Weltrekord: die schlechteste Dienstleistung überhaupt!

In einer Immobilen-Angelegenheit musste ich mich heute an einen bestimmten Notar irgendwo in Deutschland wenden.

Im Laufe des Vormittags hatte ich etwa 5 Mal erfolglos versucht dort anzurufen. Entweder kam ein Besetzt-Zeichen, oder aber eine Nachricht von Band, dass der Anschluss besetzt sei und sich gleich jemand um mich kümmern würde. Dann machte es jedes Mal KLACK und die Verbindung war unterbrochen.

Ich schrieb also ein Mail mit der Bitte um Rückruf, aber nichts geschah.

Also versuchte ich es am Nachmittag weitere 10 Mal dort anzurufen, aber es klappt wieder nicht.

Dann schrieb ich folgendes Mail:

Da ich Sie auch nach etwa 15 Versuchen noch immer nicht telefonisch erreichen kann, bitte ich um einen Rückruf unter [...], unbedingt noch heute. Danke.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Eich

Darauf erhielt ich wenige Minuten später diese UNFASSBARE Antwort:

Sehr geehrte Absenderin,
sehr geehrter Absender,

die von Ihnen übersandte Nachricht enthält kein Aktenzeichen und kann daher nicht zugeordnet werden. Sollte Ihnen UNSER Aktenzeichen nicht bekannt sein, geben Sie bitte Ihren vollständigen Namen und Ihre Anschrift sowie den Namen der Gegenseite an. Bitte bedenken Sie, dass Sie im Übrigen grundsätzlich keine Antworten per Email erhalten. Vielen Dank für Ihr Verständnis und Ihre Mithilfe.

Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag

[...] – Bürovorsteher –

Weder gab es in dieser Angelegenheit jemals ein Aktenzeichen, noch eine Gegenseite. Dafür aber postwendend meine Entscheidung mit diesen Meistern des Dienstleistens niemals auch nur das Geringste zu tun zu haben zu wollen.

Ersatz-Kindle so schnell wie der Wind

Das nenne ich einen perfekten Kundenservice:

Gestern ging mein Kindle kaputt (ok, dieser Teil hat noch nichts mit dem Service zu tun), und heute schon habe ich einen neuen im Briefkasten.

Auch wenn iPhoto das bei genauem Hinschauen nicht begreift ;)

Steve ohne Kindle

20111204-235156.jpg

Mein Kindle ging ausgerechnet am Tag kaputt, als die neue Biografie von Steve Jobs herauskam. Irgendwie fühlt es sich es auch richtiger an, sie auf dem iPad zu lesen…

Die FAZ von gestern

Habe eben einen Artikel “Keine Angst vor großen Zahlen” in der heutigen FAZ auf Papier gelesen und ihn weiterempfehlen wollen. Und dann begann das Drama:

1. Artikel ist auf faz.net nicht auffindbar. Selbst gegen Bezahlung. Fail #1.

2. FAZ-App auf iPhone geladen, heutige Zeitung ist drauf, Artikel aber nicht. Fail #2.

3. FAZ-Abo für Kindle bestellt, FAZ aber auf Mac-Kindle nicht sichtbar. Offenbar braucht es ein Abo pro Kindle (in meinem Fall: Mac, iPhone, iPad und Kindle, also 4 x 29 = 116 Euro pro Monat). Fail #3.

4. Zweites (Probe-) Abo für greifbare Kindle-Version bestellt, Artikel drauf gefunden, aber keine Chance ihn oder seinen Link weiterzuleiten. Fail #4.

Fazit, Faz(sic)it, Fazsic: Guter Artikel in einer unendlich gestrigen Zeitung, deren DRM einfach nur… let’s name it… zum Kotzen ist.

Bitcoin: 7% Rendite in 2 Stunden

News über das Web sind spätestens dann alt, wenn auf spiegel.de darüber berichtet wird.

Darum ist seit ein paar Tagen auch die digitale Peer-to-Peer-Währung Bitcoin ist fast aller Munde, denn der Spiegel hat am 31. Mai darüber geschrieben.

Wer Bitcoin noch nicht kennt, der kann auf Wikipedia, Spiegel, Netzpolitik und im Bitcoin-Wiki darüber nachlesen. Und wer sich daraus keine eigene Meinung bilden möchte, findet hier hier je ein Plädoyer dafür und dagegen, und hier ein interessanter Artikel über das Potential von Bitcoin.

Die Idee von Bitcoin mag umstritten sein, die momentane Wertsteigerung der Hacker-Währung ist es jedenfalls nicht.

Je nach Handelsplatz und Währung (dazu später mehr) hat sich ihr Wert alleine im vergangenen Mai von 4 auf 16 Dollar erhöht und damit vervierfacht.

Und das Tempo der Wertsteigerung nimmt zu.

Ich habe vorgestern (2. Juni) spaßeshalber ausprobiert an diesem Wertzuwachs teilzuhaben, und weil der Weg dorthin nicht immer selbsterklärend war, veröffentliche ich hier eine kleine Anleitung zur digitalen Vermögensbildung:

0. Voraussetzung

Um Bitcoins zu besitzen, braucht man ein Wallet, muss also die zugehörige Bitcoin-Software auf dem eigenen Rechner installiert haben. Das eigentliche Vermögen liegt dann in einer davon verwahrten Datei, dem Wallet. Sie ist gut zu sichern ist und zB auf dem Mac hier zu finden:
USERNAME/Library/Application Support/Bitcoin/wallet.dat

Bevor man die Software jedoch nutzen kann, muss sie erstmal eine Weile lang rechnen und sich eine (stets steigende) Zahl von sogenannten Blöcken generieren. In meinem Fall waren das knapp 130.000 Blöcke, und es hat etwa eine halbe Stunde gedauert. Danach hat man eine funkionierende Bitcoin-Adresse, also etwa zB eine solche Zeichenfolge:
1PBhWfiovgnjMpiJrETqxkayXgkmW3eRna

Diese Zeichenfolge braucht man bei allen Handelsplattformen, um die gekauften Bitcoins ins eigene Wallet zu übertragen (“in der eigenen Tasche zu haben”).

Bitcoin kann man sich theoretisch errechnen, aber das ist nicht mehr rentabel.

