Quarks über die Wirtschaftskrise

Es kommt nicht oft vor, dass ich mich positiv über das öffentlich-rechtliche Fernsehen äußere – ein Amt, das schon im letzten Jahrtausend veraltet war.

Doch die Sendung “Wohin verschwindet unser Geld” aus der WRD-Reise Quarks erklärt einige volkswirtschaftliche Begriffe  im Zusammenhang mit der Wirtschaftskrise in wunderbar klarem Stil.

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Diese Sendung muss man nicht zufällig gesehen haben, wie meist im Fernsehen*.

*Fernsehen = ein Ereignis abseits seines ursprünglichen Ortes verfolgen. Produkt der 40er Jahre. Für mich so uninteressant, dass ich kein solches Gerät besitze.

Vielmehr kann man es zu einem selbst bestimmten späteren Zeitpunkt online anschauen bzw downloaden, wie meist im Web*.

*Web = Produkt der 90er Jahre. Ermöglicht das Spätsehen*, eine grundlegende Voraussetzung, um Dinge weiterempfehlen zu können.

*Spätsehen = grundlegende Voraussetzung, die erfüllt sein muss, bevor ich überhaupt daran denke, einen Brief der GEZ zu öffnen.

Neuseeland aus dem Autofenster

Eine Woche lang bin ich nun in Neuseeland, und leider hatte ich bisher nur einen halben Tag Zeit um mir die schöne Landschaft anzuschauen.

Bei der Fahrt von Cromwell nach Christchurch konnte ich jedoch ein wenig aus dem Fenster meines spiegelverkehrten Autos fotografieren. Sind zwar nur ein paar schnelle Bilder eines kleinen Teils von Neuseeland, aber es wird auch schon jetzt klar, warum Neuseeland sich “100% pure” nennt. Oder?

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Otago Rail Trail

Heute habe ich den bekanntesten Radweg Neuseelands kennen gelernt, den Otago Rail Trail:


Bike route 201978 – powered by Bikemap 

Hier noch ein paar (öffentliche) Fotos:

Diesen Blog-Artikel habe ich veröffentlicht, um hier vor Ort vorzuführen, wie einfach und schnell man mit Mashups wie Bikemap und Flickr eine Webseite mit nützlichen Daten bereichern kann.

Die GPX-Daten des Radwegs habe ich aus dem Web geholt und bei Bikemap hochgeladen, und die Diashow sind die Ergebnisse der Suche bei Flickr nach “Otago Rail Trail” mit CC-Lizenz inklusive kommerzieller Nutzung (als Indiz für die besten Bilder). Beide Ergebnisse sind als Widget in meinen Blog eingebunden.

Insgesamt hat das keine 10 Minuten gedauert.

Globales Arbeiten

In diesem Moment sitze ich morgens um 8:30 Uhr mit meinem MacBook auf den Beinen in meinem Bett in Neuseeland und koordiniere die Zusammenarbeit von Borahm in Konstanz (22:30 Uhr) und Steve in San Francisco (13:30 Uhr) – alle drei sind in gerade online und arbeiten zusammen am selben Projekt: die Routen des Radrennens Dauphiné Libéré mit der Hilfe von Bikemap auf steephill.tv online zu stellen. Ist schon nett, dieses Internet…!

Opentreetmap und Tourismus

Im Vorjahr brachte die Österreich Werbung eine Broschüre heraus, um heimischen Touristikern das Web 2.0 näher zu bringen.

Die erste Auflage ist zwar bereits vergriffen, das PDF steht aber nach wie vor online zum Download bereit.

Österreich Werbung

Mitte Juni soll die zweite Auflage (“Reloaded”) erscheinen, für die ich – neben einigen anderen (zB Georg Holzer, bei dem ich mich u.a. für diesen Satz bedanke;) – einen Text schreiben durfte.

