Seriengründer

Die Wichtigkeit der Reißleine

Fliegen bei schönem Wetter macht nicht nur Spaß, sondern ist eigentlich auch ganz einfach.

Ein großer Teil der Ausbildung eines Piloten besteht aber nicht nur darin Gefahren zu vermeiden, sondern vor allem lernt man ihnen im Fall der Fälle auch sicher zu entkommen.

Man lernt also die Situation zu beherrschen, die zu vermeiden man erst recht lernt. Und wenn man beides gut kann, dann übt und tut man dauernd das eine, das andere jedoch nie. Was auch irgendwie gefährlich ist.

Ähnlich ist es beim Unternehmensgründen. Man tut alles, um das Start-Up zum Fliegen zu bekommen, und wenn man gut ist, dann klappt das auch. Wieder und wieder.

Und dabei verlernt man leicht den Umgang mit der Reißleine.

Wenn ich sie dann trotzdem plötzlich ziehen will, so brauche ich schon mal diese lange Vorrede, um mir den Misserfolg so gut und nützlich zu reden, wie er ist.

Mein Traum von Everybike

Kurzum: vor einem halben Jahr begann ich einen lang gehegten Traum umzusetzen. Mit Everybike wollte ich eine Marke schaffen, die für die schönsten Radreisen der Welt steht. Also ein oder zwei Dutzend exotischer Traumreisen zusammenfassen, die man mit dem Rad erleben kann.

Meine Idee war, dass ich meinen Namen als Radreise-Experte damit in Verbindung bringe, und dann mit der durchaus angenehmen Tatsache für diese Reisen werbe, dass ich sie persönlich erlebt habe und miterleben werde.

Ich wollte also jedes Jahr drei neue tolle und exotische Reisen ins Programm aufnehmen, die Spezialisten vor Ort für mich organisieren. Alles geführte Gruppenreisen mit dem Bike. Und beim ersten Termin bin ich jeweils selbst dabei, fotografiere und dokumentiere die Reise, um sie anschließend persönlich und erfrischend subjektiv online zu beschreiben und bewerben. Aus erster Hand, und dennoch nicht vom Veranstalter selbst.

Eine runde Sache, mit der niemand reich wird (weil keine skalierbare Geschäftsidee), die sich aber mehr als selbst trägt, und bei der ich mein Know-How mit meinem Wunsch kombinieren kann, selbst wieder mehr mit dem Rad und der Kamera zu erleben. Dachte ich zumindest.

Innere Bilder als Motivation

Wie das so ist beim Unternehmensgründen, sah ich blühende Landschaften vor meinem inneren Auge – und nicht die Feldarbeit. Also ein funktionierendens und verlockendes Fernziel, aus dem ich normalerweise sehr leicht die Motivation für jeden einzelnen Zwischenschritt herauspressen kann, wie süßen Saft aus einer reifen Orange. Ich sehe das Ziel, und dann muss ich nur noch ein paar Monate oder Jahre lang schuften, um dahin zu gelangen. Eine Kleinigkeit, während derer ich in Gedanken bereits die ganze Zeit durch die reifen Gärten spaziere und mich über die Ernte freue. Normalerweise.

Doch einerseit bemerkte ich an mir eine faktische Abneigung dagegen, die vielen Details zu klären. Ich wollte und wollte die Dinge einfach nicht erledigen. Keine großen Sachen, sondern ein Telefonat hier, ein Email dort, eine Einweisung von Mitarbeitern, oder einfach nur ein Buchungsformular auf der Webseite.

Ich sah also die prallen Gärten, wollte mir aber partout keine Gummistiefel zur Sat anziehen.

Ich schob das alles Woche um Woche vor mir her – und verlor den Spaß daran. Ich hatte ein Motivationsproblem. Eine auf den ersten Blick ganz neue Erfahrung für mich.

Selbst ein (schon länger geplantes) NLP-Seminar wollte meiner Motivation in dieser Sache nicht auf die Sprünge helfen. Meine Bilder waren bereits paradiesisch auf allen inneren Kanälen. Mehr Bunt und mehr Groß ging gar nicht, und meine eigenen Methoden sind längst erprobt und taugen locker als Muster für jedes Coaching. Eigentlich.

Die richtigen Farben für das falsche Motiv

Mein Ziel war also definiert, und der Weg zum Ziel ist für mich kein grundsätzliches Problem. Hier lag also etwas anderes falsch.

Es waren nicht die Eigenschaften meiner inneren Bilder. Es war kein Motivationsproblem, wie ich zu den Bildern gelangen könnte.

Sondern die Bilder hatten das falsche Motiv!

Ich plante nämlich Reisen mit Everybike nach Südafrika, nach China und in die Rocky Mountains, und nebenbei wurde dafür gerade mein maßgeschneidertes Weltreiserad gebaut. So weit, so gut.

Doch wenn ich mir dieses Rad vorstelle, dann sehe ich mich damit:

  • Durch Island radeln – und nicht auf den Reisen von Everybike.
  • Alleine – und nicht in einer Gruppe von Everybike.
  • Mit dem Zelt – und nicht in Hotels einer Pauschalreise.

Ich will Reisen wieder selbst erleben und keine Reisen mehr veranstalten.

Es waren gute Gespräche mit Freunden und Mitarbeitern (danke dafür!), die mich auf das richtige Gleis gebracht haben.

Du machst nun genau das, was du an Rundays nicht haben wolltest – sagte die eine. Du brauchst keine Reisen verkaufen um sie zu erleben – sagte der andere. Du willst Freiheit erleben und gehst lauter neue Verpflichtungen ein – sagte ein weiterer.

Ich hatte mir das falsche Bild gemalt.

Darum habe ich gestern die Reißleine gezogen und das Projekt Everybike gestoppt.

Fishing for Cyclists

Zwischen Dänemark und Schweden liegt der Oeresund, eine schöne Region, die durch die neue Brücke zwischen Kopenhagen und Malmö weiter zusammenwächst. In dieser Region sollen fahrradtouristische Produkte entstehen, und als Gründer von Deutschlands größtem Veranstalter von Fahrradreisen (Radweg-Reisen) habe ich dort am 25. Januar 2012 auf einer Konferenz in Roskilde darüber gesprochen, wie wir Fahrradreisen erfolgreich vermarkten.

Meine Slides sind nicht selbsterklärend, aber ich stelle sie dennoch online.

Der Kern meines Vortrags waren drei Dinge:

1. Was ist das touristische Produkt einer Fahrradreise?

Für den Veranstalter sind es auf den ersten Blick die zu organisierenden Bestandteile (Hotels, Gepäcktransport, Wegbeschreibung etc.). Der Gast jedoch kauft jedoch ganz andere Dinge wie Landschaftserlebnis, körperliche Bewegung, Zeit mit Familie und Freunden, Stolz darauf die Tour geschafft zu haben, sorgenfreies Radeln – also Aspekte, die im touristischen Produkt nur indirekt enthalten sind. Vielleicht kann man sogar soweit gehen zu sagen, dass der Gast etwas kauft, was im Produkt (und im gesamten Angebot des Veranstalters) nicht enthalten ist: nämlich all die Touren, die es nicht in den Katalog geschafft haben – also ein indirektes Qualitätsversprechen.

