Hotel Viva Creativo und das Web 2.0

Eben bin ich im Hotel Viva Creativo in Hannover angekommen, wo ich morgen einen Vortrag über Tourismus 2.0 halten soll.

Erster Eindruck: Was für ein furchtbarer Name für ein Hotel.

Zweiter Eindruck: Hier gibt es ein größeres Angebot an Gummibärchen als im Vapiano, der handgeschriebene Gruß “Viel Vitamin C für eine erfolgreiche Veranstaltung” ist nett gemeint. Nur leider war die Brausetablette nicht zum Kauen gedacht, sondern für ein Glas Wasser (musste das Ding schnell ins Bad spucken, so schäumte es im Mund). Man scheint sich also Mühe zu geben.

Dritter Eindruck: Hier kostet das WLAN 5 Euro. Am Tag? Nein… IN DER STUNDE. Zuerst habe ich mich darüber geärgert. “Was kostet denn der Strom für mein Ladegerät? Wieviel Wasser ist gratis? Welche Münzen brauche ich für die Heizung? Kostet die Klospülung auch?” usw. – die üblichen Fragen an die arme Rezeptionistin, die eigentlich ganz meiner Meinung war.

Aber die Geschäftsführerin des Hotel wird morgen unter den Zuhörern sein.

Darum schreibe ich meinen Vortrag morgen früh nochmal um.

Und vor allem bin ich gespannt, wie weit dieser Artikel bis morgen um 12 14 Uhr schon durch die Blogsphäre gewandert sein wird. Wer ihn zitiert, wird in meinem Vortrag genannt! Echt jetzt!

An die Tasten!

Update: Trackbacks bitte manuell per Kommentar posten, die Funktion läuft bei mir gerade nicht.

Update 2, Reaktionen aus der Blogsphäre (wow, die Artikel kommen gerade schneller als ich Tippen kann)

