Die besten 8 Apps für Unternehmer

Evernote

Evernote ist mein digitales Notizbuch.

Hier schmeiße ich alles rein, was mir in den Sinn kommt und ich nicht vergessen möchte.

Die meisten meiner Notizen sind offline gespeichert, dh mir ist es egal, wie groß die Daten sind, weil ich sie nicht im iPhone parat habe, sondern nur bei Bedarf abrufe. Darum speichere ich hier auch Fotos ab.

Außerdem synchronisiert sich mein Evernote-Konto automatisch mit meinem iPad und meinem MacBook, dh es ist ganz egal, wo ich die Notizen eingebe oder abrufe – sie sind immer alle da, wo ich gerade bin.

Die Notizen habe ich in verschiedene Notizbücher gruppiert:

Eines davon heißt Rezepte, und hier sind nicht nur meine Lieblingsrezepte abrufbar gespeichert, sondern hier kommen auch alle Rezepte rein, die ich irgendwo finde und mir merken möchte. Meistens mache ich einfach ein Foto von der Buchseite. Wenn ich also im Supermarkt stehe und Lust auf eines meiner Lieblingsgerichte habe, dann kann ich jederzeit nachschauen, welche Zutaten ich brauche.

Ein anderes Notizbuch heißt Ausrisse. Hier sind sehr Artikel aus Zeitungen und Zeitschriften drin, die ich (meist morgens im Café) gelesen habe und aufheben möchte, oder die ich jemandem weiterleite. Evernote kann zwar auch Texterkennung, aber ich „scanne“ die Artikel mit CamScanner+ und lade sie von dort aus direkt zu Evernote hoch.

Es gibt Notizbücher für jede meiner Firmen und jedes meiner Projekte.

Ein anderes heißt Gedichte, und darin sind meine 50+ Lieblingsgedichte, die ich noch nicht auswendig rezitieren kann. Wann immer ich (nicht die erste) Flasche Wein mit Freunden trinke, wird zum Beispiel reflexartig und mit ernster Mine der Weinreinbringer rezitiert.

Außerdem stehen unter Kaufen lauter Dinge (oder Fotos davon), die ich irgendwann (oder bald wieder) kaufen will. Also ein Wein, der mir besonders gut geschmeckt hat, oder ein Foto von einer Test-Zeitschrift, in der die leckersten Erdbeer-Joghurts getestet wurden, usw.

In einem weiteren Notizbuch sind die Fotos aller Seiten meines Moleskins (also dem Notizbuch aus Papier), so dass ich alle alten Mitschriften abrufbar habe. Außerdem ist dies ein gutes Backup für den Fall, dass ich das Moleskin mal verlieren sollte.

Ursprünglich hatte ich in Evernote jede einzelne Reise als eine Notiz angelegt, die sich im Notizbuch Reisekostenabrechnung befanden. Ich wollte jeden Beleg fotografieren oder hier anheften, so dass ich den Überblick meiner etwa 100 Reisen pro Jahr behalte. Doch hierzu fehlte mir letztlich das Durchhaltevermögen.

Ein anderes Notizbuch „teile“ ich mit jemandem, dh alles was ich dort ablege, wird bei der anderen Person automatisch sichtbar. Solche Notizbücher heißen bei mir „Peter-und-Anderername“. Ein tolles Tool, wenn man Reisen miteinander plant, wenn man Firmen miteinander gründet und natürlich in einer Beziehung.

Wie nutzt ihr Evernote? Ich freue mich, wenn ihr eure Erfahrungen in die Kommentare schreibt!

Dropbox

Die Dropbox ist mein liebster Speicherplatz in der Wolke.

Hier liegen die Daten ganzer Firmen von mir. Also Ordnerstrukturen so, wie sie in den 90er-Jahren auf dem Firmenserver gelegen wären. Verschiedene Mitarbeiter haben Zugriff auf verschiedene dieser Ordner.

Der Zugriff erfolgt im Browser, mit einer App oder am MacBook direkt im Finder.

Auf dem MacBook synchronisieren sich die Ordner automatisch, dh alles, was irgendein Mitarbeiter dort speichert, habe ich automatisch offline am Rechner.

Auf dem iPhone ist das meiste nur online sichtbar, doch es ist ein wunderbares Gefühl, wenn ich nur das iPhone in der Tasche habe, und dennoch Zugriff auf alle alle Daten der ganzen Firma habe.