Doch Radreisen werden nicht nur an Gäste verkauft, sondern auch an andere (kooperiernde und konkurrierende) Veranstalter. Ihnen erfüllt man gänzlich andere Bedürfnisse. Sie kaufen Profit, erweiterte Zielmärkte, Loyalität, Zahlungssicherheit etc.

Zugleich macht ein Veranstalter Geschäfte mit den wichtigsten Leistungsträgern, und zwar den Hotels. Sie wollen garantierte und vor allem gleichmäßige Auslastung, prompte Bezahlung, automatische Gutschriften statt eigener buchhalterischer Arbeit etc.

Für jede dieser Zielgruppe sind andere Aspekte entscheidend für zufriedene Geschäftspartner.

2. Welche Strategie ist langfristig erfolgreich?

Ich erzähle von Veranstaltern, die ihren eigenen Gästen soweit misstrauen, dass sie zB die Reiseunterlagen erst dann verschicken, wenn die Stornokosten so hoch sind, dass niemand die Reise absagt, nur um an die Unterlagen zu gelangen. Solche Veranstalter gibt es tatsächlich.

Unsere Strategie ist komplett umgekehrt. Wir versuchen den Besuchern unserer Webseiten dabei zu helfen, dass sie nicht unsere Kunden werden müssen, also ihre Radreise komplett ohne uns organisieren können, wenn sie dies wollen. Das schafft nicht nur Vertrauen, sondern auch Traffic.

3. Flexibel bei der Suche nach dem Produkt bleiben

Wir hatten Portale zu den 40 wichtigsten deutschen Radwegen aufgebaut, um dort mit interessierte Radlern in Kontakt zu treten. Die Strategie ging voll auf, stieß aber bei Radweg Nr. 41 an den Long Tail (der 2/3 aller Radtouristen umfasst). Ich konzipierte Bikemap als Möglichkeit, um die nächsten 1000 Radwege user-generiert zu erfassen.

Bikemap war binnen kurzer Zeit so erfolgreich, dass daraus ein eigenes Start-Up wurde, ich es vom Werkzeug zum Produkt umwandelte.

Für Bikemap entwickelten wir technische Lösungen, um Tausende Routen auf einer Google-Map abzubilden. Und wir bekamen immer häufiger Anfragen von Agenturen und Verlagen, ob wir dieses Know-How verkaufen wollten. Doch wir wollten keine Agentur werden (die Stunden verkauft statt Produkte).

Als die Anfragen immer häufiger wurden, beschlossen wir dieses Know-How in ein eigenes Produkt zu packen, das Maptoolkit.

Heute ist das Maptoolkit unsere Haupteinnahmequelle – und die Flexibilität im Blick auf die eigene Kompetenz hat uns einen spannenden Weg gehen lassen.

Soviel zu meiner knappen Zusammenfassung des Vortrags. Hier nun die Slides.

Interview als Seriengründer

Die Zahl der Fragebögen, die mich zum Thema “Seriengründer” erreichen, steigt schneller als ich Firmen gründen kann. Da muss man aufpassen, dass man vor lauter Reflexion des Gründens das Gründen selbst nicht vergisst. Darum schicke ich auch meist ein “Sorry, keine Zeit, muss gründen” als Absage.

Doch heute hatte ich Lust auf das Interview, und hier sind ein paar meiner Antworten auf die Fragen im Rahmen einer Bachelor-Thesis zum Thema “Serial Entrepreneurship”:

Interview als Seriengründer

Wie viele Unternehmen haben Sie bereits gegründet?

Sechs Firmen sowie vier firmenähnliche Projekte, die allerdings in vorhandenen Firmen laufen.

An wie vielen Unternehmen sind Sie außerdem beteiligt und in welcher Form (Business Angel, Investor, weitere)?

Keine. Meine Stärke liegt darin Dinge selbst anzustoßen. Ich habe kein Indiz dafür, dass ich als Investor gut sein könnte, nur weil ich selbst erfolgreich ein paar Firmen aufgebaut habe.

In wie vielen Unternehmen sind Sie im operativen Geschäft tätig? Was ist Ihre Hauptaufgabe?

Ab Gründung war ich das in jeder, momentan nur noch in einer. In den anderen habe ich die Geschäftsführung nach der Start-Up-Phase abgegeben.

War es von Beginn an Ihr Ziel, die Unternehmen mit einer Exit Strategie aufzubauen?

Nein, gegründet habe ich immer mit dem Ziel die Firma (das Projekt, die Idee) zum Laufen zu bekommen. Sozusagen aus Projektästhetik mit betriebswirtschaftlichem Nebennutzen. „Da muss man doch“ und „da könnte man“ waren immer die ersten Gedanken. Also Marktlücken, die nach Schließung schrien. Der Verkauf kam bislang immer zustande, weil ein Käufer auf mich zukam.

Unterdessen arbeite ich jedoch bei bestehenden und profitabel laufenden Firmen durchaus daran, sie verkaufbar zu machen, dh schon vor konkreten Kaufabsichten die Firma so aufzustellen, dass sie für einen potentiellen Käufer leichter zu durchschauen ist. Also an Entflechtungen, klaren Positionierungen und auch Unabhängigkeiten von meinen anderen Projekten.

Wie haben Sie Ihre Unternehmen finanziert? Über Investoren, private Geldgeber, Bankkredite, eigene Finanzierung, sonstige?

Die allererste durch einen spontan angebotenen Kleinkredit des Steuerberaters, den ich eigentlich nur gebeten hatte, meinen Businessplan Korrektur zu lesen. Eine weitere Firma durch einen Risikokapitalgeber (der bis heute Gesellschafter ist), und alle andere mit eigenem Geld. Alle meine Firmen sind frei von Fremdkrediten, dh ich verzichte auch auf teure Ideen und schnelles Wachstum zugunsten der Unabhängigkeit von Dritten.

Wie schützen Sie sich vor Konkurrenz? Haben Sie dafür eine besondere Strategie?

Damit, dass ich mich mehr anstrenge als meine Konkurrenten. Und vielleicht die besseren Ideen habe. Aber sobald man als Unternehmer müde und faul wird, beißen einen die (fleißigeren) Hunde!

Haben Sie vor, weitere Unternehmen zu gründen? Wenn ja, was ist Ihr Ziel?

Ja, auch wenn das Geldverdienen nicht mehr meine hauptsächliche Motivation ist. Ich liebe es Projektchancen zu suchen, zu finden, Projekte zu initiieren, zum Laufen zu bringen und auf eigene Beine zu stellen, also nach möglichst kurzer Zeit nicht mehr im, sondern am Projekt zu arbeiten. Der Reiz der ersten Stunde eines Projektes ist für mich ungebrochen, die erste Nachtschicht mit zu viel Espresso in meinem Arbeitszimmer ist ein Glückmoment und ein immer wieder von mir gesuchter Flow.

Mich reizen vor allem Projekte, die ich alleine an meinem MacBook mit diversen Tools anstoßen kann, die es so vor 10 Jahren noch nicht gegeben hatte, und die nun keine teuren Experten mehr erfordern. Das Gründen ist sehr viel einfacher geworden.

Der monetäre Aspekt bei der Gründung ist mir nicht mehr so wichtig, weil mein Auskommen bereits gesichert ist. Das genieße ich vor allem deswegen, weil es die Spanne möglicher neuer Projekte auf solche vergrößert, die nicht kurzfristig betriebswirtschaftlich motiviert sind.

