Seriengründer

Eine Woche mehr Urlaub für Lehrer

Wenn ein Lehrer bereit ist, 220 Euro gegen eine Woche zusätzlichen Urlaub zu tauschen, dann sollte er diesen Artikel lesen.

Ein paar numerische Annahmen vorweg: ein Gymnasiallehrer mit 50 Jahren verdient 3.600 Euro netto. Er unterrichtet 25 Stunden und arbeitet weitere 15 Stunden pro Schulwoche. Es gibt 40 Schulwochen pro Jahr, und er beaufsichtigt etwa eine Klassenarbeit pro Schulwoche.

Ich nehme weiters an, dass die Beaufsichtigung einer Klassenarbeit eine Aufgabe ist, die nicht die Qualifikation eines Gymnasiallehrers erfordert, sondern nur die Anwesenheit einer Aufsichtsperson. Oder in anderen Worten: wenn ein Gymnasiallehrer eine Klassenarbeit beaufsichtigt, so verschwendet er (s)eine fachliche Ressource.

Im echten Leben (also in der Wirtschaft) werden Ressourcen-Verschwendungen gesucht und konsequent eliminiert. Ein Unternehmen, das diese Strategie nicht konsequent verfolgt, wird keinen Erfolg haben. Alle Arbeiten sollen darum stets von Personen mit dem geringst-nötigen Ausbildungsgrad ausgeführt werden.

Warum erledigen tausende Lehrer dann regelmäßig solche unqualifizierten Aufgaben?

Wie wäre es, wenn jedes Schule einen Pool von Studenten beschäftigt, deren Aufgabe es ist, das wachsame Auge während einer Klassenarbeit zu sein. Sie bekommen dafür 8 Euro pro Stunde plus wertvolle Kontakte in ihre möglicherweise zukünftige Berufswelt. Schließlich sind es neuerdings die Schulen, die über ihre neu einzustellenden Lehrer selbst entscheiden – fast wie im echten Leben.

Studenten anderer Fächer im echten Leben machen das mit ihren zukünftigen Arbeitgebern nicht anders. Nur nennt man es dort freiwilliges Praktikum, und meist erhält man weniger als 8 Euro pro Stunde dafür.

Dieser Student ist also der Wachhund einer Klassenarbeit, also praktisch nicht viel mehr als einfach anwesend. Dafür sind vielleicht sogar 8 Euro zuviel.

Weitere Aufgaben hat der Wachhund nicht, denn der Lehrer ist ebenfalls im gleichen Raum anwesend, jedoch sitzt er abseits an einem Tisch und korrigiert weitgehend ungestört oder bereitet etwas vor – arbeitet also fachlich qualifiziert und verschwendet seine Ressource nicht.

Als Aufsicht ist der Lehrer dennoch präsent, und bei eventuell auftretenden Fragen und Problemen kann er eingreifen – jedoch nur, wenn sein Wachhund dies für nötig hält.

Ein solcher Wachhund wird von einem Pool von Lehrern (am besten von der ganzen Schule) beschäftigt und kann dann leicht mehrere Stunden in Folge eingesetzt werden. Mögliche Terminkollisionen stören mein Modell nicht – sollten einmal mehr Arbeiten parallel geschrieben werden als Wachhunde anwesend sind, dann beißt eben ein Lehrer ausnahmsweise ins Aufsichtsgras. Das darf vorkommen – nur eben nicht zu oft.

Pro Woche spart der Lehrer also eine Stunde, und pro Jahr eine komplette Arbeitswoche.

Da der Lehrer den Einsatz seines Wachhundes absetzen kann, bleiben jährlich als Kosten ganze 220 Euro netto zu bezahlen.

Was haltet ihr von dieser Idee?

Ich freue mich auf euer Feedback, und insbesondere auf weitere Vorschläge, wie man das Schulwesen mit Ideen aus dem echten Leben optimieren könnte.

Klassenarbeiten korrigieren als Business-Case

Bei der Mehrzahl von Geschäften scheint klar, in welche Richtung Geld fließen muss. Nämlich in die entgegengesetzte Richtung des Produktes oder der Dienstleistung.

Wenn der Bäcker zwei Euro haben möchte, dann muss er ein Brot verkaufen. Will er vier Euro haben, so muss er eben zwei Brote verkaufen. Und so weiter.

Auch der Frisör muss einen Schopf schneiden für 20 Euro, und zwei Schöpfe für 40 Euro. Und so weiter.

Solche Geschäfte sind auf den ersten Blick langweilig, weil zu fix und weil nicht skalierbar. Also fix, weil die Richtung des Geldflusses unabänderlich zu sein scheint (auf den ersten Blick, meist auch auf den zweiten und dritten), und nicht skalierbar, weil man um so mehr arbeiten muss, je mehr Geld man einnehmen will.

SKALIERBARE GESCHÄFTE

Spannender sind da schon solche Geschäfte, bei denen diese Einschränkungen nicht gelten. Leicht skalierbare Geschäfte sind zum Beispiel die meisten digitalen Produkte. Von einem kostenpflichtig downloadbaren PDF oder Musikstück kann man mit fast gleichem Aufwand beliebig viele davon verkaufen.