  1. Oliver Gassner ist ein Urgestein des Bloggens. Er pflichtet mir bei, betont den wichtigen Unterscheid zwischen “WLAN” und “gratis WLAN” und schreibt: “Ach ja, und Bodenseepeter hält morgen einen Vortrag und erwähnt jeden Blogger, der seine Story bloggt im Vortrag. Hey, der Mann hat es verstanden.”
  2. Oliver bloggte nicht nur, sondern twitterte das Thema auch. Dort las es sofort Daniel von Tourismus Zukunft, der daraus sofort eine kleine Kampagne machte. Er fragt seine Leser: Wer findet die beste Lösung, wie das Hotel Viva Creativo den entstandenen Schaden bestmöglich wieder gutmachen kann (Web2.0 oder anders)? Den Gewinner erwartet eine Kiste Bier frei Haus.
  3. Weil Daniel seinen Artikel auch auf Englisch postete, wird er nun möglicherweise große Portokosten zu tragen haben. Denn William Bakker ist sowas der Martin Schobert aus British Columbia, und er schlägt vor: The hotel should respond by joining the conversation and promoting their rate as cheap compared to the competition! Further, they should create a “free wifi” viral campaign. Free Wifi for people who sign-up for our newsletter. The referrals they’ll generate will pay for itself.
  4. Helge war nach Oliver der zweite, der darüber bloggte. Er schreibt Bezug nehmend auf Daniels Wettbewerb: Wenn ich die Geschäftsführerin bin und in diesem Vortrag sitze, steh ich auf und verkünde, dass WLAN ab sofort nix mehr kostet.
  5. Le Gourmand ist das Genießermagazin für Hotels & Restaurants und Götz Primke nimmt Bezug auf Daniel und Helge: Ich denke: das reicht nicht. Um positiv aus dem Rahmen des Üblichen zu fallen, sollte das Hotel hier noch eins draufsetzen. Und so ein Genusscamp würde den Rahmen bieten: viele Web 2.0 bzw Travel 2.0-affine Menschen würden in dem Hotel als Gast sein, würden über das Hotel schreiben und so einen unheimlichen Schwung an Content in das Internet schwemmen. Und nach dem Genusscamp gibt es ein bloggendes und twitterndes Hotel mehr.
  6. Daniel legt noch einen drauf und überträgt das Theme ins Mikroblogging zu Twitter. Er definiert den Hashtag #hotelcvh.
  7. Marketing-Social-Media liest Olivers Twitter-Feed, erfährt so von meiner Aktion und schreibt: “Persönlich kenne ich dieses Problem auch. Immer liest man: Hotel hat auch WLAN. Doch dann kostet das meist oder ist nicht in allen Räumen empfangsbereit. Dann lieber das Ganze unerwähnt lassen damit man keine falschen Hoffnungen hat.”
  8. Als Marketing-Social-Media Daniels Post entdeckt, nennt er es eine “Gegenaktion zum Bodenseepeter, um den Ruf des Hotels zu retten”. Ganz zustimmen kann ich da (noch) nicht, denn zuerst muss das Hotel reagieren, um seinen Ruf zu beeinflussen.
  9. Im Projekt 5 Prozent schreibt Jörg: “Würde ich heute ein Hotel eröffnen, würde ich eher auf Haustelefone verzichten (wer nutzt die eigentlich noch), als dass ich meinen Gästen keinen Internetzugang zur Verfügung stellen würde.”
    Im selben Blogpost antwortet Edith auf Daniels Wettbewerb: sie sieht eine riesige Chance für das Hotel, die entstandene Aufmerksamkeit für sich zu nutzen und jetzt klug zu reagieren. Lest ihre Vorschläge am besten selbst.
  10. Oliver schreibt in seinem Schorleblog: “ich hoffe nach dem vortrag gehen manchen die augen auf und der wlan-preis runter. dann kommt das hotel viva creativo für mich als potentiellen kunden wieder in frage.”
  11. Reinhard Lammer ist Tourismus-Chef im Lammertal, liest Helges Blog und sieht den Zusammenhang von einem einzelnen Hotel und seiner Region: “Kundenkommentare haben immer auch eine Auswirkung auf das Image einer Destination – und das ist mit Sicherheit Teil der Markenpflege und somit Aufgabe der Destination. (…) Ergibt sich hier eine neue Aufgabe für Tourismusorganisationen. Ständiges Monitoring des Webs und dann entsprechend reagieren, in Absprache mit dem betroffenen Betrieb? Huch, viel Arbeit…”
  12. Freewave ist ein Anbieter von kostenloserm WLAN für Restaurants und Hotels (kenne ich schätze ich aus Wien), die lesen offenbar Reinhards Blog. Sie schreiben: “Wann wird der letzte Bezahl-WLAN Hotspot seinen Betrieb einstellen? Wir wissen es nicht, aber wir arbeiten daran.”
  13. Marco Schreuder ist Landtagsabgeordneter in Wien, folgt Helges Twitter-Meldungen und freut sich auf die Fortsetzung der Geschichte.
  14. Das Hotel Krone in Neuenburg ist ganz webzweinullig und hat schon seit 2001 kostenloses WLAN. Stefan Waidele warnt in seinem Blog vor dem Imageschaden der entstehen kann, wenn eine Geschichte wie diese die Runde macht.
  15. Mein Blogpost auf Digg ist nun immerhin unter bei Google auf Seite 1, wenn man nach dem Hotel sucht.
  16. Hans Kirchmeyr aus Linz schreibt “Aus seriöse Hotels rechnen mal stundenweise” und hat dieses Comic gezeichnet:
  17. Überblogger Robert Basic schreibt: “Tatsächlich ist es bei mir so, dass ich um Hotels mit keinem Netzanschluss (…) im Zimmer einen dicken Bogen mache. Ebenso um Hotels, die angeben, dass die Internetanschlüsse haben, das Netz aber saulahm oder sauteuer ist oder gar nicht geht. Das war dann der letzte Besuch für mich dort und bei der Rechnung erwarte ich eine Reduktion des Preises.”
  18. Der Apartmentblogger meint: “Mit den Preisen fürs WLAN lassen sich ein paar Kröten verdienen – was bleibt ist jedoch ein schlechter Eindruck, da für viele Heavyuser des Internet ein kostenloser Internetzugang zum guten Ton gehört.”
  19. Frank Stohl pflichtet mir ebenso bei auf seinem Blog.
  20. Auf dem Blog von SocialNetworkStrategien nennt Matias Roskos das kostenlose WLAN in Hotels “ein echtes Killerkriterium”. Recht hat er.
  21. Im Blog about nothing bittet Daniel Krauß: “Also liebe Hotelbetreiber, ich appeliere an euch, die Internetnutzung als Serviceangebot und nicht als Goldesel anzusehen. Ich bin überzeugt, dass es sich auszahlen wird!”
  22. Mats pflichtet mir auch bei.
  23. Christian Lendl schreibt auf dem Blog der Österreich-Werbung unter dem Titel The Empire strikes back: “stellt sich die frage: sind es die 5 euro pro stunde für die benutzung des WLANs wert, (wahrscheinlich) einige buchungen zu verlieren? dass immer mehr leute das internet für die vorab-information nutzen, sollte auch den verantwortlichen des hotels klar sein. spätestens seit heute.”
  24. Claudia hat im Blog von Tripsbytips aufgerufen zur Sammlung einer Liste von Hotels mit kostenlosem WLAN und betont die Chance, die sich Hotels damit bietet.
  25. Sabine von der Wissenslounge hat gleich eine ganze Reihe von Vorschlägen, wie das Hotel die nun entstandene Aufmerksamkeit nutzen könnte, um aus der Krise eine Chance zu machen.
  26. Stefan rechnet an meinem Beispiel (stark vereinfacht, 5 Stunden kosten hier 10 Euro) vor, warum sich ein UMTS-Stick lohnt. Auch wenn die Details nicht ganz stimmen, Recht hat Stefan trotzdem.