Welche Kriterien müssen eine Idee und/oder ein Konzept erfüllen, damit Sie es als erfolgsversprechend ansehen?

Es muss ein vorhandenes Bedürfnis stillen. Ein Bedürfnis, das existiert, auch wenn es vielleicht noch niemand bewusst wahrgenommen und ausgesprochen hat.

Haben Sie eine bestimmte Branche auf die Sie sich spezialisieren? Wenn ja, warum? Warum sind andere Branchen nicht interessant für Sie?

Jein – meine Firmengründungen begannen im Fahrradtourismus und sind momentan in der Web-Technologie. Dennoch gibt es einen klaren roten Faden, der sich vom ersten bis zum momentenen Projekt zieht. Das ist jedoch weniger ein Vorsatz, als viel mehr die Tatsache, dass ich stets dort neue Projekte finde, wo sich gerade meine Aufmerksamkeit befindet. Andere Branchen sind also interessant, aber ich bewege mich nur Schritt für Schritt von Branche zu Nachbarbranche weiter.

Gründen Sie lieber im Team oder alleine?

Alleine. Augenzwinkernd begründe ich das mit meinen zwei linken Gehirnhälften, meinem Halbautismus und der Tatsache, dass ich Einzelkind war. Faktisch hat es auch mit meinem sehr hohen Arbeitstempo zu tun in der Gründungsphase, in dem ich mit diversen lieb gewonnenen Tools eine Produktivität besitze, die durchaus einem Team von 10 weniger erfahrenen Gründern vorweggründet. Bevor ich Dinge in der Anfangsphase kommuniziert hätte, habe ich sie selbst längst erledigt.

Allerdings gibt es auch ein paar Dream-Partner, mit denen ich jederzeit gerne (wieder) etwas Neues anstoßen würde.

Wie darf man sich bei Ihnen einen typischen Arbeitstag vorstellen? Wie schaffen Sie es, den Überblick über Ihre Unternehmen zu bewahren? Haben Sie spezielle Techniken entwickelt, sich nicht zu verzetteln?

Den gibt es nicht, und er änderte sich im Laufe der Jahre. Momentan habe ich (zum Glück) keine operative Rolle mehr, dh ich muss nicht mehr in den Firmen arbeiten, sondern kann mich also ganz auf das Gründen und die Arbeit an den Firmen konzentrieren. Und das hat keinen Rhythmus. Ich spreche viel mit Leuten. Ich reise sehr viel, bin über 50% der Nächte außer Haus. Ich bin sehr pro-aktiv, dh ich besuche interessante Leute offensiv. Es ist hoffentlich nicht leicht mir meinen bei Bedarf auch vehementen Wunsch nach einem Kennenlernen und einem Gespräch abzuschlagen. Meine Geschäft laufen also meist über persönliche Beziehungen. Ich habe immer ein Notizbuch bei mir (und nutze zunehmend alternativ Evernote). Ich lese sehr viel, etwa 5 Bücher pro Woche, viele Webseiten und Zeitungen. Meine Arbeit sieht in der Ideenfindungsphase nicht wie Arbeit aus, und das echte Starten eines Projektes ist nicht die häufigste Tätigkeit, sondern eher die Suche danach.

Ich verliere den Überblick immer wieder. Und dann muss ich dort Feuer löschen, wo es brennt. Und Lösungen implementieren, damit das nicht wieder passiert. Aber generell bin ich sehr zufrieden mit meinen Teams, die fast alle Entscheidungen alleine treffen sollen, fast jeden Fehler machen dürfen – zumindest jeden einmal.

Ich verzettele mich regelmäßig. Und dann wird in meinen Projekten aufgeräumt. Das ist Teil der Arbeit.

Was ist Ihre Motivation zum Gründen? Was ist Ihr Hauptziel? Was ist der besondere Reiz?

Eine Lücke zu sehen, dort ein Projekt zu initiieren oder ein Unternehmen zu gründen, das die Lücke schließt und das fortan autark bestehen bleibt – das ist der mich faszinierende ästhetische Reiz.

Waren Sie jemals Angestellter? Wenn ja, was war der Grund einen sicheren Arbeitsplatz gegen das risikoreiche Gründen zu tauschen?

Nein. Ich habe schon als Schüler Projekte und Einzelunternehmen gegründet. Wenn ich die alle mitzähle, bin ich als Seriengründer übrigens längst zweistellig.

Gibt es besondere Charaktereigenschaften, die Ihrer Meinung nach besonders wichtig sind als Gründer?

Die Bereitschaft sich mehr anzustrengen als andere. Ein großes Maß an Selbstsicherheit, jedoch ohne die Fähigkeit zu verlieren Feedback zu suchen und anzunehmen. Schneller denken und arbeiten als andere. Gute Organisation der eigenen Sachen. Die Lust und Sucht sich stets weiter zu entwickeln. Einsamkeit zu ertragen.

Was waren die schwierigsten Momente, die Sie als Gründer erlebt haben?

Schulden zu haben und von den Kreditentscheidungen anderer anhängig zu sein. Das ist mir zwei Mal passiert, und das soll mir nie wieder passieren. Darum gründe ich wohl auch lieber klein und nur mit eigenem Geld.

Trennungen von Mitgründern waren immer schmerzlich, aber das hält mich nicht davon ab, auch weiterhin bei Gelegenheit Dinge im kleinen Team zu gründen.

Entlassungen. Wie bei jedem Geschäftsführer.

Sind Sie der Meinung, dass fundierte betriebswirtschaftliche Kenntnisse von Nöten sind, ein erfolgreiches Unternehmen aufzubauen, oder glauben Sie, dass die Idee, der Wille und die richtigen Partner gepaart mit einem ausgereiften Konzept genügen?

Nein, ein BLW-Studium hätte mir nicht geholfen. Ich kann bis heute kaum Bilanzen lesen. Aber man muss Leute kennen, die das können. Ein Projekt kalkulieren zu können reicht. Mein Mathestudium war dafür also keine Hilfe – außer vielleicht als Übung präzise zu denken.

Nutzen Sie Komponenten für Ihre Unternehmen (z.B. Fulfillment, Outsourcing im Bereich Buchhaltung, Design, usw.)?

Ja klar. Und der Umgang mit diesen herrlichen Tool ist einer der Schlüssel zum Erfolg. Man kann damit die eigene Produktivität vervielfachen. Diese Tools werden jedes Jahr besser und günstiger (bzw meist sogar gratis). Beispiele sind Evernote, Logotournament, WordPress, Google-Docs, Basecamp, Highrise etc.

Was können Sie anderen Gründern mit auf den Weg geben?

Keine allgemeinen Tipps. Die bekam ich damals auch nicht, bzw ich habe sie nie angenommen.

Aber ich kommuniziere meine Rolle recht offen, blogge und facebooke über Ideen, Erfolge, Misserfolge und meinen täglichen Kampf gegen Prokrastination und Reisemonster. So hat sich eine gewisse Rolle als Seriengründer ergeben, die ich zB auch in Vorträgen ausübe. Damit komme ich regelmäßig in Kontakt mit potentiellen Gründern, die dann vor allem implizit erkennen, wie und wer ich bin. Daraus sollen sie ihre eigenen Schlüsse ziehen.