Backt der Bäcker das beste Brot der Stadt, so hat er sich im besten Fall einen guten Job geschaffen und hat erreicht, dass ihm die Arbeit und das Geld nicht ausgehen werden – wohl aber die Zeit. Schreibe ich jedoch ein sehr nachgefragtes Buch und stelle es als PDF kostenpflichtig zum Download bereit, so kann ich ohne jeden Aufwand eine fast beliebig große Summe damit einnehmen, und alles, was ich fortan tun muss, ist zusehen, wie das Geld eintrifft. Ich habe also keinen Job, wohl aber Geld und Zeit.

Darum interessieren mich nur noch gut skalierbare Geschäfte.

FIXE GESCHÄFTE

Bis vor fünf Jahren verteilten wir die Prospekte vom Bodensee-Radweg in 400 Hotels rund um den Bodensee, um dort für uns Werbung zu machen.

Unsere Flyer lagen auf Heizungen und Zigarettenautomaten neben zum Teil Jahre alten Prospekten der Insel Mainau und vielen anderen lokalen Attraktionen. Weil jeder von uns seine eigenen Verteiler beschäftigte, und weil die wenigsten Hoteliers sich aktiv um die Aktualität und den Bestand der bei ihnen ausliegenden Info-Materialien kümmerten. Und die, die es taten, hatten eine Menge Arbeit damit.

Darum organisierte ich eine zentrale Verteilung der Prospekte der wichtigsten 50 Attraktionen, ich investierte in 400 Prospektständer, die nun in den Hotels stehen, und jede Attraktion bezahlt mir seit dem einen jährlichen Betrag für die Verteilung ihrer Prospekte. Sie bekommt also für einen günstigeren Preis einen besseren Service – und ich verdiene daran noch etwas (und habe aus einer Kostenstelle ein Profitcenter gemacht, aber das ist ein anderes Thema).

Der Geldfluss ist hier also ganz erwartungsgemäß entgegengesetzt der Dienstleistung, denn ich leiste und die anderen bezahlen mich dafür.

Aber in diesem Geschäft versteckt sich eine interessante Komponente, und zwar in der Rolle der Hoteliers, bei denen meine Prospektständer stehen.

Zu Beginn meiner Verteilung hatte ich mir überlegt, ob ich auch von den Hoteliers etwas davon verlangen kann, dass ich ihnen die Organisationsarbeit der Info-Auslagen abnehme und sie ihren Gästen nun einen kostenlosen und guten Service bieten können.

Vermutlich hätten damals viele der Hoteliers zugestimmt, wenn ich 50 oder 100 Euro pro Jahr dafür verlangt hätte. Bei 400 Verteilungspunkten wären das immerhin bis zu 40.000 Euro zusätzlicher Einnahmen bei gleichem Aufwand für mich.

Bei meinen Reisen versuche ich in fremden Regionen immer alle Prospektverteiler kennen zu lernen und mich mit ihnen auszutauschen. Weil wir in komplett verschiedenen Revieren fischen, haben wir absolut nichts voreinander zu befürchten, und mit den meisten gelingt daher auch auf Anhieb ein sehr offener Erfahrungsaustausch.

So lernte ich auch Agenturen kennen, die in Gegenden Prospekte verteilen, wo die Hoteliers die Stellplätze meistbietend an den solventesten Verteiler vermieten. Dort bezahlt man schnell über 1.000 Dollar pro Jahr und Hotel (allerdings ist die Verteilung dort auch stets um ein Vielfaches teurer als bei uns).

Die Rolle der Hotels im Geschäft der Prospektverteilung ist also außerordentlich spannend, denn die Richtung, in die dort (falls überhaupt) das Geld fließt, ist völlig offen. Sie wird allein von der dort üblichen (genauer: als üblich empfundenen) Situation und vor allem dem Verhandlungsgeschick des Hoteliers bestimmt.

Dies ist ein einfaches Beispiel für nicht-fixe Geschäfte, und je mehr man nach solchen Geschäften sucht, desto häufiger findet man sie – auch dort, wo man sie niemals vermutet hat.

So ist His Steveness Jobs ein Meister darin, den Geldfluss umzukehren, selbst in Situationen mit üblichen Richtungen, in die das Geld bislang floss.

Auch Michael O’Leary beherrscht diese Strategie, denn es gibt Flughäfen, an denen Ryanair nicht etwa pro Landung eine Gebühr bezahlt bezahlt (wie scheinbar üblich), sondern pro eingeflogenem Passagier einen Werbekostenzuschuss des Tourismusverbandes kassiert. Wunderbar!

BERUFSGRUPPEN

Ein Hobby von mir ist seit langem, zuerst in scheinbar fixen und unattraktiven Geschäften eine Möglichkeit zu finden, wie man die Fixierung umkehrt und dann das Geschäft skalierbar macht. Möglichkeiten hierzu finden sich rasch zahlreicher, als man Firmen gründen kann.

Diese und andere Prinzipien der Evaluierung von Geschäftsideen lassen sich wunderbar mit anderen Unternehmern diskutieren, aber eine Berufsgruppe hatte dafür bislang immer nur ein resigniertes Schulterzucken übrig: die armen Lehrer, denen ich mich beispielsweise auch niemals trauen würde, die von mir so sehr bewunderte Vier-Stunden-Woche zum Lesen zu geben.

