Die Espresso-Strategie des Barcampista

Die Glücksformel für einen perfekten Espresso lautet 7 – 20 – 25.

Man nehme 7 Gramm gemahlene Kaffeebohnen, lasse sie 20 Sekunden derart im Siebträger extrahieren, dass anschließend genau 25 Milliliter Espresso in der Tasse landen.

Klingt einfacher, als es ist. Denn etwa 9 Parameter müssen zueinander passen, damit das kleine Schwarze auf der Zunge mundet.

Der Bediener der Espressomaschine heißt Barista, und in Italien durchläuft er einen dreijährigen Ausbildungsberuf, um anschließend in 20 Sekunden einen perfekten Espresso zu zaubern.

Ich habe das neben meinen Experimenten zuhause immerhin drei Tage lang gelernt, und vor diesem Hintergrund hatte ich mich 2013 auf dem Tourismuscamp in Eichstätt über die “Filterkaffee-Seuche in Thermoskannen” echauffiert.

Das Resultat war eine ebenso zutreffende wie herausfordernde verbale Parade vom Organisator Florian, dass über Barcamps nicht geschimpft, sondern bei der Verbesserung mitgeholfen werde. That’s the rule.

Damit war ich gefangen und in meinem Stolz getroffen, und darum reiste ich 2014 mit einem Kofferraum voller Kaffee zum Tourismuscamp nach Eichstätt und versprach dort “richtigen” Espresso zu servieren.

Bei der Benennung meines kleinen Espresso-Tisches kam mir die Idee ihn “Twitter-Café” zu nennen, und bei der Gestaltung des kleinen Posters mit dem Menü schrieb ich auf die rechte Seite zuerst überall “gratis”.

Bildschirmfoto 2014-01-21 um 11.43.39

Doch eine weitere Regel des Barcamps lautet, dass man darüber bloggen und twittern solle. So fügte ich als Preis für einen Kaffee einen Tweet mit #tce14 ein, also dem Hashtag des Barcamps.

Und nach einem zweiten Blick auf das Plakat würzte ich es noch mit @bodenseepeter um eine Priese Eigennutz.

Und so sahen dann die getwitterten Fotos der Kaffeetrinker aus:

Bildschirmfoto 2014-01-21 um 11.49.39

Der Kaffee auf dem Barcamp schien zu munden, der lokale “Fame” machte mir riesig Spaß, und einen Tag später sprang auch tatsächlich mein Klout-Score um drei Punkte nach oben.

Klout-Score

Nicht, dass das jetzt auch nur irgendeine Wichtigkeit hätte – aber es hat Spaß gemacht, und es wird nicht mein letzter Einsatz als Barcampista gewesen sein.

 

 

About Peter Eich

Mathematiker und Philosoph eigentlich, Seriengründer und Investor tatsächlich. Gründer von Inselhüpfen, Radweg-Reisen, Bikemap, Toursprung, Tourbook, Bodensee-Verlag, und Cyclesummit. Außerdem Referent, Immobilien-Investor, Pilot, NLP-Coach und Barista. Und meistens unterwegs.

6 comments

  1. Coole Idee, gut gemacht! :)

  2. Hallo Peter, klasse Beitrag (wie auch viele andere hier!) – als passionierter Barista stechen mir allerdings die 15ml ins Auge – sollten es nicht typischerweise 25ml sein ;-)

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