Ich selbst hatte und habe auch immer Vorbilder, und sie waren (oft ohne es zu wissen) meine größten Hilfen.

Wie man Kinder zu Unternehmern erziehen kann

Talente fallen nicht vom Himmel, sondern sie werden erworben. Durch Training, Vorbild und Erziehung.

Wer’s nicht glaubt, dem empfehle ich das hervorragende Buch „Outliers“ (dt: „Überflieger“) von Malcolm Gladwell (gibt’s bei Amazon als deutsches Taschenbuch und als deutsches Kindle eBook).

Der kanadische Seriengründer Cameron Herold hat klare Vorstellungen davon und viele gute Erfahrungen darin, wie man Kindern Lust auf unternehmerisches Denken machen kann.

Unser Schulsystem zielt zu sehr darauf ab, dass aus Kindern Arbeitnehner werden, und nicht darauf, dass sie Arbeitgeber werden. Unser Bildungssystem zielt zu sehr darauf ab, uns in unseren Schwächen wenigstens mittelmäßig werden zu lassen, statt in unseren Stärken brilliant.

Cameron Herold ist Enkel zweier Unternehmer. Und Kind eines Unternehmers. Und Bruder von zwei Unternehmern. Nachdem er selbst mehrere Unternehmen gegründet hat, unterrichtet er nun Unternehmertum am MIT.

Seine eigene Schulkarriere verlief schwach. Er könnte sich als Versager fühlen, wenn seine Eltern ihm nicht seine Stärken vor Augen geführt hätten – Stärken, die an Schulen als Schwächen gesehen werden.

Eine davon ist ADS. Manche sehen es als in Schulen immer häufiger diagnostizierte Krankheit. Cameron Herold hatte als Kind (und hat noch immer) 18 von 19 möglichen Symptomen von ADS.

Doch sieht er das als Stärke. Und nennt ADS die “Unternehmerkrankheit”. Und listet eine Menge von bekannten Unternehmern auf, die unter ADS litten. Oder besser gesagt: mit und wegen ADS erfolgreich sind.

Seine eigenen Kinder erzieht er nun ebenfalls zu potentiellen Unternehmern.

In diesem fantastischen Vortrag beschreibt er unter anderem, warum Taschengeld für Kinder Gift ist und was er seinen Kindern statt dessen gibt:


Link zum Film auf TED.com

Interview mit wtfjeans.com

Auf dem Barcamp Bodensee 2010 sprach ich mit Sanja und Pedja von wtfjeans.com – ausgesprochen “what the fuck jeans…”.

Vor einem halben Jahr besaßen die beiden (wie Millionen andere) je ein iPhone und ärgerten sich (wie Millionen andere), dass diese Dinger so schlecht in die Hosentaschen passten.

Also gingen sie zu einer Schneiderei, um sich zwei Paar Jeans nähen zu lassen mit speziellen Taschen fürs iPhone. Nachdem praktisch jeder ihrer Freunde “Oh, und für mich bitte auch eine” rief, packten sie ihren serbisch-französischen Unternehmergeist und vor allem ihre Kompetenz im Umgang mit Social Media in eine Tüte und sagen “was soll’s”. Oder eben auf Englisch “what the fuck”.

Und ließen 1.000 Paar ihrer neuen What-the-Fuck-Jeans produzieren.

Ihre Webseite ging abends online, am nächsten Tag schrieb Mashable darüber, bald auch Engadget und andere, und in den folgenden Tagen wurden Hunderte ihrer Jeans bestellt.

Mit Twitter und Co machten die beiden effektiv auf sich aufmerksam – sie haben bis heute keine Pressemitteilung, und sie haben bis heute kein einziges Medium kontaktiert. Vielmehr nutzen sie Social Media so geschickt, dass sich die Medien bei ihnen melden und am Ende keine Pressemitteilungen abdrucken, sondern echte Artikel schreiben. Wunderbar!

Ich fand ihre Geschichte so spannend, dass ich sie interviewt habe.

Und anschließend habe ich meine WTFjeans bestellt – doch mehr davon im Interview:

Interview with WTF-jeans from Peter Eich on Vimeo.

Wenn schon, denn schon: Als Seriengründer am Bodensee

Mein Vortrag, den ich am 10.5.2010 im Rahmen der Connect 2010 gehalten habe:

Jakobsweg als Geschäftsidee

Seit einigen Wochen arbeite ich an der Webseite für den Jakobsweg.

Ich möchte die vielen Fragen aus meiner Umgebung nach dem Ziel dieses Projektes beantworten. Aber vor allem möchte ich mir selbst eine kleine Rechenschaft geben, was ich mir von diesem Projekt erwarte. Zusammen also Grund genug für diesen Blogpost.

Zusammenfassend vorab: die Seite zum Jakobsweg ist ein Hobby-Projekt, ich verspreche mir kein großes Einkommen davon, aber ich sehe ein großes Potential (einen großen Nutzen für die User) – unter anderem, weil das Projekt dem Bodensee-Radweg sehr ähnlich ist. Ich erwarte nur eine kleine Rendite, die im Verhältnis zum geringen Aufwand jedoch ordentlich sein könnte.

Der Bodensee-Radweg

Im Jahr 2000 war der Bodensee-Radweg bereits der beliebteste Radweg Europas. Knapp 200.000 Touristen radelten pro Saison um den Bodensee.

Der Bodensee-Radweg besaß keine eigene Webseite, und er hatte keine Telefonnummer. Niemand fühlte sich wirklich für ihn verantwortlich, nur der Tourismusverband vom Bodensee hatte einen kleinen hässlichen Flyer mit einer einfarbigen Karte, auf der der Radweg mit einer so dicken blauen Linie eingezeichnet war, dass man nicht mehr erkennen konnte, wo er wirklich verlief.

Der Bodensee-Radweg war also eine wichtige touristische Marke ohne Inhaber. In den Augen der Gäste gab es ihn, aber in der Arbeit der Touristiker gab es ihn nicht. Sogar heute, 10 Jahre später, verkennt der Tourismusverband des Landes Baden-Württemberg die Wirklichkeit und tut so, als würde der Bodensee-Radweg an der Grenze zur Schweiz beginnen und an der Grenze zu Bayern enden.

In diese Lücke stürzte ich mich also erstens.

Und zweitens verschob ich den Fokus weg vom Produkt und hin zum Bedürfnis. Oder genauer: weg vom Produkt des Veranstalters und hin zum Bedürfnis des Gastes.

Der Hintergrund dieser Entscheidung ist komplex. Aber ich entschied mich dazu, den Bodensee-Radweg als Ganzes zu repräsentieren, also auch mit allen Informationen, die Interessenten dazu nutzen konnten, nicht unsere Kunden werden zu müssen. Oder in anderen Worten: auf unserer Webseite steht alles, was man wissen muss, um nicht unser Kunde werden zu müssen – und auch ohne Veranstalter um den See zu radeln.

Diese Offenheit brachte uns stets gute Presse und damit perfektes und fast kostenloses SEO. Und damit viel mehr neue Kunden als diese wenigen verlorenen Interessenten.

Der Bodensee-Radweg war also eine gefühlte touristische Marke ohne Inhaber, und ich konzentrierte mich mittelbar nicht auf den Verkauf unserer Produkte (=Reisen), sondern auf die Bedürfnisse der Interessenten.