LEHRER

Aber das Knacken von scheinbar unlösbaren Aufgaben macht am meisten Spaß. Darum knoble ich am Strand des Roten Meeres schon seit ein paar Tagen daran, wie man Lehrern zu mehr Freizeit verhelfen kann, ohne dass die Qualität ihrer Arbeit sinkt.

Etwa die Hälfte der Arbeitszeit eines Lehrers wird unterrichtet, und etwa ein besonders unbeliebtes Fünftel muss für das Korrigieren von Arbeiten verwendet werden – ein scheinbar fixes und nicht skalierbares (und damit auch nicht delegierbares) Geschäft.

Zuerst suchte ich nach Möglichkeiten das Korrigieren zu standardisieren und dann gegen Bezahlung delegieren zu können. Also zum Beispiel Studenten oder arbeitslose Lehrer dafür einzukaufen, die eigenen Arbeiten zu korrigieren. Damit würde das Korrigieren immerhin delegierbar, weil prinzipiell skalierter.

Doch wo lernen Pfadfinder mehr: beim Angeführt werden durch Ältere, oder beim Anführen von Jüngeren? Ich bin überzeugt davon, dass im zweiten das sehr viel größere Potential steckt und es am meisten fürs Leben schult.

Und weil mein Vater ein unterdessen pensionierter Lehrer ist, darf ich nun zugeben, wie viel es mir damals gebracht hat, als ich inkognito seine Physikarbeiten korrigierte. Denn ich tat es freiwillig und war auch noch mächtig stolz darauf. Ich lernte viel mehr als im Unterricht dabei, nämlich aus den Fehlern der anderen, die ich erkennen, verstehen, bewerten und kommentieren musste.

KORRIGIEREN ALS BUSINESS-CASE

Die ideale Lehrerin beschäftigt also eine Schar von Schülern (und eventuell auch Lehramts-Studenten), von denen ausnahmslos alle Arbeiten korrigiert werden.

Dieses Korrigieren wird aktiv in seiner pädagogischen Nützlichkeit verkauft, etwa als eine Art Nachhilfeunterricht der besonders verantwortungsvollen Art. Die Schüler bezahlen wie bei der Nachhilfe einen Stundensatz, für den sie (die Kopien) von Klassenarbeiten korrigieren dürfen. Diese Arbeiten müssen freilich hinsichtlich ihres Erwartungshorizontes sehr transparent geplant werden.

Beim Korrigieren werden die Schüler jedoch nicht alleine gelassen, sondern sie werden von der Lehrerin dabei angeleitet. Sie könnte also mit einem beträchtlichen terminlichen und organisatorischen Aufwand eine kleine Schar von Korrigierern beschäftigen und mit dem Korrigieren fortan zwar nur unwesentlich wenig Zeit sparen, aber dafür (doppelt) daran verdienen.

Die Fixierung ist in diesem Modell also umgekehrt worden, doch so lange die Lehrerin dabei nicht wesentlich viel Zeit spart, ist das Geschäfts noch nicht skalierbar.

KORRIGIEREN SKALIERBAR MACHEN

Die korrigierenden Schüler müssten nun noch in zwei Gruppen eingeteilt werden: die Wölflinge und die Rover.

Ein Wölfling ist ein Schüler, der Arbeiten anderer (natürlich meist jüngerer) Schüler korrigieren darf. Und Rover wird ein Schüler erst, wenn er andere Wölflinge dabei pädagogisch geschult anleiten kann, wie man solche Arbeiten richtig korrigiert.

Das Korrigieren ist profitabel und skalierbar (und hier insbesondere: delegierbar) geworden.

Mit diesem Zweistufenmodell ist der Zeitaufwand der Lehrerin um etwa einen Tag pro Woche gesunken, der pädagogische Wert ihrer Arbeit am Ende sogar gestiegen, und Ihre Einnahmen sind höher als zuvor.

Oder? Was meint ihr dazu?

Laufkreuzfahrten mit Rundays

In Geburtsanzeigen werden mangels Alleinstellungsmerkmalen stets Name, Gewicht und Größe des Kindes ausgerufen – als würde das ein Neugeborenes charakterisieren.

Da hat man es beim Blogpost über eine neue Firma schon einfacher.

Rundays

Letzte Woche erblickte also die Rundays GmbH das Licht der Welt. Sie wiegt notariell beglaubigte 25 Kilo, ist schon zehn Reisen groß, und ihr Papa ist mächtig stolz auf die kleine.

Doch wie gesagt, es geht auch genauer:

Mit Rundays versuche ich die Welt der Laufreisen aufzumischen. Oder genauer gesagt zu entwickeln. Und gemeinsam mit dem Ultraläufer Björn Grass werde ich die neue Firma sicher schnell zum Laufen bringen. (Achtung Kalauer!)

Im Programm stehen ausschließlich Laufkreuzfahrten, und diese überwiegend in der Karibik.

Also meist einwöchige Reisen auf einem Kreuzfahrtschiff, bei dem jeden Tag an einem anderen Strand oder einer anderen Promenade ein Lauf stattfindet. Warum das alles so vielversprechend ist, behalte ich natürlich für mich, aber auf der Webseite von Rundays gibt es schon einiges zu sehen (allerdings noch lange nicht alles, das Ding ist ja noch ein Baby).

