Scannen und Faxen mit dem iPhone

Gestern habe ich hier eine herrliche neue App für das iPhone kennen gelernt: Scanner Pro.

Die App kann alles, was man von einer Scan-App erwartet: mit der Kamera des iPhone ein Dokument fotografieren, es dann entzerren und als ein- oder mehrseitigen SW-, Graustufen oder Farbscan mit wählbaren Parametern speichern, drucken, versenden oder direkt in die eigene Dropbox oder zu Evernote hochladen.

Andere Apps wie JotNot können das auch, hier eine Übersicht der Funktionen.

Doch Scanner Pro hat eine Funktion, die darüber hinaus geht: ein so erstellter Scan kann anschließend direkt aus der App als Fax gesendet werden.

Dazu gibt man die Empfängernummer ein und Scan Pro nennt den Preis für das Fax. Im Fall eines einseitigen Faxes von Deutschland nach Deutschland sind das zB 79 Cent. Die Abrechnung erfolgt direkt über iTunes.

Es passiert mir immer wieder mal, dass jemand von mir eine unterschriebene Antwort per Fax erhalten möchte, und nun kann ich solche einfach versenden, ohne mir umständlich ein Faxgerät und einen Festnetzanschluss installieren zu müssen.

Süddeutsche verkauft Reisen

Wie fast jede Zeitung hat auch die Süddeutsche Zeitung einen Reiseteil. In diesem thematischen Schwerpunkt sammelt die Zeitung seit vielen Jahren ihre Reisereportagen, um damit vordergründig den Lesehunger ihrer Abonnenten zu stillen, und vor allem aber um dort Anzeigen in einem besonderen redaktionellen Umfeld zum Thema “Reisen” treffgenauer und damit teurer zu verkaufen.

Ein erprobtes und erfolgreiches Konzept. Zumindest auf Papier.

Auf Webseiten – und damit auch in den Online-Ausgaben der Zeitungen – lässt sich ein solches Zusammenführen von Inhalt und Anzeige noch viel genauer erreichen. Insbesondere seit der Erfindung von AdSense. Also seit 13 Jahren.

Kein Wunder hat sich diese Idee nun auch bei den deutschen Medien herumgesprochen. So hat die Süddeutsche Zeitung heute bekannt gegeben, dass sie zu jeder ihrer 272 Reiserubriken entpsprechende buchbare Angebote von Expedia bereit hält.

Schließlich verdienen die Kollegen von Burda via Holidaycheck mit diesem Prinzip über eine Million Euro Umsatz. Pro Tag.

Man darf also erwarten, dass die Reiseredaktion der Süddeutschen ab sofort alle neuen Artikel mit einem teils algorithmischen und teils handverlesenen Teil des Expedia-Angebots bereichern werden.

Es bleibt nur eine Frage: warum erst jetzt?

iPhone aus Backup wiederherstellen trotz vergessenem Passwort

Wenn man das iPhone aus dem Backup wiederherstellen möchte, das Backup durch ein Passwort geschützt ist und man sich an das Passwort nicht erinnert, dann hat man ein großes Problem.

Ein Workaround ist jedoch möglich, wenn alte Backups unverschlüsselt vorliegen. In meinem Fall hatte ich das Backup erst vor wenigen Wochen per Passwort verschlüsselt (als der “Bewegungsdaten-Skandal” am 26.4. durch die Medien ging).

Die Backups liegen in

Macintosh HD > Benutzer > USERNAME > Library > Application Support > MobileSync > Backup

und die dortigen Ordner lassen sich nach Datum sortierten. Nur sind leider die meisten davon überschrieben worden, und nur etwa alle vier Monate wird ein Backup nicht überschrieben. In meinem Fall war nur ein etliche Monate “zu” altes unverschlüssteltes Backup dort.

Ich konnte jedoch aus den Backups meiner Time Machine ein Backup von wenigen Tagen vor der von mir begonnenen Verschlüsselung restaurieren.

Es hat den Ordner des aktuellen Backups überschrieben. Das Wiederherstellen meines neuen iPhone aus diesem (altesten unverschlüsselten) Backup ging problemlos.

