Backup vom Moleskin mit iPhone und Evernote

Als digitaler Nomade reise ich nie ohne diese Grundausstattung:

  1. MacBook Pro
  2. iPhone
  3. Moleskin (also dieses ledergebundene schwarze Notizbuch)

Alle Daten aus MacBook und iPhone sind gut gegen Verlust gesichert, also an Orten gesichert, die von meinem Aufenthaltsort verschieden sind.

(Genauer: Für das MacBook verwende ich zwei TimeMachines an verschiedenen Orten, auf die ich jeweils bei dortiger Anwesenheit sichere. Damit bin ich erstens gegen Doppelverlust aus Fehlbedienung geschützt und zweitens gegen Diebstahl und Brand, bei dem u.U. das MacBook plus die Sicherungskopie verloren gehen könnte.)

Einzig mein analoges Notizbuch hatte früher kein Backup. In diesem Artikel beschreibe ich, wie ich mein Moleskin gegen Verlust schütze.

Dazu verwende ich am iPhone die App CamScanner+, mit der ich aus jeder neuen Notiz (meistens ein bis dreiseitige Mitschriften von Gesprächen) ein PDF erstelle, das ich dann aus der App heraus zu Evernote in ein Notizbuch „Moleskin“ hoch lade.

Gleich nach jedem Termin und jeder neuen Notiz in meinem Moleskin erstelle ich mir davon die digitale Kopie.

1. Neues Dokument in CamScanner+ erstellen und Foto davon machen:

   

Jede Seite einzeln abfotografieren:

Den Ausschnitt bestimmen (die Auto-Funktion ist dann sehr gut, wenn man das Foto so macht, dass es über den Rand des Notizbuchs hinaus geht) und scannen (beide Mal rechts unten auf den Haken klicken):

  

Diesen Vorgang für jede Seite wiederholen. Die einzelnen Seiten werden dann untereinander gespeichert:

  

Die App unterscheidet Namen von Fotos und Namen der Datei. Im Foto oben mit dem gelben „+“ am Rand habe ich den Namen des Fotos leer gelassen. Die Fotos werden in den beiden Fotos direkt über diesem Absatz dann automatisch mit 01, 02… nummeriert.

Die Datei selbst hingegen benenne ich um. Dazu klicke ich auf „Neue Datei“ im Foto über diesem Absatz und gebe dem Ding den Namen der Notiz mit vorangestelltem Datum (lexikografisch sortierbar, also jjmmdd).

  

Ich klicke nun auf „PDF“ und wandle die Grafiken in ein PDF um, das ich dann hoch lade, und zwar in meinen verknüpften Evernote-Account.

  

In Evernote habe ich diverse Notizbücher angelegt, eines davon heißt „Moleskin“, und zusammen mit den wichtigen Stickworten lade ich es dort hoch:

Und nun habe ich die Notiz sicher bei Evernote gespeichert und kann via Browser, MacBook, iPhone und iPad von überall darauf zugreifen:

About Peter Eich

Mathematiker und Philosoph eigentlich, Seriengründer und Investor tatsächlich. Gründer von Inselhüpfen, Radweg-Reisen, Bikemap, Toursprung, Tourbook, Bodensee-Verlag, und Cyclesummit. Außerdem Referent, Immobilien-Investor, Pilot, NLP-Coach und Barista. Und meistens unterwegs.

10 comments

  1. Hey! Mach ich auch, aber welche App öffnet mein Moleskin und scannt es ein und benennt die scans?

  2. Das Öffnen macht die i-Do-It-Myself App, und alles andere (Scan via Foto und Speichern als PDF) macht CamScanner+. Mir ist, als würde letzteres im Blogpost stehen…

  3. Der Inkling von Wacom soll auch gut sein.

    Hier ist der Link zum Produkt:

    http://www.wacom.eu/index2.asp?pid=9226&lang=de

  4. wäre das hier nichts für dich? http://www.livescribe.com/de/smartpen/echo/

    gibts auch kompatible moleskines dafür btw. habe ich schon mal in anwendung gesehen, sehr eindrucksvoll

  5. Mit einem Epson Printer/Scanner geht das auch gut – es gibt eine App für iphone/ipad mit der man direkt scannt und kann dann zu Google Docs / Evernote / usw. hochladen.

  6. @Martin:
    Den Echo habe ich auch, nur zu empfehlen für alle, die viel mit der Hand schreiben und dennoch alles in Evernote verfügbar haben möchten. Mein größtes Problem ist nur, dass das jeweilige Sortieren in Evernote dann doch wieder etwas länger dauert. Und die kleinen Notizbücher von Livescribe sind auch nicht all zu günstig… – von der Qualität aber auf jeden Fall besser als abfotografierte Bilder.

  7. Ich habe ein ähnliches „Gundsetup“ – allerdings tippe ich meine Notizen Abends kurz ab (in ein Wiki) dadurch habe ich den Vorteil der Volltextsuche und ich reflektiere nochmal die Gesprächsnotizen.

  8. vielen Dank
    Habe mir angewöhnt es genau so zu machen. Bin da noch anachronistisch und Protokolliere Gespräche am liebsten per Hand, mit Fuller(!). Als Notizbuch bevorzuge ich Leuchtturn 1917 wegen der besseren Papierqualität und Tintenfestigkeit.
    Und die Möglichkeiten von Camscanner sind einfach besser als die integrierte Kamera in Evernote.

    • Hi Sugardoc. Lustig. :-) Mach ich ganz genauso!!! Füller und Notizbuch von Leuchtturm, auch wegen der gepunkteten Lineatur. LG

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