Die nächste Reise ist bereits ausgebucht und daher erst gar nicht online. Aber bei der Reise ab dem 13. März 2010 durch die östliche Karibik bin ich selbst dabei und es sind auch noch Plätze frei.

Hallo Jogmaster, Gpsie und Tourspringer, wir sehen uns eh an Bord!

Aber wer kommt sonst noch alles mit?

Bodenseepeter im Unruhestand

Diese drei Bücher sind ein Teil meiner Lektüre der vergangenen Monate:

Bücher

Ich habe darin einen roten Faden entdeckt, den jedes Buch anders benennt:

  1. Wer zu viel arbeitet, hat zu wenig Zeit zum Geld verdienen (“Die-4-Stunden-Woche“, frei nach Gabriel)
  2. Entrepreneur statt Business Administrator (“Kopf schlägt Kapital“)
  3. Am statt im Unternehmen arbeiten  (“The E-Myth“)

Und in diesen roten Faden habe ich heute, da ich gerade 40 werde, einen Knoten gesetzt… und die Geschäftsführung meiner zwei ältesten Firmen abgegeben – sie sind nun flügge geworden und dürfen alleine weiter fliegen.

Peter Schuck und Simon Mink leiten ab sofort den Bodensee-Radweg Service, und Jürgen Roensch leitet den Bodensee-Tourismus Service.

Ich bleibe (Co-) Geschäftsführer von Toursprung sowie bei dem, was ich am besten kann: Zukunftsminister aller Firmen und insbesondere Gründer von allem, was da noch so kommen wird…

Invention vs Innovation

Durch den Artikel im Stern und durch die Empfehlung von Gabriel lese ich gerade “Kopf schlägt Kapital, von der Lust ein Entrepreneur zu sein” von Günter Faltin (probelesen, bestellen).

Der Autor lehrt an der FU-Berlin Entrepreneurship, die Lust am selben, sowie die Kunst ein Unternehmen klug, schlank und skalierbar zu führen, und er ist nicht weniger Kambartel-Fan als ich es bin.

Das tut er als Proof of Concept mit seiner eigenen Teekampagne (ich bin Kunde), und das tun auch seine Studenten, z.B. Rafael Kugel mit seinem Rationdrink (ich bin seit 2006 Kundeerster Stunde“).

Im Buch “Kopf schlägt Kapital” betont Faltin die Unterscheidung zwischen Invention und Innovation, also Erfindung und Innovation. Er zeigt Beispiele auf, um zu verdeutlichen, wie sehr beim erfolgreichen Gründen und führen einer Firma die Erfindung über- und die Innovation unterschätzt wird.

Nicht ganz unternehmensrelevant, aber dennoch erfinderisch und innovativ sind auch diese beiden Meta-Varianten von Stop-Motion:

Takeuchi Taijin hat eine kleine Geschichte als Stop-Motion fotografiert und dann in seinem Zimmer dargestellt und erneut fotografiert (daher “Meta-Stop-Motion”). Er hat sie im April 09 auf Youtube gestellt und sie wurde in knapp 4 Monaten über 2 Millionen Mal angeschaut.

Der Kamera-Hersteller Olympus hat diese Idee von Takeuchi abgeschaut und perfektioniert. Dazu wurde eine Geschichte mit über 60.000 Bildern fotografiert, davon 9.600 ausgedruckt und diese in 1.800 Bildern abfotografiert und als Meta-Stop-Motion in einen Werbefilm verwandelt.

Anfangs machte Olympus ein Geheimnis daraus, wer die eigentliche Idee zu dieser Form von Stop-Motion hatte. Erst nachdem etliche Kommentare bei Youtube darauf verwiesen, wer der Erfinder war, kam Olympus dem Anstand nach und ehrte Takeuchi als Urheber dieser Idee.

Der Olympus-Film ist erst seit 10 Tagen online und wurde bereits eine halbe Million mal angesehen – also ein voller viraler Erfolg.

Olympus-Video via McWinkel.

Unsere Radreisen bei fahrrad.de

Das Esslinger Unternehmen Internetstores weist eine beachtliche Erfolgsbilanz auf. Im Jahr 2003 kaufte René Köhler als junger Sohn eines Fahrrad-Fachhändlers die Domain fahrrad.de und baute darunter einen Versandhandel für Räder auf.

Nach nur drei Jahren brachte er es auf über 2 Millionen Euro Umstatz, was an sich schon eine gute Leistung ist.

Fahrrad.de

Viele erfolgreiche Unternehmen erkennen nicht, dass ihre wertvollste Kompetenz längst auf einer Metaebene liegt. Also nicht mehr im Verkauf des eigentlichen Produktes, sondern in einer es umfassenden und darüberliegenden Struktur.

Bekanntestes Beispiel dazu ist Amazon, das längst vom Buchhandel zum Unternehmen gewandelt ist, das als Marktführer nun (auch) die Infrastruktur verkauft, die zum Verkauf von Waren im Netz nötig ist. Also das klassische Metageschäft als  Ergänzung zum simplen quantitativen Wachstum. Dies erreicht nur, wer genau beobachtet, worin zu jeder Zeit die wahre Kompetenz seines Unternehmens liegt.

Im Jahr 2006 gelang René Marks genau dieser Schritt.