Damit wachsen wir seit Firmengründung jährlich um mindestens 20%, und wir machen dieses Jahr knapp 10 Millionen Umsatz. Die Strategie ging also auf, wir sind der zweitgrößte touristische Betrieb am Bodensee und Deutschlands größter Veranstalter von Radreisen.

Auch der Jakobsweg ist eine wichtige touristische Marke. Nach meiner Hochrechnung stehen in deutschen Buchhandlungen etwa zwei Kilometer breit Regale mit Büchern über den Jakobsweg.

Auch die Zahl der neu beschilderten vielen kleinen Jakobswege im deutschen Sprachraum wächst rasant, bald hat jede Gemeinde einen.

Hape Kerkeling hat sich eine goldene Nase gepilgert, und die Zahl der in Santiago ankommenden Wanderer steigt von Jahr zu Jahr (und in den so genannten Heiligen Jahren springt sie doppelt hoch).

Und dennoch hat der Jakobsweg, um es salopp zu sagen, keine eigene Telefonnummer. Niemand repräsentiert den Jakobsweg touristisch als Ganzes.

Darum habe ich 2004 tief in die Tasche gegriffen und mir die Domains jakobsweg.de und jakobsweg.com gekauft.

Da ich nun die Geschäfte vom Bodensee-Radweg Service nicht länger selbst führe, strecke ich wieder vermehrt meine Fühler aus um neue Trends zu finden.

Die Ähnlichkeit der beiden Wege finde ich auf den zweiten Blick verblüffend. Ich bin sicher, dass ich von meinen Gedanken über und meiner Arbeit am Jakobsweg viel über den Bodensee-Radweg lernen kann. Und umgekehrt sowieso.

Darum versuche ich nun mit möglichst geringem Einsatz von Mitteln den größten Nutzen für alle Interessenten am Jakobsweg zu schaffen. Und damit natürlich auch für Google interessant zu werden.

Ich verwende WordPress als kostenloses (und gutes) CMS. Die Routen des Wegs visualisiere ich kostenlos mit Wandermap. Als Bildmaterial verwende ich kostenlos die Fotos von Wikimedia.

Anders als am Bodensee-Radweg werden die Organisation und der Verkauf von Pauschalreisen am Jakobsweg wohl kaum eine Rolle spielen. Die Monetarisierung muss also anders funktionieren. Vermutlich indirekter.

Mein Ziel ist also neben dem dank der URL bereits vorhandenen generischen Traffic möglichst viel Google-Juice zu erhalten. Mit diesem Blogpost verlinke ich meine eigene Seite zum ersten Mal. Ich bin gespannt, wie schnell Google das merkt.

Klassische Werbung mit AdSense soll das erste Standbein sein. Außerdem habe ich bereits einen Banner-Vermarkter gefunden. Affiliate-Programme (in erster Linie Amazon) sind das dritte Standbein. Über meine vierte Idee möchte ich noch nicht sprechen. Und von der fünften Idee habe ich bis jetzt selbst noch keine Ahnung. Die besten Ideen kommen sicher erst im Laufe der Arbeit am Projekt.

Habt ihr Idee, wie sich eine populäre Seite zum Jakobsweg monetarisieren ließe? Ich bin gespannt auf eure Vorschläge!

WLANmap.com ist online

Wenn ich in eine andere Stadt reise, so suche ich mir mein Hotel und meine Cafés immer danach aus, ob ich dort auch einfach ins Internet gelangen kann. Leider gibt es keine gute Übersicht für eine derartige Suche.

Ich wohne jedoch am Bodensee, einer Gegend mit knapp 2 Millionen Gästen pro Jahr.

Um diesen Besuchern dabei zu helfen, den Bodensee nicht enttäuschende als Offline-Diaspora zu erleben, habe ich seit ein paar Jahren eine Liste geführt mit allen mir bekannten Hotels und Café mit offenem WLAN.

Warum? Weil es sonst niemand tat.

Eine ähntliche Liste für Wien führte Helge Fahrnberger dort schon seit 2004.

Helge und ich haben schon viele Hundert Tassen Espresso gemeinsam in solchen Cafés in Wien und Konstanz getrunken. Dabei ist Bikemap entstanden, die größte Sammlung von Radrouten der Welt. Und aus Bikemap ist Toursprung entstanden, unsere gemeinsame Firma, die Spezialisten für Online-Kartografie beschäftigt und vielen großen touristische Kunden Kartentechnologie verkauft.

Darum haben wir nun WLANmap.com veröffentlicht, eine Sammlung von Cafés mit offenen WLANs in ganz Europa. Hier kann jeder dabei mithelfen, solche Cafés leichter auffindbar zu machen.

Und vor allem können solche Hotspots nun mit nur einem Klick in eigene Webseiten eingebunden werden. Also insbesondere touristische Webseiten haben nun die Möglichkeit, ihren Gästen einen Überblick zu verschaffen, wo man gratis ins WLAN gelangt.

Hier ist eine solche Karte mit dem Ausschnitt von Konstanz:


Karte eingebunden von wlanmap.com Free Wifi Hotspots .

Bodenseepeter als Seriengründer

Im Februar wurde ich zwei Stunden von der Wirtschaftsredaktion im Hause Gruner + Jahr darüber ausgefragt, wieso ich laufend neue Firmen gründe. Man wollte dem Defekt derer auf die Schliche kommen, die es mir gleich tun, um darüber einen Artikel schreiben.

Dieser ist nun erschienen, im Sonderheft “Gründerzeit” des Magazins IMPULSE.

Weil die darbenden Verlage lieber über innovative Gründer schreiben als es ihnen gleich zu tun, will ich ihnen jetzt nicht auch noch die schwindenden Einnahmen streitig machen.

Darum gibt es hier nur die ersten drei Seiten des Artikels, in dem über mich geschrieben wird.

Wer sich für den Rest der (wirklich guten!) Zeitschrift interessiert, dem empfehle ich einen Gang zum Kiosk oder ein Abo von IMULSE.

Bikemap wird profitabel

Im April 2007 haben Helge und ich Bikemap gelauncht.

Ursprünglich war Bikemap “nur” als Werbeträger für meine Radreisen im Long-Tail der Radwege gedacht.

Wenige Monate später schon erkannten wir, dass Bikemap viel schneller populär geworden war, als wir es erhofft hatten. Es veranlasste mich zur ersten Metamorphose von Bikemap: vom potentiellen Werbeträger wurde es zu einem StartUp, das Helge und ich fortan gemeinsam im Rahmen der neu gegründeten Firma Toursprung betrieben. Bikemap war also nicht länger Werbeträger, sondern Selbstzweck. Vom Träger eines Produktes wurde es selbst zum Produkt. Oder in anderen Worten: Bikemap wurde von einer Kostenstelle zu einem (potentiellen) Profitcenter.

Doch den Weg zur Profitabilität verlängerten wir an einer entscheidenden Stelle, in dem Bikemap eine zweite Metamorphose erfuhr.

Das technologische Herz von Bikemap ist die Abbildung von Punkte und Routen in großer Zahl auf einer Online-Karte. Diese Kernfunktionalität hatten wir so gut gelöst, dass wir immer wieder von potentiellen Kunden gefragt wurden, ob wir ihnen als Software-Agentur mit diesem Know-How etwas programmieren könnten.