Was Dropbox mit für eine kleine Jahresgebühr bietet, hätte vor 10 Jahren viele Tausend Euro und das Know-How eines Systemadministrators gebraucht. Es gibt auch eine kostenlose Version mit weniger Speicherplatz.

Und: verschiedene andere Apps (zB 1Password und hoffentlich bald auch iOutbank) legen in meiner Dropbox verschlüsselte Daten ab und ermöglichen so eine sichere Synchronisation über die Wolke.

iOutbank Pro

Mit OutBank habe ich meine Finanzen unter Kontrolle. Zeitnah und vollständig.

Hier sehe und speichere ich alle meine Bank-Konten, alle Konten aller meiner Firmen, die Abrechnungen aller meiner Kreditkarten und sogar meine Depots und die (wichtigen) Bar-Ausgaben meines Portemonnaies.

Mit einem Knopfdruck kann ich also die Kontobewegungen tagesaktuell abrufen. Von allen Konten bei allen Banken.

Außerdem speichere ich mir so die Kontobewegungen, auch wenn sie mehr als 180 Tage her sind (das erlauben meine Banken online leider nicht).

Ich trenne meine privaten und geschäftlichen Vermögen damit, dass ich nur die privaten summiere. Das erlaubt mir einen tagesaktuellen Blick auf mein Gesamtvermögen, inklusive Immobilien und Edelmetalle. Die technischen Details hierzu werde ich gesondert beschreiben, wenn das jemanden interessiert.

Alle meine privaten Ausgaben (also Bewegungen auf Konten und Kreditkarten, in Depots und im Portemonnaie) kategorisiere ich. So kann ich zB am Jahresende genau sehen, wie groß meine Ausgaben in welchem Bereich sind. Auch das beschreibe ich bei Interesse gerne gesondert im Detail.

Wenn ich Überweisungen tätige, dann mache ich das auch mit iOutbank, denn es funktioniert schneller und einfacher als im umständlichen Onlinebanking. Die nötigen TANs bekomme ich als Sms auf mein Handy, dh ich bin komplett mobil.

Outbank gibt es auch fürs iPad und für das MacBook. Im Moment ist die Synchronisation zwischen diesen Darstellungen noch etwas umständlich (darum nutze ich es nur auf dem iPhone), aber die Entwickler haben versprochen, dass eine Synchronisierung über die Cloud bald kommen wird.

Cortal Consors

Mit Cortal Consors habe ich immer und von überall Zugriff auf meine Aktien. Oftmals kaufe und verkaufe ich auch direkt mit der App.

Für einen professionellen Trader taugen solche Tools bestimmt nicht. Aber mir reichen sie, denn ich habe nur zwei Depots: Aktien von Firmen, von denen ich ähnlich langfristige Sicherheit verspreche wie zum Beispiel von Gold. Und vor allem Aktien, durch deren Wertzuwächse ich viel höhere Renditen erhalte als wenn ich mein Geld bei einer Bank verzinsen würde.

Im Aktienhandel habe ich erst ein knappes Jahr Erfahrung, doch diese ist durchweg gut (und ich finde es spannend). Mittlerweile handle ich mehr als nur Spielgeld, und aus den anfänglichen Übungen ist eine bislang sehr gute Geldanlage geworden.

Die Depots von Cortal Consors werden wiederum in iOutbank abgebildet, dh ich sehe auf beide Seiten meine aktuellen Depots.

Zur Traden ist ein kleiner Tan-Generator nötig, der die ultimative Mobilität ein wenig einschränkt (auch wenn er sehr klein und flach ist), aber dafür erhöht sich die Sicherheit.

1Password

Alle meine Passwörter. Sicher, übersichtlich und immer griffbereit.

Die Vorteile von 1Password nutze ich am iPhone eher selten, aber es ist ein großes Maß an Freiheit und Sicherheit, dass ich immer alle Daten sicher darin bei mir trage.

Gefüttert habe ich 1Password vor allem am Macbook, wo es eine gleichnamige Software gibt, die sich mit der App synchronisiert (verschlüsselt über die Dropbox), und wo ich auch eine zugehörige Erweiterung in meinem Browser Chrome habe.