Zum Verkauf von Fahrrädern hatte er die Marke fahrrad.de geschaffen, die richtig gut lief und noch immer läuft. Doch die heimliche zweite Kompetenz des Unternehmens war das Metageschäft geworden: die Datenbank mit guten Bildern und Texten für alle Produkte rund ums Rad, die ausgefeilte Logistik, mit der man punktgenau sein Rad zum Wunschtermin nach Hause geliefert bekommt, das riesige Warenlager als Voraussetzung für diese schnelle Lieferung, und vor allem die Verknüpfung von all dem durch eine gute Software.

Die Grundlage des bisherigen Geschäftes ist oftmals ein ganz eigenes Produkt.

Genau dieses Produkt verstand René Marks zu monetarisieren, als er zuerst Amazon (Umsatz nun 5 Mio Euro) und später auch noch Neckermann (Umsatz nun 20 Mio Euro) als große Partner gewann. Er versorgte sie mit genau den Daten, dem Know-How und der Logistik, die sie zum Verkauf von Fahrrädern aus seinem Sortiment benötigten. Sein Umsatz verfielfachte sich somit abermals, und die Kurve zeigt weiter steil nach oben.

Amazon und Neckermann

Eine gewisse Parallele zu dieser Entwicklung haben wir (freilich auf kleinerem Niveau) mit unseren Radreisen durchlaufen, als wir erkannten, dass wir nicht nur gut darin sind, Reisen zu verkaufen, sondern auch darin, die dafür nötigen Daten intelligent zu handhaben.

Wir entwickelten darum in den letzten sechs Monaten eine Software auf der Ebene über unserem eigenen Geschäft. Sie heißt Anybike und ist eine Internet-Booking-Engine für Radreisen.

Auf der einen Seite stehen Veranstalter (wie wir selbst) und geben ihre Daten ein (meist dynamisch durch eine API), und auf der anderen Seite stehen kleine Affiliate-Partner oder große individuelle Partner, die auf ihren Webseiten nun Radreisen verkaufen können. Dazu müssen sie nur einmal die Verbindung zu Anybike herstellen (also unsere API nutzen und unsere Daten auf ihrer Seite darstellen), und fortan sind sie automatisch an unseren kompletten Produktkatalog angebunden und verkaufen täglich unsere Reisen, ohne noch etwas dafür tun zu müssen.

Was haben nun Anybike und fahrrad.de miteinander zu tun?

Nun, vor zwei Jahren Jahr fiel mir fahrrad.de als ein Unternehmen auf, das nicht nur das Internet zu nutzen versteht, sondern das vor allem die exakt selbe Zielgruppe hat wie wir, ihr aber ein komplett anderes Produkt verkauft. Also die allerbesten Voraussetzungen für eine reibungsfreie und erfolgreiche Kooperation.

Ich versuchte über ein Jahr lang immer wieder fahrrad.de als Kooperationspartner zu gewinnen, bis ich letzten Herbst endlich vor offenen Türen stand.

Und seit gestern ist fahrrad.de der erste große Kunde von Anybike, und über 250 unserer Radreisen sind nun dort buchbar.

Radreisen bei fahrrad.de

Ich freue mich sehr über dieser vielversprechende Kooperation. Ich bin überzeugt, dass Anybike den Verkauf von Radreisen nachhaltig webtauglich machen und uns damit etliche neue Vertriebswege eröffnen wird. Und fahrrad.de wird als First-Mover seinen Umstaz pro Kunde durch ein komplett neues Produkt vergrößern.

Von Produkten und Bedürfnissen

Heute wird im Inselhotel in Konstanz die neue Serie unserer Bodensee-Reiseführer der Presse vorgestellt. Da ich momentan in Australien unterwegs bin, kann ich nur mit diesem kleinem Grußwort dabei sein:

Eine der spannendsten Aufgaben eines Unternehmers ist es, den Blick nicht auf das eigene Produkt zu lenken, sondern statt dessen die Bedürfnisse der eigenen Kunden zu fokussieren.

Auf diese Weise fiel mir im Frühjahr 2001 auf, dass am Bodensee-Radweg zwar mehrere Veranstalter ihre Radreisen anboten, doch niemand kümmerte sich um solche Radfahrer, die ohne Hilfe eines Veranstalters um den See radeln wollten. Immerhin machen diese Radler 95% des Radtourismus am Bodensee aus. Die touristische Destination Bodensee-Radweg hatte sozusagen weder eine Telefonnummer noch eine eigene Webseite.

Ich gab ihr beides und gründete im Juni 2001 den Bodensee-Radweg Service. Keine acht Jahre später war diese neue Firma der größte deutsche Veranstalter von Radreisen – also Marktführer mit genau dem Produkt, auf das ich den Fokus nicht primär setzen wollte (und noch immer nicht setze), und die Firma wächst weiterhin mit gut 40% pro Jahr.

Im Jahr 2002 begannen wir fast eine halbe Million kostenloser Landkarten vom Bodensee-Radweg rund um den See zu verteilen. Dabei fiel uns auf, dass touristische Prospekte in Hotels auf Heizungen und Zigarrettenautomaten lagen, statt – wie in anderen Gegenden – in richtigen Prospektständern. Also kämpften offenbar alle touristischen Betriebe am See mit dem Problem einer unzureichenden Prospektverteilung.