Jedoch hatten wir schon vor der Gründung von Toursprung entschieden, dass wir nur skalierbare Geschäfte betreiben würden, also insbesondere keine Stunden, sondern nur Produkte verkaufen würden. Noch war unser einziges Produkt aber Bikemap.

Darum holten wir an einer Stelle etwas weiter aus und verlagerten unser Know-How in ein neues Produkt. Das Maptoolkit war geboren und unser Know-How in ein (skalierbares) Produkt transformiert, dass wir bie heute erfolgreich an Tourismusorganisationen und Verlage vermieten.

Doch durch diesen Umweg sank natürlich die Entwicklungsgeschwindigkeit von Bikemap, und wir konnten nur einen Bruchteil der vielen “auf Halde liegenden” guten Ideen für Bikemap umsetzen.

Dennoch wuchs Bikemap konstant und ist heute die größte Sammlung von Radrouten im Web. Übrigens weltweit und bereits in 12 Sprachen.

Bislang konnten wir unsere Besucherzahlen jedes Jahr mindestens verdoppeln. Und seit einigen Monaten lassen wir (ganz vorsichtig und zurückhaltend) Bannerplätze auf Bikemap vermarkten.

Heute war mit knapp 19.000 eindeutigen Besuchern wieder ein absoluter Besucherrekord auf Bikemap. Und für August, unseren besucherstärksten Monat des Jahres, erwarten wir über 700.000 eindeutiges Besucher.

Dank der dezenten Vermarktung von Bikemap ist unser Portal unterdessen profitabel geworden. Die Einnahmen von Bikemap fließen nun direkt in die Weiterentwicklung der Seite. Und wir freuen uns sehr darüber, nun das Entwicklungstempo wieder zu erhöhen und viele der Ideen umzusetzen, die wir selbst schon so lange gerne auf Bikemap sehen würden.

Unsere Radreisen bei Tchibo

Von Steve Jobs gibt es die Legende, dass er sich für die Verwirklichung einer von ihm unbedingt gewollten Kooperation schon mal mit Handschellen selbst an das Treppengeländer des gewünschten Kooperationspartners kettete, um zu demonstrieren, mit welch unbedingtem Willen er diese Kooperation wollte – und anschließend natürlich auch bekam.

“Ich kette mich erst wieder ab, wenn wir miteinander gesprochen haben.”

Mit dieser Geschichte im Rücken praktizierte ich mein WWSJD-Kredo 2008 in Hamburg, als ich zufällig gesehen hatte, dass Tchibo offenbar seine ehemals exklusive Kooperation mit Berge&Meer gelockert hatte und nun auch andere Veranstalter-Namen in seinem Reisekatalog führte.

Da schien eine Tür auf zu stehen, und ich wollte unbedingt meinen Fuß dazwischen schieben.

Also telefonierte ich mich bei Tchibo bis zum Kompetenzträger der Entscheidungen über Kooperationen und erfuhr dort, dass man bereits “eigentlich keine neuen Kooperationen” mehr schließen wolle.

“Prima”, dachte ich, “eigentlich keine” klingt doch genau wie “nur noch wenige”.

Ich fragte darum erst gar nicht danach, ob ich noch Kooperationspartner für Radreisen werden könne, sondern ich schlug gleich vor, dass ich für ein einstündiges Gespräch nach Hamburg fliegen würde, bei dem ich erklären würde, warum wir der perfekte Partner für Tchibo seien. Es gelte nur noch den Termin zu klären, und ich sei absolut flexibel und würde nur gerne noch wissen, wann das Gespräch stattfinde, die Terminwahl liege bei Tchibo – nur bäte ich darum, jetzt nicht mehr über das OB zu sprechen, sondern nur noch über das WANN. Denn diese eine Chance hätte ich verdient, das verspräche ich schon jetzt, und darum bäte ich meine Entschlossenheit als ein gutes Zeichen zu sehen und einfach mit einem Terminvorschlag zu beantworten. Usw…

Der Termin kam zustande, meine Enschlossenheit gab möglicherweise ihren Teil dazu, mich als motivierten und damit vielversprechenden Partner zu wählen und wir hatten letztes Jahr unsere erste – und wirklich erfolgreiche – Kooperation.

Und seit heute liegt der Katalog mit unseren Radreisen wieder für vier Wochen in knapp 1.000 Tchibo-Filialen (und natürlich auch online).

Und ich habe gelernt, dass es nie falsch ist, ehrlich gemeinte Entschlossenheit zu demonstrieren. Der eigenen Stolz sollte einen nicht daran hindern zu zeigen, dass man etwas unbedingt erreichen möchte.

Eine Woche mehr Urlaub für Lehrer

Wenn ein Lehrer bereit ist, 220 Euro gegen eine Woche zusätzlichen Urlaub zu tauschen, dann sollte er diesen Artikel lesen.

Ein paar numerische Annahmen vorweg: ein Gymnasiallehrer mit 50 Jahren verdient 3.600 Euro netto. Er unterrichtet 25 Stunden und arbeitet weitere 15 Stunden pro Schulwoche. Es gibt 40 Schulwochen pro Jahr, und er beaufsichtigt etwa eine Klassenarbeit pro Schulwoche.

Ich nehme weiters an, dass die Beaufsichtigung einer Klassenarbeit eine Aufgabe ist, die nicht die Qualifikation eines Gymnasiallehrers erfordert, sondern nur die Anwesenheit einer Aufsichtsperson. Oder in anderen Worten: wenn ein Gymnasiallehrer eine Klassenarbeit beaufsichtigt, so verschwendet er (s)eine fachliche Ressource.

Im echten Leben (also in der Wirtschaft) werden Ressourcen-Verschwendungen gesucht und konsequent eliminiert. Ein Unternehmen, das diese Strategie nicht konsequent verfolgt, wird keinen Erfolg haben. Alle Arbeiten sollen darum stets von Personen mit dem geringst-nötigen Ausbildungsgrad ausgeführt werden.

Warum erledigen tausende Lehrer dann regelmäßig solche unqualifizierten Aufgaben?

Wie wäre es, wenn jedes Schule einen Pool von Studenten beschäftigt, deren Aufgabe es ist, das wachsame Auge während einer Klassenarbeit zu sein. Sie bekommen dafür 8 Euro pro Stunde plus wertvolle Kontakte in ihre möglicherweise zukünftige Berufswelt. Schließlich sind es neuerdings die Schulen, die über ihre neu einzustellenden Lehrer selbst entscheiden – fast wie im echten Leben.

Studenten anderer Fächer im echten Leben machen das mit ihren zukünftigen Arbeitgebern nicht anders. Nur nennt man es dort freiwilliges Praktikum, und meist erhält man weniger als 8 Euro pro Stunde dafür.

Dieser Student ist also der Wachhund einer Klassenarbeit, also praktisch nicht viel mehr als einfach anwesend. Dafür sind vielleicht sogar 8 Euro zuviel.

Weitere Aufgaben hat der Wachhund nicht, denn der Lehrer ist ebenfalls im gleichen Raum anwesend, jedoch sitzt er abseits an einem Tisch und korrigiert weitgehend ungestört oder bereitet etwas vor – arbeitet also fachlich qualifiziert und verschwendet seine Ressource nicht.