Bitcoins muss man sich also entweder verdienen, oder man kauft sie. Letzteres geht am schnellsten, und hier sind drei mögliche Wege es zu tun:

1. Mt. Gox

Wer oder was Mt. Gox genau ist, weiß ich nicht.

Dahinter scheint eine japanische Firma mit einer französischen Adresse zu stecken. Und um dort Bitcoins zu kaufen, muss man ein Benutzerkonto erstellen, per Email bestätigen und anschließend einige (oder viele) Euros auf das französische Konto überweisen. Also echtes Geld per SEPA-Überweisung nach Frankreich schicken.

Freunde von mir bekamen nach nur einem Tag den Euro-Betrag in ihrem dortigen Guthaben angezeigt und konnten davon Bitcoins kaufen, die sich prompt auf das heimische Wallet übertragen ließen. Meine Überweisung an Mt. Gox wird dort auch am dritten Tag noch immer nicht angezeigt, was mich wegen des Feiertags jedoch noch nicht beunruhigt.

Falls das Geld dort nie angezeigt wird – keine Ahnung, ob ich es je wieder sehe.

Falls das Geld dort ankommt, dann bekomme ich es auf Mt. Gox in meinem Account gutgeschrieben. Davon kann ich mir zum aktuellen Kurs von anderen Teilnehmern Bitcoins kaufen.

Sobald man Bitcoins im Account von Mt. Gox hat, kann man sich diese auf das eigene Wallet überweisen lassen, was nur wenige Minuten dauert. Falls ich alles richtig verstehe, dann fallen bei dieser Art des Kaufs keinerlei Gebühren an.

Wenn man auf Mt. Gox hingegen seine Bitcoins gegen Euro verkauft und anschließend das Guthaben auf das eigene Bankkonto überweisen lassen möchte (oder nicht ausgegebenes Guthaben zurück überweisen möchte), dann kostet das 2% Gebühren.

Mt. Gox ist ein klassischer Weg um gebührenfrei Bitcoins zu erwerben. Ob Mt. Gox empfehlenswert ist, hängt meines Ermessens von drei Dingen ab:

1. Ist Mt. Gox vertrauenswürdiger Treuhänder des überwiesenen Geldes? Keine Ahnung!

2. Man spart Gebühren. Allerdings dauert es 24-72 Stunden, bis das überwiesene Geld angekommen und in Bitcoins verwandelt werden kann. In dieser Zeit partizipiert man NICHT an stattfindenden der Kurssteigerung, und dieser Malus wiegt deutlich schwerer als der Bonus durch die Gebührenfreiheit.

3. Man muss den Kurs beachten, der tagesaktuell geboten wird und ihn mit den anderen Handelsplattformen vergleichen (und dabei aufpassen, dass man ggf auch korrekt von Euro in Dollar umrechnet)

2.  BitMarket.eu

Wer oder was BitMarket genau ist, weiß ich nicht.

Um sich bei Bitmarket zu registrieren, muss man dort nicht nur ein Konto einrichten und es mit dem privaten Bitcoin-Key verknüpfen, sondern man muss auch sein Konto verifizieren. Das geht zum Beispiel, in dem man seinen Ebay-Benutzernamen dort angibt und dem Betreiber von BitMarket via Ebay eine Frage beantwortet. Damit weiß er, dass man Zugriff auf jenes Ebay-Konto hat, was eine gewisse Vertrauenswürdigkeit hat, die man von seinen Ebay-Bewertungen übernehmen kann. Weil das Thema Bitcoin aber gerade derart hype ist, dauert auch die (händische!) Verifizierung mitunter lange. Bei mir schon deutlich länger als die angekündigten 24 Stunden.

BitMarket ist ein Handelsplatz für Bitcoins. Hier kann man Angebote und Gesuche eintragen, also z.B. das Angebot 10 Bitcoins für je 15 Euro zu verkaufen. Treffen sich ein Käufer und ein Verkäufer, so findet eine Zahlung direkt zwischen ihnen statt. Entweder per Payal oder per (nationaler oder internationaler) Überweisung.

Hier wird das Geld also nicht vorab an die Handelsplattform bezahlt (wie im Fall von Mt. Gox), sondern a) erst beim Zustandekommen des Kaufs/Verkaufs, und b) vom Käufer direkt an den Verkäufer bezahlt.

Was passiert, wenn man dem Verkäufer Geld überweist und dieser dennoch keine Bitcoins an den Key des Käufers sendet, weiß ich nicht. Ich betrachte es als das Risiko des Käufers. Immerhin kann man mit dem Verkäufer vorher Kontakt aufnehmen und so ein wenig Vertrauen aufbauen.

Auf BitMarket kann in Euro gehandelt werden. Um Bitcoin zu kaufen, darf man nicht vergessen nach unten zu scrollen, wenn dort sind die “Ask offers”.

(Okok, der Finne ist ein Grieche ;)

Hier finden sich viele deutsche User, und entsprechend oft kann auch per inländischer Überweisung bezahlt werden.

Im obigen Screenshot bei Mt. Gox könnte ich also ab 16,2 US-Dollar Bitcoins kaufen, also für etwa 11,1 Euro. Und hier bei BitMarket könnte ich zB in der ersten Zeile 5 Bitcoin zu je 14,5 Euro kaufen.

Fazit: bei Mt. Gox wäre der Kauf deutlich günstiger. Allerdings muss ich bei Mt. Gox ZUERST warten, bis dort mein Geld angekommen ist (und so lange steigt der Kurs), während ich bei BitMarket SOFORT einen Kauf tätigen kann (sobald mein Konto verifiziert ist), und erst anschließend muss ich die Überweisung tätigen. In der Zeit, bis das Geld beim Verkäufer angekommen ist, verändert sich aber der dem Kauf zugrunde liegende Kurs nicht mehr.

Die entstehende Kursänderung könnte den Preisvorteil also aufwiegen.

3. BitcoinMarket.com

Wer oder was BitcoinMarket genau ist, weiß ich nicht.

Der Handel mit Bitcoins funktioniert hier ähnlich wie bei BitMarket (man verwechselt die beiden Namen sehr leicht).