Update drei:

About Peter Eich

Mathematiker und Philosoph eigentlich, Seriengründer und Investor tatsächlich. Gründer von Inselhüpfen, Radweg-Reisen, Bikemap, Toursprung, Tourbook, Bodensee-Verlag, und Cyclesummit. Außerdem Referent, Immobilien-Investor, Pilot, NLP-Coach und Barista. Und meistens unterwegs.
  • http://blog.oliver-gassner.de oliver
  • http://sebmos.at/ Sebastian

    Berichtest du morgen über die Reaktion(en), speziell von der Geschäftsführerin? Würd mich echt interessieren! :D

  • http://www.tripsbytips.de Uwe

    was für ne kleine welt, peter. bin morgen auch in hannover. auch ein vortrag. selbes thema. aber eine andere veranstaltung. bin gegen 14.30 uhr wieder unterwegs, noch zeit und lust auf nen café? lg, uwe

  • http://politik.netzkompetenz.at David Röthler

    Ich war kürzlich im Hotel Silken Berlaymont in Brüssel, gleich neben der Europäischen Kommission. Da hat das Internet 6.95 pro Stunde gekostet! Dafür war das Frühstück gut…

  • http://kamleitner.com Michael Kamleitner

    Bin auch gespannt auf die Reaktionen der Geschäftsführung…hoffen wir mal, dass es in Hannover bald ein Hotel mehr mit Free-WiFi geben wird :)

    Ich bin ja teilweise schon dazu übergegangen meine Unterkünfte nach diesem Kriterium auszusuchen, wenn ich täglich 20-30EUR für WiFi draufzahlen muss,kann ich mir auch gleich ein höherpreisiges Hotel nehmen (letztens z.b. in Barcelona – die Hotels der Onix-Kette sind da echt empfehlenswert!)

  • http://marketingsocialmedia.de/ Sebastian
  • http://www.schorleblog.de olli

    wie schon in meinem blogeintrag geschrieben, dem aktionismus schließe ich mich an: http://www.schorleblog.de/index.php/2008/11/26/tourismus-aktionismus-hotel-viva-creativo/
    ich hoffe es bringt was und ich hoffe, ich komme auch mal in den genuß des vortrags. schönen gruß aus dem süden

  • http://www.helge.at Helge
  • http://www.schorleblog.de olli

    gibt es noch bei qype etwas? bin dort für hilfreiche einträge dankbar

  • http://www.segelschule-wasserburg.de Jörg

    Wie schnell schreibt ihr eigentlich? :D

    Und hier das was auf p5p.de zu zu lesen ist: http://p5p.de/ist-wlan-ein-luxusobjekt/

  • http://www.tourismuszukunft.de Daniel

    http://tinyurl.com/web20contest

    Gegenmaßnahmen zu Peters Kampagne bitte jetzt ausdenken und bloggen – der wahre Web2.0 / Travel2.0 / Tourismus2.0 Held zeigt sich hier :)

    VG Daniel

  • http://workersonthefield.wordpress.com Reinhard

    ich tu auch noch mit, dann hast auch einen Tourismusdirektor-Kommentar und es sind mehr als 10 Kommentare; http://workersonthefield.wordpress.com/2008/11/26/hotelbewertungen-liest-eh-keiner-oder/

    viel erfolg morgen!