Hier ist die Rohfassung meines Textes:

Openstreetmap und Tourmismus

Als Wikipedia im Jahr 2001 online ging, ahnte damals noch niemand, welche Kraft und Kompetenz im partizipativen Web stecken würde. Doch bereits sieben fünf Jahre später musste sich die Brockhaus Enzyklopädie geschlagen geben. Im Jahr 2008 2006 erschien die letzte gedruckte Fassung der 200 Jahre alten und zuletzt 2.670 Euro teuren Enzyklopädie, und heute möchte niemand die Existenz von Wikipedia missen.

Im Jahr 2004 wurde die „die freie Weltkarte“ Openstreetmap gegründet, die in vielerlei Hinsicht mit Wikipedia vergleichbar ist.

Auch hier tragen Freiwillige ihr Wissen zusammen und verwandeln es in Allgemeingut. Anders als bei Wikipedia muss man hier jedoch kein Experte eines bestimmten Faches sein, um einen Beitrag zu leisten. Bei der Openstreetmap reicht schlichtes Ortswissen – und darin ist jeder von uns Experte, zumindest für einen bestimmten Ort an dem man zuhause ist.

Die Openstreetmap wird eine gewaltige Kraft entwickeln und den Wert von bislang gehüteten kartografischen Werken auf nahezu Null reduzieren. Die Verlagswelt wird revolutioniert werden, wertvoll geglaubte Geschäftsgrundlagen werden dahinschmelzen und der Eintritt in den Markt der Kartografie wird so leicht wie niemals zuvor.

War bislang der Besitz einer Karte entscheidend, so wird nun das Verwandeln der kartografischen Datengrundlage der Openstreetmap in entsprechende Karten zur bestimmenden Kompetenz – die übrigens viel leichter zu erreichen ist und zur Monopolstellung nicht ausreicht.

Die davon ausgehende Innovation wird die Art verändern, wie wir das Web benutzen, und die Karte wird zur Navigation im Web eine zentrale Rolle einnehmen.

Bei der Beurteilung der Openstreetmap darf man eines nicht vergessen: ihr Datenvolumen verdoppelt sich momentan alle fünf Monate. Was heute noch wie ein weißer Fleck aussieht, ist vielleicht schon morgen ein perfekt gezeichnetes Dorf mit einer Datenfülle, wie man sie aus der bekannten Google-Map nicht kennt.

Die uns geläufigen Karten im Web wurden von wenigen großen Firmen kommerziell erstellt und dienen in erster Linie der Navigation von Autofahrern. Um zum Beispiel von der Auto- zur Fußgängernavigation zu gelangen, braucht man jedoch 100 Mal mehr Daten in der Karte, deren Erhebung wiederum bis zu 100 Mal mehr Kosten verursachen würde. Keine Frage, dass das kommerzielle Modell hier an seinen Grenzen angelangt ist.

Und genau hier beginnt die Stärke der Openstreetmap.

Im Zoologischen Garten in Berlin sind schon jetzt alle Fußwege, Gehege und Tierarten in der Openstreetmap zu finden – also eine perfekte Karte für den Rundgang im Zoo. Oder in anderen Worten: der Zoo braucht keine eigene Karte mehr erstellen (lassen), sondern kann sich direkt an der Openstreetmap bedienen.
View Larger Map

Die Openstreetmap ist wie ein Eisberg. Das wenige, was man sieht, sind die Renderungen (also grafischen Darstellungen) eines meist nur geringen Teils der vorhandenen Daten.

So ist in einem gängigen Stadtplan im besten Fall ein Schwimmbad als Symbol eingezeichnet, obwohl die Openstreetmap dessen Namen, Hausnummer, Telefonnummer, Webseite und seine Öffnungszeiten kennt. Viele Daten aus etlichen Kategorien sind aber längst unter der sichtbaren Oberfläche der bekannten Renderung vorhanden.

Und mit genau dieser Datenfülle wird die Openstreetmap sehr bald zu einer der wichtigsten Datensammlungen des gesamten Web werden.