Die Unterschiede sind:

1. Unübersichtlicher Einstieg  (=mühsam)

Nach der Registrierung muss man dem eigenen Benutzerkonto seine Bitcoin-Adresse zuordnen.

Im eigenen Account sieht das so aus:

Hätte ich bereits ein paar Bitcoins auf BitcoinMarket erstanden, dann wären sie hier angezeigt.

Auf Payment Processors klicken…

Hier auf “Add” klicken und dann die Zeichenfolge der eigenen Bitcoin-Adresse eingeben. Diese Adresse bekommt man im eigenen Bitcoin-Programm, siehe ganz oben.

Man braucht diese Adresse, um die hier erstandenen Bitcoins anschließend in die eigene “Geldbörse” übertragen zu können.

Wenn die eigenen Bitcoin-Adresse angegeben ist, dann braucht es noch die Zuordnung der eigenen Paypal-Adresse. Also der jeweiligen Email-Adresse, die man bei seinem Paypal-Konto dafür angegeben hat.

 

Also auf “Payment Processors” klicken, dann auf “Paypal”, dann auf “Add” und dort die Email-Adresse des eigenen Paypal-Kontos eingeben.

Und dann kann’s los gehen!

2. Sofort loslegen (=Vorteil)

Bei BitcoinMarket kann man bereits nach einer einfachen Registrierung und einer Bestätigung per Email mit dem Handeln loslegen. Also nach wenigen Minuten. Das spart Zeit, und in Anbetracht der momentanen Kurssteigerungen von etwa 15% pro Tag ist dies ein wichtiges Argument.

Während man bei Mt. Gox und bei BitMarket während der Wartezeit tatenlos zusehen muss, wie die Bitcoins laufend teurer werden, kann man bei Bitcoin-Market sofort kaufen.

Um zu handeln, kann man entweder eine eigene Order aufgeben (zB “ich biete 160 Dollar für 10 Bitcoins”) oder bestehende Order akzeptieren, also:

My Orders > Accept an Existing Order

Es stehen nun 5 Handsplätze zur Auswahl und nur MBBTC/PPUSD ist für uns wichtig, weil nur hier mit Paypal Geld gesendet und empfangen werden kann.

Zur Erklärung von MBMTC: BM steht für BitcoinMarket. BTC ist die Abkürzung von Bitcoin.

Zur Erklärung von PPUSD: PP steht für Paypal, also die Art der Bezahlung. USD steht für US-Dollar, also die Währung, in der gehandelt wird.

Wir klicken wollen Bitcoin in Dollar handeln und mit Paypal bezahlen, klicken also auf BMBTC/PPUSD:

Auf der linken Seite stehen also die Kaufgesuche, und ganz oben der größte gebotene Preis.

In diesem Fall will Mitglied 4335 also Bitcoins kaufen, und zwar 19 Stück zu je 20 Dollar.

Auf der rechten Seite stehen die Angebote von Mitgliedern, die ihre Bitcoins verkaufen wollen, ganz oben der günstigste gebotene Preis. Man könnte im Moment also 2,5 Bitcoin zu je 23,99 Dollar kaufen. (Die Schreibweise ist hier amerikanisch, der Punkt in den Zahlen ist also wie ein Komma zu lesen.)

Natürlich sind die Preise zum Kauf eines Bitcoins stets ein wenig höher als die der Verkaufsangebote. Doch nur zu jedem gebotenen Zeitpunkt.

Schaut man sich die Entwicklung über die Zeit an, so steigen die gebotenen Preise momentan um etwa einen Dollar alle paar Stunden.

Hier sind die Charts der gehandelten Preise (und Volumina). Nicht vergessen auf MBBTC/PPUSD umzuschalten!

Ich habe vorgestern Abend für 12 Dollar auf BitcoinMarket einen Bitcoin gekauft und sofort per Paypal bezahlt. Zwei Stunden später habe ich den Bitcoin an derselben Stelle für 13,5 Dollar verkauft. Abzüglich aller Gebühren von BiocoinMarket und Paypal blieben mir 90 Cent Gewinn. Also 7,8% Rendite in genau 2 Stunden. Und nicht auf einer seltsamen Plattform, sondern in meinem Paypal-Konto.

Während ich diesen Blogpost schreibe, ist der Preis übrigens bereits auf etwa 20 Dollar gestiegen.

Interessant ist außerdem die Beobachtung, dass die gehandelten Einheiten (also die Zahl der Bitcoins pro Angebot) ebenfalls steigen. Während man vor zwei Tagen fast nur 1-2 Bitcoin pro Handel kaufen oder verkaufen konnte, sind nun 10 oder 20 Bitcoin pro Handel die Regel.

Heute würde ich statt der 90 Cent also 9 Dollar pro Handel verdienen.

3. Bezahlung nur per Paypal (=Nachteil)

Wer häufig mit Paypal bezahlt, weiß ein Lied davon zu singen, dass Paypal immer wieder mal ein Konto einfriert. Ohne Ankündigung, und ohne jede Möglichkeit darauf Einfluss zu nehmen.

Mit ist das direkt nach dem Kauf passiert, und mein Verkäufer hat sich natürlich darüber geärgert. In der Zeit, die derweil vergeht, verändern sich die Kurse. Der Verkäufer bekommt sein Geld erst zu einen Zeitpunkt, wo er bereits deutlich mehr für seine Bitcoins bekommen könnte.

Diese unerwarteten und unvorhersagbaren Verzögerungen von Paypal sind ein echtes Ärgernis. Und ein gutes Argument dafür mit echten Überweisungen zwischen deutschen Anbietern auf BitMarket.eu zu handeln.

4. Ab ins Wallet

Egal auf welcher der drei beschriebenen Plattformen man seine Bitcoins ersteht, in jedem Fall liegt das eigene Guthaben erstmal auf einem Portal, von dem ich nicht sagen kann, ob es morgen noch existieren wird.

Mein eigenes Fazit ist also: erstandene Bitcoins direkt ins eigene Wallet überweisen.

Das geht in allen drei Fällen einfach, denn man hat ja bereits bei der Registrierung eine eigene ID angegeben.

Im Fall von BitcoinMarket geht die Übertragung so: Ich klicke auf meinen Account.