Auch aus diesem Bedürfnis haben wir in nur einem Jahr ein Produkt geschaffen, das kurz darauf eine eigene Firma wurde: der Bodensee-Tourismus Service. Wir befüllen unterdessen täglich 400 eigene Prospektständer mit 56 verschiedenen Prospekten aller touristischen Partner (neben etlichen weiteren Dienstleistungen übrigens).

In den ersten Jahren mussten wir für die Landkarte in unserem Radweg-Prospekt Lizenzgebühren bezahlen, die teurer waren als das Zeichnen einer eigenen Karte. Also stellten wir eine Kartografin ein. Heute geben wir Landkarten vom Bodensee heraus, verteilen kostenlose Stadtpläne rund um den See und haben nebenbei ein neues Spin-Off entlassen (die Firma Toursprung), das Technologieführer im Angebot von touristischen Online-Karten geworden ist und so bekannte Produkte wie Bikemap und Runmap entwickelt hat.

Mit diesem Fokus auf Karten und Pläne fiel uns bald auf, dass Reiseführer rund um den Bodensee fast nur im Buchhandel zu finden sind – einem Ort, an dem sich zwar Einheimische, jedoch ganz selten Touristen aufhalten.

Darum haben wir letztes Jahr beschlossen, eine eigene Serie von 10 verschiedenen Reiseführern heraus zu geben und mit deren Hilfe einen Vertrieb zu genau den Orten aufzubauen, an denen Touristen sind: Hotels, Tourist-Informationen, Campingplätze, Jugendherbergen und so weiter.

Die ersten drei Bände dieser Serie sind nun fertig, und während wir fleißig an den folgenden Bodensee-Themen schreiben, freuen wir uns schon bereits kurz nach Fertigstellung über die überraschend guten Verkaufszahlen unserer Reiseführer.

Südkurier über Cyclecon

Am Montag und Dienstag findet die von mir veranstaltete Cyclecon statt – die erste Kooperationsbörse für Radreiseveranstalter. Der Südkurier nahm das zum Anlass für diesen Artikel im heutigen Wirtschaftsteil.

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Radreisen am Bodensee wachsen gegen den Trend

In der Pressemitteilung zur Bilanz 2008 nennt die Internationale Bodensee Tourismus GmbH (IBT) einige touristische Zahlen für 2008:

Der deutsche Bodensee und Oberschwaben verzeichnen 1,9 Mio Ankünfte (+ 4,1%) bei 6,8 Mio Übernachtungen (+ 2,7%). Der Zuwachs der Ankünfte liegt über dem Schnitt von Baden-Württemberg, der Zuwachs der Übernachtungen leicht darunter.

Insgesamt setzt sich also der Trend der verganenen Jahre fort, dass immer mehr Gäste kommen und immer kürzer bleiben.

Die Gäste blieben letztes Jahr durchschnittlich 3,5 Nächte, und damit genau 1 h 20 min kürzer als im Jahr zuvor (also minus 1,4% Aufenthalsdauer).

Mischen wir die Zahlen der IBT mit denen des Bodensee-Radweg Service:

Unter den 1,9 Mio Bodensee-Gästen sind 242.000 Radreisende. Also immerhin knapp 13% der Touristen. Da diese Radreisenden im Schnitt 6,4 Nächte lang bleiben, werden knapp 23% aller Übernachtungen von Bodensee-Radreisenden gebucht.

Genaue Zahlen über die saisonale Verteilung der Touristen liegen mir nicht vor. Aber Radreisende kommen vor allem in der Vor- und Nachsaison an den Bodensee, und genau das sind die Monate, an denen sich die betriebswirtschaftliche Qualität einer Saison entscheidet. Warum? Weil im Juli und August eh jedes Bett am Bodensee ausgebucht ist.

Somit sind die anfänglich vernachlässigbar scheinenden Radreisenden weit mehr als ein Zünglein an der Waage der touristischen Betriebe am Bodensee. Ich schätze ihren Marktanteil auf etwa 35-40% in diesen relevanten Monaten.

Und aufgepasst: ich rede hier nur von den Radreisenden (also Radfahrern mit wechselnden Übernachtungen), nicht von den Radtouristen (Sterntouren per Rad, etwa genauso viele Gäste wie die Radreisenden).

Und das Gute an den Radreisenden: sie werden immer mehr UND sie bleiben immer länger.

Von 2007 auf 2008 hat die Zahl unsere pauschalen Radgäste am Bodensee um 21% zugenommen (und für 2009 liegen wir wieder im zweistelligen Plus).

(Unsere pauschalen Radgäste sind solche Radreisenden, die ihre Reise bei uns als Veranstalter buchen. Die Mehrzahl der Radreisenden organisiert ihre Radtour um den Bodensee jedoch selbst.)

Während die Aufenthaltsdauer aller Touristen am Bodensee um 1,4% abnimmt, bleiben die Radreisenden 3,2% länger (und in den -1,4% sind auch die länger bleibenden Radler enthalten, dh die nicht radelnden Gäste bleiben NOCH kürzer). Oder in absoluten Zahlen: während der durchschnittliche Radreisende in 2007 noch 6,2 Nächte blieb, wurden es in 2008 schon 6,4 Nächte.