  • http://marco-schreuder.at Marco Schreuder

    Ich kenne das. Man kommt ins Hotel, weil sie im Netz mit Internet werben, und dann verlangen sie Geld. In Graz waren es neulich 6 euro/Stunde.

    Ich hab diese Geschichte schon gebloggt: http://marco-schreuder.at

  • http://www.legourmand.de/ GAP

    Hallo Peter,

    hab eben Deinen und Daniels Artikel gelesen und mir mal ein paar Gedanken gemacht, wie sich das Hotel deutlich besser positionieren kann:
    http://www.legourmand.de/?p=976

    LG,
    Götz

  • http://stefan.waidele.info Stefan Waidele

    Hoteliers sind aber auch in einer Zwickmühle: Einerseits ist die “billige Variante”, sprich ein offenes WLAN und eine T-Com Flatrate (die ich jahrelang praktiziert habe) inzwischen rechtlich äußerst risikoreich, andererseits sind die Gäste sehr sensibel, was die Kosten angeht.

    Ich bin inzwischen selbst bei einer kostengünstigen Lösung (PublicIP.net), die aber einiges an eigener Arbeit kostet:

    http://krone-neuenburg.de/2008/10/kostenloses-wlan-in-der-krone/

    Ich verstehe, dass viele Kollegen in einer Zwickmühle bzw. Abhängigkeit von Providern sind, und bin froh mir selbst helfen zu können.

    So, jetzt hast Du auch noch einen Kommentar von einem Hotelier.

    PS: Nimm den Kollegen nicht zu hart dran…

  • http://kosmar.de kosmar

    der name ist wirklich schlimm.

  • http://howareyou.twoday.net/ MasterOfDesaster

    glaub dass das den meinsten gaesten ziemlich egal ist. trotzdem sollte man verstehen dass das ein punkt ist mit dem man 1. sich vielleicht einen kleinen vorspung holen kann und/oder 2. den gast zeigen kann das service nicht beim fruehstuecksbuffet aufhoert.

  • Peter5

    Lieber Peter
    ärgere dich nicht über das 5 € Stundenhotel. Komm in die Weltstadt Stupferich, dort steht ein neues Bett für dich, und W-Lan ist auch kostenlos.

  • http://i.rrhoblog.de/ rrho

    Habe kürzlich ein Hotel in Paris gesucht und bin schnell auf den Trichter gekommen, daß dort viele Hotels Geld fürs WLAN nehmen. Habe dann eines gefunden, das freies WLAN verspricht. Versprochen gehalten, Gast glücklich. Da nahm ich auch die schrecklich weiche Matratze mit einiger Gelassenheit.

  • http://www.freewave.at/ Wolfgang

    Bei WLAN wird oft das schnelle Geld gesehen. Ob ein Gast wiederkommt, scheint manchmal gar nicht zu interessieren.

    http://www.freewave.at/blog/2008/11/27/erfolgsfaktor-kundenzufriedenheit/

  • http://blog.d-krauss.de Daniel

    Ich habe auch mal meinen Senf dazugegeben:

    http://blog.d-krauss.de/2008/11/27/kosten-fur-internetnutzung/

  • http://franzoo.de Franz Patzig

    Ich suche meine Hotels mittlerweile u.A. nach kostenlosem Internetzugang aus. Es ist nicht einsehbar, dass man am Tag in manchen Hotels Preise zahlt, die den einer Monatsflatrate übersteigt. Wie kann man einem Gast nur auf diese Art das Gefühl geben, dass er abgezockt wird? Das ist einfach dumm.

    Mit freiem, funktionierendem WLAN kann man mich glücklich machen.

  • http://blog.bassena.org/ hans|k
  • http://www.stohl.de/weblog frank
  • Tim

    Man sollte unterscheidem. UMTS ist ja mittlerweile weit verbreitet. Aber nur im Inland bezahlbar. Im Ausland wähle ich die Hotels nach Free-WLAN aus. Dazu ist die Internetnutzung in anderen Ländern ja oft intensiver als die hierzulande. Also: Besonders für auländische Gäste sollte freies WLAN ein Asuwahlkriteriums sein.