Das Abheben (withdraw) wird über auf den Bitcoin-Client veranlasst, und es muss nur noch die Anzahl der Bitoins (im amerikanischen Stil) eingetragen werden. Also wenn ich dreieinhalb Bitoins abheben will, dann ist das “3.5″.

Es dauert einige Minuten, bis der Betrag auf dem eigenen Bitcoin-Wallet angezeigt wird.

Ich hatte das Problem, dass nach einem von mir veranlassten Programmabbruch während der anfänglichen Block-Berechnungen keine Verbindung des Programms mehr hergestellt werden konnte. Hier ist eine Beschreibung der Lösung dieses Problems für Apple-User.

5. Zwischen Plattformen wechseln

Richtig spannend wird es, wenn man den Hebel damit vergrößert, nun beim Einkauf und Verkauf zwischen den drei genannten Plattformen zu wechseln. Dazu muss man:

1. Kurse vergleichen
2. Währungen umrechnen
3. Laufzeit beachten (und die derweiligen Kurssteigerungen abschätzen)

Mein Fazit: Ich finde die Idee des Bitcoin extrem spannend. Und die Kurssteigerungen sind goldrauschartig. Ich spiele ein wenig mit, setze aber keine Beträge ein, die mir in meinem Alltag fehlen würden. Zugegeben, der erste Handel mit genau einen Bitcoin war nicht alles, unterdessen handle ich größere Volumina.

Aber wenn morgen keine der genannten Webseiten mehr erreichbar wäre, ich würde sagen: ok, vorbei, hat Spaß gemacht! Ich hätte zwar einige Bitoins in meinem Wallet, aber vielleicht keinen Weg mehr sie zurück in Euros zu verwandeln.

Ich habe einige Beträge auf verschiedenen Wegen (auch um sie auszuprobieren) in Bitcoins umgewandelt. Einige Bitcoins habe ich wieder mit Gewinn verkauft, und das Geld ist bereits wieder auf meinem eigenen echten Bankkonto. Auch das wollte ich ausprobieren. Aber ein Teil meines Geldes ist noch im Spiel (und im Wallet).

Meine persönliche Strategie lautet:

  • Ich setze nicht mehr ein, als ich bei einem Totalverlust mit einem kleinen “Aua” verschmerzen kann. Ich setze mir also eine Obergrenze, die ich nicht überschreite. Diese investiere ich aber rasch.
  • Sobald ich zum doppelten Einkaufspreis verkaufen kann, verkaufe ich die Hälfte meiner Bitcoins und wandle sie sofort in Euros auf meinem Bankkonto um.
  • Genau genommen kommt noch die Summe der Transaktionsgebühren hinzu. Je nach Handelsplattform und Standort des Handelspartners via Paypal sind das geschätzt nicht mehr als 5%. Also verkaufe ich kurz nach einer Verdoppelung.
  • Es dauert momentan etwa 4-5 Tage, bis sich der Kurs verdoppelt.
  • So lange betrachte ich mein Geld als äußerst riskant angelegt und einen Totalverlust halte ich für möglich
  • Nach diesen 4-5 Tagen bekomme ich all mein eingesetztes Geld zurück (und muss keinen entstandenen Ertrag versteuern).
  • Derselbe Betrag bleibt durch die Kursverdoppelung jedoch nochmal in Bitcoins bestehen.
  • Und erst mit diesem Betrag spekuliere ich wirklich.
  • Der Spaß beginnt für mich also erst, wenn ich mit erhandelten (und nicht mit gekauften) Bitcoins handeln kann.

Und noch was:

Ich bin kein Experte. Ich habe keine Ahnung. Ich habe nur ein wenig gegoogelt. Ich rate also niemandem dazu, es mir gleich zu tun. Wirklich nicht!

Aber der Handel mit Bitcoins macht gerade verflixt viel Spaß ;)

Updates:

  • Borahm hat auch darüber gebloggt
  • Beitrag von DRadio über Bitcoin online hören. Sendung vom 4. Juni.
  • Am 6.6. wurde auf bitcoinmarket.com das Bezahlen mit PP (also genau die hier beschriebene Variante) vorübergehend deaktiviert. Ich handle darum momentan vor allem auf BitMarket.eu und kaufen neue Bitcoins auf Mt. Gox.
  • 8. Juni: So viel ich weiß, muss bei einem BTC-Handel mit Gewinnerzielungsabsicht (und darum geht es hier) die Umsatzsteuer abgeführt werden. Da man die BTC in der Regel ohne ausgewiesene USt erwirbt, sind die ersten 19% Gewinn also für das Finanzamt, und erst ab dem 20. Prozentpunkt  geht es in die eigene Tasche (anteilig, denn auch der Gewinn muss wiederum anteilig versteuert werden). Sollte man nicht vergessen…!

Scannen und Faxen mit dem iPhone

Gestern habe ich hier eine herrliche neue App für das iPhone kennen gelernt: Scanner Pro.

Die App kann alles, was man von einer Scan-App erwartet: mit der Kamera des iPhone ein Dokument fotografieren, es dann entzerren und als ein- oder mehrseitigen SW-, Graustufen oder Farbscan mit wählbaren Parametern speichern, drucken, versenden oder direkt in die eigene Dropbox oder zu Evernote hochladen.

Andere Apps wie JotNot können das auch, hier eine Übersicht der Funktionen.

Doch Scanner Pro hat eine Funktion, die darüber hinaus geht: ein so erstellter Scan kann anschließend direkt aus der App als Fax gesendet werden.

Dazu gibt man die Empfängernummer ein und Scan Pro nennt den Preis für das Fax. Im Fall eines einseitigen Faxes von Deutschland nach Deutschland sind das zB 79 Cent. Die Abrechnung erfolgt direkt über iTunes.

Es passiert mir immer wieder mal, dass jemand von mir eine unterschriebene Antwort per Fax erhalten möchte, und nun kann ich solche einfach versenden, ohne mir umständlich ein Faxgerät und einen Festnetzanschluss installieren zu müssen.

Süddeutsche verkauft Reisen

Wie fast jede Zeitung hat auch die Süddeutsche Zeitung einen Reiseteil. In diesem thematischen Schwerpunkt sammelt die Zeitung seit vielen Jahren ihre Reisereportagen, um damit vordergründig den Lesehunger ihrer Abonnenten zu stillen, und vor allem aber um dort Anzeigen in einem besonderen redaktionellen Umfeld zum Thema “Reisen” treffgenauer und damit teurer zu verkaufen.