Fazit: der Radtourismus ist ein zentrales und fast immer unterschätztes Element im Bodensee-Tourismus.

Bodensee-Bücher bei Amazon

Die drei ersten Bände unserer Reihe von Bodensee-Reiseführern sind nun bei Amazon bestellbar:

  1. Radfahren auf dem Bodensee-Radweg
  2. Wandern am westlichen Bodensee
  3. 1000 Tipps rund um den Bodensee

Kauft sie euch!

buecher

Service am Bodensee-Radweg

Als Reiseveranstalter am Bodensee überschneidet sich unsere Presse- und Öffentlichkeits oftmals mit der vom allgemeinen Bodensee.

Neben aufwändiger Pressearbeit pflegen wir hierzu die Kontakte zu den Verlagen und Autoren sämtlicher Reiseführer, die über den Bodensee (-Radweg) erschieben sind.

Ein kleines Mail und/oder ein Anruf, der auf inhaltliche Angebote hinweist, wird meist sehr dankbar aufgenommen und wirbt somit langfristig exakt dort, wo Touristen sich informieren.

Selbst Hinweise über bauliche Veränderungen in der Radwege-Führung sind am Ende eine gute Werbung für die Region und damit auch für unsere Angebote. Denn ein zufriedener Tourist kommt eher wieder als einer, der durch schlechte Reiseführer in die Irre geleitet wurde.

Ich habe darum eine vollständige Sammlung aller erhältlichen Reiseführer und eine kleine Datenbank mit allen Verlagen und Autoren, die ich regelmäßig inhaltlich unterstütze.

Heute kam wieder ein neuer Band hinzu: Radführer Bodensee von KOMPASS.

Das Buch wirbt zwar auf dem Titel mit “großartigen Fotos” – die tatsächlich nur gelbstichige und kontrastarme Sehnappschüsse sind – aber im Text heißt es:

Der Bodensee-Radweg belegt einen Spitzenplatz in der Beliebtheit europäischer Radrouten und sticht hinsichtlich Service fast alle anderen Radfernwege aus.

Das geht runter wie Butter. Mit dem Service sind nämlich wir gemeint, und das diplomatische (und unzutreffende) “fast” sei dem Autor verziehen, der an dieser Stelle über unseren Gepräckservice schreibt – und den gibt es in dieser Form wirklich nur am Bodensee.

Unsere Radreisen bei Tchibo

Nach fast einem halben Jahr emsiger Vorbereitungen ist es heute endlich soweit: Tchibo vertreibt die Radreisen meiner Firma Radweg-Service, Deutschlands größtem Radreise-Veranstalter.

Aus unserem Sortiment von über 350 verschiedenen Reisen hat Tchibo uns die neun schönsten aussuchen lassen und uns damit zu seinem Partner für Radreisen gemacht. Alle neun Reisen sind seit heute online buchbar, und in jeder der über 1.000 Filialen liegt  der neue 16-seitige Katalog aus, in dem ausschließlich unsere Reisen zu finden sind.

Tchibo Radreisen 2009

Tchibo veröffentlicht jede Woche einen Reisekatalog mit einem neuen Schwerpunkt. Die Kataloge liegen für genau vier Wochen im Eingangsbereich der Filialen aus, so dass dort stets vier verschiedene Kataloge zu finden sind.

Ein wunderbar abwechslungsreiches Konzept, dass einen schönen Akzent zum zunehmend allgegenwärtigen Einerlei von Berge & Meer, Mediplus und Konsorten bildet, die unterdessen für fast alle Supermärkte, Baumärkte etc. nahezu identische Reiseprogramme schüren.

Im letzten Herbst hatte ich zufällig bemerkt, dass Tchibo seine exklusive Bindung an Berge & Meer scheinbar aufgegeben hatte, weil ich plötzlich Reisen neuer Veranstalter in seinen Katalogen sah. Ich flog postwendend nach Hamburg und klopfte dort so lange bei Tchibo an die Tür, bis ich einen Termin und eine Chance bekam.

Das ist die erste große Veränderung in unserem Vertrieb. Und wenn Tchibo seine Umsatzerwartungen auch nur zur Hälfte erfüllt, hüpfen wir hier vor Freude (und Arbeit) im Kreis.

Die zweite große Neuigkeit geht auch in Kürze online: unsere Radreisen-API mit einem ersten großen Affiliate-Partner. Auch darauf warte ich gespannt.

Dies sind zwei große Schritte für uns. Zusammen mit der nunmehr sehr gut gebuchten Cyclecon kommt es mir vor, als hätte ich für diese Saison meine Schuldigkeit bereits fast getan. Die Pflicht liegt gefühlt schon hinter mir, und es beginnt die Kür.

Verlag und Vertrieb am Bodensee

Wer von einer Schwarzwald-Reise seinen Daheimgebliebenen etwas mitbringen möchte, kann eine Kukucksuhr oder eine Schwarzwälder-Kirschtorte kaufen.

Aus Wien reist man in der Regel mit einer Sachertorte im Gepäck nach Hause.

Und vom Bodensee bringt man seinen Lieben zuhause einen… eine… ein…???

Eben!

Es gibt kein typisches Souvenir vom Bodensee.