Weil ich diese Lösung nirgends finden konnte, schreibe ich sie in den Blog und hoffe, dass sie gefunden wird, falls nun jemand anderes danach sucht.

Bodensee-Webseite der IBT ist Schrott

Seit einigen Tagen ist die neue Webseite www.bodensee.eu der Internationalen Bodensee Tourismus GmbH (IBT) online, und ich hatte mich schon darauf gefreut die IBT endlich mal loben zu können.

Doch den Gefallen wollte man mir nicht tun.

Die vorige Webseite der IBT war unterirdisch schlecht, komplett unprofessionell und für den Bodensee als touristische Destination peinlich und richtig schädlich.

Leider ist die neue Webseite noch schlechter geworden. Das muss man erst mal schaffen. Jede aus zwei Schülern bestehende Agentur hätte es besser geschafft als die von der IBT wieder und wieder beauftragte Agentur BytesAtWork.

An der bisherigen Leistung von BytesAtWork kann es nicht gelegen haben, warum sie sich nach dem Geld für die schlechte alte Webseite nun auch noch das Geld für die schlechte neue Webseite in die Tasche stecken dürfen. Die wahren Gründe für die erneute Beauftragung derselben Agentur würde ich gerne mal erfahren…

Weil ich an der neuen Webseite schneller handwerkliche Fehler finde, als ich darüber tippen und sie screenshotten (hier: „screenschrotten“) kann, überlasse ich es den Kommentatoren die Fehler aufzulisten.

Also, auf meinem MacBook mit Firefox (alles up to date) sehe ich nichts als diese leere Webseite:

Volle Flaute also nicht nur im Bild, sondern auch im Browser.

Und wenn ich – wie der typische Tourist vor Ort – mit dem iPad versuche die Seite anzuschauen, dann werde ich durch etliche Screens zu Installationen aufgefordert, die am Ende nicht klappen (können) und nichts als einen frustierten Gast zurück lassen würden:

Der erste Screen weist mich darauf hin, dass ich Microsoft Silverlight installieren muss. Ein Programm installieren, nur um die Webseite anzuschauen? Na gut, versuchen wir es…

Nun werden mir 3 Schritte angeboten bis zum virtuellen Bodensee.

Doch schon im ersten Schritt steht die Warnung „Dieser Datentyp kann eventuell auf dem Computer Schaden anrichten“.

Und im zweiten Schritt steht „Führen Sie diese Software nicht aus“.

Wie also soll ich Silverlight nun installieren? Abgesehen davon weiß ich natürlich, dass das auf dem iPad gar nicht funktionieren kann.

Im nächsten Moment werde ich zu microsoft.com weitergeleitet. Plötzlich spricht man nur noch Englisch.

„Silverlight may not be supportet on your computer’s hardware“. Aha…

Wenigstens gibt es im nächsten Screen etwas mehr zu lesen.

„Make sure you are running a Silverlight-compatible Windows operating system“… hahaha!

Liebe IBT, ich kenne KEINE Destination, die es wagen würde einen solchen Schrott ins Web zu stellen .

Liebe Gesellschafter der IBT, ihr wisst, was ihr zu tun habt. Tut es endlich! Um den Tourismus am Bodensee vor der IBT zu schützen.

Und jetzt eröffne ich das Rennen um die Fehlersuche auf der IBT Webseite. Wer hat noch nicht? Wer will noch mal? Es gibt genug Fehler für jeden…

PS: Über die alte Webseite der IBT habe ich auch schon mal was geschrieben

PPS: Update am 4. Mai:
• Die Firma Bytesatwork hieß früher asp4THOMAS
• Geschäftsführender Gesellschafter der asp4THOMAS war Detlef Humbert
• Die Geschäftsführerin der IBT hieß früher Daniela Pahl
• Die Geschäftsführerin der IBT heißt nun Daniela Pahl-Humbert

Ein Schelm wer Böses dabei denkt?

Update am 6.5.: Der Südkurier hat das Thema heute aufgegriffen, und in den Kommentaren werden die verwandtschaftlichen Verhältnisse der Geschäftsführerin kritisch erwähnt.