Ein erprobtes und erfolgreiches Konzept. Zumindest auf Papier.

Auf Webseiten – und damit auch in den Online-Ausgaben der Zeitungen – lässt sich ein solches Zusammenführen von Inhalt und Anzeige noch viel genauer erreichen. Insbesondere seit der Erfindung von AdSense. Also seit 13 Jahren.

Kein Wunder hat sich diese Idee nun auch bei den deutschen Medien herumgesprochen. So hat die Süddeutsche Zeitung heute bekannt gegeben, dass sie zu jeder ihrer 272 Reiserubriken entpsprechende buchbare Angebote von Expedia bereit hält.

Schließlich verdienen die Kollegen von Burda via Holidaycheck mit diesem Prinzip über eine Million Euro Umsatz. Pro Tag.

Man darf also erwarten, dass die Reiseredaktion der Süddeutschen ab sofort alle neuen Artikel mit einem teils algorithmischen und teils handverlesenen Teil des Expedia-Angebots bereichern werden.

Es bleibt nur eine Frage: warum erst jetzt?

iPhone aus Backup wiederherstellen trotz vergessenem Passwort

Wenn man das iPhone aus dem Backup wiederherstellen möchte, das Backup durch ein Passwort geschützt ist und man sich an das Passwort nicht erinnert, dann hat man ein großes Problem.

Ein Workaround ist jedoch möglich, wenn alte Backups unverschlüsselt vorliegen. In meinem Fall hatte ich das Backup erst vor wenigen Wochen per Passwort verschlüsselt (als der “Bewegungsdaten-Skandal” am 26.4. durch die Medien ging).

Die Backups liegen in

Macintosh HD > Benutzer > USERNAME > Library > Application Support > MobileSync > Backup

und die dortigen Ordner lassen sich nach Datum sortierten. Nur sind leider die meisten davon überschrieben worden, und nur etwa alle vier Monate wird ein Backup nicht überschrieben. In meinem Fall war nur ein etliche Monate “zu” altes unverschlüssteltes Backup dort.

Ich konnte jedoch aus den Backups meiner Time Machine ein Backup von wenigen Tagen vor der von mir begonnenen Verschlüsselung restaurieren.

Es hat den Ordner des aktuellen Backups überschrieben. Das Wiederherstellen meines neuen iPhone aus diesem (altesten unverschlüsselten) Backup ging problemlos.

Weil ich diese Lösung nirgends finden konnte, schreibe ich sie in den Blog und hoffe, dass sie gefunden wird, falls nun jemand anderes danach sucht.

Bodensee-Webseite der IBT ist Schrott

Seit einigen Tagen ist die neue Webseite www.bodensee.eu der Internationalen Bodensee Tourismus GmbH (IBT) online, und ich hatte mich schon darauf gefreut die IBT endlich mal loben zu können.

Doch den Gefallen wollte man mir nicht tun.

Die vorige Webseite der IBT war unterirdisch schlecht, komplett unprofessionell und für den Bodensee als touristische Destination peinlich und richtig schädlich.

Leider ist die neue Webseite noch schlechter geworden. Das muss man erst mal schaffen. Jede aus zwei Schülern bestehende Agentur hätte es besser geschafft als die von der IBT wieder und wieder beauftragte Agentur BytesAtWork.

An der bisherigen Leistung von BytesAtWork kann es nicht gelegen haben, warum sie sich nach dem Geld für die schlechte alte Webseite nun auch noch das Geld für die schlechte neue Webseite in die Tasche stecken dürfen. Die wahren Gründe für die erneute Beauftragung derselben Agentur würde ich gerne mal erfahren…

Weil ich an der neuen Webseite schneller handwerkliche Fehler finde, als ich darüber tippen und sie screenshotten (hier: „screenschrotten“) kann, überlasse ich es den Kommentatoren die Fehler aufzulisten.

Also, auf meinem MacBook mit Firefox (alles up to date) sehe ich nichts als diese leere Webseite:

Volle Flaute also nicht nur im Bild, sondern auch im Browser.

Und wenn ich – wie der typische Tourist vor Ort – mit dem iPad versuche die Seite anzuschauen, dann werde ich durch etliche Screens zu Installationen aufgefordert, die am Ende nicht klappen (können) und nichts als einen frustierten Gast zurück lassen würden:

Der erste Screen weist mich darauf hin, dass ich Microsoft Silverlight installieren muss. Ein Programm installieren, nur um die Webseite anzuschauen? Na gut, versuchen wir es…

Nun werden mir 3 Schritte angeboten bis zum virtuellen Bodensee.

Doch schon im ersten Schritt steht die Warnung „Dieser Datentyp kann eventuell auf dem Computer Schaden anrichten“.

Und im zweiten Schritt steht „Führen Sie diese Software nicht aus“.

Wie also soll ich Silverlight nun installieren? Abgesehen davon weiß ich natürlich, dass das auf dem iPad gar nicht funktionieren kann.

Im nächsten Moment werde ich zu microsoft.com weitergeleitet. Plötzlich spricht man nur noch Englisch.

„Silverlight may not be supportet on your computer’s hardware“. Aha…

Wenigstens gibt es im nächsten Screen etwas mehr zu lesen.

„Make sure you are running a Silverlight-compatible Windows operating system“… hahaha!

Liebe IBT, ich kenne KEINE Destination, die es wagen würde einen solchen Schrott ins Web zu stellen .

Liebe Gesellschafter der IBT, ihr wisst, was ihr zu tun habt. Tut es endlich! Um den Tourismus am Bodensee vor der IBT zu schützen.

Und jetzt eröffne ich das Rennen um die Fehlersuche auf der IBT Webseite. Wer hat noch nicht? Wer will noch mal? Es gibt genug Fehler für jeden…

PS: Über die alte Webseite der IBT habe ich auch schon mal was geschrieben

PPS: Update am 4. Mai:
• Die Firma Bytesatwork hieß früher asp4THOMAS
• Geschäftsführender Gesellschafter der asp4THOMAS war Detlef Humbert
• Die Geschäftsführerin der IBT hieß früher Daniela Pahl
• Die Geschäftsführerin der IBT heißt nun Daniela Pahl-Humbert

Ein Schelm wer Böses dabei denkt?