  • Tim

    Ach ja, sehe ich das richtig, dass das Hotel keinen Anfahrts/Lageplan auf der Internetseite hat? Nur die Verlinkung zum Routenrechner von map24, bzw. Bahn.de? Eigentlich will man doch auf einen Blick sehen, wo das Hotel liegt, relativ zur City oder anderen Orten, die für den Aufenthalt wichtig sind (und deren Lage man ungefähr kennt). Unsere Sekräterin würde da sicher sofort weiterklicken zum nächsten Hotel.

  • http://blog.oliver-gassner.de oliver

    Hast Du dich im Titel absichtlich vertippt? ‘Viva CreativOOOOOO’

  • Benno

    Zugegeben, ich suche mir meine Hotels auch nach freiem W-Lan aus. Nur werde ich das Gefühl nicht los, dass diese Dienstleistung im Preis eingerechnet ist. Was ist wenn ich es aber an dem Tag nicht nutzen will? Die Aussage: „Bei uns ist W-Lan inklusive“ klingt gut. Dass dafür letztendlich die Preise hochgingen, das sieht keiner.
    Genauso finde ich es nicht schlimm, wenn man für den Wellness-Bereich extra bezahlen muss. Was bringt mir dieser, wenn ich teilweise um 23 Uhr im Hotel ankomme und morgens wieder weg bin.
    Das ist auch das Frühstück. Ich bin oft sehr früh wieder unterwegs (Frühstück ist da noch nicht zu haben). Ich habe in den meisten Fällen aber dafür bezahlt.
    Wieso soll ich also für Leistungen bezahlen, die ich überhaupt nicht in Anspruch nehme?
    Ein anderes Beispiel ist die Garage im Hotel. Die Gebühr für diese wird oft extra verlangt. Ist in Ordnung. Ich komme mit dem Zug, sodass ich diese ja nicht benötige. Wieso soll ich dafür durch den Zimmerpreis bezahlen?
    Grüße nach Hannover!

  • // Jo

    @Benno es geht wohl weniger um die Tatsache dass der W-LAN Nutzung inklusiv sein sollte, als um die unverschämt hohen Preise für eine Dienstleistung die ein paar Cent kostet.

    Würden wir nicht in der Servicewüste Deutschland leben, würden alle Hotels diese Dienstleistung kostenlos anbieten und die Preise für eine Übernachtung wären wieder vergleichbar(er).

    //Selten so den Konjunktiv vergewaltigen müssen

  • http://www.viennacityflats.at/apartmentblog Apartmentblogger
  • http://www.bodenseepeter.de Bodenseepeter

    @Oliver: War ein Tippfehler. Danke für den Hinweis.

  • http://www.babyrocker.de Matias Roskos

    Das Stöckchen greife ich sehr gerne auf. Schließlich habe ich immer wieder ähnliche Probleme:
    http://www.socialnetworkstrategien.de/2008/11/es-kann-nur-eines-geben-hotels-und-restaurants-mit-kostenlosem-wlan/
    Viel Spaß noch in Hannover! (Auch wenns nicht mit dem Bodensee zu vergleichen ist ;)

  • http://www.blog.hotellerie.de Markus Luthe

    Kostenaspekte des Hotels dürfen bei der Diskussion nicht unberücksichtigt bleiben. Ja, ich höre schon den Aufschrei… Nein, es sind nicht primär die Verbindungskosten: Die Haftungsfrage macht der Hotellerie zu schaffen.

    Illegale Musikdownloads, Aufruf von Seiten kinderpornographischen Inhalts, … Wenn so etwas von “Gästen” im Schutze der Anonymität über das hoteleigene Netzwerk läuft, ist der Hotelbetrieb in existenzieller Gefahr. In einem Fall hat die Staatsanwaltschaft die gesamte EDV des Hotels beschlagnahmt und abtransportiert, das Haus musste komplett schließen. Bei Verletzungen des Urheberrechts – bei Nutzung der Hotel-EDV wird halt gleich “gewerbliche Nutzung” unterstellt – werden Unterlassungserklärungen und Schadenersatzforderungen sofort in sechsstelliger Höhe aufgerufen. Leider alles schon passiert – auch in deutschen Hotels.