Als Aufsicht ist der Lehrer dennoch präsent, und bei eventuell auftretenden Fragen und Problemen kann er eingreifen – jedoch nur, wenn sein Wachhund dies für nötig hält.

Ein solcher Wachhund wird von einem Pool von Lehrern (am besten von der ganzen Schule) beschäftigt und kann dann leicht mehrere Stunden in Folge eingesetzt werden. Mögliche Terminkollisionen stören mein Modell nicht – sollten einmal mehr Arbeiten parallel geschrieben werden als Wachhunde anwesend sind, dann beißt eben ein Lehrer ausnahmsweise ins Aufsichtsgras. Das darf vorkommen – nur eben nicht zu oft.

Pro Woche spart der Lehrer also eine Stunde, und pro Jahr eine komplette Arbeitswoche.

Da der Lehrer den Einsatz seines Wachhundes absetzen kann, bleiben jährlich als Kosten ganze 220 Euro netto zu bezahlen.

Was haltet ihr von dieser Idee?

Ich freue mich auf euer Feedback, und insbesondere auf weitere Vorschläge, wie man das Schulwesen mit Ideen aus dem echten Leben optimieren könnte.

Klassenarbeiten korrigieren als Business-Case

Bei der Mehrzahl von Geschäften scheint klar, in welche Richtung Geld fließen muss. Nämlich in die entgegengesetzte Richtung des Produktes oder der Dienstleistung.

Wenn der Bäcker zwei Euro haben möchte, dann muss er ein Brot verkaufen. Will er vier Euro haben, so muss er eben zwei Brote verkaufen. Und so weiter.

Auch der Frisör muss einen Schopf schneiden für 20 Euro, und zwei Schöpfe für 40 Euro. Und so weiter.

Solche Geschäfte sind auf den ersten Blick langweilig, weil zu fix und weil nicht skalierbar. Also fix, weil die Richtung des Geldflusses unabänderlich zu sein scheint (auf den ersten Blick, meist auch auf den zweiten und dritten), und nicht skalierbar, weil man um so mehr arbeiten muss, je mehr Geld man einnehmen will.

SKALIERBARE GESCHÄFTE

Spannender sind da schon solche Geschäfte, bei denen diese Einschränkungen nicht gelten. Leicht skalierbare Geschäfte sind zum Beispiel die meisten digitalen Produkte. Von einem kostenpflichtig downloadbaren PDF oder Musikstück kann man mit fast gleichem Aufwand beliebig viele davon verkaufen.

Backt der Bäcker das beste Brot der Stadt, so hat er sich im besten Fall einen guten Job geschaffen und hat erreicht, dass ihm die Arbeit und das Geld nicht ausgehen werden – wohl aber die Zeit. Schreibe ich jedoch ein sehr nachgefragtes Buch und stelle es als PDF kostenpflichtig zum Download bereit, so kann ich ohne jeden Aufwand eine fast beliebig große Summe damit einnehmen, und alles, was ich fortan tun muss, ist zusehen, wie das Geld eintrifft. Ich habe also keinen Job, wohl aber Geld und Zeit.

Darum interessieren mich nur noch gut skalierbare Geschäfte.

FIXE GESCHÄFTE

Bis vor fünf Jahren verteilten wir die Prospekte vom Bodensee-Radweg in 400 Hotels rund um den Bodensee, um dort für uns Werbung zu machen.

Unsere Flyer lagen auf Heizungen und Zigarettenautomaten neben zum Teil Jahre alten Prospekten der Insel Mainau und vielen anderen lokalen Attraktionen. Weil jeder von uns seine eigenen Verteiler beschäftigte, und weil die wenigsten Hoteliers sich aktiv um die Aktualität und den Bestand der bei ihnen ausliegenden Info-Materialien kümmerten. Und die, die es taten, hatten eine Menge Arbeit damit.

Darum organisierte ich eine zentrale Verteilung der Prospekte der wichtigsten 50 Attraktionen, ich investierte in 400 Prospektständer, die nun in den Hotels stehen, und jede Attraktion bezahlt mir seit dem einen jährlichen Betrag für die Verteilung ihrer Prospekte. Sie bekommt also für einen günstigeren Preis einen besseren Service – und ich verdiene daran noch etwas (und habe aus einer Kostenstelle ein Profitcenter gemacht, aber das ist ein anderes Thema).

Der Geldfluss ist hier also ganz erwartungsgemäß entgegengesetzt der Dienstleistung, denn ich leiste und die anderen bezahlen mich dafür.

Aber in diesem Geschäft versteckt sich eine interessante Komponente, und zwar in der Rolle der Hoteliers, bei denen meine Prospektständer stehen.

Zu Beginn meiner Verteilung hatte ich mir überlegt, ob ich auch von den Hoteliers etwas davon verlangen kann, dass ich ihnen die Organisationsarbeit der Info-Auslagen abnehme und sie ihren Gästen nun einen kostenlosen und guten Service bieten können.

Vermutlich hätten damals viele der Hoteliers zugestimmt, wenn ich 50 oder 100 Euro pro Jahr dafür verlangt hätte. Bei 400 Verteilungspunkten wären das immerhin bis zu 40.000 Euro zusätzlicher Einnahmen bei gleichem Aufwand für mich.

Bei meinen Reisen versuche ich in fremden Regionen immer alle Prospektverteiler kennen zu lernen und mich mit ihnen auszutauschen. Weil wir in komplett verschiedenen Revieren fischen, haben wir absolut nichts voreinander zu befürchten, und mit den meisten gelingt daher auch auf Anhieb ein sehr offener Erfahrungsaustausch.

So lernte ich auch Agenturen kennen, die in Gegenden Prospekte verteilen, wo die Hoteliers die Stellplätze meistbietend an den solventesten Verteiler vermieten. Dort bezahlt man schnell über 1.000 Dollar pro Jahr und Hotel (allerdings ist die Verteilung dort auch stets um ein Vielfaches teurer als bei uns).

Die Rolle der Hotels im Geschäft der Prospektverteilung ist also außerordentlich spannend, denn die Richtung, in die dort (falls überhaupt) das Geld fließt, ist völlig offen. Sie wird allein von der dort üblichen (genauer: als üblich empfundenen) Situation und vor allem dem Verhandlungsgeschick des Hoteliers bestimmt.

Dies ist ein einfaches Beispiel für nicht-fixe Geschäfte, und je mehr man nach solchen Geschäften sucht, desto häufiger findet man sie – auch dort, wo man sie niemals vermutet hat.

So ist His Steveness Jobs ein Meister darin, den Geldfluss umzukehren, selbst in Situationen mit üblichen Richtungen, in die das Geld bislang floss.

Auch Michael O’Leary beherrscht diese Strategie, denn es gibt Flughäfen, an denen Ryanair nicht etwa pro Landung eine Gebühr bezahlt bezahlt (wie scheinbar üblich), sondern pro eingeflogenem Passagier einen Werbekostenzuschuss des Tourismusverbandes kassiert. Wunderbar!

BERUFSGRUPPEN

Ein Hobby von mir ist seit langem, zuerst in scheinbar fixen und unattraktiven Geschäften eine Möglichkeit zu finden, wie man die Fixierung umkehrt und dann das Geschäft skalierbar macht. Möglichkeiten hierzu finden sich rasch zahlreicher, als man Firmen gründen kann.