Update am 6.5.: Der Südkurier hat das Thema heute aufgegriffen, und in den Kommentaren werden die verwandtschaftlichen Verhältnisse der Geschäftsführerin kritisch erwähnt.

Lesetipp: Lügen mit Zahlen

Als Mathematiker stehe ich jeder statistischen Aussage grundsätzlich skeptisch gegenüber und suche reflexartig nach möglichen Fehlern. Meine Bank- und Versicherungsberater wissen etliche Lieder davon zu singen, denn sie konnten mir noch nie etwas verkaufen.

Darum habe ich das Buch „Lügen mit Zahlen: Wie wir mit Statistiken manipuliert werden” von Herd Bosbach und Jürgen Korff auch in weiten Strecken sehr schnell gelesen.

Dennoch ist es mir einen besonderen Tipp wert, denn es hat mir mit den vielen Beispielen die Augen noch weiter dafür geöffnet, dass ich die vielen statistischen Aussagen, die mir täglich (vor allem in den Medien) begegnen, noch viel skeptischer hinterfragen muss.

Eines der schönsten Beispiele im Buch ist das Simpson Paradoxon. Es zeigt, wie scheinbar widersprüchliche Schlüsse aus statistischen Daten gezogen werden können, je nachdem, wie man die Ergebnisse gruppiert.

Ein bekanntes Beispiel dafür steht auf Wikipedia, und hier habe ich die scheinbare Paradoxie in mit einem Muster beschrieben:

Das Buch „Lügen mit Zahlen“ gibt es hier als Kindle eBook für Text-Leser und als Taschenbuch für Buch-Leser.

Wie man Kinder zu Unternehmern erziehen kann

Talente fallen nicht vom Himmel, sondern sie werden erworben. Durch Training, Vorbild und Erziehung.

Wer’s nicht glaubt, dem empfehle ich das hervorragende Buch „Outliers“ (dt: „Überflieger“) von Malcolm Gladwell (gibt’s bei Amazon als deutsches Taschenbuch und als deutsches Kindle eBook).

Der kanadische Seriengründer Cameron Herold hat klare Vorstellungen davon und viele gute Erfahrungen darin, wie man Kindern Lust auf unternehmerisches Denken machen kann.

Unser Schulsystem zielt zu sehr darauf ab, dass aus Kindern Arbeitnehner werden, und nicht darauf, dass sie Arbeitgeber werden. Unser Bildungssystem zielt zu sehr darauf ab, uns in unseren Schwächen wenigstens mittelmäßig werden zu lassen, statt in unseren Stärken brilliant.

Cameron Herold ist Enkel zweier Unternehmer. Und Kind eines Unternehmers. Und Bruder von zwei Unternehmern. Nachdem er selbst mehrere Unternehmen gegründet hat, unterrichtet er nun Unternehmertum am MIT.

Seine eigene Schulkarriere verlief schwach. Er könnte sich als Versager fühlen, wenn seine Eltern ihm nicht seine Stärken vor Augen geführt hätten – Stärken, die an Schulen als Schwächen gesehen werden.

Eine davon ist ADS. Manche sehen es als in Schulen immer häufiger diagnostizierte Krankheit. Cameron Herold hatte als Kind (und hat noch immer) 18 von 19 möglichen Symptomen von ADS.

Doch sieht er das als Stärke. Und nennt ADS die “Unternehmerkrankheit”. Und listet eine Menge von bekannten Unternehmern auf, die unter ADS litten. Oder besser gesagt: mit und wegen ADS erfolgreich sind.

Seine eigenen Kinder erzieht er nun ebenfalls zu potentiellen Unternehmern.

In diesem fantastischen Vortrag beschreibt er unter anderem, warum Taschengeld für Kinder Gift ist und was er seinen Kindern statt dessen gibt:


Link zum Film auf TED.com

Frühjahrsputz im Domainportfolio

Schnäppchenjäger aufgepasst, ich habe mein Domain-Portfolio aufgeräumt und 133 Domains gekündigt. Sie können also auf ganz normalem Weg reserviert werden – kein Verkauf, sondern ein Ostergeschenk…

  • ostseeprospekte.com
  • ostseeprospekte.de
  • perdehof-weltin.de
  • puffkarte.de
  • radreise-kataloge.de
  • sattelbaer.com
  • sattelbaer.de
  • sattelhund.com
  • sattelhund.de
  • sattelziege.com
  • sattelziege.de
  • seeschwein.de
  • seeschweinchen.de
  • sewage-sludge-treatment.com
  • sewagesludgetreatment.com
  • skate-the-lake.info
  • skate-touren.de
  • skatethelake.de
  • skatetouren.de
  • velotaxi-bodensee.com
  • velotaxi-bodensee.de
  • velotaxi-bregenz.at
  • velotaxi-bregenz.com
  • velotaxi-fn.de
  • velotaxi-friedrichshafen.de
  • velotaxi-konstanz.com
  • velotaxi-lindau.de
  • velotaxibodensee.com
  • velotaxibodensee.de
  • velotaxikonstanz.com
  • velotours.info
  • wickelfisch.com
  • wickelfisch.de
  • wikibodensee.de
  • wikitourist.de
  • wlanhotels.de
  • geniesserführer.de
  • geniesserführer.de
  • klärschlamm-vererdung.de
  • amazingadventure.de
  • bodensee-filme.com
  • bodensee-has.com
  • bodensee-has.eu
  • bodensee-hase.de
  • bodensee-incentive.com
  • bodensee-karte.com
  • bodensee-karte.eu
  • bodensee-park.com
  • bodensee-tips.com
  • bodenseebewertung.de
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  • bodenseehas.com
  • bodenseehas.eu
  • bodenseehund.de
  • bodenseekarte.com
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  • bodenseeradtouristik.com
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  • bodenseewiki.de
  • bodenseschweinchen.de
  • die-bodenseehotels.de
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  • fahrradtrankstelle.de
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  • geniesserfuehrer.de
  • hotspotkarte.eu
  • inelinemap.com
  • inline-camp.info
  • inline-tours.de
  • inlinecamp.de
  • inlinetours.com
  • inlinetours.info
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  • bodensee-bewertungen.de
  • bodensee-filme.de
  • bodensee-has.de
  • bodensee-hase.com
  • bodensee-hase.eu
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Diverse Schreibweisen von fahrrad-taxi, fahrrad-tankstelle und velobus stehen übrgiens zum Verkauf.