    Vor diesen unkalkulierbaren Haftungsfragen kann sich der Hotelier faktisch nur schützen, wenn er das WLAN von einem externen, hierauf spezialisierten Dienstleister anbieten lässt. Ob und wie der so entstehende Kostenblock an den Gast weitergegeben wird, muss jedes Haus individuell für sich entscheiden.

    Pay as you use oder Einkalkulieren in den Übernachtungspreis auch für die Offliner unter den Gästen? Was ist gerecht? Was setzt sich am Markt durch? Letztlich wird der Wettbewerb auch diese Frage entscheiden.

  • http://www.bodenseepeter.de Bodenseepeter

    @Markus Luthe: Das ist Stimmungsmache. Es gibt kein Hotel, dessen EDV beschagnamt wurde. Oder kannst du mir den Fall nennen?

  • http://www.hajosiewer.de Ole

    5,- Euro pro Stunde finde ich fast naoch akzeptabel. Im NH in Düsseldorf werden 60 Minuten mit 18,- Euro berechnet, wahlweise auch 24 Stunden mit 22,- Euro.

  • http://www.helge.at Helge

    @Markus Luthe: In einem Punkt stimme ich dir zu: Der Markt wird das entscheiden. Wir entscheiden das gerade.

  • http://blog.austriatourism.com Chris

    leider nicht ganz so schnell wie die anderen, aber noch vor 12:
    http://blog.austriatourism.com/stories/33151/

    lg aus Wien,
    Chris

  • http://www.internetszene.com Michael

    Stellst du die Folien auf Slideshare? Könnte man zu diversen Anlässen als Fallbeispiel für Tourismus 1.43 präsentieren. Schönes Google-Ranking hat dein Beitrag übrigens! :-)

  • http://wissenslounge.blogspot.com Sabine

    Hallo!
    Eigentlich sollte man von dem Vortrag ein Video drehen (siehe meine Idee). Die Reaktionen könnte man dann mit ein bißchen Selbstironie auf Youtube und der Website in einem besseren Imagevideo vermarkten.

    Schönen Gruß & viel Erfolg beim Vortrag!
    Sabine
    http://wissenslounge.blogspot.com/2008/11/hotel-viva-creativo-kreativo-aber.html

  • http://www.viennacityflats.at/apartmentblog Apartmentblogger

    Ich möchte bitte ein Foto von der Hoteldirektorin sehen ;)

  • http://www.soisses.at Monika Meurer

    Wie wäre es mit einem livestream??? Wir wollen alle das Gesicht der betroffenen Dame sehen…. Und die Reaktion erleben.
    Einfach kostenlos WLAN anbieten, geht mir auch nicht weit genug. Das wäre zu einfach.

  • Claudia

    Hej Peter,

    kurz vor 12 habe ich auch noch ein kleinen Beitrag in unserem Blog bepostet. Viel Spaß beim Vortrag und das Foto von der Hoteldirektorin hätt ich auch gerne ;-)

    http://blog.tripsbytips.com/view/hotels-mit-kostenlosem-wlan/

  • http://stefan.bloggt.es stk

    Weil UMTS besser als WLAN ist: http://stefan.bloggt.es/2008/11/bwl-fuer-einsteiger/ ;)

  • http://stefan.bloggt.es stk

    Whoops, ich hab’s zwar als Milchmaedchenrechnung deklariert, mich aber doch bei den Zahlen vertan. Ist mittlerweile korrigiert.

  • Hexe 2.0

    …. na, steht die GFin schon auf dem Scheiterhaufen?

    Das scheint wie mittelalterliche Methoden 0.6 (1260/2008), die sich Technik 2.0 zu Nutze machen, um… ??? ja, was eigentlich, zu erreichen?

    Ist Marketing 2.0 = Ethik 0.0?

    Wo ist die 2.nullige “Social Responsibility”?

  • http://www.bodenseepeter.de Bodenseepeter

    @Hexe: Quatsch, 80% meines Vortrages geht über was anderes, und 20% darüber, wie man (=sie) sowas als Chance nutzen kann.

  • http://www.bodenseepeter.de Bodenseepeter

    @Hexe: …und der beginnt erst um 16h.

  • http://sebmos.at/ Sebastian

    @Hexe 2.0
    Die Geschäftsführerin steht nicht auf dem Scheiterhaufen, eine ihrer Produktentscheidungen tut das. Solche Totschlagargumente bringen nichts. Was ist dir lieber? Keine Kritik mehr, weil irgend jemand eine Entscheidung getroffen hat?

