nach Hause.

Mein Fazit:

Die Ziele des Preisbindungsgesetztes sind alle erfüllt – egal ob Bücher preisgebunden sind oder nicht. Ein mutiger Politiker würde darum die Buchpreisbindung ersatzlos abschaffen.

Wetten, dass unsere internetausdruckenden Offlinevolksvertreter das nicht kapieren?!

Radioaktive Tourismus-Werbung für den Schwarzwald

Im Jahr 1938 war Marie Curie bereits vier Jahre lang tot – gestorben an den Folgen der von ihr erforschten Radioaktivität. Doch der Zusammenhang zwischen Segen und Fluch dieser Entdeckungen blieb bis zum Abwurf der ersten Atombombe scheinbar weitgehend folgenlos.

So wurden 40er Jahren etliche Produkte mit der darin enthaltenen wundersamen Radioaktivität beworben. Neben leuchtenden Ziffernblättern von Armbanduhren gab es auch radioaktive Zahnpasta, diverse Hygieneartikel, radioaktive Schokolade und sehr viele andere radioaktive Produkte.

Besonders schön finde ich diesen 10-minütigen Werbefilm über den Schwarzwald aus dem Jahr 1938. Darin werden die radioaktiven Thermen in Baden-Baden wie selbstverständlich als besondere Attraktion beworben (bei 1:02):

Eine herrlich lesenswerte Geschichte der Entdeckung der Radioaktivität findet sich übrigens im eBook “Kettenreaktion” (das es auch auf toten Bäumen gibt).

Wenn Regeln ihre eigene Befolgung berücksichtigen

In Beziehung zu Zeit und Geschwindigkeit verhalten sich Deutschland und die Schweiz reziprok.

Und beide Länder werden 20 Jahre nach Kripke und über 50 Jahre nach Wittgenstein auf ihre jeweils eigene Weise der Behauptung gerecht, dass es keine nicht-semantische Fakten geben kann, welche die Bedeutung eines Wortes festlegen.

Wenn schon die Bedeutung eines Wortes nur sein Gebrauch in der Sprache ist, dann gilt das für Geschwindkeiten und Uhrzeiten allemal.

Doch der Reihe nach.

In jeder Kurve einer deutschen Straße, die am besten mit 100 km/h durchfahren werden sollte, ist die Geschwindigkeit auf maximal 80 km/h begrenzt.

Warum? Weil kein Deutscher es mit dem Tempolimit genau nimmt, denn bei bis zu 20 km/h Überschreitung passiert ja bekanntlich nichts. Somit braucht es ein Limit von 80, damit keiner schneller als 100 fährt. Irgendwie logisch.

Und so bestätigt jede deutsche Kurve erneut, dass man stets auch 20 km/h zu schnell noch sicher und bequem im die Ecke kommt.

(Die einzige mögliche Gefahr sind plötzlich auf- und ihre Bremse tretende Schweizer, die bei solchen Limits bekanntlich teuer und punktgenau konditioniert wurden.)

Was jedoch den Deutschen die Geschwindigkeiten, das sind den Schweizern die Uhrzeiten.

Wenn am Flughafen in Zürich um (genauer: ab) 08:40 in den Flieger eingestiegen werden soll, dann steht auf den Bordkarten sicherheitshalber schon mal 08:15 aufgedruckt.

So sieht das aus:

Auf meine naive hochdeutsche Frage, warum man nicht einfach die Uhrzeit aufdrucken könne, zu (genauer: ab) der man am Gate sein solle, wurde ich belehrt: es könnte ja vorkommen, dass der kurze Fußweg ein wenig länger dauere (übrigens ist schon das ein herrlicher Witz für jeden, der schonmal in Frankfurt ein- oder umgestiegen ist), und mit diesem aufgedruckten Sicherheispuffer wolle man sicherstellen, dass alle pünktlich am Gate ankämen.

Ich wünsche mir eine Welt, in der einfach nur das gesagt wird, was gemeint ist. Und ich bin auch bereit dafür meine beiden Jugendhelden Kripke und Wittgenstein zu verraten und all mein Kripkensteinerianertum gegen preakademische Naivität zu tauschen.

Regeln, denen ihre mangelhafte Befolgung bereits inhärent ist, sind für rekursiv denkende Menschen mit chronischer Zeitnot nämlich nicht geeignet.

Das weiß niemand besser als mein Reisemonster.