Und rein vorsorglich: nein, ich beantworte keine Fragen danach, wozu ich die eine oder andere Domain eigentlich damals…!

Das Buch ist tot! – Und mit ihm seine Preisbindung

Heute hat Amazon Deutschland endlich seinen Ebook-Store eröffnet und bietet die digitalen Inhalte von 650.000 Büchern zum Verkauf an.

Was genau kann man dort eigentlich kaufen? Ist es der Scan eines gedruckten Buches? Oder ist es die digitale Vorstufe des Buches? Oder die Idee des Buches? Oder sein purer Inhalt?

Heißen die Dinger nun Bücher, Ebooks, iBooks oder Kindle-Inhalte?

Heute ist also endlich auch in Deutschland der große Damm gebrochen, hinter dem sich preisgebundene Verlagsprodukte auf toten Bäumen vor der größten Erfindung seit dem Buchdruck sicher glaubten – dem Internet. Wie spannend!

Ein Kindle-Besitzer kauft über 3 Mal so viele… äh… “Bücher” bei Amazon wie er es ohne Kindle tat. Der Durchschnittspreis eines Ebooks liegt bei über 10 Euro, und aus meiner eigenen Erfahrung kann ich bestätigen, dass ich viel mehr lese, seit iPad, Kindle und Co.

Lesen ist einfacher geworden, und damit auch wieder häufiger.

Das Buch ist tot!

Der Markt des Bücherschreibens wird sich massiv verändern (vermutlich verbessern), und der Markt des klassischen Bücherverlegens, -druckens, -finanzierens und -verkaufens wird wohl massiv einbrechen. Sei’s drum!

Bislang waren mein Lesefutter vor allem Web-Inhalte (also Texte im Internet) und englische Ebooks. Seit heute lassen sich  die Mehrzahl der Neuerscheinungen auch legal auf das Lesegerät bekommen, und ich bin mir sicher: meine (stattliche) Bücherwand wird nicht weiter wachsen. Sie ist so tot, wie alle dafür gefällten Bäume.

Die vordergründige Gemütlichkeit meines breiten Alphabetikerregals und seine hintergründige Ego-Funktion (“oh, so viele Bücher hast du”) sind nun ebenfalls ein Teil der Vergangenheit.

Bücher besitzt man nicht mehr, sondern man hat sie gelesen und eventuell auch verstanden. Man kann Bücher nun nicht mehr greifen, sondern nur noch begreifen. Man hat sie im Kopf und im Kindle (etc.), aber niemand sieht mehr die Bücher, die ich lese und gelesen habe. Sondern nur noch das, was ich eventuell daraus mache.

Und noch was: In Deutschland gibt es eine Buchpreisbindung. Sie wird fallen!

Das Buch hat seine (äußere) Form verloren!

Denn digital gibt es nicht länger die begriffliche Abgrenzung des Wortes “Buch”. Es gibt Texte im Web. Es gibt Texte, an die man über das Web gelangt. Manche davon sind gratis (wie dieser Blogpost), andere hingegen kosten Geld (wie zB der Artikel in der FAZ von heute über den neuen Kindle-Store).

Andere Texte sind digitale Versionen gedruckter (und preisgebundener) Bücher, und dann gibt es noch (zunehmend viele) digitale “Bücher”, die Geld kosten und niemals auf Papier gedruckt werden. Doch zwischen diesen digitalen Büchern und einem langen Artikel in der FAZ gibt es keine klare Grenze mehr, denn das Buch hat seine äußere Form verloren!

Und damit ist auch die Bezugsgrenze der Buchpreisbindung verloren gegangen. Es ist also völlig belanglos, ob der Börsenverein des Buchhandels (wie vor 2008) zum Schluss kommt, dass digitale Bücher der Buchpreisbindung nicht unterworden sind. Oder ob derselbe Verein (seit 2008 und aus Angst vor Veränderung) plötzlich die gegenteilige Meinung vertritt.

Denn der Börsenverein hätte sicher auch die Erfindung des Buchdrucks als Bedrohung (z.B. der Buchschreibekunst) gesehen und sein Verbot gefordert.

Das Buch ist tot! – Es lebe der Text!

Wenn die Form des Buches sich auflöst, dann bleibt der pure Text. Und um einen (guten) Text vom Schreiber zum Leser zu bringen, braucht es keine Zwischenschritte mehr.

Vor 20 Jahren hätte ich einen eigenen Verlag finanzieren und betreiben müssen, um diesen Blogpost in die Welt zu posaunen. Es wäre mir damals nicht möglich gewesen – und heute geht es mit einen Federstrich.

Und genau so leicht ist es heute für einen Autor seine Leser zu erreichen. Eine der vielen neuen Möglichkeiten ist Amazons Kindle Direct Publishing (KDP). Ich schreibe einen Text, lade ihn hoch, bestimme den Preis, gebe meine Kontonummer ein, und danach steht das “Buch” online zum Verkauf. Dafür behält Amazon 30% des Verkaufspreises, und 70% gehen an mich.

Bislang musste ich zuerst einen Verlag finden. Der hat meinem Buch seine Form gegeben, hat es finanziert (zB 5.000 Exemplare gedruckt und gelagert), hat es vertrieben (also an einen Großhandel in Kommission gegeben), der es an einen Buchladen vertrieben hat, und der wiederum stellte Verkaufsfläche zur Verfügung in der Hoffnung, dass das Buch von einem daher gelaufenen Leser gesehen und gekauft wurde.

Was für ein Aufwand! Viel zu umständlich. Viel zu teuer. Viel zu langsam. Viel zu indirekt, denn:

  1. Der Kunde des Autors war nicht der Leser, sondern der Verlag.
  2. Der Kunde des Verlags war nicht der Leser, sondern der Großhändler.
  3. Der Kunde des Großhändlers war nicht der Leser, sondern der Buchhandel.
  4. -> Aber jeder hat daran verdient!