Selbst auf Geschäftsreisen bringe ich meinen Partnern in Ignoranz des Grenzverlaufs meist eine Schweizer Schokolade mit, weil mir nichts besseres einfällt.

Bei der Suche nach der ultimativen Idee (die ich bis jetzt noch nicht habe) ist mir etwas anderes aufgefallen: der Markt für jede Art von Souvenirs am Bodensee ist extrem schlecht organisiert.

Da gibt es einen Hersteller von Regenschirmen mit Bodensee-Motiven, der jedes Jahr einmal einen Vertriebler um den See schickt, um sein Jahressortiment an Schirmen zu vertickern.

Und eine Konditorei, die Bodensee-Schokolade herstellt, die man fast nirgends kaufen kann.

Oder den Verlag für Kinderreiseführer, der mit nur einem Bodensee-Band wegen zu hoher Vertriebskosten nirgens anders präsent sein kann als in den wenigen deutschen Buchhandlungen.

Kurzum – wo immer ich hinschaute, machte der singuläre Vertrieb einzelner Produkte es viel zu teuer, um dort präsent zu sein, wo die Gäste tatsächlich sind: in Strandbädern, auf Schiffen, in den Shops der Attraktionen, in den Tourist-Informationen, auf Campingplätzen, in Hotels und so weiter.

Nur wer eine kritische Masse an diversen Produkten im Portfolio hat, kann sich einen richtigen Vertrieb leisten. Oder wer genau diesen Vertrieb als Produkt verkauft.

Und da wir zwischen Ostern und Oktober täglich etliche Busse rund um den See schicken, um die Koffer der Radler zu transportieren oder alle touristischen Prospekte der Region zu verteilen, lag es für mich auf der Hand, in genau diese Lücke zu springen.

Und zu diesem Sprung haben wir heute angesetzt – mit den ersten drei Bänden unserer Reihe von Bodensee-Reiseführern.

buecher

Wir werden nun sukzessive unser Portfolio an Büchern und Produkten ausbauen und versuchen damit und mit den Produkten unserer Kollegen an nahezu 1.000 Verkaufsstellen rund um den See zu gelangen.

Ich freue mich auf diese neue und spannende Herausforderung.

Cyclecon – Kooperationsbörse für Radtourimus

Eben ging mit www.cyclecon.de ein neues Projekt von mir online: die erste Kooperationsbörse im Radtourismus.

cyclecon_logo

Über zehn Jahre lang bin ich kreuz und quer durch die Welt gereist, um unsere knapp 100 Vertriebspartner zu treffen und zu Kooperationen zu bewegen. Vermutlich bin ich der am besten vernetzte Veranstalter von Radreisen – zumindest kenne ich niemanden, der so viele Visitenkarten gesammelt hat wie ich.

Auf meiner letzten Reise durch die USA bin ich an 18 Tagen in 13 Städte geflogen – und als ich wieder zuhause war, da schwor ich mir, dass ich nie wieder eine so anstrengende Reise tun würde.

Gesagt, getan.

Bezeihungsweise nicht mehr getan.

Wenn jeder der 750 mir bekannten Radreiseveranstalter zu jedem Radreiseveranstalter reisen würde, der ihn noch nicht besucht hat, so wäre die Zahl der nötigen Reisen 749+748+747+…+3+2+1 = 280.875.

Um mir selbst also 749 Reisen, und um allen anderen insgesamt 280.126 weitere Reisen zu ersparen, habe ich die Cyclecon erfunden.

Im Mai 2009 sollen nun möglichst viele Veranstalter in Konstanz zu einer Konferenz zusammenkommen und drei Tage lang Kooperationen schließen.

Das würde nicht nur eine enorme Reiserei ersparen, sondern ich würde meinen Kommunikationsvorsprung durch den der Geschäftstätigkeit auf der Metaebene ersetzten. Und ich bin fest davon überzeugt, dass Geschäfte auf der höheren Ebene immer wertvoller sind als auf der Ebene darunter.

Oder in anderen Worten: Ich vermittle lieber Kooperationen zwischen Dritten, als dass ich selbst welche schließe.

Oder, um ehrlich zu sein: am liebsten mache ich beides.

Motiviert zur Metaarbeit an der Cyclecon hat mich neben meinen anstrengenden Geschäftsreisen übrigens in vor allem dieses wunderbare Buch.

PS: Die englische Webseite von Cyclecon geht in 2-3 Tagen online.

Wanderreisen am Bodensee

Im Jahr 2001 habe ich mich auf gemacht und in einem bestehenden und gesättigten Markt einen weiteren Veranstalter von Radreisen platziert.

Gestartet wurde ursprünglich ein regionaler Veranstalter nur von Radreisen am Bodensee-Radweg. Durch die unerwartet schnelle Zunahme der Gästezahl haben wir nach kurzer Zeit mit dem Radweg-Service eine allgemeine Veranstaltermarke geschaffen.

Wir konnten (und können auch 2009) durch besonderes Engagement und effektives Marketing jedes Jahr um mindestens 20% wachsen und sind nun Deutschlands größter Veranstalter von Radreisen.

borazahlen

Heute ging ein neues Projekt online, der Bodensee-Wanderpark.

wanderpark

Ich bin mehr als gespannt, ob das wieder so eine Erfolgsgeschichte wird…