  • http://philsblogging.com Phil

    http://twitter.com/phdotaschauer/status/1026465647

    Power to the people (well, bloggers at least)…

    Dieses Hotel wird diese Preisstrategie gut überlegen! :)

  • http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Welle_(Roman) Laurie Saunders

    @Phil: Oder auch “Macht durch Gemeinschaft”. Peters Frust über den hohen WLAN-Preis kann ich gut nachvollziehen. Dass eine Anzahl Blogger der Aufforderung kritiklos nachkommt, seinen Artikel zu verbreiten, obwohl sie besagtes Hotel nie von innen gesehen haben und Mondpreise kein Einzelfall sind, wundert mich hingegen. Denn insgesamt geht es hier um eine Belanglosigkeit, da es UMTS oder andere Hotels gibt. Was aber bleibt, ist das Negativimage eines einzeln herausgegriffenen Hotels, welches niemand aus erster Hand kennt, und die Verbreitung eines ansonsten fast inhaltslosen Artikels. Alles nur Selbstmarketing mit BILD2.0-Methoden auf dem Rücken williger Helfer? Die Chance auf eine sachliche Diskussion über überteuerte Hotspot-Preise wurde vertan.

  • http://www.abseits.de Gerhard Schoolmann
  • http://www.helge.at Helge

    @Laurie: Natürlich ist das Hotel mit seinen überteuerten WLAN-Preisen kein Einzelfall. Aber es brauchte ein Exempel. Die Freewaves dieser Welt werden nun mit dieser Story argumentieren können. Sogar die Justiz operiert mit Abschreckung, warum sollten wir uns dieser Methode enthalten?

    Vor allem: Die Vorteile dieser Aktion werden für das Hotel meines Erachtens deutlich überwiegen, besonders da es die Kostenpflicht eh abschaffen wird. Deine Sorge halte ich für unbegründet.

    Und, mit Verlaub, zur Bewertung eines 5€-Stundenpreises muss ich nicht dort übernachtet haben.

  • http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Welle_(Roman) Laurie Saunders

    @Helge: Natürlich haben die meisten genug Verstand, um 5€/h für WLAN als überteuert zu empfinden. Das wäre nich mal einen Blog-Artikel wert. Peter rief statt dessen andere Blogger dazu auf, seinen Artikel zu verbreiten, in dem er sich über ein bestimmtes Hotel mit hohen WLAN-Preisen entrüstet. Ich habe lediglich davor gewarnt, diesem Aufruf kritiklos zu folgen, solange man sich nicht genau erkundigt hat.

    Und genau dieses unreflektierte Verbreiten einer nicht überprüften Story hat nun die Blogger, welche seinem Aufruf folgten, zu Witzfiguren gemacht. Denn wie Peter mittlerweile im nachfolgenden Blog-Posting schreibt, beruhte seine Anschluldigung lediglich auf heißer Luft. Das vorher beschuldigte Hotel plane nämlich sowieso schon länger, bereits in einem Monat WLAN kostenlos anzubieten und wäre damit plötzlich vorbildlich. Auch sei die Geschäftsführerin auf einmal gerade ein gutes Beispiel wegen ihrer Managmentfähigkeiten. Also eine komplette Kehrtwende in seiner Argumentation. Auch wurde nichts bewegt und schon gar nicht gezeigt, wie die Blogszene hier etwas gutes bewirken konnte. Im Gegenteil, sie wurde lächerlich gemacht.

    Du sagst, die “Freewaves dieser Welt” würden von Peters Aktion profitieren? Es gab keine Aktion. Das Hotel hatte von sich aus bereits geplant, bald WLAN kostenlos anzubieten. Im Gegenteil, die Position der Freewaves wurde geschwächt, weil es nun so aussieht, als ob sie es nötig hätten, frei erfundene Geschichten aus der Luft zu greifen, um ihr Anliegen umzusetzen. Doch die Anhänger dieser Bewegung, an der mir selbst viel liegt, haben diesen Zirkus nicht nötig.

    Dein Komentar hat meinen Eindruck noch verstärkt, dass hier lediglich Schaumschläger mit billigen Tricks unter dem Deckmantel ehrhafter Ziele im Namen des Web2.0 oder der Bloggerszene versuchen, sich für ihre eigenen Interessen Publicity um jeden Preis zu verschaffen. Dieses Vorgehen ist nicht Zweinull sondern eher Doppelnull. Die Szene ist intelligent genug, dies zu erkennen.