Bislang musste der Autor 90% des Buchpreises an die vielen Zwischenhändler abgeben. Nun sind es nur noch 30%. Der Erlös des Autors hat sich also versiebenfacht. Das alleine ist Grund genug für die Tatsache, dass sich diese Veränderung nie wieder umkehren lässt.

Interessant ist ein kritischer Blick in das Gesetzt zur Buchpreisbindung.

Im einleitenden Paragrafen zu seinem Zweck heißt es:

Das Gesetz dient dem Schutz des Kulturgutes Buch. Die Festsetzung verbindlicher Preise beim Verkauf an Letztabnehmer sichert den Erhalt eines breiten Buchangebots. Das Gesetz gewährleistet zugleich, dass dieses Angebot für eine breite Öffentlichkeit zugänglich ist, indem es die Existenz einer großen Zahl von Verkaufsstellen fördert.

Drei Dinge lese ich darin:

1) Geschützt werden soll also das Buch. Ist damit die (Verkaufs-) Form des längeren Textes gemeint, oder der Text selbst?

2) Ziel des Gesetzes ist ein breites Buchangebot. Also sollte sich der Gesetzgeber darüber freuen, dass Autoren nun 7 Mal so viel verdienen können wie bisher. Es wird nämlich sehr viel mehr Autoren geben als früher. Und weil die Einstiegshürde “Verlag” wegfällt, wird es auch sehr viel mehr verschiedene Ebooks geben.

3) Die Zugänglichkeit des Buchangebots soll gewährleistet werden. Früher dachte man dabei an die Zahl der Buchhandlungen. Ein jedes Kindle hat aber eine eingeaute Buchhandlung. In nur 10 Sekunden ist jedes verfügbare Buch darauf geladen. Von überall. Weltweit. Gratis.

Früher musste man zum Buch(händler) gehen, um es zu erwerben. Heute kommt das Buch zu einem nach Hause.

Mein Fazit:

Die Ziele des Preisbindungsgesetztes sind alle erfüllt – egal ob Bücher preisgebunden sind oder nicht. Ein mutiger Politiker würde darum die Buchpreisbindung ersatzlos abschaffen.

Wetten, dass unsere internetausdruckenden Offlinevolksvertreter das nicht kapieren?!

Radioaktive Tourismus-Werbung für den Schwarzwald

Im Jahr 1938 war Marie Curie bereits vier Jahre lang tot – gestorben an den Folgen der von ihr erforschten Radioaktivität. Doch der Zusammenhang zwischen Segen und Fluch dieser Entdeckungen blieb bis zum Abwurf der ersten Atombombe scheinbar weitgehend folgenlos.

So wurden 40er Jahren etliche Produkte mit der darin enthaltenen wundersamen Radioaktivität beworben. Neben leuchtenden Ziffernblättern von Armbanduhren gab es auch radioaktive Zahnpasta, diverse Hygieneartikel, radioaktive Schokolade und sehr viele andere radioaktive Produkte.

Besonders schön finde ich diesen 10-minütigen Werbefilm über den Schwarzwald aus dem Jahr 1938. Darin werden die radioaktiven Thermen in Baden-Baden wie selbstverständlich als besondere Attraktion beworben (bei 1:02):

Eine herrlich lesenswerte Geschichte der Entdeckung der Radioaktivität findet sich übrigens im eBook “Kettenreaktion” (das es auch auf toten Bäumen gibt).

Wenn Regeln ihre eigene Befolgung berücksichtigen

In Beziehung zu Zeit und Geschwindigkeit verhalten sich Deutschland und die Schweiz reziprok.

Und beide Länder werden 20 Jahre nach Kripke und über 50 Jahre nach Wittgenstein auf ihre jeweils eigene Weise der Behauptung gerecht, dass es keine nicht-semantische Fakten geben kann, welche die Bedeutung eines Wortes festlegen.

Wenn schon die Bedeutung eines Wortes nur sein Gebrauch in der Sprache ist, dann gilt das für Geschwindkeiten und Uhrzeiten allemal.

Doch der Reihe nach.

In jeder Kurve einer deutschen Straße, die am besten mit 100 km/h durchfahren werden sollte, ist die Geschwindigkeit auf maximal 80 km/h begrenzt.

Warum? Weil kein Deutscher es mit dem Tempolimit genau nimmt, denn bei bis zu 20 km/h Überschreitung passiert ja bekanntlich nichts. Somit braucht es ein Limit von 80, damit keiner schneller als 100 fährt. Irgendwie logisch.

Und so bestätigt jede deutsche Kurve erneut, dass man stets auch 20 km/h zu schnell noch sicher und bequem im die Ecke kommt.

(Die einzige mögliche Gefahr sind plötzlich auf- und ihre Bremse tretende Schweizer, die bei solchen Limits bekanntlich teuer und punktgenau konditioniert wurden.)

Was jedoch den Deutschen die Geschwindigkeiten, das sind den Schweizern die Uhrzeiten.

Wenn am Flughafen in Zürich um (genauer: ab) 08:40 in den Flieger eingestiegen werden soll, dann steht auf den Bordkarten sicherheitshalber schon mal 08:15 aufgedruckt.

So sieht das aus:

Auf meine naive hochdeutsche Frage, warum man nicht einfach die Uhrzeit aufdrucken könne, zu (genauer: ab) der man am Gate sein solle, wurde ich belehrt: es könnte ja vorkommen, dass der kurze Fußweg ein wenig länger dauere (übrigens ist schon das ein herrlicher Witz für jeden, der schonmal in Frankfurt ein- oder umgestiegen ist), und mit diesem aufgedruckten Sicherheispuffer wolle man sicherstellen, dass alle pünktlich am Gate ankämen.

Ich wünsche mir eine Welt, in der einfach nur das gesagt wird, was gemeint ist. Und ich bin auch bereit dafür meine beiden Jugendhelden Kripke und Wittgenstein zu verraten und all mein Kripkensteinerianertum gegen preakademische Naivität zu tauschen.

Regeln, denen ihre mangelhafte Befolgung bereits inhärent ist, sind für rekursiv denkende Menschen mit chronischer Zeitnot nämlich nicht geeignet.

Das weiß niemand besser als mein Reisemonster.