Wann immer ich in Crome ein Passwort eingebe, werde ich von der Erweiterung gefragt, ob ich sie in 1Password speichern möchte. Auf diese Weise sind von ganz alleine alle meine Passwörter dort gelandet (und nein, ich habe KEIN gleichlautendes Passwort für verschiedene Dienste).

Sollte ich ein Passwort am MacBook nicht wissen, so genügt ein Klick (und die Eingabe des Master-Passwortes von 1Password), um alle Felder sofort auszufüllen.

Auf dem iPhone geht das nicht ganz so schnell, aber Dank Multitasking kann ich auch dort das Passwort nachschlagen und in die anderen Apps oder in den Browser kopieren.

In 1Password habe ich außerdem alle meine Lizenzschlüssel meiner gekauften Software (sukzessive gesammelt), sowie die Daten meiner Konten und Kreditkarten.

Also eine Menge sensibler und wichtiger Daten. Also ein Single Point of Failure. Darum ist mein Passwort von 1Password auch wirklich sicher gewählt ;)

WordPress

Zugriff auf alle meine Webseiten von unterwegs.

Ich liebe WordPress, das kostenlose und gute CMS, mit dem ich etliche meiner Webseiten aufgebaut habe.

Mit dieser einen App habe ich schnellen Zugriff auf alle diese Webseiten. Ich kann Kommentare moderieren, Artikel korrigieren und ergänzen und sogar komplett mobil bloggen.

Letzteres ist freilich etwas weniger komfortabel der gesetzte Standard von Facebook, aber es funktioniert dennoch. Ein Beispiel dafür ist mein privates Food-Blogging „Gegessen“, das ich mobil schreibe, um mich an die leckersten Gerichte zu erinnern.

CamScanner+

Der mobile Scanner mit Texterkennung. Und mein Faxgerät für den Notfall.

Meine Tage beginnen in der Regel mit einem Espresso Macchiato in einem meiner Lieblingscafés und der Lektüre der Tageszeitung.

Nein, mich interessieren dabei nicht die News von gestern, sondern nur die Hintergrundberichte ;)

Fast jeden Tage finde ich dabei Berichte, die ich mir entweder gerne aufheben oder die ich an Freunde weiterleiten möchte.

Dafür nutze ich CamScanner, meinen mobilen Scanner.

Ich fotografiere die Artikel, entzerre und texterkenne sie, speichere sie dann mit dieser App direkt als PDF zu Evernote oder maile sie an Freunde.

Und wenn ich tatsächlich mal ein Fax versenden muss, dann scanne ich auf diese Weise das Papier und versende das PDF mit einem In-App-Kauf für 79 Cent pro Seite von meinem iPhone als Fax.

Reeder

Meine News-Zentrale, hat Google-Reader abgelöst.

Das, was früher Tageszeitungen waren, ist für mich meine Liste von RSS-fähigen Webseiten. Das sind etwa 200 News-Seiten (bzw. bestimmte Ressorts darin), interessante Blogs und eine gut kategorisierte Sammlung von Webseiten, die mich interessieren.

Im Reeder schaue ich täglich mit einem Klick, was in diesen 200+ Seiten für neue Artikel erschienen sind.

Das ist meine wichtigste Informationsquelle.

Diese Summe der Feeds liegen originär in meinem Account vom Google-Reader, doch ich lese und verwalte sie nur noch im Reeder. Manchmal am iPhone, aber viel lieber am größeren und lesefreundlicheren iPad und vor allem an meinem MacBook.

Alle drei synchronisieren sich über den Google-Reader.

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So, das sind meine 8 wichtigsten Apps für den Job als Unternehmer. Ich bin sicher, dass schon bald neue Apps ähnlich wichtig werden für meinen Alltag.

Darum freue ich mich über jeden eurer Kommentare und auch auf Hinweise darauf, was ihr für Apps im Gebrauch habt und empfehlen könnt.

Danke also für eure Kommentare!

About Peter Eich

Mathematiker und Philosoph eigentlich, Seriengründer und Investor tatsächlich. Gründer von Inselhüpfen, Radweg-Reisen, Bikemap, Toursprung, Tourbook, Bodensee-Verlag, und Cyclesummit. Außerdem Referent, Immobilien-Investor, Pilot, NLP-Coach und Barista. Und meistens unterwegs.