Diese und andere Prinzipien der Evaluierung von Geschäftsideen lassen sich wunderbar mit anderen Unternehmern diskutieren, aber eine Berufsgruppe hatte dafür bislang immer nur ein resigniertes Schulterzucken übrig: die armen Lehrer, denen ich mich beispielsweise auch niemals trauen würde, die von mir so sehr bewunderte Vier-Stunden-Woche zum Lesen zu geben.

LEHRER

Aber das Knacken von scheinbar unlösbaren Aufgaben macht am meisten Spaß. Darum knoble ich am Strand des Roten Meeres schon seit ein paar Tagen daran, wie man Lehrern zu mehr Freizeit verhelfen kann, ohne dass die Qualität ihrer Arbeit sinkt.

Etwa die Hälfte der Arbeitszeit eines Lehrers wird unterrichtet, und etwa ein besonders unbeliebtes Fünftel muss für das Korrigieren von Arbeiten verwendet werden – ein scheinbar fixes und nicht skalierbares (und damit auch nicht delegierbares) Geschäft.

Zuerst suchte ich nach Möglichkeiten das Korrigieren zu standardisieren und dann gegen Bezahlung delegieren zu können. Also zum Beispiel Studenten oder arbeitslose Lehrer dafür einzukaufen, die eigenen Arbeiten zu korrigieren. Damit würde das Korrigieren immerhin delegierbar, weil prinzipiell skalierter.

Doch wo lernen Pfadfinder mehr: beim Angeführt werden durch Ältere, oder beim Anführen von Jüngeren? Ich bin überzeugt davon, dass im zweiten das sehr viel größere Potential steckt und es am meisten fürs Leben schult.

Und weil mein Vater ein unterdessen pensionierter Lehrer ist, darf ich nun zugeben, wie viel es mir damals gebracht hat, als ich inkognito seine Physikarbeiten korrigierte. Denn ich tat es freiwillig und war auch noch mächtig stolz darauf. Ich lernte viel mehr als im Unterricht dabei, nämlich aus den Fehlern der anderen, die ich erkennen, verstehen, bewerten und kommentieren musste.

KORRIGIEREN ALS BUSINESS-CASE

Die ideale Lehrerin beschäftigt also eine Schar von Schülern (und eventuell auch Lehramts-Studenten), von denen ausnahmslos alle Arbeiten korrigiert werden.

Dieses Korrigieren wird aktiv in seiner pädagogischen Nützlichkeit verkauft, etwa als eine Art Nachhilfeunterricht der besonders verantwortungsvollen Art. Die Schüler bezahlen wie bei der Nachhilfe einen Stundensatz, für den sie (die Kopien) von Klassenarbeiten korrigieren dürfen. Diese Arbeiten müssen freilich hinsichtlich ihres Erwartungshorizontes sehr transparent geplant werden.

Beim Korrigieren werden die Schüler jedoch nicht alleine gelassen, sondern sie werden von der Lehrerin dabei angeleitet. Sie könnte also mit einem beträchtlichen terminlichen und organisatorischen Aufwand eine kleine Schar von Korrigierern beschäftigen und mit dem Korrigieren fortan zwar nur unwesentlich wenig Zeit sparen, aber dafür (doppelt) daran verdienen.

Die Fixierung ist in diesem Modell also umgekehrt worden, doch so lange die Lehrerin dabei nicht wesentlich viel Zeit spart, ist das Geschäfts noch nicht skalierbar.

KORRIGIEREN SKALIERBAR MACHEN

Die korrigierenden Schüler müssten nun noch in zwei Gruppen eingeteilt werden: die Wölflinge und die Rover.

Ein Wölfling ist ein Schüler, der Arbeiten anderer (natürlich meist jüngerer) Schüler korrigieren darf. Und Rover wird ein Schüler erst, wenn er andere Wölflinge dabei pädagogisch geschult anleiten kann, wie man solche Arbeiten richtig korrigiert.

Das Korrigieren ist profitabel und skalierbar (und hier insbesondere: delegierbar) geworden.

Mit diesem Zweistufenmodell ist der Zeitaufwand der Lehrerin um etwa einen Tag pro Woche gesunken, der pädagogische Wert ihrer Arbeit am Ende sogar gestiegen, und Ihre Einnahmen sind höher als zuvor.

Oder? Was meint ihr dazu?

Laufkreuzfahrten mit Rundays

In Geburtsanzeigen werden mangels Alleinstellungsmerkmalen stets Name, Gewicht und Größe des Kindes ausgerufen – als würde das ein Neugeborenes charakterisieren.

Da hat man es beim Blogpost über eine neue Firma schon einfacher.

Rundays

Letzte Woche erblickte also die Rundays GmbH das Licht der Welt. Sie wiegt notariell beglaubigte 25 Kilo, ist schon zehn Reisen groß, und ihr Papa ist mächtig stolz auf die kleine.

Doch wie gesagt, es geht auch genauer:

Mit Rundays versuche ich die Welt der Laufreisen aufzumischen. Oder genauer gesagt zu entwickeln. Und gemeinsam mit dem Ultraläufer Björn Grass werde ich die neue Firma sicher schnell zum Laufen bringen. (Achtung Kalauer!)

Im Programm stehen ausschließlich Laufkreuzfahrten, und diese überwiegend in der Karibik.

Also meist einwöchige Reisen auf einem Kreuzfahrtschiff, bei dem jeden Tag an einem anderen Strand oder einer anderen Promenade ein Lauf stattfindet. Warum das alles so vielversprechend ist, behalte ich natürlich für mich, aber auf der Webseite von Rundays gibt es schon einiges zu sehen (allerdings noch lange nicht alles, das Ding ist ja noch ein Baby).

Die nächste Reise ist bereits ausgebucht und daher erst gar nicht online. Aber bei der Reise ab dem 13. März 2010 durch die östliche Karibik bin ich selbst dabei und es sind auch noch Plätze frei.

Hallo Jogmaster, Gpsie und Tourspringer, wir sehen uns eh an Bord!

Aber wer kommt sonst noch alles mit?

Bodenseepeter im Unruhestand

Diese drei Bücher sind ein Teil meiner Lektüre der vergangenen Monate:

Bücher

Ich habe darin einen roten Faden entdeckt, den jedes Buch anders benennt:

  1. Wer zu viel arbeitet, hat zu wenig Zeit zum Geld verdienen (“Die-4-Stunden-Woche“, frei nach Gabriel)
  2. Entrepreneur statt Business Administrator (“Kopf schlägt Kapital“)
  3. Am statt im Unternehmen arbeiten  (“The E-Myth“)

Und in diesen roten Faden habe ich heute, da ich gerade 40 werde, einen Knoten gesetzt… und die Geschäftsführung meiner zwei ältesten Firmen abgegeben – sie sind nun flügge geworden und dürfen alleine weiter fliegen.

Peter Schuck und Simon Mink leiten ab sofort den Bodensee-Radweg Service, und Jürgen Roensch leitet den Bodensee-Tourismus Service.

Ich bleibe (Co-) Geschäftsführer von Toursprung sowie bei dem, was ich am besten kann: Zukunftsminister aller Firmen und insbesondere Gründer von allem, was da noch so kommen wird…