  • max

    Wenn man sich das alles so ansieht fallen einem zwei Sachen auf:
    1. Gut das es noch echte Journalisten gibt, denn so eine Hetze wegen so einer Lappalie gibt es nicht mal bei der Bild.

    2. Es sind nur ein par wenige Blogger die hier terz machen. Das ändert an der Auslastung des Hotels doch sehr wenig. Das negativ Image wird sich kaum halten. Und die wenigsten von Euch werden je in die Verlegenheit kommen dieses Hotel zu buchen.
    Die Bloggosphäre ist schon etwas wie die hohe Wissenschaft an unis. Ein bisschen im Elfenbeinturm etwas viel Selbstüberschätzung aber UNHEIMLICH wichtig…

  • http://www.bodenseepeter.de Bodenseepeter

    @Max:
    1. Blogger und Journalisten schließen sich doch in keiner Weise aus. Das eine hat mit dem anderen nur begrenzt zu tun, auch wenn es fließende Übergänge gibt.
    2. Wenn du dich über ein Hotel ärgerst und es deinen Freunden erzählst, so machst du kaum was anderes, nur um einen gewissen Faktor kleiner.
    3. Der Wind, der hier entstanden ist (und der mich ehrlich gesagt sehr überrascht hat), hat schon sein Gutes. Diese eigentlich negative Publicity ist ein gutes Beispiel und eine Argumentationshilfe, um andere Hoteliers zu überzeugen, wie groß das Interesse an einem freien Zugang ist.

  • http://blog.bassena.org/2008/11/27/auch-serioese-hotels-rechnen-mal-stundenweise/ hans|k

    Also ich bitte schon ein bisserl, die Kirche im Dorf zu lassen. Peter ist ja kein undifferenzierter Hetzer, der da einen anonymen Mob aufhetzen wollte, um im großen Stil ein kleines Hotel fertigzumachen.

    Ich hatte seinen Aufruf so verstanden, dass er sich mit seinem Anliegen ganz offen der Hotelleitung stellen wollte, nachdem er an der Rezeption nicht groß weitergekommen war und er dafür vorher noch um etwas Unterfutter seiner Leser bat, um aufzuzeigen, dass er mit seiner Kritik nicht alleine steht.

    Daran hab ich mich, mit einem Augenzwinkern, gerne beteiligt und in der ganzen Sache von Anfang an eigentlich mehr Potenzial für einen gewissen Werbeeffekt als für Schaden gesehen (zumindest ich kannte vorher kein gutes Hotel in Hannover mit Namen).

    Aber gut, damit könnte man letzten Endes alles rechtfertigen und natürlich gibt mir die Kritik schon zu denken. Ich mein, wer ist schon gern Teil eines “Mobs” oder lässt sich (wie in Lauries Homepage-Link) mit Freuden in die Nähe einer faschistischen Bewegung wie “Die Welle” rücken? Vielleicht war die Aktion wirklich etwas überzogen, aber ob ich mir deshalb gleich diesen Stiefel anziehen soll? Darüber muss ich erst noch ein bisserl nachdenken…

    hans

  • http://www.helge.at Helge

    @Laurie: Von heißer Luft ist keine Rede. Die Kritik hat jetzt noch genausoviel Substanz wie zuvor. Das Hotel bietet WLAN zu überhöhten Preisen an, daran hat sich nix geändert. Ein Gast fühlte sich verarscht, auch das ist nicht zu leugnen. Er hat seinem Unmut Luft gemacht. Viele andere, die sich immer wieder ebenfalls über so ein Verständnis von Service ärgern, haben eingestimmt. Dass das Hotel seine Policy ändert, widerlegt die Sache nicht, sondern bestätigt sie nur.

  • http://www.online-marketing-blog.at Thomas

    Sehr interessant – die Herstellung der Online Reputation sollte etwas Zeit in Anspruch nehmen ;-)

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  • http://www.mario-vogelsteller.de/blog/ Mario Vogelsteller

    Ich finde das auch immer wieder eine Unverschämtheit! Letzten Monat in Thailand musste ich 6 Euro fürs Internet zahlen – für 30 Minuten!!!