Mr. Darwin, ich hätte da mal eine Frage…

Es gibt Pflanzen und Tiere, die sind so gifig, dass sie fast keine natürlichen Feinde haben, denen sie als Nahrung dienen. Solche Pflanzen und Tiere kommen in verschiedenen Arten vor. Also muss sich zuerst die jeweilige Art, und erst dann die Giftigkeit entwickelt haben. Die Entstehung von Giftigkeit ist also kein einmaliges Ereignis in der Evolution, sondern kam wiederholt vor.

Mir ist klar, dass alle Tiere gemeinsam verhungern würden, wenn jeweils alle Pflanzen und Tiere ungenießbar giftig wären. Aber das kollektive Verhungern wegen allgemeiner Ungenießbarkeit ist doch in der Natur in weiter Ferne.

Ist die vorhandene Häufigkeit von Ungenießbarkeit in der Natur denn in irgendeiner Weise optimal? Würde die allgemeine Mutationsfrequenz durch mehr ungenießbare Pflanzen und Tiere verschlechtert?

Jede einzelne Art hätte durch ihre Ungenießbarkeit einen Überlebensvorteil, also sollte Ungenießbarkeit so oft vorkommen, wie nur möglich.

Oder etwa nicht?

About Peter Eich

Mathematiker und Philosoph eigentlich, Seriengründer und Investor tatsächlich. Gründer von Inselhüpfen, Radweg-Reisen, Bikemap, Toursprung, Tourbook, Bodensee-Verlag, und Cyclesummit. Außerdem Referent, Immobilien-Investor, Pilot, NLP-Coach und Barista. Und meistens unterwegs.

3 comments

  1. viele Pflanzen leben davon, dass sie gefressen wernde müssen, damit sich verbreiten können. Viele Tiere überleben, weil sie schnell sind, sich gut tarnen können … WEnn zu viele Arten giftig sind, entwickelt die Natur Tiere, denen das Gift nichts ausmacht.

  2. @Peter5: Wenn es so wäre, dann hätten sich (1) mehr giftige Arten entwickelt, und (2) wären mehr dagegen resistente Arten entstanden. Ist aber beides nicht der Fall.

  3. ähnliche frage stell ich mir jedesmal, wenn ich tierdokus sehe & jedes mal dabei auftaucht: „ist so optimal an seine umgebung angepasst..“ – wieso sehen dann z.b. nicht alle fische gleich aus??

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