19 comments

  1. Lars Jankowfsky

    Spannend, danke! Ich denke ich werde mir da ein paar Sachen überlegen. Anfügen möchte ich noch das ich Byline statt Reeder nutze und was ich da gut finde ist das die Artikel alle offline gespeichert werden.

    • Hi Lars, Byline werde ich mal ausprobieren. Funktioniert das auch (=markiert das auch als gelesen) übergreifend zwischen iOS und OS?

  2. Hast Du noch ein zweites Handy für den Empfang der Bank SMS. Müsstest Du theoretisch aus Sicherheitsgründen.

    • Nur theoretisch. Praktisch funktioniert es dennoch. Allerdings könnte die App ja auch auf dem iPad mit der Twin-Card laufen.

      Die Banken sagen oft, dass es nicht funktioniert, meinen aber nur, dass sie es nicht empfehlen. Ich habe mehrfach selbst festgestellt, dass es dennoch geht und die Leute bei der Bank (zB der IT-Beauftragte meiner Bank) es einfach nicht wussten.

      Jener IT-Beauftragte nutzt unterdessen übrigens privat selbst iOutbank ;)

  3. Auch die sagen sogar, dass es nicht funktioniert? Daran hatte ich gar nicht gezweifelt. Es bietet nur (theoretisch) eine Angriffsmöglichkeit: Trojaner fängt SMS ab und ändert im Hintergrund die Überweisung.

    Ergänzung zu den Apps: Bei mir Toodledo für Todo (und Notizen – aber da Evernote sicher besser) und gehostetes Zimbra als Alternative zum Outlook Server (nur für Adressen und Termine).

    • Ja, diese Möglichkeit besteht theoretisch. Wer das vermeiden will, muss zB Outbank mit dem iPad bedienen und am iPhone die mTAN empfangen.

  4. Hi Peter,
    nette Zusammenfassung.
    Für das Banking kann ich ‚finanzblick‘ empfehlen.
    Wirklich sehr schön gemachte App, die mit ziemlicher jeder Bank funktioniert. iOutBank geht z.B. mit der commerzbank nicht.

    Grüße
    Benjamin

  5. Hallo Peter,

    schöne Auflistung mit wirklich guten Programmen.
    Setzt Du irgendwas im Bereich Business Intelligence ein?

    Viele Grüße
    Carsten

    • Hallo Carsten, nachdem ich eben heimlich auf Wikipedia nachgeschaut habe, was Business Intelligence ist, muss ich dir gestehen: nein. Sowas mache ich manchmal mit dem Kopf und meisten mit dem Bauch. LG Peter

  6. Hallo Peter,

    dann machen wir das bisher beide mit dem gleichen „Tool“.
    Wobei mein Bauch deutlich größer ist. ;-)

    Viele Grüße
    Carsten

  7. Fehlt da nicht noch Kayak (die iPad app ist echt schick), um dem Reisemonster Einhalt zu gebieten?

    • Für diesen Hinweis wird Lars dir einen ausgeben, wenn du wieder zurück in München bist. Oder Lars?
      Was das Reisemonster betrifft, bin ich mir nicht ganz sicher, ob ich im wirklich so genau alle meine Pläne verraten will. Am Ende hackt es Kayak, und ich bin komplett geliefert…

  8. Hi Peter, für mich gehört spool zu einer der wichtigsten Apps. Spool speichert Artikel zum späteren lesen, auch offline. Toll ist die Sharing-Funktion und die chrome Erweiterung.
    Pulse News nutze ich als Reader.
    Lg, Aurel

  9. Stimmt! Es gibt ja zum Glück alternativen. Nutzt du eine App um auf deine delicious Lesezeichen zugreifen zu können. Wenn ja, welche?

  10. Markus Schildhauer

    Als Reader benutze ich GoogleReader Plus. Den kann man mit seinem Googlekonto abgleichen und auf mehreren Geräten gleichzeitig laufen lassen. Ist auch für Podcasts und Blogs und Suchbegriffe. Probiers mal aus
    Ebenso ist noch wichtig: Wikipedia Offline. Damit kann man Weltweit ohne zusätzliche Gebühren Wikipedia lesen. Sehr praktisch.

  11. Wäre super interessant wenn du wie zu den Immobilien evt auch dein Wissen / deine Herangehensweise zu Aktien mal erläutern würdest.

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