Schon jetzt liefern erste Firmen Module, mit denen man ganz einfach seine eigenen Renderungen der Openstreetmap erstellen kann. So wäre zum Beispiel ein behindertengerechter Stadtplan nur einen Mausklick vom Stadtplan für Radfahrer entfernt – denn beide bringen nur verschiedene Teile desselben Eisberges an die Oberfläche der sichtbaren Karte.

Vielleicht wird eine zentrale Aufgabe einer Tourist-Information bald schon die Komplettierung und Aktualisierung aller touristisch relevanten Daten in der Openstreetmap sein. Dann können sich alle Suchmaschinen, alle Portale und alle dynamisch erstellten Reiseführer daran orientieren, und ein Datensatz, der nicht in der Openstreetmap angelegt ist, existiert dann touristisch praktisch nicht mehr.

Bikemap auf Ehrensenf

Während ich gerade als Bikemap-Botschafter durch Australien reise (übrigens mit spannenden Ergebnissen), erschien heute bei Ehrensenf ein schöner Beitrag über Bikemap.

Ehrensenf

Meine Kandidatur für die Freien Wähler

Am 7. Juni sind in Konstanz die Wahlen zum Gemeinderat, und ich selbst kandidiere still und leise für die Freien Wähler. Hier ein Artikel über die Freien Wähler.

Im Südkurier steht nun ein kleines Profil von mir, in dem ich einige Fragen beantworte.

Am liebsten hätte ich darin auch gleich darüber gelästert, wie rückwärts gewandt es von einem online-Medium ist, in solchen Fragen keine Links zuzulassen. Aber ich traue mich nur, es in meinem eigenen Blog zu sagen. Reicht ja auch, denn ihr lest mich ja, liebe Südkurierler ;)

Wildlife in Tasmanien

Wenn in Tasmanien die Sonne untergeht, dann wird nicht nur die Landschaft kitschig schön beleuchtet, sondern es kriechen auch eine Unmenge von großen und kleinen Tieren hervor.

Hier ist ein Bild der Landschaft:

Sunset Tasmania

Und hier ein Bilde von den Tieren, die man am Tag nach einem solchen Abend beobachten kann:

Vorsicht – die Bilder sind sicher nicht jedermanns Geschmack…

Gesamten Artikel lesen und alle Fotos sehen

Sonnenaufgang in Melbourne

Mein erster Sonnenaufgang in Australien dieses Jahr – fotografiert am Flughafen in Melbourne kurz vor dem Weiterflug nach Tasmanien.

Sonnenaufgang in Melbourne

Fotos vom CycleSummit 09

Hin und her in Singapur

Was macht man mit 12 Stunden am Airport in Singapur? Ein wenig in einem Stundenbett schlafen, einmal Massage, den einen oder anderen Espresso um in den Rhythmus des Ziellandes zu gelangen und nicht einzuschlafen… naja, und zwischendrin eben immer wieder gehen… gehen… gehen…

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Australiapeter

Der Bodenseepeter.de ist nun bis zum 9. Juli Australiapeter.com.

Derweil bin ich nur noch über mein Büro oder per Email (mail@boden…peter.de ) erreichbar. Meine deutsche Handynummer werde ich solange nicht benutzen.

Südkurier über Cyclecon

Am Montag und Dienstag findet die von mir veranstaltete Cyclecon statt – die erste Kooperationsbörse für Radreiseveranstalter. Der Südkurier nahm das zum Anlass für diesen Artikel im heutigen Wirtschaftsteil.

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Konstanz by night

Um meine neue Nikon D90 (mit meinem alten Nikkor 12-24 DX) zu testen, bin ich eben ein wenig um das Konstanzer Münster geschlichen. Leider hatte ich kein Stativ dabei, und leider hatte ich den Autofokus ausgestellt und nicht mehr daran gedacht.

Dennoch – das Farbrauschen bei Langzeitbelichtungen ist tatsächlich sehr viel geringer als bei meiner alten D70s.

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Blick aus meiner Wohnung nach Westen

Blick aus meiner Wohnung nach Norden

Blick aus meiner Wohnung nach Norden

Münsterplatz Richtung Süden

Münsterplatz Richtung Süden

Münsterhof Richtung oben

Münsterhof Richtung oben

Die (unbearbeiteten) Bilder sind klickbar auf 1200 Pixel Breite.

Alternativ hatte ich mir überlegt statt der D90 die D700  zu kaufen. Ihr Gehäuse ist aus Metall und sie hat einen Vollformatsensor. Doch damit kann ich weder die Stärken meiner vorhandenen DX-Objektive ausnutzen, noch ist sie mit über 1,5kg Mehrgewicht besonders reisefreudig. Ganz abgesehen vom sehr viel höheren Preis. Die D90 ist darum meine beste Wahl.

Radreisen am Bodensee wachsen gegen den Trend

In der Pressemitteilung zur Bilanz 2008 nennt die Internationale Bodensee Tourismus GmbH (IBT) einige touristische Zahlen für 2008:

Der deutsche Bodensee und Oberschwaben verzeichnen 1,9 Mio Ankünfte (+ 4,1%) bei 6,8 Mio Übernachtungen (+ 2,7%). Der Zuwachs der Ankünfte liegt über dem Schnitt von Baden-Württemberg, der Zuwachs der Übernachtungen leicht darunter.

Insgesamt setzt sich also der Trend der verganenen Jahre fort, dass immer mehr Gäste kommen und immer kürzer bleiben.

Die Gäste blieben letztes Jahr durchschnittlich 3,5 Nächte, und damit genau 1 h 20 min kürzer als im Jahr zuvor (also minus 1,4% Aufenthalsdauer).

Mischen wir die Zahlen der IBT mit denen des Bodensee-Radweg Service:

Unter den 1,9 Mio Bodensee-Gästen sind 242.000 Radreisende. Also immerhin knapp 13% der Touristen. Da diese Radreisenden im Schnitt 6,4 Nächte lang bleiben, werden knapp 23% aller Übernachtungen von Bodensee-Radreisenden gebucht.

Genaue Zahlen über die saisonale Verteilung der Touristen liegen mir nicht vor. Aber Radreisende kommen vor allem in der Vor- und Nachsaison an den Bodensee, und genau das sind die Monate, an denen sich die betriebswirtschaftliche Qualität einer Saison entscheidet. Warum? Weil im Juli und August eh jedes Bett am Bodensee ausgebucht ist.

Somit sind die anfänglich vernachlässigbar scheinenden Radreisenden weit mehr als ein Zünglein an der Waage der touristischen Betriebe am Bodensee. Ich schätze ihren Marktanteil auf etwa 35-40% in diesen relevanten Monaten.

Und aufgepasst: ich rede hier nur von den Radreisenden (also Radfahrern mit wechselnden Übernachtungen), nicht von den Radtouristen (Sterntouren per Rad, etwa genauso viele Gäste wie die Radreisenden).

Und das Gute an den Radreisenden: sie werden immer mehr UND sie bleiben immer länger.

Von 2007 auf 2008 hat die Zahl unsere pauschalen Radgäste am Bodensee um 21% zugenommen (und für 2009 liegen wir wieder im zweistelligen Plus).

(Unsere pauschalen Radgäste sind solche Radreisenden, die ihre Reise bei uns als Veranstalter buchen. Die Mehrzahl der Radreisenden organisiert ihre Radtour um den Bodensee jedoch selbst.)

Während die Aufenthaltsdauer aller Touristen am Bodensee um 1,4% abnimmt, bleiben die Radreisenden 3,2% länger (und in den -1,4% sind auch die länger bleibenden Radler enthalten, dh die nicht radelnden Gäste bleiben NOCH kürzer). Oder in absoluten Zahlen: während der durchschnittliche Radreisende in 2007 noch 6,2 Nächte blieb, wurden es in 2008 schon 6,4 Nächte.

Fazit: der Radtourismus ist ein zentrales und fast immer unterschätztes Element im Bodensee-Tourismus.